Die Studentische Krankenversicherung

Nach Vollendung des 25sten Lebensjahres endet die kostenlose Familienversicherung und der Studierende ist selbst mit eigenen Beiträgen versicherungspflichtig. Grundsätzlich sind alle immatrikulierten Studierenden in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, was eigentlich bedeutet, dass man sich zu einem sehr günstigen Tarif versicherndarf.
Für versicherungspflichtige Studierende besteht auch eine Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung mit eigenen Beiträgen.

Versicherungsbeginn und -ende
Die Krankenversicherung beginnt mit dem Semester, frühestens jedoch mit dem Tag der Einschreibung oder Rückmeldung. Sie endet

  • immer erst einen Monat nach Ende des Semesters. Das bedeutet, dass auch bei der Exmatrikulation vor Semesterende der Krankenversicherungsschutz noch bis zum regulären Semesterende erhalten bleibt.
  • grundsätzlich mit Ablauf des 14ten Fachsemesters oder mit dem Ende des Semesters, in dem das 30ste Lebensjahr vollendet wird.
  • wenn eine andere, vorrangige Versicherung eintritt (z.B. als Arbeitnehmer). 

Nähere Auskünfte erteilt im Einzelfall die zuständige Krankenkasse.

Beiträge zur Studentischen Krankenversicherung

Grundbetrag von 66,33 € + Zusatzbeitrag (häufig: 1 %)

Für alle versicherungspflichtigen Studierenden (je nach kassenindividuellen Zusatzbeitrag) monatlich rund 73,- €.

Hinzu kommt noch die Pflegeversicherung, die monatlich: 16,55 € bzw. 18,17 € (für kinderlose Studierende über 23 Jahre) kostet.

Die Beiträge verschiedener gesetzlicher Krankenkassen als detaillierte Übersicht finden Sie hier (PDF-Dokument);
weiterführende Infos zu den Beiträgen gibts hier (externer Link).

 BAföG-Empfänger, die in der Studentischen Krankenversicherung beitragspflichtig sind, erhalten einen monatlichen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 71,- € sowie von 15,- € zum Pflegeversicherungsbeitrag vom BAföG-Amt.

Zuzahlung
Jeder, der älter als 18 Jahre ist, muss Zuzahlungen tätigen. Gebühren werden beispielsweise bei Medikamenten, Heil- und Hilfsmitteln oder bei einer Krankenhausbehandlung fällig.
Die Belastungsgrenze liegt im Normalfall bei 2% des zu versteuernden Brutto-Einkommens. Schwerwiegend chronisch Kranke zahlen 1 %. Als Bruttoeinnahmen gelten alle wiederkehrenden Bezüge, die zur Bestreitung des Lebensunterhaltes dienen, z.B. Unterhaltszahlungen der Eltern, BAföG, Stipendien, Arbeitseinkommen, Kapitaleinkünfte, Mieteinkünfte.

Befreiung von der Versicherungspflicht
Dies ist nur für Studierende möglich, die anderweitig (z.B. privat) krankenversichert sind. Hierbei handelt es sich um eine endgültige Entscheidung, die während des gesamten Studiums nicht widerrufen werden kann. Nach dem Studium kann man der gesetzlichen Krankenkasse nur dann wieder beitreten, wenn man als Arbeitnehmer versicherungspflichtig wird.
Infos zum Wechsel in die private Krankenversicherung.

Weitere Infos bei Ihrer Krankenkasse
sowie bei www.studis-online.de