DSW-Pressemitteilungen

Vegan-freundlichste Mensen 2016: Gleich 21 Studentenwerke mit Bestnote

·         Auszeichnung der Tierschutzorganisation PETA Deutschland

·         33 Studentenwerke beteiligen sich an PETA-Umfrage

·         Drei Sterne: 21 Studentenwerke mit Bestnote

Berlin, 12. Januar 2017. Die Mensen von gleich 21 Studentenwerken erhalten die Auszeichnung „vegan-freundlichste Mensa 2016“ der Tierschutz­organisation PETA Deutschland. Die Organisation vergibt jeweils drei Sterne als Bestnote für veganes Essen an die Studenten- und Studierendenwerke Bochum, Augsburg, Berlin, Dresden, Erlangen-Nürnberg, Kassel, Leipzig, München, Oldenburg, Osnabrück, Würzburg, Bonn, Darmstadt, Dortmund, Essen-Duisburg, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Koblenz, Mainz und Paderborn. 

Damit werden fast zwei Drittel der teilnehmenden Studentenwerke mit der Bestnote ausgezeichnet. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland. Insgesamt 33 Studentenwerke haben sich an der PETA-Umfrage „vegan-freundlichste Mensa 2016“ beteiligt.

PETA beurteilt die Mensen unter anderem nach Aspekten wie dem Umfang des veganen Angebots und Details wie der Bereitstellung von Pflanzendrinks für den Kaffee oder veganen Kochkursen. Das Augenmerk lag vor allem auf Aktionstagen, regelmäßiger Werbung für vegane Gerichte und weiterführendem Engagement für eine vegane Ernährung, da dies die Nachfrage nach veganen Gerichten erfahrungsgemäß steigert.

Mit zwei Sternen zeichnet PETA die Studierendenwerke Köln, Aachen und Ulm aus. Einen Stern erhalten die Studenten- und Studierendenwerke Frankfurt am Main, Göttingen, Halle, Münster, OstNiedersachsen, Greifswald, Siegen, Stuttgart und Tübingen-Hohenheim.

„Vegane Gerichte gehören in den Mensen der Studentenwerke seit langem zum festen Angebot“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. „Die Studentenwerke sind mit ihrer Hochschulgastronomie hervorragend eingestellt auf die unterschiedlichen Ernährungsweisen und Erwartungen der Studieren­den. In der Mensa werden alle glücklich.“

Mehr Infos auf der PETA-Website.

Die soziale Infrastruktur des deutschen Hochschulsystems: Studentenwerke in Zahlen

  • 960mal Hochschulgastronomie, 190.928 Wohnheimplätze, 8.750 Kita-Plätze; 2,05 Milliarden Euro BAföG im Jahr 2015
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) zeigt Leistungen der 58 Studentenwerke für Studierende und Hochschulen
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Studentenwerke bilden die soziale Infrastruktur im deutschen Hochschulsystem“

 

Berlin, 14. Dezember 2016. 960 hochschulgastronomische Einrichtungen, darunter mehr als 400 Mensen, 190.928 Wohnheimplätze für Studierende, 8.750 Kita-Plätze für die Kinder studentischer Eltern, mehr als zwei Milliarden Euro ausgezahlte BAföG-Mittel im Jahr 2015: Das Deutsche Studentenwerk (DSW) zeigt in einer neuen Publikation die Leistungen der Studentenwerke.

In der Broschüre „Studentenwerke im Zahlenspiegel 2015/2016“ stellt der Verband detailliert vor, was die ihn im organisierten 58 Studentenwerke in der konkreten Umsetzung ihres gesetzlichen Sozialauftrags alles leisten.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Die Studentenwerke sind gemeinnützige, soziale Dienstleistungsunternehmen des öffentlichen Bildungssektors. Sie haben den gesetzlichen sozialen Auftrag, die Studierenden in Deutschland wirtschaftlich, gesundheitlich, sozial und auch kulturell zu fördern. Das tun sie mit einem breiten, differenzierten Portfolio von Dienstleistungen. Das ist die soziale Infrastruktur im deutschen Hochschulsystem.“

Dazu gehören nach den DSW-Angaben neben Mensen, Wohnheimen, Kitas und BAföG auch die studienbegleitende Beratung, die von den Studentenwerken mitverhandelten Semestertickets für Studierende, die Service- und Beratungsangebote für ausländische Studierende oder die kulturelle Förderung.

46 Studentenwerke bieten psychologische Beratung an; 47 haben Sozialberatungsstellen. 53 Studentenwerke haben Darlehenskassen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen. 39 Studentenwerke bieten in ihren Mensen sogenannte Freitische für bedürftige Studierende. Ebenfalls 39 Studentenwerke fördern studentische Kulturgruppen.

Die 58 Studentenwerke in Zahlen:

- 19.576 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

- 190.928 Wohnheimplätze

- 2,053 Milliarden Euro BAföG im Jahr 2015 im Auftrag von Bund und Ländern

- 23 Studentenwerke mit studentischer Arbeitsvermittlung

- 34 Studentenwerke mit Semesterticket

- Darlehenskassen mit günstigen Studienabschlussdarlehen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen in 53 Studentenwerken

- 960 Mensen, Cafeterien, Restaurants, Bistros, Kaffeebars mit 240.899 Sitzplätzen, Jahresumsatz 2015: 436 Millionen Euro

- 55 Studentenwerke mit rollstuhlgängigen Wohnplätzen

- 53 Studentenwerke mit besonderen Wohnangeboten für Studierende mit Kind

- 43 Studentenwerke mit Wohnraumvermittlung: Angebote von Privatvermietern an Studierende

- 8.750 Plätze in 222 Kinderbetreuungseinrichtungen: 4.127 Plätze für Kinder bis 3 Jahre, 2.750 Plätze im Alter von 3 bis 6,

- 46 Studentenwerke mit psychologischer Beratung

- 47 Sozialberatungsstellen

- 31 Studentenwerke mit Rechtsberatung

- 6 Studentenwerke mit Beratung für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit

- 43 Studentenwerke mit studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren zur besseren Integration ausländischer Studierender

- Kultur: 24 Theaterbühnen, 29 Probe- und Übungsräume für studentische Gruppen, 14 Fotolabors, 31 Galerien, 24 Kneipen mit Kulturprogramm, 29 Studentenwerke mit kulturellen Kursen bzw. Workshops, 28 Studentenwerke mit Kultur-Festivals und -Wettbewerben

- 24 Studentenwerke mit Fitness- und Sportangeboten für Studierende

- 17 Studentenwerke mit Internetpools mit freiem Zugang

 

„Studentenwerke im Zahlenspiegel 2014/2015“ zum Download.

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Wohnraum: Studierende und Geflüchtete nicht gegeneinander ausspielen

  • Studentenwerke: Ausreichend Wohnraum für Geflüchtete und Studierende
  • Gemeinsames Wohnen Geflüchtete und Studierende nur mit professioneller Betreuung

Berlin, 8. Dezember 2016. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten 58 Studentenwerke fordern Bund, Länder und Kommunen auf, in Hochschulstädten und Hochschulregionen darauf zu achten, dass Studierende und Geflüchtete bei der Bereitstellung von sozialem Wohnraum nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Auf ihrer Jahresversammlung am 6. und 7. Dezember 2016 in Berlin begrüßten die 150 Delegierten aus den Studentenwerken kommunale Initiativen, die ursprünglich für Flüchtlinge geschaffenen Wohnraum nun für Studierende zur Verfügung stellen wollen. Sollten dabei Studierende und Geflüchtete gemeinsam unter einem Dach wohnen, halten die Studentenwerke zusätzlich professionelle Betreuungs- und Integrations­angebote für geboten.

„Geflüchtete brauchen nicht nur geeigneten Wohnraum, sondern auch eine professionelle Betreuung, bis hin zur Behandlung von Traumata, was nicht allein auf den Schultern von Studierenden abgeladen werden kann“, heißt es in einem Beschluss der Jahres- bzw. Mitgliederversammlung der Studentenwerke.

Auch sollten Geflüchtete, die bereits in Hochschulstädten leben und denen erste Integrationsschritte gelungen sind, nicht zugunsten von Studierenden kurzerhand ins Umland umgesiedelt werden.

„Wir brauchen beides, ausreichend Wohnraum für Studierende – und für Geflüchtete. Die beiden Gruppen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, so DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann.

Die Online-Fassung.

Studierende vom Rundfunkbeitrag befreien

  • Forderung der Studentenwerke auf ihrer Jahresversammlung 2016

Berlin, 8. Dezember 2016. Die Studierenden und Studienkollegiatinnen und -kollegiaten in Deutschland sollen generell vom Rundfunkbeitrag befreit werden. Das fordern die 58 im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studentenwerke, die sich am 6. und 7. Dezember 2016 in Berlin zu ihrer Jahresversammlung in Berlin getroffen haben.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Befreit sind bisher nur Studierende, die BAföG erhalten. Studierende, die ihren Unterhalt von ihren Eltern beziehen oder zum Teil über Erwerbstätigkeit finanzieren, verfügen oft nur über vergleichbare monatliche Budgets. Daher sollten alle Studierenden insgesamt vom Rundfunkbeitrag befreit werden.“

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Studentische Krankenversicherung: Altersgrenzen abschaffen

  • Studentenwerke fordern Verbesserungen für Studierende bei der Krankenversicherung
  • Altersgrenze abschaffen, jobbende Studierende mit Einkommen von mehr als 450 Euro im Monat regulär krankenversichern

 

Berlin, 7. Dezember 2016. Die Studentenwerke setzen sich für Verbesserungen in der Krankenversicherung von Studierenden ein. So sollen Alters- oder Semestergrenzen abgeschafft und erwerbstätige Studierende, die mehr als 450 Euro im Monat verdienen, regulär krankenversichert werden.

Darauf verständigten sich die 58 im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studentenwerke auf ihrer Jahrestagung am 6. und 7. Dezember in Berlin.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Wenn lebenslanges Lernen mit alternierenden Phasen von Studium, Berufstätigkeit, erneutem weiterführenden Studium oder der Hochschul­zugang aus einer vorherigen Berufstätigkeit politisch gewollt sind, dann müssen die Regelungen zur Krankenversicherung angepasst werden.“

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BAföG-IT endlich ins digitale Zeitalter führen

  • Studentenwerke fordern bundesweit einheitliches eBAföG mit einheitlichem Online-Antrag und eAkte in allen Bundesländern
  • Auch interne Software zur Bearbeitung der Anträge in den BAföG-Ämtern muss in allen 16 Bundesländern vereinheitlicht werden
  • Große Probleme mit „BAföG21“ in neun Bundesländern
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Der Bund muss eingreifen“

 
Berlin, 7. Dezember 2016. Die Studentenwerke in Deutschland fordern eine bundesweit einheitliche BAföG-IT, sowohl was die Online-Antragstellung als auch die Bearbeitung der Anträge in ihren BAföG-Ämtern anbelangt. Sie appellieren an die Bundesregierung, gemeinsam mit den Ländern die Digitalisierung des BAföG zum Nutzen von Studierenden und BAföG-Ämtern zu vereinheitlichen und die föderalen Insel-Lösungen der Länder zu einer einzigen zusammenzuführen.

„Das BAföG ist ein Bundesgesetz. Auch wenn dessen Vollzug weiterhin Sache der Länder ist, muss der Bund nun handeln und für eine bundesweit einheitliche und vor allem funktionierende BAföG-IT sorgen“, fordert Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), im welchem Verband die 58 Studentenwerke organisiert sind.

Der Stand der elektronischen bzw. Online-Antragstellung des BAföG ist derzeit in den 16 Bundesländern unterschiedlich gelöst. „Das Ziel sind medienbruchfreie Prozesse, vom eAntrag bis zur eAkte, die dann digital zwischen den BAföG-Ämtern ausgetauscht werden kann. Das ist bis heute nicht realisiert in allen Bundesländern“, kritisiert Meyer auf der Heyde.

Probleme haben die BAföG-Ämter der Studentenwerke in neun Bundesländern auch mit der Software, die ihnen die Länder dort vorgeben: „BAföG21“ ist stark fehlerbehaftet, erzeugt Mehrarbeit und belastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studentenwerke stark. „Das geht schon viele Jahre so. Das ist ein unzumutbarer Zustand, sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAföG-Ämter als letztlich auch für die Studierenden, die zügig ihr BAföG bekommen sollen“, so Meyer auf der Heyde.

„Der Bund muss aktiv werden und die BAföG-IT endlich wirklich ins digitale Zeitalter führen“, fordert er.

 
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„Die Generation Erasmus müsste aufstehen“

  • Zukunft Europa: Wie sich Studierende in Großbritannien und Griechenland für ein anderes Europa engagieren
  • Titelgeschichte des DSW-Journals 4/2016 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Was die deutschen politischen Studierenden-Organisationen sagen
  • Ulrich Grothus vom DAAD im Interview: „Die Generation Erasmus müsste aufstehen“

 

Berlin, 5. Dezember 2016. Brexit, Krise der Europäischen Union, aber auch Austausch- und Mobilitätsprogramme: Welche Haltung haben Europas Studierende zu Europa? Haben sie eine eigene Vision? Die Ausgabe 4/2016 des DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW) stellt Studierende aus Großbritannien und Griechenland vor, die sich für die europäische Idee politisch engagieren.

Man habe mit Großbritannien und Griechenland zwei exemplarische Krisenländer ausgewählt, schreibt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde im Editorial des Magazins: Großbritannien wegen des Brexits, Griechenland wegen seiner wirtschaftlichen Dauerkrise.

Autor Jan-Martin Wiarda traf in London zwei Studenten der „Young Fabians“, der Nachwuchsorganisation der traditionsreichen „Fabian Society“. Martin Edobor u nd Omid Miri hat der Schock des Brexits politisiert. Die beiden bauen einen eigenen politischen „Think Tank“ auf.

In Athen verkörpern Eirini Margetousaki und ihr Kommilitone Kostas Zivas in ihrer Haltung zu Europa zwei Gegensätze: Sie fühlt sich stark als Europäerin – Zivas jedoch sagt: „Der emotionale Wert von Europa ist für mich gleich null.“

Ulrich Grothus, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) hofft auf einen politischen Impuls der europäischen Studierenden. Im Interview sagt er: „Die ‚Generation Erasmus‘ müsste aufstehen, über ihre vielen grenzüberschreitenden Kontakte und Freundschaften Zusammenhalt und europäische Öffentlichkeit herstellen und für ein besseres Europa streiten.“

Das sieht auch Jenovan Krishnan so, Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Ihn hat das DSW-Journal ebenso wie die weiteren politischen Studierenden-Organisationen in Deutschland nach ihrer Meinung zu Europa befragt. Krishnan sagt: „Wir Jungen sind wie selbstverständlich mit den Freiheiten der EU aufgewachsen, weil wir nie für sie kämpfen mussten. Es ist Zeit, dass wir […] zum ersten Mal entschieden für sie eintreten.“

 

Titelgeschichte „Zukunft Europa“ auf den Seiten 12 bis 19 dieses Downloads.

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„Studiengebühren sind keine Alternative“

  • Gabriele Heinen-Kljajic, grüne Wissenschaftsministerin von Niedersachen, im DSW-Journal 4/2016
  • Ministerin antwortet auf 13 Fragen
  • BAföG-Software: „Wenn’s nicht klappt, steigen wir aus BAföG21 aus“

 

Berlin, 5. Dezember 2016. In der neuen Ausgabe des DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW) spricht sich Gabriele Heinen-Kljajic (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, klar gegen Studiengebühren aus.

In der Rubrik „13 Fragen“ im DSW-Journal 4/2016 antwortet sie, angesprochen auf die Pläne der baden-württembergischen Landesregierung, Studiengebühren für  Studierende aus Nicht-EU-Staaten einzuführen: „Das ist für uns keine Alternative. Wir haben durch die Abschaffung der Uni-Gebühren den Trend sinkender Studienanfängerzahlen umgekehrt, unter dem Niedersachsen viele Jahre gelitten hat.“

In dem Interview äußert sich Heinen-Kljajic zu weiteren Themen, die die Studierenden in dem Bundesland betreffen. So sind ihr die Probleme der BAföG-Software „BAföG21“, die die Studentenwerke in Niedersachsen einsetzen müssen, wohlbekannt: „BAföG21 sollte die Verfahren vereinfachen. Aber die Realität ist, dass die Sachbearbeiter immer wieder händisch nacharbeiten müssen.“ Man suche nach technischen Lösungen, „aber wenn’s nicht klappt, dann steigen wir aus BAföG21 aus.

 

Heinen-Kljajics Antworten auf die 13 Fragen S. 36/37 dieses Downloads.

 

Weitere Themen im DSW-Journal 4/2016:

  • Nicht ohne den Bund! Wie Hubertus Heil von der SPD die Wissenschafts- und Hochschulfinanzierung nach 2020 sieht
  • Die WG der Optimisten: In einem Sozialprojekt der Stadt und des Studierendenwerks Freiburg leben Geflüchtete  und Studierende unter einem Dach
  • Was wollen Sie? Doppel-Interview mit den HRK-Sprechern Ulrich Radtke, für die Universitäten, und Karim Khakzar für die FHs
  • Die erste Frau im Amt: Babette Simon, die Chefin des Mainzer Universitätsklinikums, im Porträt
  • Was kommt nach den Pakten und Programmen? Die Bildungsexpert/innen der Bundestagsfraktionen antworten
  • Mensa auf Französisch: Was die zwei Koch-Azubis Michelle Kretzschmar und Cora Hübner vom Studentenwerk Dresden in Paris erlebten
  • Spielen, Doktor werden: Das Team von der Campus-Krippe des Studentenwerks Schleswig-Holstein

 

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Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern: kontraproduktiv und falsch

> Deutsches Studentenwerk (DSW) kritisiert Kabinettbeschluss der baden-württembergischen Landesregierung vom 29.11.2016
> DSW-Präsident Dieter Timmermann: „Das ist kontraproduktiv, falsch und steht in klarem Widerspruch zur Internationalisie­rungs­­<wbr />strategie von Bund und Ländern“

Berlin, 30. November 2016. Das Deutsche Studentenwerk kritisiert den Beschluss der baden-württembergischen Landesregierung vom 29.11.2016, ab dem Wintersemester 2017/2018 Studiengebühren in Höhe von 1.500 Euro für Studierende aus Nicht-EU-Staaten einführen  zu wollen.

 DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann erklärt:

 „Die vom Kabinett in Baden-Württemberg beschlossene Einführung von Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten ist kontraproduktiv!

 Das ist eine falsche Entscheidung. Studiengebühren sind der falsche Weg zu einer auskömmlichen Hochschulfinanzierung. Das ist die Verantwortung des Staates, nicht der Studierenden – ob sie nun aus Deutschland kommen, einem EU-Land oder von außerhalb der EU.

 Deutschland hat sich zu einem hochattraktiven internationalen Studienstandort entwickelt. Das von den Wissenschaftsministerinnen und -ministern 2013 für das Jahr 2020 formulierte Ziel von 350.000 internationalen Studierenden haben wir schon heute fast erreicht. Anstatt nun neue Schutzzölle beim Hochschulzugang zu errichten, sollten wir stattdessen die Verbleibchancen ausländischer Studierender hier verbessern.

 Man kann nicht einerseits in einer gemeinsamen Internationalisierungsstrategi<wbr />e von Bund und Ländern mehr ausländische Studierende gewinnen und dann andererseits in einem Bundesland für eine Gruppe von Studierenden plötzlich Studiengebühren erheben wollen. Das ist ein Widerspruch in sich.

 Gemäß unserer 20. Sozialerhebung haben ausländische Studierende im Durchschnitt 115 Euro weniger im Monat zur Verfügung als deutsche Studierende. Offenbar will Baden-Württemberg für weniger begüterte Studierende aus dem Ausland unattraktiv werden – eine erstaunliche Entscheidung von einer Regierungspartei, die ansonsten für eine stärkere soziale Öffnung der Hochschulen steht.“

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Studierenden-Zahl weiter auf Rekordniveau: Jetzt ein Hochschulsozialpakt

> Deutsches Studentenwerk (DSW) fordert gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern für die soziale Infrastruktur
> DSW-Präsident Dieter Timmermann: "Wir benötigen einen Hochschulsozialpakt"
> Bund-Länder-Programm für Ausbau der Wohnheim-, Mensa- und Beratungs-Kapazitäten der Studentenwerke

Berlin, 25. November 2016. Ein minimaler Rückgang der Studienanfänger/innen um 0,1%, aber eine weitere Erhöhung der Studierendenzahl um +1,8% und mit 2,806 Millionen weiterhin so viele Studierende wie nie zuvor: Das meldet heute Freitag, 25.11.2016, das Statistische Bundesamt. Dazu erklärt Prof. Dr. Dieter Timmermann, der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW):
„Die Zahl der Erstsemester bleibt konstant hoch bei rund 505.900, die Zahl der Studierenden steigt leicht an und ist weiterhin auf Rekordniveau. Leider ist die soziale Infrastruktur, die die 58 Studentenwerke bereithalten, mit der Studierenden-Zahl in den vergangen Jahren nicht mitgewachsen. Vor allem der Mangel an preisgünstigem Wohnraum für Studierende in vielen Hochschulstädten ist ein drängendes Problem. Wir benötigen dringend einen gemeinsamen Bund-Länder-<wbr />Hochschulsozialpakt, damit die Studentenwerke ihre Wohnheim-, Mensa-und Beratungskapazitäten ausbauen können. Hier stehen Bund und Länder gemeinsam, hier steht die deutsche Hochschulpolitik in der Pflicht. Sosehr wir die Anstrengungen vieler Länder beim Wohnheimbau für Studierende anerkennen, etwa in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg: Eine gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern ist dringend notwendig.“

Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts

Weniger BAföG - Geförderte: „Regelmäßige BAföG- Erhöhung dringend notwendig“

  • Statistisches Bundesamt: 2015 ist erneuter Rückgang der BAföG-geförderten Studierenden zu verzeichnen
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Daten zeigen, wie überfällig die aktuelle BAföG-Erhöhung 2016/2017 ist
  • Deutsches Studentenwerk fordert regelmäßige BAföG Erhöhung
  • BAföG Antrag stellen lohnt sich

 

Berlin, 11. August 2016. Das Statistische Bundesamt meldet für 2015 zum dritten Mal in Folge einen Rückgang der BAföG-geförderten Studierenden.  

Zu den Zahlen äußert sich Georg Schlanzke vom Deutschen Studentenwerk:

„Es ist gut, aber auch höchste Zeit, dass zum Wintersemester 2016/2017 die BAföG-Beträge und der Kreis der BAföG-berechtigten Studierenden ausgeweitet werden. Denn die Zahl der geförderten Studierenden ist 2015 um 5,4 % gesunken – das ist das vierte rückläufige Jahr in Folge.“

„Daher“, so Schlanzke weiter, „muss das BAföG weiterhin regelmäßig erhöht und an die Preis- und Einkommensentwicklung angepasst werden. Eine BAföG-Erhöhung pro Legislaturperiode reicht nicht aus.“

Er forderte die Studierenden auf, sie sollten die Anhebung nutzen und jetzt einen BAföG-Antrag stellen, denn das Elterneinkommen darf nun 7 % höher sein als zuvor. Damit können nun Studierende BAföG-berechtigt sein, die es vorher nicht waren. Ob die Änderungen aber ausreichen, um die Zahl der BAföG-Bezieher wieder signifikant zu erhöhen, bleibt abzuwarten.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2015 insgesamt 611.000 Studierende nach dem BAföG gefördert. Die Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 %. 2014 war die Zahl der geförderten Studierenden bereits um 3,5 % und 2013 um 2,1 % gefallen. 2015 wurden im Monatsdurchschnitt 401.000 Studierende BAföG-gefördert.

Der durchschnittliche Förderungsbetrag für BAföG-geförderte Studierende lag gegenüber 2014 unverändert bei 448 Euro im Monat.

Der finanzielle Aufwand für die BAföG-geförderten Studierenden, den der Bund seit dem 1. Januar 2015 erstmals allein trägt, lag im Jahr 2015 bei 2,158 Mrd. Euro und damit bei 123 Mio. Euro weniger als im Vorjahr.

Rechnet man die BAföG-geförderten Schüler/innen hinzu, ergibt sich für 2015 ein Gesamtaufwand von 2,972 Mrd. Euro. Somit schlug 2015 die BAföG-Förderung von Studierenden und Schüler/innen insgesamt mit 170 Mio. Euro weniger zu Buche als 2014.

Heutige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts

 

 

„Wir rechnen, damit du zählst“: 21. Sozial­erhebung startet

  • Bundesweite Online-Befragung von Studierenden zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage
  • Mehr als 400.000 Studierende werden eingeladen
  • Erste Ergebnisse voraussichtlich im Frühsommer 2017
  • 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) wird durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert

 

Berlin/Hannover, 23. Mai 2016. Heute startet die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW), durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Deutschland. Gefördert wird die Befragung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Fragen lauten unter anderem: Wie finanzieren sich Studierende? Welche Lebenshaltungs­kosten haben sie? Wie viele Studierende jobben neben dem Studium? Wie viel Zeit beansprucht das Studium, wie viel der Nebenjob?

Die 21. Sozialerhebung wird erstmals als reine Online-Befragung durchgeführt, was die Zahl der teilnehmenden Studierenden stark erhöhen soll. Jede sechste Studentin, jeder sechste Student, ausgewählt nach dem Zufallsprinzip, erhält von ihrer bzw. seiner Hochschule eine Einladung per E-Mail. 17% der derzeit rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland, mehr als 400.000, werden zur Befragung eingeladen. Das sind 4,5-mal so viele wie bei der Vorgängerbefragung aus dem Jahr 2012.

Das Ziel: Mit der 21. Sozialerhebung sollen auch differenzierte Aussagen zu kleineren Gruppen von Studierenden möglich werden, etwa zu Studierenden mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, zu Studierenden mit Kind oder zu berufsbegleitend oder dual Studierenden. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühsommer 2017 vorliegen.

Die beteiligten Institutionen werben bei den Studierenden für die Befragung mit dem Slogan „Wir rechnen, damit du zählst“. Die komplett neugestaltete Website www.sozialerhebung.de erklärt die Methodik und die Ziele der Befragung.

„Um gezielt politische Maßnahmen für Studierende ergreifen zu können, brauchen wir belastbare Erkenntnisse über ihre wirtschaftliche und soziale Lage. Ohne die Sozialerhebung könnten wir über vieles nur spekulieren, sie hilft Hochschulen, Kommunen, Ländern und Bund seit Jahrzehnten  dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen“, sagt Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.

Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW, betont: „In der 21. Sozialerhebung werden Datenschutz und Anonymität klar gewährleistet. Diese Langzeitstudie hat eine heraus­ragende Bedeutung für die Beantwortung wichtiger Fragen von vielfältigen Interessen- und Akteursgruppen aus den Bereichen (Hoch)Schule, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.“

Der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), Prof. Dr. Dieter Timmermann, erläutert die Relevanz der Sozialerhebung für die Studierenden selbst: „Mit den Daten aus der Sozialerhebung kann das Deutsche Studentenwerk der Politik und der Öffentlichkeit zeigen, wo im Interesse der Studierenden Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen der Bildungs-, Hochschul- und Sozialpolitik wichtig sind, um soziale und wirtschaftliche Verbesserungen für die Studierenden zu erreichen.“

 

www.sozialerhebung.de

 

Die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ...

 

  • zeichnet ein realistisches Bild der sozialen und wirtschaftlichen Lage der rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland
  • ist die wichtigste und größte Studierenden-Befragung in Deutschland
  • ist eine wichtige Entscheidungs- und Datengrundlage für die Politik, aber auch für Hochschulen und Studentenwerke
  • ist ein zentraler Bestandteil des Bildungsmonitorings in Deutschland; die Daten ergänzen die amtliche Statistik mit Informationen, die keine andere Quelle bietet
  • berücksichtigt auch kleine Gruppen von Studierenden, die durch das Raster üblicher Befragungen fallen, zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Studierende in dualen oder berufsbegleitenden Studiengängen, Studierende ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung
  • ist sensibel für die soziale Herkunft der Studierenden
  • wählt ihre Teilnehmer/-innen nach dem Zufallsprinzip aus, um vollständige Anonymität zu gewährleisten und repräsentative Ergebnisse zu liefern
  • reicht als einzigartige sozialwissenschaftliche Langzeituntersuchung bis 1951 zurück
  • erlaubt Vergleiche über längere Zeiträume, zum Beispiel zur sozialen Zusammensetzung der Studierenden oder zur Studienfinanzierung

Mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende: Weitere Anstrengungen nötig

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) schätzt: Rund 13.000 Wohnheimplätze in Bau oder in Planung in den Bundesländern
  • Aktive Länder: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Hamburg, neu auch Bremen und Thüringen
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Es reicht noch nicht“
  • DSW fordert gemeinsamen „Hochschulsozialpakt“ von Bund und Ländern für 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze

 

Nürnberg/Berlin, 18. Mai 2016. Das Deutsche Studentenwerk (DSW)  würdigt die Anstrengungen derjenigen Bundesländer, die ihre Studentenwerke mit Zuschüssen beim Bau von zusätzlichem, bezahlbarem Wohnraum für Studierende fördern. Gleichzeitig fordert der Verband der Studentenwerke eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern in Form eines „Hochschulsozialpakts“ für 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze.

 

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde würdigte zum Auftakt der diesjährigen DSW-Wohnheimtagung am 18. Mai 2016 in Nürnberg die Anstrengungen der aktiven Bundesländer beim Wohnheimbau für Studierende. Er nannte etwa Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, NRW oder Hamburg; auch Bremen plane sein Studentenwerk beim Bau von 400 Plätzen zu unterstützen.

 

Allerdings bestehe die Förderung in einigen dieser Länder, etwa Rheinland-Pfalz, in Darlehen mit relativ geringen Zuschüssen. „Besser wären überall hohe Zuschüsse, wie sie etwa der Freistaat Bayern mit 32.000 Euro pro Platz leistet“, so Meyer auf der Heyde. „Je stärker die Länder ihre Studentenwerke mit Zuschüssen fördern, desto sozialverträglichere Mieten können die Studentenwerke bei Neubauten realisieren.“

 

Insgesamt, so schätzt Meyer auf der Heyde, seien derzeit in den Ländern rund 13.000 Plätze in Bau oder in Planung. „Es reicht noch nicht. In vielen Hochschulstädten wird bezahlbarer Wohnraum für Studierende immer knapper. Wir brauchen, flankierend zu den Hochschulpakten von Bund und Ländern, einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt für mindestens 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze.“

 

Bei Gesamtkosten von rund 1,6 Milliarden für diese 25.000 Plätze sieht Meyer auf der Heyde einen von Bund und Ländern zu stemmenden Zuschussanteil von 800 Millionen Euro, wenn die bayrische Förderung zugrunde gelegt werde. Darüber hinaus veranschlagt das DSW für die Sanierung der bestehenden Wohnheimkapazitäten der Studentenwerke einen gesamten Investitionsbedarf von rund 1,3 Milliarden Euro; die Hälfte, also 650 Millionen Euro, müssten laut DSW ebenfalls von Bund und Ländern finanziert werden. Die Notwendigkeit bereits erkannt habe zum Beispiel Thüringen, das sein Studentenwerk derzeit mit 15 Millionen Euro aus freigewordenen BAföG-Mitteln bzw. Hochschulpaktmitteln bei der Wohnheimsanierung unterstützt.

 

Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgelegte „Modellvorhaben nachhaltiges Wohnen für Studenten und Auszubildende“ mit einem Volumen von 120 Millionen Euro nennt Meyer auf der Heyde „einen wichtigen ersten Schritt“. Das Programm könne aber den Bedarf an zusätzlichem, bezahlbarem Wohnraum für Studierende nicht decken.

 

Dass der Bund die Mittel für die Soziale Wohnraumförderung für die Jahre 2016 bis 2019 auf insgesamt zwei Milliarden Euro verdoppelt habe, sei ebenfalls zu begrüßen, so Meyer  auf der Heyde. Er schränkt aber ein: „Noch besser wäre es, bei diesen Mitteln auch eine Zweckbindung für studentisches Wohnen einzuführen.“

Bezahlbares studentisches Wohnen? Studentenwerke!

  • Deutsches Studentenwerk betont Expertise der Studentenwerke für bezahlbares und studiengerechtes Wohnen
  • 189.500 Wohnheimplätze bundesweit, durchschnittliche Monatsmiete 234 Euro warm
  • 40% der Wohnheimbewohner/innen haben weniger als 675 Euro im Monat zur Verfügung

 

Nürnberg/Berlin, 18. Mai 2016. Die 58 Studentenwerke in Deutschland sind mit ihren mehr als 1.000 Wohnheimen bundesweit die Experten für preisgünstiges und studiengerechtes Wohnen. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der Studentenwerke, zum Auftakt seiner diesjährigen Wohnheimtagung in Nürnberg.

 

Beim Studentenwerk Erlangen-Nürnberg treffen sich am 18. und 19. Mai 2016 rund 140 Expertinnen und Experten aus den Wohnheimverwaltungen der Studentenwerke.

 

Nach DSW-Angaben bieten die 58 Studentenwerke bundesweit rund 189.500 Wohnheimplätze für Studierende an. Mehr als 80% von ihnen sind möbliert; die Wohnfläche beträgt zwischen 18 und 25 Quadratmetern. Im Durchschnitt beträgt die monatliche Warmmiete, einschließlich Internetanschluss und aller Nebenkosten, 234 Euro.

 

„Das Wohnheim des Studentenwerks ist für Studierende mit Abstand die preisgünstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses“, sagt Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks.

 

Ein Viertel der Studierenden insgesamt und 40% der Wohnheimbewohner/innen haben weniger als 675 Euro im Monat zur Verfügung. „Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines preisgünstigen und bezahlbaren Wohnangebots für Studierende, und dies ist eine Stärke der Studentenwerke“, erklärt Meyer auf der Heyde.

 

„Studiengerechtes Wohnen zu bieten, ist eine andere Stärke der Studentenwerke“, so Meyer auf der Heyde weiter. Die Wohnheime der Studentenwerke sind überwiegend hochschulnah und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Studierenden ausgerichtet. So finden sich neben Einzelapartments Wohnungen für WGs, Doppelapartments oder Familienwohnungen.

 

Der Anteil ausländischer Studierender beträgt je nach Standort zwischen 14 und 65%. Die sozial-akademische Integration der ausländischen Studierenden fördern die Studentenwerke mit ihren studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren.

 

Der Ausbau der Wohnheim-Kapazitäten kann mit dem Ausbau der Studienplatz-Kapazitäten nicht mithalten, beklagt das DSW: Während die Zahl der staatlich geförderten Studienplätze seit dem Jahr 2008 um 42% gestiegen ist, erhöhte sich die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze seitdem nur um 5%. Derzeit stehen für weniger als 10% der Studierenden Wohnheimplätze zur Verfügung.