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Die „Lebenswelt Hochschule“? Ein Dach überm Kopf!

  • Schwarzes Haus mit Doktorhut, weiße Frakturschrift, alles vor  rosa Hintergrund
  • Design-Student Niklas von Winterfeld von der Hochschule Mannheim gewinnt 31. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks
  • Thema: „Lebenswelt Hochschule“
  • 381 Design-Studierende von 30 Hochschulen reichten 706 Plakate ein
  • Hochschule Düsseldorf mit zwei dritten Plätzen

 

Berlin, 26. Juni 2017. Ein kleines schwarzes Haus mit Doktorhut, darüber in weißer Frakturschrift die Zeile „ein dach überm kopf“, alles auf rosa Grund: Mit diesem reduzierten, vieldeutigen Plakat gewinnt Niklas von Winterfeld von der Hochschule Mannheim den 31. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks, Thema: „Lebenswelt Hochschule“. Betreut wurde von Winterfeld von Professor Armin Lindauer.

Der erste Platz wird mit 3.000 Euro honoriert; außerdem wurden am 26. Juni 2017 bei der Preisverleihung des Wettbewerbs im Museum für Kommunikation Berlin fünf weitere Preise in Höhe von insgesamt 7.000 Euro vergeben. Zwei dritte Plätze in Höhe von jeweils 1.000 Euro gingen an Design-Studentinnen von der Hochschule Düsseldorf aus der Klasse von Wilfried Korfmacher. 

Mit seinem 31. Plakatwettbewerb fragte das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der Studentenwerke, die Studierenden, wie sie die „Lebenswelt Hochschule“ wahrnehmen: Welche Freuden und Möglichkeiten bietet das Studi-Leben? Ist die Hochschule ein Ort der Gemeinschaft an dem sich Gleichgesinnte austauschen können, oder geht es eher um nüchternes, abschlussorientiertes Lernen?

Das Thema mobilisierte die Design-Studierenden stark: 381 Design-Studierende von 30 Hochschulen aus ganz Deutschland reichten insgesamt 706 Plakate beim (DSW) ein. Das ist die höchste Beteiligung  in der Geschichte des Wettbewerbs, was sowohl die eingereichten Plakate als auch die teilnehmenden Design-Studierenden betrifft. 

Eine fünfköpfige Fachjury hatte aus den 706 Plakaten die besten ausgewählt: drei dritte Plätze, jeweils mit 1.000 Euro dotiert, dann zwei zweite Plätze, mit jeweils 2.000 Euro Preisgeld, und den ersten Platz mit eben 3.000 Euro.

DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann freut sich über das Rekordinteresse der Studierenden am Thema „Lebenswelt Hochschule“. Er sagt: „Es scheint den Design-Studierenden ein echtes Anliegen zu sein, zu visualisieren, wie sie die Hochschule, wie sie das Studium erleben. Das zeigt, dass wir mit dem Wettbewerbsthema einen Nerv getroffen haben.“ 

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

Einzelne Plakatmotive stellen wir Ihnen gerne in Dateiform zur Verfügung.

 

„Lebenswelt Hochschule“

31. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2016/2017

 

Preisträgerinnen und Preisträger:

1. Preis, 3.000 Euro, für „Akademikerhaushalt“

Niklas von  Winterfeld, Hochschule Mannheim, betreut von Prof. Armin Lindauer

2. Preis, 2.000 Euro, für „Angstplatz“

Milan Gress, Hochschule Mainz, betreut von Prof. Charlotte Schröner

2. Preis, 2.000 Euro, für „Reserviert!“

Julia Eising, Folkwang Universität der Künste, Essen, betreut von Prof. Hans Günter Schmitz 

3. Preis, 1.000 Euro, für „Community“

Chantal Schlenker, Hochschule Düsseldorf, betreut von Prof. Wilfried Korfmacher

3. Preis, 1.000 Euro, für „Credit Points“

Christian Himmelspach, Hochschule Darmstadt, betreut von Prof. Frank Philippin 

3. Preis, 1.000 Euro, für „Platzmangel“

Jacqueline Hintze, Hochschule Düsseldorf, betreut von Prof. Wilfried Korfmacher

 

Die Jury:

-       Prof. Andrea Tinnes, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

-       Prof. Micheal Gais, Köln International School of Design

-       Henning Kreitel, Dipl. Designer/Fotograf, ehemaliger Preisträger

-       Dr. Oliver Götze, Stellvertretender Direktor des Museums für Kommunikation Berlin

-       Clemens Metz, Geschäftsführer des Studierendenwerks Freiburg, stellvertretender Vorsitzender des DSW-Ausschusses Kultur

Ein digitaler Studierendenausweis für Europa

 

·         Deutsches Studentenwerk (DSW) veranstaltet internationale Konferenz in Münster

·         EU-gefördertes Projekt: European Student Card (ESC) – ein digitaler Studierendenausweis für Europa

·   mögliche Funktionen der Karte: Speicherung von Studienleistungen, Mensakarte, Semesterticket, Bibliotheksausweis

·        Beteiligt: Centre National des Ouevres Universitaires et Scholaires (CNOUS), Deutsches Studentenwerk (DSW) und weitere Partner

 

Münster /Berlin, 6. Juni 2017. Am Dienstag, den 6. Juni 2017, wird in Münster auf einer internationalen Fachkonferenz das von der  Europäischen Union geförderte Pilotprojekt einer „European Student Card“ (ESC) vorgestellt,  eines gemeinsamen, europäischen Studierendenausweises. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit.

Ziel des Projektes ist ein gemeinsamer, europäischer Studierendenausweis, der den Zugang zu so unterschiedlichen Leistungen wie Bezahlfunktionen in der Mensa, Ausleihe an Hochschulbibliotheken, perspektivisch die Nutzung des ÖPNV oder den digitalen Transfer von Studienleistungen innerhalb Europas ermöglichen soll.

Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit knapp 300.000 Euro im Rahmen des Erasmus+ Programms; federführend ist der französische Studentenwerks-Verband Centre Nationale des Oeuvres Universitaires et Scholaires (CNOUS); das Deutsche Studentenwerk ist Kooperationspartner.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des DSW, erläutert: „Ein gemeinsamer, europäischer Studierendenausweis würde die Mobilität während des Studiums erleichtern und wäre für alle Beteiligten, Hochschulen, Studierende und Studentenwerke, im Zeitalter der Digitalisierung ein technischer Fortschritt. Damit wird auch ein Kernziel des Bologna-Prozesses unterstützt; ich halte das Vorhaben für eine große Chance, die Hochschulen und Studentenwerke gemeinsam ergreifen sollten.“

Auf der „European Student Card“ sollen Studienleistungen und abgeschlossene Prüfungen digital gespeichert werden, um die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen zu erleichtern. Der Zugang und die Ausleihe in Bibliotheken sind ebenso mögliche Anwendungsfelder wie die Bezahlung in Einrichtungen der Hochschulgastronomie oder an Kopiergeräten auf dem Campus. Die Karte soll perspektivisch auch die Funktion eines Semestertickets übernehmen können und die gegenseitige Anerkennung im Ausland erbrachter Studienleistungen ermöglichen.

Zu diesem Zweck ist eine Online-Plattform eingerichtet worden, die den europäischen Hochschulen einen digitalen Nachweis des Studierendenstatus erlaubt. In einer Probephase soll die Karte zunächst an verschiedenen Standorten in Frankreich, Deutschland, Irland und Italien getestet werden, in Deutschland unter anderem beim Karlsruher Institut für Technologie und beim Studierendenwerk Karlsruhe.

Ausgerichtet wird die Konferenz in Münster vom Deutschen Studentenwerk,  in Kooperation mit seinem französischen Gegenstück CNOUS und weiteren Projektpartnern. 

Die Konferenz richtet sich an die Leitungsebene und IT-Verantwortlichen der Hochschulen. In Münster wird ein Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand des Projektes und ein Erfahrungsbericht der an der Pilotphase beteiligten Organisationen gegeben.

 

Das Konferenzprogramm online.

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Studie: BAföG-Bedarfssätze zu niedrig

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) hat Lebenshaltungskosten von Studierenden und Höhe der BAföG-Bedarfssätze  verglichen
  • Neue Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) im Auftrag des DSW
  • Konsequenz: BAföG-Grundbedarf erhöhen, Wohnpauschale erhöhen, höheren Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag für Studierende ab 30 einführen
  • DSW-Präsident Dieter Timmermann: „Die Politik muss handeln“

 

Berlin, 31. Mai 2017. Die von der Bundespolitik festgelegten Bedarfssätze beim Studierenden-BAföG sind zu niedrig und müssen nun rasch erhöht werden. Zum ersten Mal seit 1990 liegt dafür wieder eine empirische Basis vor. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland, die im Auftrag von Bund und Ländern das Studierenden-BAföG umsetzen.

Von 1971 bis 1990 hatte das Deutsche Studentenwerk gemeinsam mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge einen studentischen Warenkorb entwickelt. Nun liegt eine neue Studie vor.

Ein Autorenteam vom Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS), Berlin, unter der Leitung von Dr. Dieter Dohmen hat im Auftrag des Deutschen Studentenwerks die Lebenshaltungskosten der Studierenden ermittelt. 

Das wichtigste Ergebnis der Studie: Die BAföG-Bedarfssätze für Studierende sind zu niedrig. Sie decken die tatsächlichen Kosten der Studierenden nur in begrenztem Umfang, und das selbst dann, wenn entsprechend der Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts nur die Ausgaben die 15% der Studierenden am unteren Einkommensspektrum für die Analyse herangezogen werden.

Die ermittelte Unterdeckung liegt beim BAföG-Grundbedarf zwischen 70 und 75 Euro monatlich. Ebenso wenig reichen die Pauschalen fürs Wohnen selbst bei den unteren 15% der Studierenden kaum zur Deckung der tatsächlichen Mietkosten aus, und zwar gleichermaßen für Elternwohner/-innen wie für Studierende, die außerhalb des Elternhauses wohnen.

Eine Förderlücke sehen die FiBS-Autor/innen auch bei den BAföG-Zuschlägen für die Kranken- und Pflegeversicherung, vor allem für über 30-jährige Studierende. Denn die BAföG-Zuschläge orientieren sich ausschließlich an der studentischen Krankenversicherung – 86 Euro monatlich für Studierende, die älter als 25 Jahre sind –, jedoch nicht an den viel höheren Krankenversicherungsbeiträgen für über 30-jährige Studierende. Sie müssen mehr als 150 Euro im Monat für die Krankenversicherung aufwenden. 

Die FiBS-Wissenschaftler/innen orientieren sich am Sozialgesetzbuch II, Grundsicherung für Arbeitssuchende, und am Sozialgesetzbuch XII, Sozialhilfe. Als Datengrundlage für die neue Studie dienen die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2012, die amtliche Einkommens- und Verbrauchsstatistik (EVS) des Statistischen Bundesamtes 2013 sowie das Sozioökonomische Panel (SOEP). Die jüngste BAföG-Erhöhung zum Wintersemester 2016/2017 konnte ebenso wenig berücksichtigt werden wie die noch nicht veröffentlichten Ergebnisse der 21. Sozialerhebung, die im Sommer 2016 durchgeführt wurde. Zum Wintersemester 2016/2017 sind beim BAföG der Grundbedarf sowie die Wohnpauschale um je 26 Euro angehoben worden, letztere für Studierende, die bei ihren Eltern wohnen, um 3 Euro.

Prof. Dr. Dieter Timmermann, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, erklärt: 

„Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber bei der Bedarfsermittlung der Sozialleistungen im Sozialgesetzbuch II vorgegeben, den Bedarf empirisch zu ermitteln und dazu alle existenznotwendigen Aufwendungen transparent, sach- und realitätsgerecht auf der Grundlage verlässlicher Zahlen und schlüssiger Berechnungsverfahren zu bemessen. Dies gilt auch für die BAföG-Bedarfssätze.

Wir legen für deren Berechnung eine Grundlage vor, die die bisherigen politisch-normativen Setzungen ersetzen sollte. Eine neue Bundes­regierung muss nun den studentischen Bedarf auf der Grundlage aktueller Daten, zum Beispiel eben die EVS oder die 21. Sozialerhebung,  festsetzen und umgehend eine BAföG-Erhöhung auf den Weg bringen, die die heute aufgezeigten Förderlücken schließt.

Wir stehen mit unserer Kritik an normativ-politischen Bedarfssetzungen nicht alleine. Sowohl der Paritätische Wohlfahrtsverband als auch die Diakonie fordern in vergleichbaren Berechnungen für den Sozialleistungs­bedarf eine Erhöhung des Regelsatzes für Erwachsene von derzeit 409 Euro auf 520 beziehungsweise 560,23 Euro. Im Übrigen zeigt die Bundesregierung aktuell selbst die Unterdeckung für Erwachsene auf: Im Vergleich der Bedarfe von SGB II, BAföG, Düsseldorfer Tabelle und Existenzminimumbericht der Bundesregierung müssten der Grundbedarf von derzeit 399 Euro um bis zu 36 Euro und der Wohnbedarf von derzeit 250 Euro um bis zu 76 Euro steigen. Und das BAföG muss der Lebenswirklichkeit einer immer heterogeneren Studierendenschaft gerecht werden.“ 

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde zu den Ergebnissen der Studie:

„Die Studie zeigt zum einen, dass die Ausgaben von einkommensschwachen Studierenden deutlich unterhalb des BAföG und ALGII-Satzes liegen. Hier kann man von verdeckter Armut sprechen. Wir fragen uns, ob diese Studierenden keinen BAföG-Anspruch haben oder – unter anderem aufgrund des Darlehensanteils – auf die Inanspruchnahme von BAföG  verzichten. Im letzteren Fall können wir Studierenden zur Verbesserung ihrer finanziellen Situation nur dringend empfehlen, BAföG-Anträge zu stellen, zumal erst fünf Jahre nach Förderende maximal nur 10.000 Euro in kleinen Raten zurückzuzahlen sind.

Zum anderen verdeutlicht die Studie die Notwendigkeit der mittelbaren Förderung von Studierenden – zusätzlich zur Individualförderung des BAföG: Die BAföG-Wohnpauschale deckt allenfalls die Mietkosten der Wohnheimbewohner/-innen. Wer höhere Mietkosten hat, spart nach der Studie an Ausgaben für das Essen. Damit wird unsere seit langem erhobene Forderung nach einem flankierenden Hochschulsozialpakt wieder einmal bestätigt: Bund und Länder müssen dringend in Ausbau und Sanierung von Wohnheimen investieren, um die Wohnkosten für Studierende zu senken bzw. auf bezahlbarem Niveau zu halten.“ 

Für die neue FiBS-Studie im Auftrag des DSW wurden die 15% der Studierenden am unteren Einkommensspektrum in die Untersuchung einbezogen – nicht jedoch die BAföG-beziehenden Studierenden selbst. Dieses Verfahren wird auch bei der Berechnung der Regelbedarfe beim Arbeitslosengeld sowie der Sozialhilfe angewendet. Für diese 15% der Studierenden, die über vergleichsweise geringe Einnahmen verfügen und kein BAföG erhalten, vermuten die FiBS-Autor/innen „verdeckte Armut“.

Im Jahr 2015 wurden gemäß Statistischem Bundesamt insgesamt 611.000 Studierende nach dem BAföG gefördert;  im Monatsdurchschnitt waren es 401.000 Studierende. Der durchschnittliche Förderungsbetrag lag bei 448 Euro im Monat. Vier Fünftel der BAföG-geförderten Studierenden sagen, ohne das BAföG könnten sie nicht studieren. 

Die Kosten fürs BAföG, für Schüler/innen und Studierende, trägt seit Anfang des Jahres 2015 der Bund. Sie lagen im Jahr 2015 für die Studierenden bei 2,158 Mrd. Euro.

 

Die FiBS-Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ zum Download (179 Seiten, 7 MB, nicht barrierefrei).

  

Online-Statements zur Studie von:

·         Dr. Dieter Dohmen, Direktor des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS)

·         Prof. Dr. Dieter Timmermann, Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW)

·         Fritz Berger, Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal und Vorsitzender des DSW-Fachausschusses Studienfinanzierung

·         Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks

  

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Preisgünstiges Wohnen? Studentenwerke!

  • Studentenwerke: 191.000 Wohnheimplätze bundesweit
  • Durchschnittliche Monatsmiete 238 Euro warm
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Studentenwerke sind Experten für preisgünstiges, studierendengerechtes Wohnen

Konstanz/Berlin, 10. Mai 2017. Keine andere Wohnform ist für Studierende günstiger außerhalb des Elternhauses, keine ist hochschulnäher und studierendengerechter als die Wohnheime der Studentenwerke. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland.

Am 10. und 11. Mai 2017 veranstaltet der Verband in Konstanz seine diesjährige „Wohnheimtagung“. Rund 140 Wohnen-Expertinnen und -Experten aus allen Studentenwerken treffen sich am Bodensee.
Nach DSW-Angaben bieten die 58 Studentenwerke bundesweit rund 191.000 Wohnheimplätze für Studierende. Mehr als 80% der Plätze sind möbliert; die Wohnfläche beträgt zwischen 18 und 25 Quadratmetern.

Im Durchschnitt beträgt die monatliche Warmmiete, einschließlich Internetanschluss und aller Nebenkosten, 238 Euro. „Das ist mit Abstand die günstigste Wohnform für Studierende außerhalb des Elternhauses“, betont DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

In den Wohnheimen der Studentenwerke gibt es Einzelapartments, Doppelaparments, Familienwohnungen, behindertengerechte Wohnungen, Wohngemeinschaften, Party- und Gemeinschaftsräume, Musikproberäume und auch Fitnesscenter – und das in absoluter Nähe zur Hochschule.„Wir wissen, was Studierende für ein erfolgreiches Studium benötigen – und eine Stärke der Studentenwerke iststudierendengerechtes Wohnen“, so Meyer auf der Heyde.

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Mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende: Studentenwerke fordern Hochschulsozialpakt

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): 1,45 Milliarden Euro staatlicher Zuschussanteil für 25.000 zusätzliche, preisgünstige Wohnheimplätze und die dringende Sanierung bestehender Wohnheimplätze
  • Gesamtes Investitionsvolumen 3,3 Milliarden Euro
  • Forderung: gemeinsamer Bund-Länder-<wbr />Hochschulsozialpakt, analog zu den Hochschulsozialpakten
  • DSW würdigt Anstrengungen der Bundesländer
  • Aktive Länder: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Bremen, Thüringen, Niedersachsen

Konstanz/Berlin, 10. Mai 2017. Das Deutsche Studentenwerk (DSW), in dem die 58 Studentenwerke in Deutschland zusammengeschlossen sind, bekräftigt vor der Bundestagswahl die Forderung der Studentenwerke nach einem gemeinsamen Hochschulsozialpakt von Bund und Ländern.

In den nächsten vier Jahren hält das Deutsche Studentenwerk ein Investitionsvolumen von rund 3,3 Mrd. Euro für erforderlich: rund 2 Mrd. für die bundesweite Schaffung von 25.000 zusätzlichen, preisgünstigen Wohnheimplätzen für Studierende und rund 1,3 Mrd. für die Sanierung bestehender Wohnheimplätze, um dort preisgünstigen Wohnraum zu erhalten. Zur Umsetzung müssten die Studentenwerke über dieses neue Bund-Länder-Programm 1,45 Milliarden Euro staatlichen Zuschuss erhalten, so die Forderung. Die Differenz von 1,85 Mrd. Euro würden die Studentenwerke aus Darlehen- und Eigenkapital finanzieren.

Zur Eröffnung der diesjährigen DSW-„Wohnheimtagung“ in Konstanz sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde am 10. Mai 2017: „Die Wahl des Studienorts darf nicht vom Geldbeutel abhängig werden. Das ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit. Die Politik muss handeln, damit Studierende am Ort ihrer Studienwahl überhaupt noch bezahlbaren Wohnraum finden.“

Neben den Bundesländern, die sich unterschiedlich für den Studierenden-Wohnheimbau engagierten, müsse vor allem auch der Bund mit ins Boot, betont Meyer auf der Heyde: „Dass der Bund und die Länder in der Wissenschaftspolitik erfolgreich zusammenarbeiten, zeigen doch ihre gemeinsamen Hochschulpakte oder die Exzellenzstrategie. Warum sollte das beim Thema preisgünstiger Wohnraum für Studierende nicht möglich sein?“

Meyer auf der Heyde würdigte in Konstanz ausdrücklich die Anstrengun­gen der beim Studierendenwohnheimbau aktiven Bundesländer wie zum Beispiel Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein oder NRW. Den Freistaat Thüringen lobte Meyer auf der Heyde dafür, dem Studierendenwerk Thüringen 15 Millionen Euro aus Hochschulpaktmitteln für die Sanierung von Studierendenwohnheimen zur Verfügung zu stellen.

Meyer auf der Heyde: „Leuchtendes Vorbild bei der Wohnheimförderung ist der Freistaat Bayern mit 32.000 Euro faktischem Zuschuss pro Platz. Mit Zuschüssen auf diesem Niveau könnten die Studentenwerke auch bei Neubauten sozialverträgliche Mieten realisieren, die sich an der BAföG-Wohnpauschale von 250 Euro orientieren.“


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Emmanuel Millet-Delpech gewinnt Fotowettbewerb der deutschen und französischen Studentenwerke

Paris/Berlin, 3. Mai 2017. Der 20-jährige Emmanuel Millet-Delpech gewinnt den studentischen Fotowettbewerb der französischen und deutschen Studentenwerke. Der Biologie-Student der Université de Montpellier wird mit 1.000 Euro Preisgeld gewürdigt. Sein Foto „Betörend“ wählte die binationale Fach-Jury auf den ersten Platz.

Den mit 500 Euro dotierten zweiten Platz gewann der 34-Jährige Jan-Robert Weist für seine Arbeit „Rhein-e- Liebe“. Er studiert Lehramt an der Universität Koblenz-Landau. Eine Besondere Erwähnung ließ die Jury außerdem der Arbeit „Einfache Dinge schaffen Konsens“ zukommen, die der 18 Jahre alte Michael Suhendra einrichte. Suhendra studiert Computer Engeneering an der Universität Essen-Duisburg.

Der Wettbewerb mit dem Thema „Kontakt" wurde 2017 zum zweiten Mal ausgetragen und vom Deutschen Studentenwerk in Kooperation mit seinem französischen Gegenstück Cnous sowie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk organisiert. Insgesamt reichten Studierende aus den teilnehmenden 12 Studentenwerken und 16 Crous – den Centre Régional des Œuvres Universitaires et Scolaires –  über 150 Fotos für den Wettbewerb ein.

Die drei ausgezeichneten Studenten werden zur Preisverleihung beim Crous Montpellier im Juni 2017 eingeladen. Die Ehrung wird zeitgleich der Auftakt einer Wanderausstellung sein, die Arbeiten aus dem Wettbewerb in den teilnehmenden Crous sowie den Studenten- und Studierendenwerken zeigen wird.

Die Gewinner-Fotos können Sie auf der Seite des DSW anschauen.

Seite des Cnous zum Fotowettbewerb (auf Französisch) finden Sie hier.

„Gebührenfreie Bildung, von der Kita bis zum Studium“

  • Porträt von Michael Müller, Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator Berlins, im DSW-Journal 1/2017
  • Studiengebühren, wie sie Baden-Württemberg plant, laut Müller „ein fataler politischer Weg“
  • Programm für mehr studentisches Wohnen in Berlin werde „hochgefahren und dauerhaft finanziert“

 

Berlin, 21. März 2017. Berlins Regierender Bürgermeister und gleichzeitig auch Wissenschafts­senator Michael Müller (SPD) spricht sich in der neuen Ausgabe des DSW-Journals klar gegen Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten aus, wie sie Baden-Württemberg einführen will. Müller hält solche Gebühren „für einen fatalen politischen Weg“. Gleichzeitig will er das Berliner Programm für mehr studentischen Wohnraum „hochfahren und dauerhaft finanzieren“.

Für das wissenschafts- und hochschulpolitische Magazin des Deutschen Studentenwerks (DSW) hat Autor Armin Himmelrath Berlins Stadtoberhaupt in dessen Rolle als Wissenschaftssenator porträtiert.

Müller setzt auf gebührenfreie Bildung; für die rot-rot-grüne Koalition in Berlin gelte: „Wir wollen gemeinsam Grenzen und Hürden überwinden und internationaler werden, der Standort Deutschland lebt von Internationalität.“ Studiengebühren „für Ausländer“ seien genau das Gegenteil und überdies „gefährlich“  in den aktuellen internationalen Entwicklungen, so Müller weiter.

Berlin als Studien- und Wissenschaftsstandort spielt für Müller in einer Liga mit London und Paris. Auch deshalb müsse mehr Wohnraum für Studierende geschaffen werden. Müller: „Ich kann natürlich nicht in kurzer Zeit das Ziel von 5.000 Wohnungen [für Studierende] erreichen – aber wir wollen und werden das Programm hochfahren und dauerhaft finanzieren.“

Das Porträt von Michael Müller auf den Seiten 30 bis 33 des DSW-Journals 1/207.

Weitere Themen im DSW-Journal 1/2017:

  • Wird Studieren und Forschen zum Risiko? Die Grenzen der Wissenschaftsfreiheit in Ägypten, der Türkei, Polen und den USA
  • „Neue Formen des autoritären Cäsarismus in Ungarn, Polen und Russland“: DFG-Präsident Peter Strohschneider im Interview über den Zusammenhang von Politik und Wissenschaft
  • „Wir sollten stärker kommunizieren, wie Wissenschaft funktioniert“: Martina Brockmeier, die neue Vorsitzende des Wissenschaftsrats
  • Kämpferisch für Inklusion: Das Beratungszentrums zur Inklusion Behinderter (BZI) des Akademischen Förderungswerks, Bochum
  • „Die Hochschulen brauchen Luft  zum Atmen“: exklusiver Gastbeitrag des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner
  • Singen in Gemeinschaft macht glücklich: Die Chöre der Studentenwerke haben Zulauf wie nie zuvor
  • Slow Food in der Mensa: Besuch beim Burger-Seminar des Studentenwerks Gießen
  • Auch deutsche Professorinnen und Professoren sollten auf die Straße gehen, meint DSW-Präsident Dieter Timmermann

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Die Grenzen der Wissenschaftsfreiheit

 

  • DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW): Wo wird Studieren und Forschen zum Risiko?
  • Wissenschaftsfreiheit in Ägypten, der Türkei, den USA und Polen: internationaler Report
  • DFG-Präsident Peter Strohschneider im Interview: „Streiten gegen Populismus“
  • „Wir sollten stärker kommunizieren, wie Wissenschaft funktioniert“: Martina Brockmeier, neue Vorsitzende des Wissenschaftsrats
  • DSW-Präsident Dieter Timmermann: „Auch deutsche Professorinnen und Professoren sollten auf die Straße gehen“

Berlin, 20. März 2017. Ägypten ist bereits ein Land „fernab der Wissenschaftsfreiheit“, in der Türkei droht Ähnliches, in Polen scheint sich die Wissenschaftsszene vorerst zurückzuhalten, und welche Grenzen der amerikanische Präsident Donald Trump der Wissenschaftsfreiheit in seinem Land setzen will, ist selbst für amerikanische Experten schwierig einzuschätzen: Zu diesen Ergebnissen kommt das DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW) in seiner neuen Ausgabe. 

Für die Ausgabe 1/2017 des wissenschafts- und hochschulpolitischen Magazins recherchierte Autor Jan-Martin Wiarda diesen internationalen, vergleichenden Report zu den Ländern Ägypten, Türkei, Polen und USA.

Prof. Dr. Peter Strohschneider, der Präsident der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG), sieht „neue Formen des autoritären Cäsarismus entstehen, in Polen, in Ungarn, in Russland“, und diese hätten „Implikationen auch für die Wissenschaft“. Im Interview sagt er im DSW-Journal 1/2017 sagt er, man müssen gegen Populismus auf den verschiedensten Ebenen streiten, „wissenschaftlich, in politischen Auseinandersetzungen, in den Medien, im persönlichen Austausch.“

Angesprochen auf die Rolle der Wissenschaft in Zeiten von wissenschaftsfeindlichem Populismus und Fake-News, sagt Prof. Dr. Martina Brockmeier, die neue Vorsitzende des Wissenschaftsrats, ebenfalls im DSW-Journal 1/2017: „Wir sollten stärker kommunizieren, wie Wissenschaft funktioniert.“

Und DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann findet: „Wir sollten uns ein Beispiel an unseren amerikanischen Kolleginnen und Kollegen nehmen, die nicht davor zurückscheuen, auch auf die Straße zu gehen und ihren Protest gegen Wissenschafts- und Demokratiefeindlichkeit auszudrücken.“ 

Die neue Ausgabe 1/2017 des DSW-Journals als Download.

Weitere Themen im DSW-Journal 1/2017:

  • Kämpferisch für Inklusion: Das Beratungszentrums zur Inklusion Behinderter (BZI) des Akademischen Förderungswerks, Bochum
  • „Die Hochschulen brauchen Luft  zum Atmen“: exklusiver Gastbeitrag des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner
  • Singen in Gemeinschaft macht glücklich: Die Chöre der Studentenwerke haben Zulauf wie nie zuvor
  • Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator in einer Person: Michael Müller (SPD) und die Studierendenstadt Berlin
  • Slow Food in der Mensa: Besuch beim Burger-Seminar des Studentenwerks Gießen

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Studentenwerke: Sozialberatung stark nachgefragt

Studentenwerke: Sozialberatung stark nachgefragt

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Nachfrage der Studierenden nach Sozialberatung unverändert hoch
  • Fast 75.000 Einzelgespräche in den Sozialberatungsstellen der Studentenwerke
  • Wichtigste Themen: Studienfinanzierung, Jobben, Unterhaltsrecht, Krankenversicherung, Wohngeld, Rundfunkgebührenbefreiung

Hannover/Berlin, 14. März 2017. Fast 75.000 Studierende nahmen 2015 die Sozialberatung der Studentenwerke in Anspruch. Weitere rund 44.000 besuchten Informationsveranstaltungen der Sozialberatungsstellen. Das meldet das Deutsche Studentenwerk (DSW) zum Beginn seiner Fachtagung „Beratung“ in Hannover.

„Mit inzwischen 2,8 Millionen ist die Zahl der Studierenden in Deutschland so hoch wie nie zuvor“, hebt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde hervor. Er fordert: „Bund und Länder müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die soziale Infrastruktur des Studiums ausreichend finanziert ist – das beinhaltet auch die Beratungsangebote der Studentenwerke“. 

Die Sozialberatungsstellen der Studentenwerke bieten umfassende Unterstützung zu den Themen Studienfinanzierung, Krankenversicherung, Jobben neben dem Studium, Unterhalt, Wohngeld und Rundfunkgebührenbefreiung. Insbesondere für Studierende in besonderen Lebenslagen – mit Familienaufgaben, mit Behinderung und chronischer Erkrankung, mit Migrationshintergrund, die sogenannten First-Generation-Studierenden und natürlich internationale Studierende – bieten sie eine unverzichtbare Unterstützung. „Damit leistet die Sozialberatung der Studentenwerke einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt der Studierenden. Nicht selten hilft ihr Fachwissen, soziale Notlagen zu verhindert oder sogar ungewollte Studienabbrüche zu verhindert“, so Meyer auf der Heyde weiter.

Sozialberatungen haben 47 der bundesweit 58 Studentenwerke. Viele der Einrichtungen kooperieren mit den regionalen Hochschulen oder mit außeruniversitären Einrichtungen der Städte und Kommunen. 

Beim Studentenwerk Hannover treffen sich bis zum 16. März 2017 auf der Fachtagung „Beratung“ des Deutschen Studentenwerks rund 120 Beraterinnen und Berater aus den Studentenwerken. Themenschwerpunkte sind unter anderem die Beratung für geflüchtete Studierende und Sozialleistungen für Studierende sein.  Als Gastgeber präsentiert das Studentenwerk Hannover das vielfältige Unterstützungsangebot seiner Sozialberatung unter anderem in den Filmen des Multimediaportals der Initatiive Wissenschaft Hannover „studieren.forschen.wissen“. Ein Beispiel:

wissen.hannover.de/Studieren/Rund-ums-Studium/Studieren-mit-Kind

Diese Pressemitteilung finden Sie online unter: www.studentenwerke.de/de/content/studentenwerke-sozialberatung-stark-0

Nachfrage nach psychologischer Beratung der Studentenwerke steigt

Nachfrage nach psychologischer Beratung der Studentenwerke steigt

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Studierende suchen vermehrt psychologische Beratung der Studentenwerke auf
  • Fast 32.000 Studierende haben sich 2015 in Einzelgesprächen beraten lassen; 2011: 26.000
  • Hauptprobleme: Prüfungsängste, Schwierigkeiten beim Studienabschluss und Arbeitsstörungen sind die häufigsten Probleme


Hannover/Berlin, 14. März 2017 Die Zahl der Studierenden, die das psychologische Beratungsangebot der Studentenwerke nutzen, steigt kontinuierlich an. Sie hat sich innerhalb von fünf Jahren um fast 25 Prozent erhöht: rund 32.000 Studierende nahmen die Angebote im Jahr 2016 in Anspruch; im Jahr 20110 waren es 26.000.

Das berichtet das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Dachverband der 58 Studentenwerke, zum Auftakt seiner Fachtagung „Beratung“ in Hannover.

Diesen Anstieg begründet DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Bei einer stetig wachsenden Zahl von Studierenden auf inzwischen 2,8 Millionen erhöht sich natürlich auch die Zahl derer, die psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen. Außerdem hat sich die Hemmschwelle bei Studierenden verringert, professionelle Beratung aufzusuchen. Eingespannt in enge Zeit- und Prüfungsstrukturen, die ein Studium bestimmen, brauchen sie oft schnelle und exakt auf ihre Problemlagen zugeschnittene Beratung – genau das bieten die Studentenwerke.“

Die Psychologischen Berater/innen sind auf die Probleme Studierender spezialisiert: Prüfungsängste, Schwierigkeiten beim Studienabschluss und Arbeitsstörungen. Auch bei Selbstzweifeln sowie Identitätskrisen bieten die Studentenwerke Unterstützung. „Die Psychologischen Beratungsangebote der Studentenwerke wollen Studierende so früh wie möglich bei der Bewältigung von Problemen unterstützen, bei denen sie selbst nicht weiter wissen. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Prävention schwerwiegender Probleme und ungewollter Studienabbrüche“ sagt der Generalssekretär des Deutschen Studentenwerks.

Von den 58 Studentenwerken betreiben 46 psychologische Beratungsstellen. Von diesen kooperieren 23 mit den örtlichen Hochschulen und 32 mit Einrichtungen außerhalb der Hochschule. Die Angebote sind in der Regel kostenfrei, niedrigschwellig und auf die studentische Lebensrealität ausgerichtet.

Das Studentenwerk Hannover ist Gastgeber der diesjährigen DSW-Fachtagung „Beratung“ vom 14. bis 16. März 2017, an welcher rund 120 Beraterinnen und Berater aus den Studentenwerken teilnehmen. Auf dem Programm stehen  unter anderem die Beratung von geflüchteten Studierenden, Identitätsentwicklung im Studium sowie das Thema Hochsensibilität und Hochbegabung.

Die Key Note hält die Entwicklungspädagogin Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke zum Thema „Identitätsentwicklung im Studium – eine unendliche Geschichte“.

Diese Pressemitteilung finden Sie online unter: www.studentenwerke.de/de/content/nachfrage-nach-psychologischer-beratung

Architektur-Studierende der TU Kaisers-lautern sind „Studierende des Jahres“

·         Gemeinsame Auszeichnung von Deutschem Hochschul-verband (DHV) und Deutschem Studentenwerk (DSW)

·         16-köpfige Gruppe von Architektur-Studierenden baute gemeinsam mit Geflüchteten Gemeinschaftshaus in Erstaufnahme-einrichtung in Mannheim

·         Holz-Pavillon auf ehemaligem Kasernengelände in Rekordzeit selbst entworfen, geplant und gebaut

·         Kooperationsprojekt TU Kaiserslautern – Land Baden-Württemberg – Stadt Mannheim

 

Bonn/Berlin, 6. März 2017. Eine Gruppe von Architektur-Studierenden der Technischen Universität Kaiserslautern wird vom Deutschen Hochschulverband (DHV) und dem Deutschen Studentenwerk (DSW) als „Studierende des Jahres“ ausgezeichnet. Sie haben von Mitte August bis Ende Oktober 2016 gemeinsam mit 25 Geflüchteten einen Holz-Pavillon als Gemeinschaftshaus selbst entworfen, geplant und gebaut.

Das rund 500 Quadratmeter große Gebäudeensemble auf dem Gelände der ehemaligen „Spinelli Barracks“ der amerikanischen Streitkräfte wurde im November 2016 nach äußerst kurzer Bauzeit eingeweiht.

Die 16 Studierenden wendeten für das Projekt, das sie im Sommersemester 2016 entworfen hatten, die gesamten Sommersemesterferien 2016 auf sowie den Beginn des Wintersemesters 2016/2017. Sie machten alles selbst: vom Entwurf am Computer bis zur Arbeit auf der Baustelle. Während der Bauzeit wohnten sie gemeinsam mit Geflüchteten in der Landeserst­<wbr />aufnahmeeinrichtung.

Den Geflüchteten standen in dieser Einrichtung bisher keine Gemeinschafts- oder Begegnungsräume zur Verfügung – das wollten die Studierenden ändern. Die Geflüchteten selbst wurden bereits zur Erstellung des Raumprogramms in den Planungsprozess miteinbezogen; sie bauten im Team mit und konnten sich so handwerkliche Fähigkeiten aneignen. Das Land Baden-Württemberg hat das Projekt finanziert, die Stadt Mannheim hat es unterstützt. 

Betreut wurden die 16 Studierenden von drei Professoren im Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern: Juniorprofessor Stefan Krötsch, Juniorprofessor Andreas Kretzer und Professor Jürgen Graf.

Sie schreiben über das Projekt: „Die Studierenden erarbeiteten sich durch das Projekt die Möglichkeit, erstmals einen eigenen Entwurf umzusetzen. Die beteiligten Flüchtlinge eigneten sich fachliche Fähigkeiten und Sprachkenntnisse an, von denen sie profitieren, selbst wenn die meisten von ihnen in ihre Herkunftsländer werden zurückkehren müssen.“ Geflüchtete und Studierende hätten viel voneinander gelernt; im Alltag und auf der Baustelle habe eine gute Stimmung geherrscht, schreiben die drei Professoren weiter.

Das Projekt hat die DHV/DSW-Jury überzeugt; sie kürte die Kaiserslauterer Architektur-Studierenden aus insgesamt 89 eingegangenen Nominierungen zu den „Studierenden des Jahres“.

DHV-Präsident Prof. Dr. Bernhard Kempen und DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann erklären gemeinsam: „Das Engagement der Studierenden von der TU Kaiserslautern ist wirklich beeindruckend. Sie haben sehr viel Herzblut, sehr viel ihrer Zeit investiert und im wahrsten Sinne des Wortes angepackt. Sie haben die Auszeichnung ‚Studierende des Jahres‘ absolut verdient.“ 

Den Preis „Student/-in des Jahres“ haben der Deutsche Hochschul-verband (DHV) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) zum zweiten Mal ausgelobt. Der Preis würdigt Studierende, die „ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigen“, heißt es.

Der Preis „Studierende des Jahres“ wird auf der DHV-„Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 3. April 2017 in München verliehen Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro kommt vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Blog zum Projekt: www.design-build.space 

Was die Studentenwerke für die Integration ausländischer Studierender tun

  • Wohnen, Beratung, Kinderbetreuung: Leistungen der Studentenwerke zentral für die sozial-akademische Integration ausländischer Studierender
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) mit gemeinsamer Tagung Studentenwerke – Hochschulen

Berlin, 23. Februar 2017. „Die Studentenwerke sind zentral für die sozial-akademische Integration ausländischer Studierender in Deutschland. Die zunehmende Internationalisierung des Hochschulstandorts Deutschland fußt ganz entscheidend auf den Leistungen der Studentenwerke.“ Mit diesen Worten eröffnete Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), heute in Berlin eine gemeinsame Fachtagung von Studentenwerken und Hochschulen.

Wie Meyer auf der Heyde betont, ist das Studierendenwohnheim die bevorzugte Wohnform ausländischer Studierender. 37% von ihnen leben im Studentenwohnheim – bei den deutschen Studierenden sind es im Durchschnitt weniger als 10%.

43 der insgesamt 58 Studentenwerke unterstützen die sozial-akademische Integration der ausländischen Studierenden in ihren Wohnheimen mit Wohnheimtutor/innen; mehr als 700 dieser studentischen Tutor/innen sind bei den Studentenwerken aktiv.

25 Studentenwerke haben spezialisierte Beratungsangebote für ausländische Studierende, genauso viele bieten für finanzielle Notsituationen oder in der Examensphase finanzielle Unterstützung an. Hinzu kommen Kontakt- oder Patenprogramme, interkulturelle Kulturangebote und Exkursionen.

„Die Studentenwerke tun sehr viel, damit ausländische Studierende ins deutsche Hochschulsystem integriert werden – und das ohne einen Cent zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch die Länder“, erklärt Meyer auf der Heyde.

Die Zahl der ausländischen Studierenden liegt laut Deutschem Akademischen Austauschdienst (DAAD) bei 321.000. Bund und Länder haben in ihrer gemeinsamen Internationalisierungsstrategi<wbr />e für das Jahr 2020 die Zielmarke von 350.000 ausländischen Studierenden vorgegeben; dieses Ziel ist also bald erreicht.

Gemäß der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks sind 85% der ausländischen Studierenden „free mover“, kommen also nicht über ein Austauschprogramm nach Deutschland. Sie haben mit durchschnittlich 749 Euro im Monat 115 Euro weniger Geld zur Verfügung als deutsche Studierende. 11% sind Eltern, mehr als doppelt so viele wie bei den deutschen Studierenden.

Rund 120 Expertinnen und Experten für Internationales aus den Akademischen Auslandsämtern der Hochschulen und den Studentenwerken nehmen am 23. und 24. Februar 2017 an der DSW-Tagung in Berlin teil. Es geht unter anderem um das Studium Geflüchteter, um die Kooperation von Hochschulen und Studentenwerken mit den Städten, aber auch um Diskriminierungserfahren von ausländischen Studierenden in Deutschland.

Organisiert wird die Tagung von der Servicestelle Interkulturelle Kompetenz des Deutschen Studentenwerks, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenzzentrum für interkulturelle Angebote der Studentenwerke und einen besseren Studienerfolg ausländischer Studierender.

 

Die Leistungen der Studentenwerke für ausländische Studierende auf den Seiten 75 bis 81 dieser Publikation finden Sie hier.

Der Sonderbericht „Ausländische Studierende in Deutschland 2012“ aus der 20. Sozialerhebung zum Download (100 Seiten).

Die Pressemitteilung online

Vegan-freundlichste Mensen 2016: Gleich 21 Studentenwerke mit Bestnote

·         Auszeichnung der Tierschutzorganisation PETA Deutschland

·         33 Studentenwerke beteiligen sich an PETA-Umfrage

·         Drei Sterne: 21 Studentenwerke mit Bestnote

Berlin, 12. Januar 2017. Die Mensen von gleich 21 Studentenwerken erhalten die Auszeichnung „vegan-freundlichste Mensa 2016“ der Tierschutz­organisation PETA Deutschland. Die Organisation vergibt jeweils drei Sterne als Bestnote für veganes Essen an die Studenten- und Studierendenwerke Bochum, Augsburg, Berlin, Dresden, Erlangen-Nürnberg, Kassel, Leipzig, München, Oldenburg, Osnabrück, Würzburg, Bonn, Darmstadt, Dortmund, Essen-Duisburg, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Koblenz, Mainz und Paderborn. 

Damit werden fast zwei Drittel der teilnehmenden Studentenwerke mit der Bestnote ausgezeichnet. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland. Insgesamt 33 Studentenwerke haben sich an der PETA-Umfrage „vegan-freundlichste Mensa 2016“ beteiligt.

PETA beurteilt die Mensen unter anderem nach Aspekten wie dem Umfang des veganen Angebots und Details wie der Bereitstellung von Pflanzendrinks für den Kaffee oder veganen Kochkursen. Das Augenmerk lag vor allem auf Aktionstagen, regelmäßiger Werbung für vegane Gerichte und weiterführendem Engagement für eine vegane Ernährung, da dies die Nachfrage nach veganen Gerichten erfahrungsgemäß steigert.

Mit zwei Sternen zeichnet PETA die Studierendenwerke Köln, Aachen und Ulm aus. Einen Stern erhalten die Studenten- und Studierendenwerke Frankfurt am Main, Göttingen, Halle, Münster, OstNiedersachsen, Greifswald, Siegen, Stuttgart und Tübingen-Hohenheim.

„Vegane Gerichte gehören in den Mensen der Studentenwerke seit langem zum festen Angebot“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. „Die Studentenwerke sind mit ihrer Hochschulgastronomie hervorragend eingestellt auf die unterschiedlichen Ernährungsweisen und Erwartungen der Studieren­den. In der Mensa werden alle glücklich.“

Mehr Infos auf der PETA-Website.

Die soziale Infrastruktur des deutschen Hochschulsystems: Studentenwerke in Zahlen

  • 960mal Hochschulgastronomie, 190.928 Wohnheimplätze, 8.750 Kita-Plätze; 2,05 Milliarden Euro BAföG im Jahr 2015
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) zeigt Leistungen der 58 Studentenwerke für Studierende und Hochschulen
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Studentenwerke bilden die soziale Infrastruktur im deutschen Hochschulsystem“

 

Berlin, 14. Dezember 2016. 960 hochschulgastronomische Einrichtungen, darunter mehr als 400 Mensen, 190.928 Wohnheimplätze für Studierende, 8.750 Kita-Plätze für die Kinder studentischer Eltern, mehr als zwei Milliarden Euro ausgezahlte BAföG-Mittel im Jahr 2015: Das Deutsche Studentenwerk (DSW) zeigt in einer neuen Publikation die Leistungen der Studentenwerke.

In der Broschüre „Studentenwerke im Zahlenspiegel 2015/2016“ stellt der Verband detailliert vor, was die ihn im organisierten 58 Studentenwerke in der konkreten Umsetzung ihres gesetzlichen Sozialauftrags alles leisten.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Die Studentenwerke sind gemeinnützige, soziale Dienstleistungsunternehmen des öffentlichen Bildungssektors. Sie haben den gesetzlichen sozialen Auftrag, die Studierenden in Deutschland wirtschaftlich, gesundheitlich, sozial und auch kulturell zu fördern. Das tun sie mit einem breiten, differenzierten Portfolio von Dienstleistungen. Das ist die soziale Infrastruktur im deutschen Hochschulsystem.“

Dazu gehören nach den DSW-Angaben neben Mensen, Wohnheimen, Kitas und BAföG auch die studienbegleitende Beratung, die von den Studentenwerken mitverhandelten Semestertickets für Studierende, die Service- und Beratungsangebote für ausländische Studierende oder die kulturelle Förderung.

46 Studentenwerke bieten psychologische Beratung an; 47 haben Sozialberatungsstellen. 53 Studentenwerke haben Darlehenskassen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen. 39 Studentenwerke bieten in ihren Mensen sogenannte Freitische für bedürftige Studierende. Ebenfalls 39 Studentenwerke fördern studentische Kulturgruppen.

Die 58 Studentenwerke in Zahlen:

- 19.576 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

- 190.928 Wohnheimplätze

- 2,053 Milliarden Euro BAföG im Jahr 2015 im Auftrag von Bund und Ländern

- 23 Studentenwerke mit studentischer Arbeitsvermittlung

- 34 Studentenwerke mit Semesterticket

- Darlehenskassen mit günstigen Studienabschlussdarlehen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen in 53 Studentenwerken

- 960 Mensen, Cafeterien, Restaurants, Bistros, Kaffeebars mit 240.899 Sitzplätzen, Jahresumsatz 2015: 436 Millionen Euro

- 55 Studentenwerke mit rollstuhlgängigen Wohnplätzen

- 53 Studentenwerke mit besonderen Wohnangeboten für Studierende mit Kind

- 43 Studentenwerke mit Wohnraumvermittlung: Angebote von Privatvermietern an Studierende

- 8.750 Plätze in 222 Kinderbetreuungseinrichtungen: 4.127 Plätze für Kinder bis 3 Jahre, 2.750 Plätze im Alter von 3 bis 6,

- 46 Studentenwerke mit psychologischer Beratung

- 47 Sozialberatungsstellen

- 31 Studentenwerke mit Rechtsberatung

- 6 Studentenwerke mit Beratung für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit

- 43 Studentenwerke mit studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren zur besseren Integration ausländischer Studierender

- Kultur: 24 Theaterbühnen, 29 Probe- und Übungsräume für studentische Gruppen, 14 Fotolabors, 31 Galerien, 24 Kneipen mit Kulturprogramm, 29 Studentenwerke mit kulturellen Kursen bzw. Workshops, 28 Studentenwerke mit Kultur-Festivals und -Wettbewerben

- 24 Studentenwerke mit Fitness- und Sportangeboten für Studierende

- 17 Studentenwerke mit Internetpools mit freiem Zugang

 

„Studentenwerke im Zahlenspiegel 2014/2015“ zum Download.

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Wohnraum: Studierende und Geflüchtete nicht gegeneinander ausspielen

  • Studentenwerke: Ausreichend Wohnraum für Geflüchtete und Studierende
  • Gemeinsames Wohnen Geflüchtete und Studierende nur mit professioneller Betreuung

Berlin, 8. Dezember 2016. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten 58 Studentenwerke fordern Bund, Länder und Kommunen auf, in Hochschulstädten und Hochschulregionen darauf zu achten, dass Studierende und Geflüchtete bei der Bereitstellung von sozialem Wohnraum nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Auf ihrer Jahresversammlung am 6. und 7. Dezember 2016 in Berlin begrüßten die 150 Delegierten aus den Studentenwerken kommunale Initiativen, die ursprünglich für Flüchtlinge geschaffenen Wohnraum nun für Studierende zur Verfügung stellen wollen. Sollten dabei Studierende und Geflüchtete gemeinsam unter einem Dach wohnen, halten die Studentenwerke zusätzlich professionelle Betreuungs- und Integrations­angebote für geboten.

„Geflüchtete brauchen nicht nur geeigneten Wohnraum, sondern auch eine professionelle Betreuung, bis hin zur Behandlung von Traumata, was nicht allein auf den Schultern von Studierenden abgeladen werden kann“, heißt es in einem Beschluss der Jahres- bzw. Mitgliederversammlung der Studentenwerke.

Auch sollten Geflüchtete, die bereits in Hochschulstädten leben und denen erste Integrationsschritte gelungen sind, nicht zugunsten von Studierenden kurzerhand ins Umland umgesiedelt werden.

„Wir brauchen beides, ausreichend Wohnraum für Studierende – und für Geflüchtete. Die beiden Gruppen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, so DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann.

Die Online-Fassung.

Studierende vom Rundfunkbeitrag befreien

  • Forderung der Studentenwerke auf ihrer Jahresversammlung 2016

Berlin, 8. Dezember 2016. Die Studierenden und Studienkollegiatinnen und -kollegiaten in Deutschland sollen generell vom Rundfunkbeitrag befreit werden. Das fordern die 58 im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studentenwerke, die sich am 6. und 7. Dezember 2016 in Berlin zu ihrer Jahresversammlung in Berlin getroffen haben.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Befreit sind bisher nur Studierende, die BAföG erhalten. Studierende, die ihren Unterhalt von ihren Eltern beziehen oder zum Teil über Erwerbstätigkeit finanzieren, verfügen oft nur über vergleichbare monatliche Budgets. Daher sollten alle Studierenden insgesamt vom Rundfunkbeitrag befreit werden.“

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Studentische Krankenversicherung: Altersgrenzen abschaffen

  • Studentenwerke fordern Verbesserungen für Studierende bei der Krankenversicherung
  • Altersgrenze abschaffen, jobbende Studierende mit Einkommen von mehr als 450 Euro im Monat regulär krankenversichern

 

Berlin, 7. Dezember 2016. Die Studentenwerke setzen sich für Verbesserungen in der Krankenversicherung von Studierenden ein. So sollen Alters- oder Semestergrenzen abgeschafft und erwerbstätige Studierende, die mehr als 450 Euro im Monat verdienen, regulär krankenversichert werden.

Darauf verständigten sich die 58 im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studentenwerke auf ihrer Jahrestagung am 6. und 7. Dezember in Berlin.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Wenn lebenslanges Lernen mit alternierenden Phasen von Studium, Berufstätigkeit, erneutem weiterführenden Studium oder der Hochschul­zugang aus einer vorherigen Berufstätigkeit politisch gewollt sind, dann müssen die Regelungen zur Krankenversicherung angepasst werden.“

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BAföG-IT endlich ins digitale Zeitalter führen

  • Studentenwerke fordern bundesweit einheitliches eBAföG mit einheitlichem Online-Antrag und eAkte in allen Bundesländern
  • Auch interne Software zur Bearbeitung der Anträge in den BAföG-Ämtern muss in allen 16 Bundesländern vereinheitlicht werden
  • Große Probleme mit „BAföG21“ in neun Bundesländern
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Der Bund muss eingreifen“

 
Berlin, 7. Dezember 2016. Die Studentenwerke in Deutschland fordern eine bundesweit einheitliche BAföG-IT, sowohl was die Online-Antragstellung als auch die Bearbeitung der Anträge in ihren BAföG-Ämtern anbelangt. Sie appellieren an die Bundesregierung, gemeinsam mit den Ländern die Digitalisierung des BAföG zum Nutzen von Studierenden und BAföG-Ämtern zu vereinheitlichen und die föderalen Insel-Lösungen der Länder zu einer einzigen zusammenzuführen.

„Das BAföG ist ein Bundesgesetz. Auch wenn dessen Vollzug weiterhin Sache der Länder ist, muss der Bund nun handeln und für eine bundesweit einheitliche und vor allem funktionierende BAföG-IT sorgen“, fordert Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), im welchem Verband die 58 Studentenwerke organisiert sind.

Der Stand der elektronischen bzw. Online-Antragstellung des BAföG ist derzeit in den 16 Bundesländern unterschiedlich gelöst. „Das Ziel sind medienbruchfreie Prozesse, vom eAntrag bis zur eAkte, die dann digital zwischen den BAföG-Ämtern ausgetauscht werden kann. Das ist bis heute nicht realisiert in allen Bundesländern“, kritisiert Meyer auf der Heyde.

Probleme haben die BAföG-Ämter der Studentenwerke in neun Bundesländern auch mit der Software, die ihnen die Länder dort vorgeben: „BAföG21“ ist stark fehlerbehaftet, erzeugt Mehrarbeit und belastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studentenwerke stark. „Das geht schon viele Jahre so. Das ist ein unzumutbarer Zustand, sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAföG-Ämter als letztlich auch für die Studierenden, die zügig ihr BAföG bekommen sollen“, so Meyer auf der Heyde.

„Der Bund muss aktiv werden und die BAföG-IT endlich wirklich ins digitale Zeitalter führen“, fordert er.

 
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„Die Generation Erasmus müsste aufstehen“

  • Zukunft Europa: Wie sich Studierende in Großbritannien und Griechenland für ein anderes Europa engagieren
  • Titelgeschichte des DSW-Journals 4/2016 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Was die deutschen politischen Studierenden-Organisationen sagen
  • Ulrich Grothus vom DAAD im Interview: „Die Generation Erasmus müsste aufstehen“

 

Berlin, 5. Dezember 2016. Brexit, Krise der Europäischen Union, aber auch Austausch- und Mobilitätsprogramme: Welche Haltung haben Europas Studierende zu Europa? Haben sie eine eigene Vision? Die Ausgabe 4/2016 des DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW) stellt Studierende aus Großbritannien und Griechenland vor, die sich für die europäische Idee politisch engagieren.

Man habe mit Großbritannien und Griechenland zwei exemplarische Krisenländer ausgewählt, schreibt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde im Editorial des Magazins: Großbritannien wegen des Brexits, Griechenland wegen seiner wirtschaftlichen Dauerkrise.

Autor Jan-Martin Wiarda traf in London zwei Studenten der „Young Fabians“, der Nachwuchsorganisation der traditionsreichen „Fabian Society“. Martin Edobor u nd Omid Miri hat der Schock des Brexits politisiert. Die beiden bauen einen eigenen politischen „Think Tank“ auf.

In Athen verkörpern Eirini Margetousaki und ihr Kommilitone Kostas Zivas in ihrer Haltung zu Europa zwei Gegensätze: Sie fühlt sich stark als Europäerin – Zivas jedoch sagt: „Der emotionale Wert von Europa ist für mich gleich null.“

Ulrich Grothus, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) hofft auf einen politischen Impuls der europäischen Studierenden. Im Interview sagt er: „Die ‚Generation Erasmus‘ müsste aufstehen, über ihre vielen grenzüberschreitenden Kontakte und Freundschaften Zusammenhalt und europäische Öffentlichkeit herstellen und für ein besseres Europa streiten.“

Das sieht auch Jenovan Krishnan so, Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Ihn hat das DSW-Journal ebenso wie die weiteren politischen Studierenden-Organisationen in Deutschland nach ihrer Meinung zu Europa befragt. Krishnan sagt: „Wir Jungen sind wie selbstverständlich mit den Freiheiten der EU aufgewachsen, weil wir nie für sie kämpfen mussten. Es ist Zeit, dass wir […] zum ersten Mal entschieden für sie eintreten.“

 

Titelgeschichte „Zukunft Europa“ auf den Seiten 12 bis 19 dieses Downloads.

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„Studiengebühren sind keine Alternative“

  • Gabriele Heinen-Kljajic, grüne Wissenschaftsministerin von Niedersachen, im DSW-Journal 4/2016
  • Ministerin antwortet auf 13 Fragen
  • BAföG-Software: „Wenn’s nicht klappt, steigen wir aus BAföG21 aus“

 

Berlin, 5. Dezember 2016. In der neuen Ausgabe des DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW) spricht sich Gabriele Heinen-Kljajic (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, klar gegen Studiengebühren aus.

In der Rubrik „13 Fragen“ im DSW-Journal 4/2016 antwortet sie, angesprochen auf die Pläne der baden-württembergischen Landesregierung, Studiengebühren für  Studierende aus Nicht-EU-Staaten einzuführen: „Das ist für uns keine Alternative. Wir haben durch die Abschaffung der Uni-Gebühren den Trend sinkender Studienanfängerzahlen umgekehrt, unter dem Niedersachsen viele Jahre gelitten hat.“

In dem Interview äußert sich Heinen-Kljajic zu weiteren Themen, die die Studierenden in dem Bundesland betreffen. So sind ihr die Probleme der BAföG-Software „BAföG21“, die die Studentenwerke in Niedersachsen einsetzen müssen, wohlbekannt: „BAföG21 sollte die Verfahren vereinfachen. Aber die Realität ist, dass die Sachbearbeiter immer wieder händisch nacharbeiten müssen.“ Man suche nach technischen Lösungen, „aber wenn’s nicht klappt, dann steigen wir aus BAföG21 aus.

 

Heinen-Kljajics Antworten auf die 13 Fragen S. 36/37 dieses Downloads.

 

Weitere Themen im DSW-Journal 4/2016:

  • Nicht ohne den Bund! Wie Hubertus Heil von der SPD die Wissenschafts- und Hochschulfinanzierung nach 2020 sieht
  • Die WG der Optimisten: In einem Sozialprojekt der Stadt und des Studierendenwerks Freiburg leben Geflüchtete  und Studierende unter einem Dach
  • Was wollen Sie? Doppel-Interview mit den HRK-Sprechern Ulrich Radtke, für die Universitäten, und Karim Khakzar für die FHs
  • Die erste Frau im Amt: Babette Simon, die Chefin des Mainzer Universitätsklinikums, im Porträt
  • Was kommt nach den Pakten und Programmen? Die Bildungsexpert/innen der Bundestagsfraktionen antworten
  • Mensa auf Französisch: Was die zwei Koch-Azubis Michelle Kretzschmar und Cora Hübner vom Studentenwerk Dresden in Paris erlebten
  • Spielen, Doktor werden: Das Team von der Campus-Krippe des Studentenwerks Schleswig-Holstein

 

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Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern: kontraproduktiv und falsch

> Deutsches Studentenwerk (DSW) kritisiert Kabinettbeschluss der baden-württembergischen Landesregierung vom 29.11.2016
> DSW-Präsident Dieter Timmermann: „Das ist kontraproduktiv, falsch und steht in klarem Widerspruch zur Internationalisie­rungs­­<wbr />strategie von Bund und Ländern“

Berlin, 30. November 2016. Das Deutsche Studentenwerk kritisiert den Beschluss der baden-württembergischen Landesregierung vom 29.11.2016, ab dem Wintersemester 2017/2018 Studiengebühren in Höhe von 1.500 Euro für Studierende aus Nicht-EU-Staaten einführen  zu wollen.

 DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann erklärt:

 „Die vom Kabinett in Baden-Württemberg beschlossene Einführung von Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten ist kontraproduktiv!

 Das ist eine falsche Entscheidung. Studiengebühren sind der falsche Weg zu einer auskömmlichen Hochschulfinanzierung. Das ist die Verantwortung des Staates, nicht der Studierenden – ob sie nun aus Deutschland kommen, einem EU-Land oder von außerhalb der EU.

 Deutschland hat sich zu einem hochattraktiven internationalen Studienstandort entwickelt. Das von den Wissenschaftsministerinnen und -ministern 2013 für das Jahr 2020 formulierte Ziel von 350.000 internationalen Studierenden haben wir schon heute fast erreicht. Anstatt nun neue Schutzzölle beim Hochschulzugang zu errichten, sollten wir stattdessen die Verbleibchancen ausländischer Studierender hier verbessern.

 Man kann nicht einerseits in einer gemeinsamen Internationalisierungsstrategi<wbr />e von Bund und Ländern mehr ausländische Studierende gewinnen und dann andererseits in einem Bundesland für eine Gruppe von Studierenden plötzlich Studiengebühren erheben wollen. Das ist ein Widerspruch in sich.

 Gemäß unserer 20. Sozialerhebung haben ausländische Studierende im Durchschnitt 115 Euro weniger im Monat zur Verfügung als deutsche Studierende. Offenbar will Baden-Württemberg für weniger begüterte Studierende aus dem Ausland unattraktiv werden – eine erstaunliche Entscheidung von einer Regierungspartei, die ansonsten für eine stärkere soziale Öffnung der Hochschulen steht.“

Diese Pressemitteilung online.

Studierenden-Zahl weiter auf Rekordniveau: Jetzt ein Hochschulsozialpakt

> Deutsches Studentenwerk (DSW) fordert gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern für die soziale Infrastruktur
> DSW-Präsident Dieter Timmermann: "Wir benötigen einen Hochschulsozialpakt"
> Bund-Länder-Programm für Ausbau der Wohnheim-, Mensa- und Beratungs-Kapazitäten der Studentenwerke

Berlin, 25. November 2016. Ein minimaler Rückgang der Studienanfänger/innen um 0,1%, aber eine weitere Erhöhung der Studierendenzahl um +1,8% und mit 2,806 Millionen weiterhin so viele Studierende wie nie zuvor: Das meldet heute Freitag, 25.11.2016, das Statistische Bundesamt. Dazu erklärt Prof. Dr. Dieter Timmermann, der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW):
„Die Zahl der Erstsemester bleibt konstant hoch bei rund 505.900, die Zahl der Studierenden steigt leicht an und ist weiterhin auf Rekordniveau. Leider ist die soziale Infrastruktur, die die 58 Studentenwerke bereithalten, mit der Studierenden-Zahl in den vergangen Jahren nicht mitgewachsen. Vor allem der Mangel an preisgünstigem Wohnraum für Studierende in vielen Hochschulstädten ist ein drängendes Problem. Wir benötigen dringend einen gemeinsamen Bund-Länder-<wbr />Hochschulsozialpakt, damit die Studentenwerke ihre Wohnheim-, Mensa-und Beratungskapazitäten ausbauen können. Hier stehen Bund und Länder gemeinsam, hier steht die deutsche Hochschulpolitik in der Pflicht. Sosehr wir die Anstrengungen vieler Länder beim Wohnheimbau für Studierende anerkennen, etwa in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg: Eine gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern ist dringend notwendig.“

Die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts

Weniger BAföG - Geförderte: „Regelmäßige BAföG- Erhöhung dringend notwendig“

  • Statistisches Bundesamt: 2015 ist erneuter Rückgang der BAföG-geförderten Studierenden zu verzeichnen
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Daten zeigen, wie überfällig die aktuelle BAföG-Erhöhung 2016/2017 ist
  • Deutsches Studentenwerk fordert regelmäßige BAföG Erhöhung
  • BAföG Antrag stellen lohnt sich

 

Berlin, 11. August 2016. Das Statistische Bundesamt meldet für 2015 zum dritten Mal in Folge einen Rückgang der BAföG-geförderten Studierenden.  

Zu den Zahlen äußert sich Georg Schlanzke vom Deutschen Studentenwerk:

„Es ist gut, aber auch höchste Zeit, dass zum Wintersemester 2016/2017 die BAföG-Beträge und der Kreis der BAföG-berechtigten Studierenden ausgeweitet werden. Denn die Zahl der geförderten Studierenden ist 2015 um 5,4 % gesunken – das ist das vierte rückläufige Jahr in Folge.“

„Daher“, so Schlanzke weiter, „muss das BAföG weiterhin regelmäßig erhöht und an die Preis- und Einkommensentwicklung angepasst werden. Eine BAföG-Erhöhung pro Legislaturperiode reicht nicht aus.“

Er forderte die Studierenden auf, sie sollten die Anhebung nutzen und jetzt einen BAföG-Antrag stellen, denn das Elterneinkommen darf nun 7 % höher sein als zuvor. Damit können nun Studierende BAföG-berechtigt sein, die es vorher nicht waren. Ob die Änderungen aber ausreichen, um die Zahl der BAföG-Bezieher wieder signifikant zu erhöhen, bleibt abzuwarten.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2015 insgesamt 611.000 Studierende nach dem BAföG gefördert. Die Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 %. 2014 war die Zahl der geförderten Studierenden bereits um 3,5 % und 2013 um 2,1 % gefallen. 2015 wurden im Monatsdurchschnitt 401.000 Studierende BAföG-gefördert.

Der durchschnittliche Förderungsbetrag für BAföG-geförderte Studierende lag gegenüber 2014 unverändert bei 448 Euro im Monat.

Der finanzielle Aufwand für die BAföG-geförderten Studierenden, den der Bund seit dem 1. Januar 2015 erstmals allein trägt, lag im Jahr 2015 bei 2,158 Mrd. Euro und damit bei 123 Mio. Euro weniger als im Vorjahr.

Rechnet man die BAföG-geförderten Schüler/innen hinzu, ergibt sich für 2015 ein Gesamtaufwand von 2,972 Mrd. Euro. Somit schlug 2015 die BAföG-Förderung von Studierenden und Schüler/innen insgesamt mit 170 Mio. Euro weniger zu Buche als 2014.

Heutige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts

 

 

„Wir rechnen, damit du zählst“: 21. Sozial­erhebung startet

  • Bundesweite Online-Befragung von Studierenden zu ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage
  • Mehr als 400.000 Studierende werden eingeladen
  • Erste Ergebnisse voraussichtlich im Frühsommer 2017
  • 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) wird durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert

 

Berlin/Hannover, 23. Mai 2016. Heute startet die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW), durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Deutschland. Gefördert wird die Befragung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Fragen lauten unter anderem: Wie finanzieren sich Studierende? Welche Lebenshaltungs­kosten haben sie? Wie viele Studierende jobben neben dem Studium? Wie viel Zeit beansprucht das Studium, wie viel der Nebenjob?

Die 21. Sozialerhebung wird erstmals als reine Online-Befragung durchgeführt, was die Zahl der teilnehmenden Studierenden stark erhöhen soll. Jede sechste Studentin, jeder sechste Student, ausgewählt nach dem Zufallsprinzip, erhält von ihrer bzw. seiner Hochschule eine Einladung per E-Mail. 17% der derzeit rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland, mehr als 400.000, werden zur Befragung eingeladen. Das sind 4,5-mal so viele wie bei der Vorgängerbefragung aus dem Jahr 2012.

Das Ziel: Mit der 21. Sozialerhebung sollen auch differenzierte Aussagen zu kleineren Gruppen von Studierenden möglich werden, etwa zu Studierenden mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, zu Studierenden mit Kind oder zu berufsbegleitend oder dual Studierenden. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühsommer 2017 vorliegen.

Die beteiligten Institutionen werben bei den Studierenden für die Befragung mit dem Slogan „Wir rechnen, damit du zählst“. Die komplett neugestaltete Website www.sozialerhebung.de erklärt die Methodik und die Ziele der Befragung.

„Um gezielt politische Maßnahmen für Studierende ergreifen zu können, brauchen wir belastbare Erkenntnisse über ihre wirtschaftliche und soziale Lage. Ohne die Sozialerhebung könnten wir über vieles nur spekulieren, sie hilft Hochschulen, Kommunen, Ländern und Bund seit Jahrzehnten  dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen“, sagt Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.

Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW, betont: „In der 21. Sozialerhebung werden Datenschutz und Anonymität klar gewährleistet. Diese Langzeitstudie hat eine heraus­ragende Bedeutung für die Beantwortung wichtiger Fragen von vielfältigen Interessen- und Akteursgruppen aus den Bereichen (Hoch)Schule, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.“

Der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), Prof. Dr. Dieter Timmermann, erläutert die Relevanz der Sozialerhebung für die Studierenden selbst: „Mit den Daten aus der Sozialerhebung kann das Deutsche Studentenwerk der Politik und der Öffentlichkeit zeigen, wo im Interesse der Studierenden Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen der Bildungs-, Hochschul- und Sozialpolitik wichtig sind, um soziale und wirtschaftliche Verbesserungen für die Studierenden zu erreichen.“

 

www.sozialerhebung.de

 

Die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ...

 

  • zeichnet ein realistisches Bild der sozialen und wirtschaftlichen Lage der rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland
  • ist die wichtigste und größte Studierenden-Befragung in Deutschland
  • ist eine wichtige Entscheidungs- und Datengrundlage für die Politik, aber auch für Hochschulen und Studentenwerke
  • ist ein zentraler Bestandteil des Bildungsmonitorings in Deutschland; die Daten ergänzen die amtliche Statistik mit Informationen, die keine andere Quelle bietet
  • berücksichtigt auch kleine Gruppen von Studierenden, die durch das Raster üblicher Befragungen fallen, zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Studierende in dualen oder berufsbegleitenden Studiengängen, Studierende ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung
  • ist sensibel für die soziale Herkunft der Studierenden
  • wählt ihre Teilnehmer/-innen nach dem Zufallsprinzip aus, um vollständige Anonymität zu gewährleisten und repräsentative Ergebnisse zu liefern
  • reicht als einzigartige sozialwissenschaftliche Langzeituntersuchung bis 1951 zurück
  • erlaubt Vergleiche über längere Zeiträume, zum Beispiel zur sozialen Zusammensetzung der Studierenden oder zur Studienfinanzierung

Mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende: Weitere Anstrengungen nötig

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) schätzt: Rund 13.000 Wohnheimplätze in Bau oder in Planung in den Bundesländern
  • Aktive Länder: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Hamburg, neu auch Bremen und Thüringen
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Es reicht noch nicht“
  • DSW fordert gemeinsamen „Hochschulsozialpakt“ von Bund und Ländern für 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze

 

Nürnberg/Berlin, 18. Mai 2016. Das Deutsche Studentenwerk (DSW)  würdigt die Anstrengungen derjenigen Bundesländer, die ihre Studentenwerke mit Zuschüssen beim Bau von zusätzlichem, bezahlbarem Wohnraum für Studierende fördern. Gleichzeitig fordert der Verband der Studentenwerke eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern in Form eines „Hochschulsozialpakts“ für 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze.

 

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde würdigte zum Auftakt der diesjährigen DSW-Wohnheimtagung am 18. Mai 2016 in Nürnberg die Anstrengungen der aktiven Bundesländer beim Wohnheimbau für Studierende. Er nannte etwa Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, NRW oder Hamburg; auch Bremen plane sein Studentenwerk beim Bau von 400 Plätzen zu unterstützen.

 

Allerdings bestehe die Förderung in einigen dieser Länder, etwa Rheinland-Pfalz, in Darlehen mit relativ geringen Zuschüssen. „Besser wären überall hohe Zuschüsse, wie sie etwa der Freistaat Bayern mit 32.000 Euro pro Platz leistet“, so Meyer auf der Heyde. „Je stärker die Länder ihre Studentenwerke mit Zuschüssen fördern, desto sozialverträglichere Mieten können die Studentenwerke bei Neubauten realisieren.“

 

Insgesamt, so schätzt Meyer auf der Heyde, seien derzeit in den Ländern rund 13.000 Plätze in Bau oder in Planung. „Es reicht noch nicht. In vielen Hochschulstädten wird bezahlbarer Wohnraum für Studierende immer knapper. Wir brauchen, flankierend zu den Hochschulpakten von Bund und Ländern, einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt für mindestens 25.000 zusätzliche Wohnheimplätze.“

 

Bei Gesamtkosten von rund 1,6 Milliarden für diese 25.000 Plätze sieht Meyer auf der Heyde einen von Bund und Ländern zu stemmenden Zuschussanteil von 800 Millionen Euro, wenn die bayrische Förderung zugrunde gelegt werde. Darüber hinaus veranschlagt das DSW für die Sanierung der bestehenden Wohnheimkapazitäten der Studentenwerke einen gesamten Investitionsbedarf von rund 1,3 Milliarden Euro; die Hälfte, also 650 Millionen Euro, müssten laut DSW ebenfalls von Bund und Ländern finanziert werden. Die Notwendigkeit bereits erkannt habe zum Beispiel Thüringen, das sein Studentenwerk derzeit mit 15 Millionen Euro aus freigewordenen BAföG-Mitteln bzw. Hochschulpaktmitteln bei der Wohnheimsanierung unterstützt.

 

Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) aufgelegte „Modellvorhaben nachhaltiges Wohnen für Studenten und Auszubildende“ mit einem Volumen von 120 Millionen Euro nennt Meyer auf der Heyde „einen wichtigen ersten Schritt“. Das Programm könne aber den Bedarf an zusätzlichem, bezahlbarem Wohnraum für Studierende nicht decken.

 

Dass der Bund die Mittel für die Soziale Wohnraumförderung für die Jahre 2016 bis 2019 auf insgesamt zwei Milliarden Euro verdoppelt habe, sei ebenfalls zu begrüßen, so Meyer  auf der Heyde. Er schränkt aber ein: „Noch besser wäre es, bei diesen Mitteln auch eine Zweckbindung für studentisches Wohnen einzuführen.“

Bezahlbares studentisches Wohnen? Studentenwerke!

  • Deutsches Studentenwerk betont Expertise der Studentenwerke für bezahlbares und studiengerechtes Wohnen
  • 189.500 Wohnheimplätze bundesweit, durchschnittliche Monatsmiete 234 Euro warm
  • 40% der Wohnheimbewohner/innen haben weniger als 675 Euro im Monat zur Verfügung

 

Nürnberg/Berlin, 18. Mai 2016. Die 58 Studentenwerke in Deutschland sind mit ihren mehr als 1.000 Wohnheimen bundesweit die Experten für preisgünstiges und studiengerechtes Wohnen. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der Studentenwerke, zum Auftakt seiner diesjährigen Wohnheimtagung in Nürnberg.

 

Beim Studentenwerk Erlangen-Nürnberg treffen sich am 18. und 19. Mai 2016 rund 140 Expertinnen und Experten aus den Wohnheimverwaltungen der Studentenwerke.

 

Nach DSW-Angaben bieten die 58 Studentenwerke bundesweit rund 189.500 Wohnheimplätze für Studierende an. Mehr als 80% von ihnen sind möbliert; die Wohnfläche beträgt zwischen 18 und 25 Quadratmetern. Im Durchschnitt beträgt die monatliche Warmmiete, einschließlich Internetanschluss und aller Nebenkosten, 234 Euro.

 

„Das Wohnheim des Studentenwerks ist für Studierende mit Abstand die preisgünstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses“, sagt Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks.

 

Ein Viertel der Studierenden insgesamt und 40% der Wohnheimbewohner/innen haben weniger als 675 Euro im Monat zur Verfügung. „Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines preisgünstigen und bezahlbaren Wohnangebots für Studierende, und dies ist eine Stärke der Studentenwerke“, erklärt Meyer auf der Heyde.

 

„Studiengerechtes Wohnen zu bieten, ist eine andere Stärke der Studentenwerke“, so Meyer auf der Heyde weiter. Die Wohnheime der Studentenwerke sind überwiegend hochschulnah und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Studierenden ausgerichtet. So finden sich neben Einzelapartments Wohnungen für WGs, Doppelapartments oder Familienwohnungen.

 

Der Anteil ausländischer Studierender beträgt je nach Standort zwischen 14 und 65%. Die sozial-akademische Integration der ausländischen Studierenden fördern die Studentenwerke mit ihren studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren.

 

Der Ausbau der Wohnheim-Kapazitäten kann mit dem Ausbau der Studienplatz-Kapazitäten nicht mithalten, beklagt das DSW: Während die Zahl der staatlich geförderten Studienplätze seit dem Jahr 2008 um 42% gestiegen ist, erhöhte sich die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze seitdem nur um 5%. Derzeit stehen für weniger als 10% der Studierenden Wohnheimplätze zur Verfügung.