Wohngeld

 

Wohngeld ist ein staatlicher Mietzuschuss, der es Menschen mit geringen Einnahmen ermöglichen soll, in einer angemessenen Wohnung wohnen zu können.

Können Studierende Wohngeld erhalten?

Die meisten Studierenden sind nicht wohngeldberechtigt, weil sie entweder BAföG erhalten oder ihr eigenes Einkommen bzw. das ihrer Eltern zu hoch ist.

Wohngeld erhalten können

1.       Studierende, die dem Grun­de nach nicht BAföG-be­rech­tigt sind, z.B. Studierende die

  • die Al­ters­gren­ze von 30 Jah­ren zu Be­ginn des Stu­di­ums über­schrit­ten haben,
  • ohne an­er­kann­ten Grund ihre Aus­bil­dung bzw. Fach­rich­tung ge­wech­selt haben,
  • die För­de­rungs­höchst­dau­er über­schrit­ten haben,
  • als Aus­län­de­r/in­ nicht BAföG- be­rech­tigt sind,
  • eine nicht för­de­rungs­fä­hi­ge Aus­bil­dung be­gon­nen haben (z.B. Zwei­t­aus­bil­dung),
  • die er­for­der­li­chen Leis­tungs­nach­wei­se nach § 48 BAföG nicht er­bracht haben

2.   Studierende, die BAföG Leistungen nur als Volldarlehen bewilligt bekommen

Trifft Punkt 1. oder 2. zu kann dies vom BAföG Amt beim Studentenwerk bestätigt werden.

3.   Im Wohngeldhaushalt leben auch Personen, die nicht studieren z.B.

  • Studierende mit Kindern bzw.
  • Studierende, die mit Verwandten, mit Ehegatten oder (eheähnlichem Partner) die selbst nicht studieren zusammenwohnen 

Weitere Kriterien

  • Sie sollten als Erstwohnsitz am Studienort gemeldet sein oder können plausibel machen, dass ihr überwiegender Aufenthalt am Studienort ist.
  • Die monatlichen Einnahmen soll­ten das Sozialhilfeniveau nicht un­ter­schrei­ten. Erreichen die Einnahmen 80% der sich aus So­zi­al­hil­fe­satz, Miete sowie dem Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trag er­ge­benen Rechnung, können Studierende glaubhaft machen, dass sie für ihren Lebensunterhalt aufkommen können. Lebt man un­ter­halb die­ser Gren­ze, geht das Amt für Woh­nungs­we­sen davon aus, dass die Stu­die­ren­den noch wei­te­re un­ge­nann­te »Geld­quel­len« be­sit­zen. Lebt man tat­säch­lich von sehr wenig Geld, muss man dies nach­voll­zieh­bar be­grün­den.

Wie wird das Wohngeld berechnet?

Die Höhe des Wohn­gel­des er­rech­net sich aus der Höhe des Ein­kom­mens, der Kalt­mie­te sowie der An­zahl der evtl. noch im Haus­halt le­ben­den Fa­mi­li­en­mit­glie­der. Lebt man mit an­de­ren in einer sog. Bedarfsgemeinschaft wird das Ein­kom­men von Familie/ Partner mit an­ge­rech­net.

Wie und wo wird das Wohngeld beantragt?

Der An­trag auf Wohn­geld muss bei der zu­stän­di­gen Wohn­geld­stel­le ein­ge­reicht wer­den und wird ab dem Monat der An­trag­stel­lung ge­zahlt. Dem An­trag muss Fol­gen­des bei­ge­fügt wer­den:

  • Be­scheid des BAföG-Am­tes, dass man dem Grun­de nach BAföG-be­rech­tigt ist, aber aus Gründen von Punkt 1. oder 2. keinen BAföG–Anspruch hat.
  • Be­schei­ni­gung des Ver­mie­ters / der Ver­mie­te­rin, in der neben der Miete auch Größe und Erst­be­zug der Woh­nung er­sicht­lich sein muss,
  • Nachweis über das Ein­kom­men (Eltern, Einkommen, Darlehen usw.),
  • Kran­ken­ver­si­che­rungs­nach­weis,
  • Im­ma­tri­ku­la­ti­ons­be­schei­ni­gung.

Das Amt für Woh­nungs­we­sen wird einen schrift­li­chen Be­scheid über das even­tu­el­le Wohn­geld aus­stel­len, gegen den man ge­ge­be­nen­falls in­ner­halb von vier Wo­chen Wi­der­spruch ein­rei­chen kann. Soll­te der Be­scheid po­si­tiv aus­fal­len, wird in der Regel für 12 Mo­na­te Wohn­geld ge­zahlt. Nach Ab­lauf von 10 Mo­na­ten soll­te ein er­neu­ter An­trag ge­stellt wer­den.

Wohngeldtabellen finden Sie unter www.bmub.bund.de (Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen)

Wohn­geld­stel­le der Stadt Würz­burg
Fach­be­reich So­zia­les / Wohn­geld
Kar­me­li­ten­str. 43, 3. Stock, 97070 Würz­burg
Tel.: (0931) 37-0

Wohn­geld­stel­le der Stadt Bam­berg
Woh­nungs- und Ver­si­che­rungs­amt
Hein­richs­damm 1, 2. Stock, 96047 Bam­berg
Tel.: (0951) 8711-83/ -84/ -85

Wohn­geld­stel­le der Stadt Schwein­furt
Rat­haus, Markt 1, 97421 Schwein­furt
Tel.: (09721) 51-39 22

Wohn­geld­stel­le der Stadt Aschaf­fen­burg
Dal­berg­str. 15, 63739 Aschaf­fen­burg
Tel.: (06021) 330-14 50