DSW-Pressemitteilungen

Studentenwerk Gießen feiert Jubiläum mit „Tour der 100“

  • Studentenwerk Gießen feiert sein 100-jähriges Bestehen pandemiebedingt mit Aktionen in den Mensen und Social-Media-Programm
  • Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks gratuliert: „100 Jahre ist eine stolze Zahl, die nur durch das fortlaufende Engagement des Studentenwerks Gießen und seiner Mitarbeitenden erreicht werden konnte.“
  • Heute profitieren 55.000 Studierende von den umfassenden Dienstleistungen des Studentenwerks

Gießen/Berlin, 19. Juli 2021. Das Studentenwerk Gießen feiert heute sein 100-jähriges Jubiläum. Das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland, gratuliert dazu ganz herzlich.

Am 19. Juli 1921 wurde der Wohlfahrtsverein „Gießener Studentenhilfe e.V.“, auf den das heutige Studentenwerk Gießen zurückgeht, ins Vereinsregister eingetragen. Damals wie heute geht es um den Zugang zu Bildung und Chancengerechtigkeit im Studium. So kümmern sich die Mitarbeitenden des Studierendenwerks um die Bedürfnisse der Studierenden: bezahlbare Wohnplätze, preiswertes Essen, hochschulnahe Kinderbetreuung sowie BAföG-, Rechts-, Sozial- und psychotherapeutische Beratung.

Pandemiebedingt wird es vorerst keine Festveranstaltung geben, die aber nachgeholt werden soll, sobald es die Pandemie wieder zulässt. Das Jubiläum wird in den Mensen präsent sein, denn es werden Köstlichkeiten unter dem Motto „Gerichte mit Geschichte“ angeboten Außerdem wird es im Rahmen einer „Tour der 100“ Mitmachaktionen über die Social-Media-Kanäle geben.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks gratuliert dem Studentenwerk Gießen zu den ersten 100 Jahren: „Was als Wohlfahrtsverband vor 100 Jahren begonnen hat, ist auch heute aktuell und nur durch das Engagement des Studentenwerks und seiner Mitarbeitenden möglich, weil es sich über die Jahre fortlaufend an den Bedürfnissen der Studierenden orientiert hat. Das macht es erfolgreich und in der Bildungslandschaft systemrelevant.“

Das Studentenwerk Gießen bietet den mehr als 55.000 Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Hochschule Fulda ein umfassendes Dienstleistungsangebot in der Zeit vor und während ihres Studiums.

Weitere Informationen über das Studentenwerk Gießen sowie alle Jubiläumsaktionen finden sich online unter

auf www.studentenwerk-giessen.de
auf Instagram (@stwgiessen)
auf Facebook (@studentenwerk.giessen)
und auf Twitter (@stwgiessen).

 


 

Impfen für mehr Präsenz im Studium

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) ruft Studierende dazu auf, sich impfen zu lassen
  • Das Ziel: Präsenzveranstaltung an Hochschulen im Wintersemester 2021/2022 ermöglichen
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Nach drei Digital-Semestern soll das Leben auf den Campus zurückkehren.“

 

Berlin, 16. Juli 2021. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ruft Studierende dazu auf, die Impfangebote der Länder und Hochschulen wahrzunehmen, um so im kommenden Wintersemester 2021/2022 mehr Präsenzveranstaltungen an den Hochschulen zu ermöglichen. Das DSW ist der Dachverband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erläutert: „Nach drei Digitalsemestern sehnen sich viele Studierende nach mehr direktem Miteinander an der Hochschule. Gemeinsam in Seminaren diskutieren, in der Mensa essen oder in der Bibliothek lernen – das macht das Campus-Leben aus.

Die Chancen auf mehr Präsenz im Studium stehen gut. Entscheidend dafür ist, dass sich möglichst viele Studierende gegen COVID-19 impfen lassen. Deshalb unterstützt das Deutsche Studentenwerk gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) den Aufruf der Bundesregierung an die Studierenden, die Impfangebote der Länder, des Bundes und der Hochschulen wahrzunehmen.“

Zahlreiche Länder und Hochschulen planen gerade niedrigschwellige Impfkonzepte speziell für Studierende – oder setzen diese bereits um. So hat beispielsweise das Studierendenwerk Berlin bereits mehr als 2.000 Studierende geimpft.

Auch die Bundesregierung bemüht sich mit der Kampagne „Deutschland krempelt die Ärmel hoch“ darum, möglichst viele Menschen zu einer COVID-19-Impfung zu bewegen.

Die Kampagnenseite der Bundesregierung gibt es hier.

Die Pressemitteilung der Hochschulrektorenkonferenz finden Sie hier.   

Diese Pressemitteilung finden Sie hier auch online.
 


 

100 Jahre Studierendenwerk Stuttgart – Start des Jubiläumsjahres

  • Studierendenwerk Stuttgart feiert sein 100-jähriges Bestehen ein Jahr lang mit Jubiläumszeitung, Feier und Wissenschaftsfestival
  • Mehr als 60.000 Studierende an 15 Hochschulen profitieren heute von einem breiten Dienstleistungsangebot
  • Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks gratuliert „Seit 100 Jahren steht das Studierendenwerk Stuttgart für Chancengleichheit, für Bildungsaufstieg und für Bildungsgerechtigkeit.“

Stuttgart/Berlin, 7. Juli 2021. Es beginnt klein mit veganem Geburtstagskuchen in den Mensen und endet groß mit einer Jubiläumsfeier: Das Studierendenwerk Stuttgart feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsjahr voller Aktivitäten. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland.

Im Juni 1921 wurde die Stuttgarter Studentenhilfe e.V. gegründet – der Vorläufer des heutigen Studierendenwerks. Damals wie heute ging es um Chancengerechtigkeit im Studium. 1921 hieß das vor allem die Lebenshaltung der Studenten zu verbilligen, durch günstiges Essen in Mensen oder die Vermittlung von Wohnraum. Auch heute kümmern sich die rund 450 Mitarbeitenden des Studierendenwerks um bezahlbare Wohnplätze, preiswertes Essen in den Mensen und Cafeterien, aber auch um hochschulnahe Kinderbetreuung, die kostenfreie Sozialberatung, Rechtsberatung und psychotherapeutischen Beratung sowie die Bearbeitung der BAföG-Anträge.

„Seit 100 Jahren steht das Studierendenwerk Stuttgart für Chancengleichheit, für Bildungsaufstieg, für Bildungsgerechtigkeit und damit für alles, was auch wir als Dachverband erreichen wollen“, erläutert Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. „Das Modell, mit dem die Stuttgarter Studentenhilfe vor 100 Jahren begonnen hat, ist auch heute noch aktuell und macht das Studierendenwerk modern, erfolgreich und relevant. Wir sind glücklich, das Studierendenwerk Stuttgart in unseren Reihen zu haben!“

Gefeiert wird in Stuttgart ein Jahr lang, von Juni 2021 bis Juni 2022: Zum Auftakt gab es am 28. und 29. Juni in den Mensen zu jedem Mittagessen ein gratis Stück Kuchen – hausgemacht und vegan. Zum Wintersemester erscheint eine Jubiläumszeitung, gelaserte Äpfel mit Jubiläums-Logo werden ausgegeben und eine Out- und Indoor-Kampagnen mit Bannern, Fahnen und Plakaten ist vorgesehen. Für den Sommer 2022 ist eine große Jubiläumsfeier geplant.

Das Studierendenwerk Stuttgart mit seinen rund 450 Beschäftigten unterstützt heute als Anstalt des öffentlichen Rechts mit staatlichem Sozialauftrag rund 60.000 Studierende an 15 Hochschulen in Stuttgart, Ludwigsburg, Esslingen, Göppingen und Horb. Es betreibt 35 studentische Wohnanlagen mit 6.830 Wohnplätzen, neun Mensen und sieben Cafeterien sowie sieben Kitas mit 145 Betreuungsplätzen. Im Amt für Ausbildungsförderung werden die BAföG-Anträge der Studierenden bearbeitet. In der Sozialberatung, der Rechtsberatung und der psychotherapeutischen Beratungsstelle erhalten Studierende kostenfrei Unterstützung.

Weitere Informationen zum Studierendenwerk auf deren Website:

https://www.studierendenwerk-stuttgart.de/ueber-uns/presse/pressemitteilungen/mitteilung/einsatz-fuer-mehr-chancengerechtigkeit-100-jahre-studierendenwerk-stuttgart

 


Seit 100 Jahren an der Seite der Studierenden!

  • Studierendenwerk Freiburg feiert sein 100-jähriges Bestehen
  • „Freiburger Studentenhilfe e.V.“ als historischer Vorläufer gegründet 1921
  • Jubiläum wird gefeiert mit Veranstaltungsreihe, historischer Ausstellung und Festschrift

Freiburg/Berlin, 1. Juli 2021. Mit einem Open-Air-Jubiläumsempfang in seinem Mensa-Garten feiert heute am Donnerstag, den 1. Juli 2021, das Studierendenwerk Freiburg sein 100-jähriges Bestehen. Dies teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland.

Vor hundert Jahren ging es darum, die Not vieler Studierender zu lindern. Mit der Organisation von Spenden und Zuschüssen unterstützte die Freiburger Studentenhilfe e.V., der Vorgänger des heutigen Studierendenwerks Freiburg, die Studierenden mit Nahrungsmitteln, Feuerholz und bald auch mit warmen Mahlzeiten in der ersten, provisorischen Mensa im Keller des Kollegiengebäudes. Es folgen eine Darlehnskasse, eine Näh- Flick und Waschstube, sowie Unterstützung bei der Suche nach einem Zimmer zur Untermiete.

„Seit 100 Jahren sind die Studenten- und Studierendenwerke das soziale Rückgrat des deutschen Hochschulsystems. Am Beispiel des Studierendenwerks Freiburg lässt sich diese Geschichte wie im Brennglas darstellen: Studierende und Lehrende, die gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern anpacken, gegen Hunger, gegen Obdachlosigkeit, und die gemeinsam dafür sorgen, dass Studieren gelingt“, erläutert Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), das ebenfalls 1921 gegründet wurde. „Heute ist das Studierendenwerk Freiburg jung, agil, fröhlich, wandlungsfähig – und äußerst erfolgreich. Das Credo lautet: Alle, die das Zeug dazu haben, sollen studieren können, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, unabhängig vom sozialen Status.“

Das Studierendenwerk Freiburg mit seinen rund 350 Beschäftigten unterstützt heute als Anstalt des öffentlichen Rechts mit staatlichem Sozialauftrag rund 48.000 Studierende in Freiburg und an fünf weiteren Hochschulstandorten; es betreibt 28 Mensen und Cafeterien, bietet fast 5.200 Wohnheimplätze und betreut in sechs Kindertagesstätten 123 Studierenden-Kinder.

Das Jubiläumsprogramm des Studierendenwerks online im Überblick: https://www.swfr.de/100

 


Starker Partner der Studierenden seit 30 Jahren

  • Deutsches Studentenwerk gratuliert ostdeutschen Studentenwerken
  • Studentenwerke in Ostdeutschland feiern 30-jähriges Bestehen
  • Jubiläums-Webseite, Grußbotschaften, studentischer Videowettbewerb, Hashtag #30JahreSTWost
  • Elf ostdeutschen Studentenwerke betreuen zusammen mehr als 289.000 Studierende

Berlin, 30. Juni 2021. Die Studentenwerke in Ostdeutschland feiern heute ihre Gründung vor 30 Jahren. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) gratuliert zum Jubiläum und dankt für 30 Jahre gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Das Jubiläum wird digital mit einer eigenen Webseite, einem Videowettbewerb und in den sozialen Medien mit Grußbotschaften unter dem Hashtag #30JahreSTWost gefeiert.                    

Die Jubiläums-Webseite der ostdeutschen Studentenwerke https://www.stw-ost.de/ sammelt Video-Grußbotschaften und Glückwünsche aus der Politik sowie Interviews von Mitarbeitenden und Wegbegleiter/-innen, die von den Gründungsjahren nach 1991 erzählen. Hier werden im Laufe des Jahres auch die Gewinner eines Videowettbewerbs präsentiert, in dem die ostdeutschen Studentenwerke ihre Studierenden um eine filmische Antwort auf die Frage bitten: „Wie stellst du dir dein Studentenwerk der Zukunft vor?“ In den sozialen Medien feiern die ostdeutschen Studentenwerke ihr Jubiläum unter dem Hashtag #30JahreSTWost.

„Die Studentenwerke in Ostdeutschland setzen sich seit drei Jahrzehnten mit Herz, Engagement und viel Fachwissen für die Belange der Studierenden zwischen Ostsee und Thüringer Wald ein. Sie sind hervorragend vernetzt, dienen der Politik auf Landesebene als kompetenter Ansprechpartner und haben eine starke Stimme in unserem Verband“, kommentiert Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. „Wir gratulieren und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!“

1991 wurden die Studentenwerke in den ostdeutschen Bundesländern neu gegründet und übernahmen die wirtschaftliche und soziale Förderung der Studierenden, die zuvor von den Hochschulen selbst wahrgenommen wurde. Heute unterstützen die Studentenwerke Chemnitz-Zwickau, Dresden, Frankfurt (Oder), Freiberg, Halle, Magdeburg, Potsdam und Leipzig, sowie die Studierendenwerke Greifswald, Thüringen und Rostock-Wismar für mehr als 289.000 Studierende mit preiswerter Verpflegung, bezahlbarem Wohnraum, Beratungsangeboten, Kinderbetreuung sowie kultureller und finanzieller Förderung.

In der aktuellen Ausgabe 2/2021 seines DSW-Journals würdigt das Deutsche Studentenwerk die ostdeutschen Studentenwerke in seiner Rubrik STANDORT, die Sie hier als PDF aufrufen können.

Link zum DSW-Journal:
https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_2_2021_pdf_fuer_web_0.pdf

Link zur Jubiläums-Webseite der ostdeutschen Studentenwerke:
https://www.stw-ost.de/

 


 

50 Jahre BAföG: eine politische Biografie

  • Neue Ausgabe DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW) zum BAföG-Jubiläum
  • Umkämpft, kahlgeschlagen, ausgeblutet: Geschichte des BAföG ist eine Geschichte ideologischer Konflikte in Deutschland
  • Autor Karl-Heinz Reith: „Zum Jubiläum mehr erwartet als warme Worte und eine 80-Cent-Briefmarke“

Berlin, 29. Juni 2021. Zum 50-jährigen Jubiläum des Bundesausbildungs-förderungsgesetzes (BAföG) in diesem Jahr legt das Deutsche Studentenwerk (DSW) in der neuen Ausgabe seines DSW-Journals eine „politische Biografie“ des BAföG vor.

Bildungsexpansion, Aufbruch, „Kahlschlag“, „Ausbluten“: Autor Karl-Heinz Reith erzählt die Geschichte des BAföG in den vergangenen fünf Jahrzehnten entlang der politischen Geschichte Deutschlands. Er zeigt, dass die Geschichte des BAföG eine Geschichte der politischen und ideologischen Konflikte um Chancengleichheit und Bildungsaufstieg ist.

Reith spannt im DSW-Journal 2/2021 einen Bogen von Willy Brandts (SPD) Projekt „Mehr Demokratie wagen“ und der damit verbundenen Bildungsexpansion nach 1968 zum BAföG-„Kahlschlag“ unter Helmut Kohl (CDU) und dessen „geistig-moralischer Wende“. Als eine seiner ersten Regierungsmaßnahmen strich Kohl das BAföG für Schüler/-innen an allgemeinbildenden Schulen und stellte die Förderung für Studierende komplett auf Volldarlehen um. Gerade während Kohls 16-jähriger Regierungszeit sieht Reith eine „Gesamtstrategie der konservativen Kräfte in Bund und Ländern, das Rad der Bildungsexpansion zurückzudrehen“.

Nach dem Regierungswechsel 1998 bringt die damalige Rot-grüne Koalition unter Gerhard Schröder (SPD) zwar 2001 eine große BAföG-Reform auf den Weg, doch ein von der SPD mitentwickeltes „Drei-Körbe-Modell“ der Ausbildungsfinanzierung wird von Schröder weggewischt.

Im vergangenen Jahrzehnt sei das BAföG als Herzstück der staatlichen Studienfinanzierung „nahezu ausgeblutet“, schreibt Reith. Sein Fazit: „Die am BAföG interessierten Reformkräfte hätten zum 50. Geburtstag dieses Sozialgesetzes anderes erwartet, als „nur warme Worte und eine 80-Cent-Gedenkbriefmarke zum 1. September              

Die politische Biografie des BAföG auf den Seiten 12-17 hier:

https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_2_2021_pdf_fuer_web_0.pdf

 


 

„Die Interaktion zwischen Studierenden und Hochschulen digital abbilden“

  • Clemens Hoch (SPD), Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, im Interview
  • Neue Ausgabe DSW-Journal 2/2021 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Hoch: „Es werden enorme Anstrengungen unternommen, um die Hochschulen vollständig zu digitalisieren“

Berlin, 29. Juni 2021. Auf die Frage, wie der Campus von morgen aussehen wird, antwortet Clemens Hoch (SPD), neuer rheinland-pfälzischer Minister für Wissenschaft und Gesundheit im DSW-Journal 2/2021 so: „Es werden enorme Anstrengungen unternommen, um die Hochschulen vollständig zu digitalisieren. (…). Es geht darum, den ganzen Workflow der Interaktion zwischen Studierenden und Hochschulen digital abzubilden.“

Hoch, verantwortet seit dem 18. Mai 2021 im Kabinett von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) das Ressort Wissenschaft und Gesundheit; zuvor leitete er die rheinland-pfälzische Staatskanzlei. In der neuen Ausgabe 2/2021 DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW) bestreitet Hoch das Interview „13 Fragen an…“

Der Minister ist sich sicher, dass das nächste Wintersemester 2021/2022 wieder „mehr mit klassischem Studium zu haben wird als die letzten drei Semester“, und er ergänzt: „Es wird hybride Formate geben“, einen „klugen Mix von Präsenz- und Online-Angeboten“. Hoch: „Und ich glaube, dass die Studierenden genau das haben wollen.“

Für die von ihm angestrebte vollständige Digitalisierung der Hochschulen in Rheinland-Pfalz „werden wir 50 Millionen Euro in die Hand nehmen“, so Hoch. „Das bedeutet wohl auch, dass sich das Campusleben verändern wird.“

Die 13 Fragen an Clemens Hoch auf den Seiten 40/41 hier:
https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_2_2021_pdf_fuer_web_0.pdf

 

Weitere Themen im DSW-Journal 2/2021:

  • Umkämpft, kahlgeschlagen, ausgeblutet, bewährt: Eine politische Biografie des BAföG zu dessen 50. Geburtstag
  • Soziale Pandemie-Folgenkosten im Bildungssystem: DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep fordert ein Bund-Länder-Aktionsprogramm auch für Studierende
  • 30 Jahre Studentenwerke in den neuen Bundesländern
  • Zurück zur Präsenz! FAZ-Redakteurin Heike Schmoll sieht in der Online-Lehre ein Machtgefälle zulasten der Studierenden
  • zen
  • Wie die Überbrückungshilfe der Bundesregierung für Studierende das Team des Studierendenwerks Hamburg zusammenschweißt
  • Kommen endlich ein Hochschulsozialpakt und eine BAföG-Reform? Analyse der Parteiprogramme zur Bundestagswahl
  • Exzellenter Teamplayer, der manchmal nur zuhört: Porträt von Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn
  • #MEHRbeWEGen: Wie die das Studentenwerks Osnabrück sein neues Mensa-Mehrweggeschirr eingeführt hat – und warum die Studierenden begeistert sind
  • „New Work“ im Norden: das Personaler/-innen-Team des Studentenwerks Schleswig-Holstein

 


Pippi, Opi, Angie – ich will so sein wie ihr!

  • Design-Studentin Hannah Frieling von der Fachhochschule Münster gewinnt 35. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks.
  • Thema: Vorbilder
  • Teilnahme-Rekord: 462 Design-Studierende von 52 Hochschulen reichten 898 Plakatentwürfe ein

Berlin, 29. Juni 2021. So mutig wie „Pippi“ Langstrumpf, so weise wie „Opi“, so klug wie „Angie“ Merkel. Mit einer Serie von Collage ihrer Heldinnen und Helden aus Popkultur, Politik und ihrem persönlichen Umfeld gewinnt die Design-Studentin Hannah Frieling von der Fachhochschule Münster den 35. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW) zum Thema „Vorbilder“, und damit 3.000 Euro Preisgeld.

Insgesamt reichten 462 Design-Studierende aus 52 Hochschulen 898 Plakatentwürfe ein. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die besten Plakate aus. Neben der Siegerin Hannah Frieling, die sich über ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro freuen darf, gibt es zwei Zweitplatzierte, die jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro erhalten und drei dritte Plätze, die mit jeweils 1.000 Euro dotiert sind.

Das Thema des Wettbewerbs war in diesem Jahr: „Vorbilder?“ Das Deutsche Studentenwerk fragte, ob Studierende von heute noch Vorbilder haben – und wenn ja, welche: Sind es Menschen aus der Wissenschaft, aus der Populärkultur, aus der Familie? Wem wollen Studierende es gleichtun? Oder wie wollen sie auf keinen Fall werden?

Das DSW stellt die sechs Sieger/-innen des diesjährigen Wettbewerbs online mit einem Film vor, der zum Auftakt der digitalen Preisverleihung am 28. Juni 2021 um 18:30 Uhr freigeschaltet wurde. Außerdem findet vom 28. Juni bis zum 4. Juli 2021 eine Online-Abstimmung darüber statt, welche vier Teilnehmer-Plakate des Wettbewerbs gedruckt werden sollen. Beides, Online-Film und Online-Voting, sind öffentlich zugänglich; alle Interessierten können sich beteiligen.

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, kommentiert: „Die Design-Studierenden sind das Thema Vorbilder sehr differenziert angegangen. Viele Plakate reflektieren die Vergänglichkeit von Vorbildern im Laufe der eigenen Entwicklung, oder die Schwierigkeit, den eigenen Vorbildern gerecht zu werden - oder den Umstand, dass oft nur einzelne Aspekte von Persönlichkeiten als Vorbild taugen.“

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; das Museum für Kommunikation Berlin ist Projektpartner.

 

Vorbilder

35. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2020/2021

 

Preisträgerinnen und Preisträger:

1. Preis, 3.000 Euro für Plakatserie „Ich will so sein wie Du.“
Hannah Frieling
,Fachhochschule Münster,
betreut von Dipl.-Des. Paul Bičište

2. Preis, 2.000 Euro für „Connected“
Indira Adrovic
, HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Berlin,
betreut von Prof. Steffen Leuschner

2. Preis, 2.000 Euro für „Vorbild oder Trugbild?“
Nick Stäbler
, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart,
betreut von Prof. Gerwin Schmidt

3. Preis, 1.000 Euro für „Vorbilder neu definieren“
Jonathan Körner
, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart,
betreut von Prof. Gerwin Schmidt

3. Preis, 1.000 Euro, für „Vörbild“
Viktoria Milajev
, Hochschule RheinMain,
betreut von Prof. Cornelia Freitag-Schubert

3. Preis, 1.000 Euro, für „Mein Vorbild und ich“
Julia Seitz
, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt,
betreut von Prof. Gertrud Nolte

 

Die Jury:

  • Prof. Armin Lindauer, Professor für Editorial Design und Typografie an der Hochschule Mannheim
  • Prof. Dipl.-Des. Stan Skolnik, Professor für Mediendesign an der IU Internationale Hochschule
  • Miriam Horn-Klimmek, Kommunikationsdesignerin und Referentin für Verantwortung im Design (BDG – Berufsverband Kommunikationsdesign)
  • Regine Meldt, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin
  • Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerk

 


#einefüralle: Nun auch audio-visuell

Mit neuen Online-Medien werben die Verbundpartner der laufenden, bundesweiten Studierendenbefragung „eine für alle“ bei den Studierenden um ihre Teilnahme, sollten sie von ihrer Hochschule zur Online-Befragung eingeladen werden.

Hannover, Konstanz, Berlin, 23. Juni 2021. Gemeinsam haben das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), die AG Hochschulforschung der Universität Konstanz und das Deutsche Studentenwerk (DSW) die jeweils ersten Folgen eines Podcasts und einer Serie von Erklär-Videos produziert.

Im ersten „eine für alle“-Podcast unterhalten sich Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW, und Prof. Dr. Thomas Hinz, Leiter der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz, mit dem Berliner Podcaster Ben Kinder darüber, was die beteiligten Studierenden-Forscherinnen und -Forscher umtreibt.

Die Studierendenbefragung „eine für alle“ läuft noch bis Ende August 2021; sie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Monika Jungbauer-Gans benennt im Podcast als wichtigstes wissenschaftliches Interesse diese Frage: „Wie geht es den Studierenden in ihrem mittlerweile dritten Corona-Semester?“ Thomas Hinz ist sicher, die Befragung „eine für alle“ sei auch „für die Studierenden selbst interessant“: „Es geht auch um die Studienqualität, oder die Frage: Wie erleben sich Studierende als gesellschaftliche Gruppe?“

Weitere Podcast-Folgen sind geplant, unter anderem auch mit Studierenden selbst.

Auch über eine ebenfalls neue Serie von animierten Erklär-Videos, die über Soziale Medien ausgespielt werden, sollen die Studierenden bundesweit auf die Befragung aufmerksam gemacht werden. Der erste Kurzfilm fragt. „Wer seid ihr, wie studiert ihr, was wollt ihr?“

Die erste Folge des Podcasts „eine für alle“ ist hier online, in Kürze auch auf Amazon, Google und Apple Podcasts:

Das erste #einefüralle-Erklärvideo:

„eine für alle“: Die Studierendenbefragung in Deutschland

Ziel dieser neuen, integrierten, bundesweiten Befragung ist es, ein umfassendes und differenziertes Bild über die Situation von Studierenden in Deutschland zu gewinnen. Mit der neukonzipierten Befragung werden nun die verschiedenen Studierenden-Befragungen und ihre Themen in einer einzigen Studie zusammengeführt – deshalb ihr Name, „eine für alle“. Sie beinhaltet die bisherige „Sozialerhebung“ des Deutschen Studentenwerks und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, den bisher von der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz durchgeführten „Studierendensurvey“ sowie die Befragung „beeinträchtigt studieren“ (best). Diese drei traditionsreichen Untersuchungsreihen werden nun in der neuen Studierendenbefragung zusammengefasst. Über einen separaten Befragungsstrang werden zudem Daten für die europäische Berichterstattung des EUROSTUDENT-Projekts gesammelt, das die Lage von Studierenden in Deutschland mit anderen Ländern vergleichbar macht.

https://www.die-studierendenbefragung.de/

 

Projektleiter und Ansprechpartner:
Dr. Kai Mühleck, Verbundleitung
Tel. 0511 450670-177, muehleck(at)dzhw(dot)eu

Website der Befragung:
www.die-studierendenbefragung.de

#einefüralle auf Instagram:
www.instagram.com/efa.befragung

Twitter:
www.twitter.com/efabefragung

Facebook:

www.facebook.com/efa.befragung

 


Welche Vorbilder haben Studierende?

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) lädt ein zur digitalen Preisverleihung seines aktuellen Plakatwettbewerbs; Thema: Vorbilder
  • Montag, 28. Juni 2021, 18:30 Uhr , online unter: https://dsw-plakatwettbewerb.de
  • 898 eingereichte Plakate, 10.000 Euro Preisgeld
  • Neue Wettbewerbswebseite online

Berlin, 21. Juni 2021 Das Deutsche Studentenwerk (DSW) lädt am 28. Juni 2021 um 18:30 Uhr zur digitalen Preisverleihung seines 35. Plakatwettbewerbs zum Thema „Vorbilder“ ein.

Das DSW hinterfragt in seinem diesjährigen Wettbewerb, ob Studierende von heute noch Vorbilder haben. Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht? Wem wollen Studierende es gleichtun? Oder wie wollen sie auf keinen Fall werden?

Die Resonanz ist groß: 694 Design-Studierende aus 52 Hochschulen reichten 898 Plakate ein, von denen die fünfköpfige Fachjury die besten sechs Plakate ausgewählt hat. Insgesamt werden 10.000 Euro Preisgeld vergeben.

Das DSW würdigt die sechs Sieger/-innen des diesjährigen Wettbewerbs auf einer neuen Webseite mit einem Film, der zum Auftakt der digitalen Preisverleihung online freigeschaltet wird.

Direkt im Anschluss an die Veröffentlichung des Preisverleihungsfilms lädt das DSW am 28. Juni 2021 um 19 Uhr zu einer Zoom Aftershow Party ein. Außerdem haben die Gäste die Möglichkeit, vier Plakate des Wettbewerbs bis zum 4. Juli 2021 online auszuwählen. Die vier Plakate mit den meisten Stimmen werden in einer Auflage von 1.000 Exemplaren gedruckt. Welche vier Plakate am meisten Online-Stimmen auf sich vereinigen konnten, wird ab dem 7. Juli 2021 auf der Website des Deutschen Studentenwerks bekannt geben.

Die Plakate können anschließend von Studenten- und Studierendenwerken, Hochschulen sowie hochschulnahen Institutionen beim Deutschen Studentenwerk bestellt werden.

Alle Informationen zum 35. Wettbewerb, der Aftershow Party und zum Online-Voting finden Sie auf der neuen Webseite des 35. Plakatwettbewerbes: https://dsw-plakatwettbewerb.de

Die Jury:

  • Prof. Armin Lindauer, Professor für Editorial Design und Typografie an der Hochschule Mannheim
  • Prof. Dipl.-Des. Stan Skolnik, Professor für Mediendesign an der IU Internationale Hochschule Hamburg
  • Miriam Horn-Klimmek, Kommunikationsdesignerin und Referentin für Verantwortung im Design (BDG – Berufsverband Kommunikationsdesign)
  • Regine Meldt, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin
  • Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerk

 


Matthias Anbuhl wird ab 1. Oktober 2021 neuer Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks

  • Bisher Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB)
  • Matthias Anbuhl folgt auf Achim Meyer auf der Heyde, DSW-Generalsekretär seit 2003

Berlin, 11. Juni 2021. Matthias Anbuhl, 50, Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), wird neuer Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), des Verbands der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland.

Wie der Verband mitteilt, wurde Anbuhl heute Freitag, 11. Juni 2021, auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung von den Delegierten der Studenten- und Studierendenwerke gewählt. Er löst ab 1. Oktober 2021 Achim Meyer auf der Heyde als Generalsekretär ab, der das Amt seit Oktober 2003 innehatte und nun aus Altersgründen ausscheidet.

Anbuhl wuchs in Eckernförde auf. Er absolvierte ein Lehramtsstudium an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. In den Jahren 2003 bis 2008 leitete er das Parlamentarische Verbindungsbüro der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin, seit 2009 ist er Leiter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Anbuhl ist Experte für alle Bereiche des Bildungssystems, von der frühkindlichen Bildung über die Hochschulen bis hin zur beruflichen Aus- und Weiterbildung.

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep freut sich: „Wir sind glücklich, mit Matthias Anbuhl nach einer intensiven Suche eine integrative Führungspersönlichkeit gefunden zu haben, die die Sache der Studierendenwerke und die sozialen Belange der Studierenden mit großer Glaubwürdigkeit und hohem Engagement vertreten wird.“

Gemäß der Satzung des Deutschen Studentenwerks ist der Generalsekretär bzw. Vorstandsvorsitzende eines von vier Organen des Verbands, neben der Mitgliederversammlung, der Mitgliedervertreter-versammlung und dem Verbandsrat. Als Generalsekretär/Vorstandsvor-sitzender wird Matthias Anbuhl auch die DSW-Geschäftsstelle in Berlin mit ihren rund 50 Beschäftigten leiten.

Zur Person

Matthias Anbuhl, geboren 1970 in Eckernförde, absolvierte ein Lehramtsstudium an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und schloss sein Referendariat mit dem Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Realschulen ab. Ab Dezember 2003 arbeitete er als Leiter des Parlamentarischen Verbindungsbüros in Berlin zum Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Seit Januar 2009 leitet er die Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Dabei ist er unter anderem für die Entwicklung und Koordinierung der Bildungs- und Wissenschaftspolitik des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften in den Feldern der Hochschulpolitik, frühkindlichen Bildung, der Schule, der beruflichen Bildung, der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung sowie der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit verantwortlich.

Matthias Anbuhl ist Mitglied im Beirat Deutschlandstipendium und war Mitglied im Beirat für empirische Bildungsforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Er ist Sprecher der Arbeitnehmer/-innen-Bank im Arbeitsausschuss der Allianz für Aus- und Weiterbildung von Bund, Ländern, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbänden und der Bundesagentur für Arbeit.

Matthias Anbuhl ist stellvertretendes Mitglied im Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Zudem ist er seit 2012 Erster Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Arbeit und Leben, eines Weiterbildungsträgers, der sich auf politische und soziale Bildungsarbeit fokussiert und gemeinsam vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) getragen wird.

 


25. Bundespreis für Kunststudierende: Acht Studierende ausgezeichnet

Bonn/Berlin, 2. Juni 2021. Acht Kunststudierende werden beim 25. Bundeswettbewerb „Bundespreis für Kunststudierende“ 2021 jeweils mit Preisen und Produktionsstipendien ausgezeichnet. Das teilen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn sowie das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, die den Wettbewerb gemeinsam ausrichten.

Eine dreiköpfige Jury vergibt nach intensiven Beratungen die Preise und Produktionsstipendien an die Kunststudierenden:

·         Nele Jäger, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

·         Sarah Niecke, Hochschule der Bildenden Künste Saar

·         Wagehe Raufi, Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main

·         Lea Rohde, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

·         Andrėja Šaltytė, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

·         Nick Schamborski, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

·         Tatjana Stürmer, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

·         Leyla Yenirce, Hochschule für bildende Künste Hamburg


Die Preistragenden arbeiten in verschiedenen Bereichen der freien bildenden Kunst – Installation, Bildhauerei, Video, Schmuck, Performance, Malerei und Multimedia. Von den beteiligten 24 deutschen Kunsthochschulen und Akademien am Wettbewerb wurden zunächst mehr als 50 Studierende nominiert.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek, der DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep sowie die Intendantin der Bundeskunsthalle Dr. Eva Kraus gratulieren gemeinsam: „Wir beglückwünschen alle, die für den Wettbewerb nominiert wurden und freuen uns von Herzen mit den ausgezeichneten Studierenden! Die eingereichten Arbeiten überzeugen durch Innovation und Individualität. Sie belegen die hervorragende Qualität und die Vielfalt der Ausbildung an den Kunsthochschulen.“

Die acht Kunststudierenden teilen sich zu gleichen Teilen insgesamt 30.000 Euro Preisgeld sowie 18.000 Euro Produktionsstipendien. Letztere sollen es ihnen ermöglichen, gezielt Werke für die Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn zu erarbeiten. Außerdem erhalten sie jeweils einen eigenen Katalog. Wie die Wettbewerbsmedien werden die individuellen Kataloge von der Weißensee Kunsthochschule Berlin gestaltet.

Die feierliche Preisverleihung und zugleich Ausstellungseröffnung findet am 11. November 2021 in der Bundeskunsthalle statt. Hier werden die Werke der acht Studierenden vom 12. November 2021 bis 30. Januar 2022 gezeigt.

Der „Bundespreis für Kunststudierende“ richtet sich an die 24 in der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK) organisierten Kunsthochschulen und Akademien Deutschlands. Sie nominieren jeweils zwei ihrer Studierenden oder studentische Teams. Der Bundespreis für Kunststudierende ist ein einzigartiges Forum für den künstlerischen Nachwuchs in Deutschland und ein wichtiger Schritt in der Karriere der jungen Kunststudierenden „Der Bundespreis ist eine Eintrittskarte in das professionelle Ausstellen.“, erläutert Intendantin Dr. Eva Kraus.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lobt den Wettbewerb seit 1983 aus und organisiert wird er durch das Deutsche Studentenwerk. Die Bundeskunsthalle in Bonn zeigt die Werke der Kunststudierenden exklusiv.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es hier.

Neue Webseite: www.kunst-wettbewerb.de

 

25. Bundeswettbewerb Bundespreis für Kunststudierende Ausstellung

Bundeskunsthalle, Helmut-Kohl-Allee 4, 53113 Bonn

12. November 2021 bis 30. Januar 2022

Dienstag und Mittwoch 10–21 Uhr

Donnerstag bis Sonntag 10–19 Uhr


Diese Pressemitteilung gibt es hier auch online.

 


 

Zentar El Amine gewinnt den deutsch-französischen Fotowettbewerb der Studierendenwerke

  • Thema: Abstände / Distances
  • Neuer Teilnahme-Rekord: 1.082 Studierende aus Frankreich und Deutschland
  • Wettbewerb findet bereits zum sechsten Mal statt

Paris/Berlin, 1. Juni 2021. Der Psychologie-Student Zentar El Amine von der Universität Paris Nanterre gewinnt mit seinem Bild „Von Weitem bleiben wir nah“ (frz. „A distance, nous resterons proches“) den mit 1.000 Euro dotierten ersten Preis beim deutsch-französischen Fotowettbewerb 2021 zum Thema „Abstände“. Sein Schwarzweiß-Foto zeigt einen Lehrer, der in einem sonst leeren französischen Klassenzimmer mit Kreidetafel und Laptop dennoch seine Schüler/-innen unterrichtet. Der Sprachunterricht widmet sich offenbar einer Übersetzung des Zitats „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, das auf Deutsch auf der Kreidetafel steht.

Der zweite Preis, mit einem Preisgeld von 500 Euro, geht an Victoire Chaboud von der Universität Paris IV für ihre Aufnahme „A Room with a view: Distanzierung zwischen klassischem Echo und surrealistischem Stil“. Das Bild im Stile des Malers René Magritte zeigt in sommerlichen Farben ein kleines, offenes Fenster, mit Blick aufs weite Meer.

Eine besondere Würdigung für die deutsch-französische Freundschaft erhält Antonia Leicht von der Technischen Universität Berlin für ihr politisches Bild „Sicherheitsabstand – Grenzen töten“.

Die französischen und deutschen Studierendenwerke haben den Wettbewerb zum sechsten Mal ausgeschrieben; mit 1.082 Studierenden gab es einen neuen Teilnahme-Rekord.

Eine internationale Jury, zusammengesetzt aus bisherigen Preisträger/-innen, Fotograf/-innen sowie Vertreter/-innen der französischen und deutschen Studierendenwerke und auch des Deutsch-Französischen Jugendwerks, das den Wettbewerb fördert, hat die Preise vergeben.

Neben den ausgezeichneten Werken hat die Jury weitere 21 Fotos ausgewählt, die im Rahmen einer Wanderausstellung in den Jahren 2021/2022 in den teilnehmenden Studierendenwerken und den französischen Crous gezeigt werden.

Online-Galerie mit den Sieger-Fotos:
https://www.studentenwerke.de/de/Fotowettbewerb
https://www.etudiant.gouv.fr
https://www.dfjw.org

Der Deutsch-Französische Wettbewerb wird zum sechsten Mal vom Deutschen Studentenwerk (DSW) in Kooperation mit seinem französischen Partner, dem Dachverband der französischen Studentenwerke (Cnous) organisiert. Das Projekt wird unterstützt vom Deutsch-Französischen-Jugendwerk (DFJW).

Weitere Informationen zum Projekt unter:
https://www.concours-wettbewerb.eu

 


Impfstrategie für Studierende – und ein zusätzliches Bund-Länder-Förderprogramm!

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) zu den Ergebnissen des gestrigen „Impfgipfels“ von Bund und Ländern
  • DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep: „Volle Unterstützung für die Forderung der Hochschulrektorenkonferenz nach einer Impfstrategie für die Hochschulen“
  • Postlep: „Impfen allein reicht nicht, um die Pandemiefolgen bei den Studierenden abzumildern“
  • DSW-Forderung: Zusätzliches Bund-Länder-Programm für Lernunterstützung der Hochschulen und psychosoziale Beratung Studentenwerke
  • Ziel Förderung Hochschulen: Lernrückstände aufholen; Ziel Förderung Studentenwerke: psychosoziale Belastungen abmildern

Berlin, 28. Mai 2021. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt und unterstützt die Forderung der Hochschulrektorenkonferenz nach einer klaren Impfstrategie für die Studierenden. Gleichzeitig wiederholt der Verband seine Forderung nach einem zusätzlichen Bund-Länder-Förderprogramm für die Studierenden, um Lernrückstände aufholen und die pandemiebedingten Belastungen der Studierenden abmildern zu können.

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep kommentiert:

„Die Hochschulrektorenkonferenz hat absolut Recht, von Bund und Ländern organisatorische Unterstützung für eine gezielte Impfkampagne für die Studierenden einzufordern.

So wichtig das Impfen auch ist, um endlich den Studierenden nach drei Digitalsemestern eine wirkliche Öffnungsperspektive geben zu können – es muss noch mehr getan werden.

Die Studierenden benötigen neben einer klaren Test- und Impfstrategie dringend auch zusätzliche Unterstützung, damit sie einerseits Lernrückstände aufholen können, und damit andererseits ihre psychosozialen Belastungen abgemildert werden können.

Bund und Länder sind deswegen dringend aufgefordert, ein gemeinsames Förderprogramm für Hochschulen und Studentenwerke aufzulegen.

Die psychosozialen Beratungsstellen der Studentenwerke müssen dringend ausgebaut werden. Das ist extrem wichtig für die Bekämpfung der Pandemiefolgen!

Denn die Studierenden sind, wie auch die Hochschulrektorenkonferenz betont, nun schon seit drei Semester in einem digitalen Ausnahmezustand. Sie haben mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen, mit Vereinsamungsgefühlen in der digitalen Isolation, mit Fragen nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Studiums, oder mit Ängsten vor Verschuldung.

Diese pandemiebedingten Belastungen werden uns die nächsten Jahre begleiten; die aktuell starke Nachfrage nach psychosozialer Beratung bei den Studentenwerken wird anhalten.

Bund und Länder müssen neben Testung und Impfung die Studierenden auch hier unterstützen.“

Diese Pressemitteilung online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/impfstrategie-für-studierende-%E2%80%93-und-ein

 


Impfgipfel: Neben Impfstrategie dringend Unterstützungspaket von Bund und Ländern für Studierende erforderlich

Deutsches Studentenwerk (DSW) fordert neben einer Impfstrategie auch ein Bund-Länder-Förderproramm für Studierende zum Abbau pandemiebedingter Lernrückstände und psychosozialer Belastungen

  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Nach drei Digital-Semestern sind die psychosozialen Belastungen der Studierenden immens, die Folgen werden die Studierenden in den nächsten Jahren begleiten.“
  • Meyer auf der Heyde: „Wenn Bund und Länder die nachholende Lernförderung für Schüler fördern, müssen sie auch für Studierende zusätzliche Lernunterstützung durch Tutoren fördern und vor allem die Psychosozialen Beratungsstellen der Studentenwerke ausbauen.“

 

Berlin, 27. Mai 2021. Anlässlich des heutigen „Impfgipfels“ von Bund und Ländern spricht sich das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland, mit Nachdruck einerseits für eine Impfstrategie auch für die Studierenden aus und fordert andererseits ein Bund-Länder-Förderprogramm auch für die psychologischen und Sozialberatungsstellen der Studentenwerke. Die Studierenden hätten nach drei Digitalsemestern mit zunehmenden psychosozialen Belastungen zu kämpfen, deren Folgen sie auch in den nächsten Jahren begleiten würden, so das DSW.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Das Überbrückungshilfe-Paket der Bundesregierung für Studierende, bestehend aus vorübergehend zinsbefreitem KfW-Studienkredit und Zuschuss, war ein wichtiger Schritt, die finanziellen Notlagen der Studierenden zu mindern. Allein, dies reicht jedoch nicht mehr aus, um Studierenden mit psychosozialen Belastungen infolge von nunmehr drei Digitalsemestern zu helfen.

Die Studierenden brauchen dringend neben einer klaren Test- und Impfstrategie sowie einer Öffnungsperspektive nun dringend auch erweiterte Unterstützungs- und Beratungsangebote von Hochschulen und Studentenwerken, um pandemiebedingten Lernrückständen und psychosozialen Belastungen wirksam begegnen zu können

Wenn Bund und Länder Finanzmittel für die nachholende Lernförderung für Schülerinnen und Schüler bereitstellen, müssen sie ebenso ein solches Programm für die Studierenden auflegen. Dazu gehören insbesondere ein Bund-Länder-Förderprogramm für beispielsweise zusätzliche Lernunterstützung durch Tutorinnen und Tutoren sowie der Ausbau der psychosozialen Beratung der Studentenwerke.

Die Studierenden haben klaglos drei digitale Semester durchgehalten, aber das fordert nun seinen Tribut: Die Nachfrage nach psychosozialer Beratung steigt stark bei den Studentenwerken. Die Studierenden haben mit depressiven Verstimmungen zu kämpfen, mit Vereinsamungsgefühlen in der digitalen Isolation, mit Fragen nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Studiums, oder mit Ängsten vor Verschuldung. Es ist höchste Zeit, dass Bund und Länder sich endlich auch den Studierenden zuwenden.“

 

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„Wir brauchen nun erst recht eine grundlegende BAföG-Reform“

  • Rolf-Dieter Postlep, der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), zum gestrigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur möglichen Verfassungswidrigkeit des BAföG-Bedarfssatzes
  • Postlep: „Eine erneute Mahnung an die Adresse der Bundesregierung“
  • Heute Online-Konferenz „Wissenschaftspolitik auf dem Prüfstand“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Berlin, 21. Mai 2021. Gestern Donnerstag, 20. Mai 2021, hat das Bundesverwaltungsgericht geurteilt, dass der BAföG-Bedarfssatz möglicherweise verfassungswidrig ist. Das Gericht legt die Entscheidung darüber nun dem Bundesverfassungsgericht vor.

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, kommentiert diese Entscheidung so:
„Die Vorlage an das Bundesverfassungsgericht zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit des BAföG-Grundbedarfs ist Wasser auf unsere Mühlen.

Seit Jahren fordern wir die Bundesregierung auf, den Bedarfssatz der Studierenden empirisch sauber festzustellen und nicht einfach von Jahr zu Jahr fortzuschreiben. Nach den Berechnungen unserer Anfang 2019 vorgestellten Studie zur Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden, basierend auf unserer 21. Sozialerhebung, hätte der BAföG-Grundbedarf bereits im Jahr 2016 zwischen 500 und 550 Euro im Monat betragen müssen.

Das gestrige Urteil ist eine erneute Mahnung an die Adresse der Bundesregierung, nun endlich die BAföG-Bedarfssätze auf ein wirklich existenzsicherndes Niveau anzuheben. Die jüngsten Erhöhungen der Fördersätze gingen zwar in die richtige Richtung, sind aber immer noch zu gering.

Die BAföG-Novellierungen der vergangenen Jahre holen nicht auf, was man in der Vergangenheit versäumt hat. 2012 hatten wir 671.000 BAföG-geförderte Studierende; 2019 waren es noch 489.000. Deshalb fordern wir, die Elternfreibeträge so schnell wie möglich um weitere 15 Prozent zu erhöhen.

Wir brauchen eine grundlegende, eine strukturelle BAföG-Reform. Wir brauchen insgesamt mehr als eine rein quantitative Erhöhung der Fördersätze und Elternfreibeiträge einmal in jeder Legislaturperiode.

Eine strukturelle Reform heißt: Das BAföG an die Lebens- und Studienrealität anpassen, die Förderungshöchstdauer nicht mehr an die Regelstudienzeit koppeln, Altersgrenzen weg, Förderung in Richtung Vollzuschuss.“

Postlep nimmt heute Nachmittag teil an der Online-Konferenz „Wissenschaftspolitik auf dem Prüfstand“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Dort spricht er zum Thema „50 Jahre BAföG – Ausbildungsförderung strukturell reformieren“.

Livestream der GEW-Wissenschaftskonferenz heute Freitag, 21.5.2021, von 13 bis 15 Uhr:
www.gew.de/wipo-live

DSW-Pressemitteilung vom 8.1.2019 zur aktualisierten Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) im Auftrag des Deutschen Studentenwerks:
https://www.studentenwerke.de/de/content/neue-studie-baf%C3%B6g-f%C3%B6rders%C3%A4tze-m%C3%BCssen

Online-Fassung dieser Studie:
https://www.studentenwerke.de/de/content/ermittlung-der-lebenshaltungskosten-von

Diese Pressemitteilung online:

https://www.studentenwerke.de/de/content/%E2%80%9Ewir-brauchen-nun-erst-recht-eine

 


 

„eine für alle“: Größte Studierendenbefragung in Deutschland startet

Eine Million Studierende zu Online-Befragung eingeladen

Am 4. Mai 2021 startete die größte Studierendenbefragung, die jemals in Deutschland durchgeführt wurde: Insgesamt rund eine Million zufällig von ihren Hochschulen ausgewählte Studierende sind eingeladen, an der Online- Studie teilzunehmen. Ziel ist es, ein umfassendes Bild über die soziale und wirtschaftliche Situation der Studierenden und ihres Studienalltags zu gewinnen. Durch eine hohe Befragungsteilnahme lassen sich auch kleine Gruppen von Studierenden repräsentativ abbilden. Dazu gehören zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Studierende in berufsbegleitenden Studiengängen, ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung und internationale Studierende. Die Erhebung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und bündelt bisher getrennt durchgeführte Befragungen.

Zum Start der Online-Befragung erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Gute Bildungspolitik benötigt eine solide Datenbasis. Alle vier Jahre findet die Studierendenbefragung in Deutschland statt. Ich bitte alle Studierenden, die zur Befragung eingeladen wurden, ganz herzlich: Machen Sie mit! Wir wollen wissen, wie Sie ihr Studium meistern.“

Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW: „Dadurch, dass wir mehrere bisher isoliert durchgeführte Befragungen zu einer einzigen vereinigen, entlasten wir die Hochschulen. Wir stellen den Hochschulen wichtige Informationen zur Situation von Studierenden in Deutschland zur Verfügung.“

Prof. Dr. Thomas Hinz von der Universität Konstanz hebt den Nutzen der neuen Befragung für die Wissenschaft hervor: „Die neue Befragung liefert Daten in einer Breite, die der Hochschulforschung völlig neue Möglichkeiten bietet. Wir werden belastbare Ergebnisse in einer großen Tiefenschärfe erhalten.“

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), appelliert an diejenigen Studierenden, die die Einladung zur Befragung erhalten: „Investieren Sie die 30 bis 35 Minuten zum Ausfüllen des Online-Fragebogens. Sie leisten einen aktiven Beitrag, die Studienbedingungen und die sozialen Rahmenbedingungen des Studierens zu verbessern. Bringen Sie sich ein – für sich selbst, und für Ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen.“

 

Hintergrund:

„Eine für alle: die Studierendenbefragung in Deutschland“ gibt ein umfassendes und differenziertes Bild über die Situation von Studierenden in Deutschland. Mit der neukonzipierten Studierendenbefragung werden mehrere über Jahrzehnte etablierte Studierenden-Befragungen in einer einzigen Studie zusammengeführt – eben „eine für alle“.

Sie integriert

  • die bisherige „Sozialerhebung“ des Deutschen Studentenwerks und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (seit 1951),
  • den bisher von der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz durchgeführten „Studierendensurvey“ (seit 1982)
  • sowie die Befragung „beeinträchtigt studieren“ (best) (seit 2012)
  • über einen separaten Befragungsstrang werden zudem Daten für die europäische Berichterstattung des EUROSTUDENT-Projekts (seit 1997) gesammelt, das die Lage von Studierenden in Deutschland mit anderen Ländern vergleichbar macht.

Die Studierendenbefragung in Kürze:

  • sie ist die wichtigste und größte Studierenden-Befragung in Deutschland,
  • sie stellt eine wichtige Entscheidungs- und Datengrundlage für die Politik in Deutschland bereit, auch für Hochschulen und Studierendenwerke,
  • sie ist ein zentraler Bestandteil des Bildungsmonitorings in Deutschland; die Daten ergänzen die amtliche Statistik mit Informationen, die keine andere Quelle bietet,
  • sie liefert der Wissenschaft, aber auch den Hochschulen und Studierendenwerken, eine empirische Grundlage für Beratungs- und Forschungszwecke,
  • sie berücksichtigt durch eine hohe Teilnehmendenzahl auch kleine Gruppen von Studierenden, die durch das Raster üblicher Befragungen fallen, zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung, Studierende in dualen oder berufsbegleitenden Studiengängen, Studierende ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung, internationale und nicht-traditionelle Studierende,
  • sie ist sensibel für Fragen der Diversität, sozialer Ungleichheit und der Geschlechtsidentität.

Im Mittelpunkt stehen die sozioökonomische und psychosoziale Situation der Befragten wie auch ihre Studien- und Wohnbedingungen und ihre bisherige Bildungskarriere. Da die Corona-Pandemie den Lehr- und Studienbetrieb an deutschen Hochschulen weiterhin bestimmt, werden Studierende auch zu den Herausforderungen des digitalen Lehrbetriebs befragt. Dazu hatte der vom BMBF geförderte Forschungsverbund bereits im Sommer letzten Jahres eine Befragung durchgeführt und wertvolle Einblicke in das studentische Leben während der Corona Pandemie erlaubt.

Ein Drittel der Studierenden wird nach dem Zufallsprinzip von der eigenen Hochschule per E-Mail zur Teilnahme an der Online-Befragung eingeladen. Die Befragungsphase startet heute und dauert bis Ende August 2021. Nach einer intensiven Phase der Datenaufbereitung sind erste Ergebnisse im Jahr 2022 zu erwarten.

Weitere Informationen:

Projektleiter und Ansprechpartner: Dr. Kai Mühleck, Verbundleitung
Tel. 0511 450670-156, muehleck(at)dzhw(dot)eu

Website der Befragung:
www.die-studierendenbefragung.de

#einefüralle auf Instagram: www.instagram.com/efa.befragung

Twitter: www.twitter.com/efabefragung

Facebook: www.facebook.com/efa.befragung


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HRK und DSW: Bund-Länder-Zukunftsvertrag um Mittel für die soziale Infrastruktur ergänzen

  • HRK und DSW fordern zusätzliche Bund-Länder-Investitionen für Studierendenwohnheime und Mensen.
  • Der „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ soll zusätzliche Komponente von drei bis fünf Prozent erhalten.
  • „Soziale Infrastruktur ist konstitutiv für den Studienerfolg.“

Bonn/Berlin, 28. April 2021. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) fordern von Bund und Ländern zusätzliche Investitionen in die soziale Infrastruktur des Studiums, konkret rund 3,5 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren fürs studentische Wohnen und die Hochschulgastronomie der Studentenwerke. Der Bund-Länder-„Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ soll um eine zusätzliche Komponente von jährlich drei bis fünf Prozent ergänzt werden.

Eine gemeinsame Erklärung von HRK und DSW mit dieser Forderung wurde von einem Arbeitskreis von Hochschulkanzler/-innen und Studentenwerks-Geschäftsführer/-innen verfasst. Für den Studienerfolg sei nicht nur die Qualität des Studienangebots sowie die Befähigung und Motivation der Studierenden ausschlaggebend, schreiben die Autorinnen und Autoren, sondern auch die soziale Infrastruktur des Studiums.

HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt: „Die soziale Infrastruktur der Studentenwerke muss endlich an die seit Jahren konstant hohe Zahl von Studierenden angepasst werden. Hochschulen und Studentenwerke haben den Studienerfolg als gemeinsames Ziel; die Bund-Länder-Finanzierung muss die Basis dafür sicherstellen.“

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, DSW-Präsident: „Die Studenten- und Studierendenwerke freuen sich ganz außerordentlich über diese politische Unterstützung durch die Hochschulen namens der Hochschulrektorenkonferenz. Sie dokumentiert eindrücklich an die Adresse von Bund und Ländern, wie strategisch relevant neben einem Ausbau der Studienplatzkapazitäten auch der Ausbau der Wohnheim- und Mensa-Kapazitäten ist.“

Die gemeinsame Erklärung von HRK und DSW im Wortlaut:
https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/28-04-21-gemeinsame_erkaerung_hrk_dsw_programmfinanzierung_soziale_infrastruktur.pdf

 


 

Volle Unterstützung für die HRK-Forderung nach einer grundlegenden BAföG-Reform

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) unterstützt Entschließung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zum BAföG
  • HRK: Notfallkomponente einfügen, Neu-Konzeption der Einkommens- und Vermögensfreibeträge, Förderungshöchstdauer verlängern, Altersgrenzen weg
  • DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep: „Der HRK-Vorstoß unterstreicht die Dringlichkeit einer BAföG-Reform“

Berlin, 28. April 2021. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) unterstützt die Forderung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) nach einer grundlegenden BAföG-Reform vollumfänglich.

In ihrer jüngsten Entschließung „Anforderungen an eine Weiterentwicklung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes“ mahnt die HRK eine „grundlegende Reform“ des BAföG an und beklagt, dass „Systematik und Inhalte“ des BAföG der Lebensrealität der Studierenden nicht mehr in ausreichender Weise entsprechen würden.

Konkret fordert die HRK unter anderem eine „Neu-Konzeption der Einkommens- und Vermögensfreibeträge“, damit das BAföG wieder „mindestens die ursprüngliche Förderquote“ von 45% der Studierenden erreiche. Bei „bundesweiten Notsituationen“ müsse eine „Nothilfe-Komponente“ ins BAföG integriert werden; außerdem seien die Förderungshöchstdauer um mindestens zwei Semester zu verlängern und Altersgrenzen abzuschaffen.

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep kommentiert:

„Die HRK-Forderungen zum BAföG decken sich mit den Forderungen des Deutschen Studentenwerks, wir unterstützen sie daher vollumfänglich.

Diese klare Positionierung der Hochschulen, dieser neuerliche HRK-Vorstoß zum BAföG unterstreichen noch einmal sehr eindrücklich, wie dringend eine BAföG-Reform angegangen werden muss. Sie gehört zuoberst auf die bildungs- und hochschulpolitische To-do-Liste einer neuen Bundesregierung nach der Wahl im Herbst.“

Die HRK-Entschließung im Wortlaut:
https://www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/anforderungen-an-eine-weiterentwicklung-des-bundesausbildungsfoerderungsgesetzes-bafoeg/

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/voll-unterstützung-für-die-hrk-forderung

 


 

Das Wichtigste zur Überbrückungshilfe

  • Zuschuss-Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Deutsches Studentenwerk fasst noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen
  • Online-Antragstellung ab heute für April 2021 möglich

Berlin, 1. April 2021. Mit einer weiteren Übersicht über die wichtigsten Punkte will das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der Studenten- und Studierendenwerke, Studierende noch einmal vor und bei der Antragstellung von Überbrückungshilfe unterstützen. Anträge auf die Zuschuss-Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Studierende in pandemiebedingter Notlage sind ab heute, 1. April 2021, für den Monat April 2021 möglich. Diese Hilfe wird weiterhin angeboten bis Ende September 2021, zum Ende des Sommersemesters 2021. Die Online-Anträge müssen jeweils für einen Monat gestellt werden.

Checkliste Überbrückungshilfe: Das Wichtigste

  • Immatrikulation an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland - nicht antragsberechtigt sind Studierende an Verwaltungs- und Bundeswehrhochschulen, im berufsbegleitenden bzw. dualen Studium sowie Gasthörer/-innen
  • gültige Ausweisunterlagen 
  • Wohnsitz und ständiger Aufenthalt in Deutschland
  • wesentliche finanzielle Einschnitte – familiäre Unterstützung, Jobben, Selbständigkeit – müssen pandemiebedingt verursacht sein
  • Falls diese Einschnitte weder aus dem aktuellen Antragsmonat, noch aus den beiden Vormonaten stammen: Dokumentation von aktuellen Bemühungen, die Notlage zu ändern, zum Beispiel durch zwei abgelehnte Bewerbungen auf einen Nebenjob
  • Verfügungsberechtigung über ein inländisches Bankkonto
  • bei der Antragstellung Gesamtkontostand unter 500 Euro; Einreichen der vollständigen Kontoauszüge aller Konten aus dem Antrags- und aus dem Vormonat
  • Über den Antrag entscheidet nur das für den Antrag zuständige Studenten- oder Studierendenwerk

„Wichtig ist vor allem dieser Punkt“, erläutert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde:  „Wenn der Eintritt der pandemiebedingten Notlage länger zurückliegt als zwei Monate vor dem Monat der Antragstellung, muss dokumentiert werden, dass ich mich seitdem bemüht habe, meine finanzielle Situation zu verbessern, zum Beispiel über Bewerbungen auf Nebenjobs. Wer zum Beispiel im Januar 2021 pandemiebedingt den Nebenjob verloren hat, muss bei einer Antragstellung im April 2021 solche Bemühungen nachweisen.“

Online-Antragstellung auf die BMBF-Überbrückungshilfe:
www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

Checkliste und FAQs für Studierende:
www.studentenwerke.de/de/content/faqs-zur-überbrückungshilfe-für

BMBF-Telefon-Hotline: 0800 26 23 003
Servicezeiten: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr, Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/das-wichtigste-zur-überbrückungshilfe

 


 

Studentenwerke haben mehr als 300.000 Mal Überbrückungshilfe leisten können

  • Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Seit Juni 2020 mehr als 460.000 Anträge eingegangen bei den Studentenwerken; mehr als 300.000 Mal positiv beschieden
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Je länger die Pandemie anhält, umso manifester wird die Systemrelevanz der Studentenwerke“
  • Meyer auf der Heyde: „Die prekäre Lage leer ausgehender Antragsteller zeigt, wie dringend notwendig eine grundlegende BAföG-Reform ist“

Berlin, 1. April 2021. Bei den Studenten- und Studierendenwerken sind inzwischen mehr als 460.000 Online-Anträge auf die Überbrückungshilfe der Bundesregierung für Studierende in pandemiebedingter Notlage eingegangen; mehr als 300.000 Mal konnten die Studentenwerke diese Hilfe zusagen. Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) aufmerksam, in dem die 57 Studenten- und Studierendenwerke organisiert sind.

Die in der ersten Welle der Coronavirus-Pandemie im Juni 2020 gestartete Überbrückungshilfe, Teil eines Pandemie-Hilfspakets des Bundes-ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Studierende, wird seitdem von den Studenten- und Studierendenwerken umgesetzt, nunmehr weiterhin bis Ende September 2021, dem Ende des Sommersemesters 2021. Nur im Oktober 2020 war das Projekt für einen Monat ausgesetzt.

Die für die soziale und wirtschaftliche Förderung der rund 2,9 Millionen Studierenden in Deutschland zuständigen Studenten- und Studierendenwerke bearbeiten und prüfen die Online-Anträge der Studierenden und entscheiden, ob und in welcher Höhe Überbrückungshilfe ausbezahlt werden kann.

Mit dieser Aufgabe sind in den Studenten- und Studierendenwerken bundesweit rund 1.300 Beschäftigte befasst. Inzwischen konnten rund 135 Millionen Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausbezahlt werden; im Januar 2021 lag die Zusage-Quote bei 75%, im Februar 2021 bei 76%.

DSW-Generalsekretr Achim Meyer auf der Heyde streicht die Leistung und das Engagement der Studentenwerke heraus: „Was in der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr 2020 über einen enormern Kraftakt gestartet ist, hat sich inzwischen zu einer zusätzlichen Sonderaufgabe für die Studentenwerke entwickelt. Sie leisten Großartiges, damit diese Hilfe der Bundesregierung bei denjenigen Studierenden akommt, die sie dringend benötigen. Die Studentenwerke helfen, und ihre Beschäftigten legen sich für die Überbrückungshilfe ins Zeug. Je länger die Pandemie anhält, umso manifester wird die Systemrelevanz der Studentenwerke!“

Gleichzeitig macht Meyer auf der Heyde auf einen strukturellen Reformbedarf bei der staatlichen Studienfinanzierung insgesamt aufmerksam:  „Das 50-jährige Jubiläum des BAföG ist ein Ansporn, endlich beherzt eine grundlegende BAföG-Reform in Angriff nehmen. Dies zeigt die prekäre finanzielle Lage vieler leer ausgehender Antragstellerinnen und Antragsteller auf Überbrückungshilfe. Bei diesen besteht das Finanzierungsdefizit dauerhaft und nicht erst infolge der Pandemie, so dass die Überbrückungshilfe hier nicht helfen kann, aber eine Reform des BAföG könnte es.“

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/studentenwerke-haben-mehr-als-300000-mal

 


 

BMBF verlängert Zuschuss für Studierende in Notlagen

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Studierendenwerke vereinbaren nahtlose Fortsetzung im Sommersemester 2021

Die Folgen der Corona-Pandemie sind auch im studentischen Alltag deutlich zu spüren.
Besonders trifft es Studierende, die auf Einkünfte aus Nebenjobs angewiesen sind.
Durch die vielen Schließungen, zum Beispiel in der Gastronomie, ist vielen von ihnen eine wichtige Möglichkeit zur Finanzierung ihres Studiums weggebrochen.
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und das Deutsche Studentenwerk (DSW) haben daher vereinbart, die Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen auch im gesamten Sommersemester 2021 anzubieten. Anträge auf einen Zuschuss bis zu 500 Euro im Monat sind online möglich.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Ich erhalte viele Zuschriften, in denen mir Studierende ihre ganz persönliche Situation schildern. Diese Sorgen und Ängste nehme ich ernst. Mir ist wichtig, dass niemand sein Studium abbrechen muss, weil eigene Verdienstmöglichkeiten weggebrochen sind oder sich das Einkommen der Eltern verringert hat. Deshalb ist es wichtig, dass die Überbrückungshilfe jetzt nahtlos auch über das gesamte Sommersemester 2021 als Unterstützung für Studierende angeboten wird.  

Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Studentenwerke für ihren kräftezehrenden Einsatz vor Ort, die weiterhin die Umsetzung übernehmen. Ihr Engagement macht es möglich, dass die Unterstützung bei Studierenden in pandemiebedingten Notlagen ankommt.

Wir wissen aber auch, dass es viele Studierende gibt, die keine Leistungen nach dem normalen BAföG beziehen, obwohl sie dazu berechtigt sind. Hier werbe ich bei Studierenden dafür, zunächst einen regulären Antrag auf BAföG zu stellen.“

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), in dem die 57 Studenten- und Studierendenwerke bundesweit zusammengeschlossen sind, erklärt: „Die Studenten- und Studierendenwerke stehen auch im Sommersemester 2021 bereit, Studierende, die durch die Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind, zu unterstützen. Die Studierendenwerke helfen, und ihre Beschäftigten legen sich für die Überbrückungshilfe ins Zeug. Je länger die Pandemie anhält, umso manifester wird die Systemrelevanz der Studenten- und Studierendenwerke.“

Hintergrund zur Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen:

Studierende an staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland können zur Linderung von pandemiebedingten Notlagen seit Juni 2020 eine Überbrückungshilfe in Form eines Zuschusses beim regional zuständigen Studierenden- bzw. Studentenwerk online beantragen. Diese Hilfe wird nun nahtlos auch für das gesamte Sommersemester 2021 angeboten. Sie bleibt damit Teil eines großen Pakets des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Unterstützung von Studierenden.

Antragsberechtigt für die Zuschüsse sind Studierende, die zum Zeitpunkt der Antragstellung in Deutschland wohnen, an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland immatrikuliert und nicht beurlaubt sind. Dies gilt für Studierende aus dem In- und Ausland, ohne Altersbegrenzung. Der Zuschuss wird monatlich zugesagt bis zu einer Höhe von 500 Euro. Zuständig für die Antragsbearbeitung sind die 57 regionalen Studierenden- und Studentenwerke, wobei die Anträge ausschließlich online über die etablierte bundesweit einheitliche IT-Plattform gestellt werden.

Die Regelungen wurden im engen Austausch mit dem Deutschen Studentenwerk e.V. (DSW) an die erweiterte Laufzeit angepasst. Die bewährten Grundpfeiler bei der Zuschussbeantragung bleiben, insbesondere die seit Wintersemester 2020/2021 geltenden Erleichterungen. Diese betreffen vor allem drei Bereiche:

  • eine verkürzte Dokumentation der Kontobewegungen,
  • die Anpassung des aktuellen Nachweises einer pandemiebedingten Notlage eröffnet Studierenden den Zugang zu den Zuschüssen, die aktuell keinen Nebenjob finden können und
  • die erweiterte Zulassung von Eigenerklärungen, wenn schriftliche Unterlagen in Corona-Zeiten nicht vorgelegt werden können.

Für alle März-Anträge gelten die aktuellen Richtlinien fort. Für Anträge ab 1. April gelten leicht angepasste Richtlinien, die öffentlich zugänglich sind. Eingeflossen sind Erfahrungen aus inzwischen mehr als acht Monaten Zusammenarbeit mit den regional zuständigen Studierenden- und Studentenwerken. Informationen zu den Regeln ab April werden in enger Abstimmung mit dem DSW in die verschiedenen weiteren Unterstützungsmaterialien aufgenommen, das heißt in die Erläuterungen in der Antragsmaske, die FAQ des BMBF und des DSW im Internet. Für allgemeine Fragen bleibt auch im Sommersemester die BMBF-Telefon-Hotline erreichbar.

Aktuell sind die im Januar und Februar eingegangenen Anträge weitgehend bearbeitet. Rund 75 Prozent der antragstellenden Studierenden konnten in diesem Jahr durch die Zuschüsse unterstützt werden. Damit bieten die Zuschüsse eine bundesweit transparent geregelte und schnelle Unterstützung in akuten pandemiebedingten Notlagen.

Die Überbrückungshilfe als Zuschuss ist nur ein Teil des BMBF-Pakets für Studierende in pandemiebedingten Notlagen. Die zweite Säule der Überbrückungshilfe ist der Studienkredit der KfW, der noch bis Jahresende für Kreditnehmende zinsfrei gestellt wurde. Der Studienkredit ist ein bewährtes Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Seit 2006 bietet es Studierenden die Möglichkeit, monatlich bis zu 650 Euro aufzunehmen. Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind Studierende aller staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland im Alter von 18 bis 44 Jahren, die eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • deutsche Staatsbürger mit inländischer Meldeadresse,
  • Familienangehörige eines deutschen Staatsbürgers, die sich mit ihm in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind,
  • EU-Staatsbürger, die sich rechtmäßig seit mindestens drei Jahren ständig in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind,
  • Familienangehörige eines solchen EU-Staatsbürgers, die sich mit ihm in Deutschland aufhalten und hier gemeldet sind,
  • Bildungsinländer und in Deutschland gemeldet.
  • Nähere Informationen dazu gibt es hier

Flankierend hat der Bund sichergestellt, dass die BAföG-Geförderten keine Nachteile erleiden sollen, wenn zum Beispiel Lehrangebote oder Prüfungen wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Wenn pandemiebedingte Verzögerungen im Studienverlauf eingetreten sind, wird für eine entsprechend längere Zeit auch über die Förderungshöchstdauer hinaus geleitstet. Soweit Bundesländer während der Pandemie ein oder mehrere Semester nicht auf die Regelstudienzeit anrechnen, wird dies im BAföG nachvollzogen. Zudem wurden im Rahmen der BAföG-Reform von 2019 die Bedarfssätze, der Wohnkostenzuschlag und die Einkommensfreibeträge deutlich angehoben.

 

Weitere Informationen sowie FAQdes BMBF zu den Überbrückungshilfen gibt es hier.

Diese Pressemitteilung vom 19.03.2021 finden Sie hier als PDF oder auch online.

 


 

„TechAcademy“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main sind Studierende des Jahres

  • „TechAcademy“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main sind Studierende des Jahres
  • 20-köpfige Gruppe von Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt am Main organisiert kostenlose IT-Seminare für Studierende aller Fachrichtungen
  • Gemeinsame Auszeichnung von Deutschem Hochschulverband (DHV) und Deutschem Studentenwerk (DSW)
  • 2018 gegründete studentische Initiative zählt bereits 250 Alumni aus 56 Studiengängen
  • 5.000 Euro Preisgeld, gestiftet vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

 

Die studentische Initiative „TechAcademy“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main wird in diesem Jahr vom Deutschen Hochschulverband (DHV) und dem Deutschen Studentenwerk (DSW) als „Studierende des Jahres“ ausgezeichnet.

Die mittlerweile rund 20 Studierenden der 2018 gegründeten „TechAcademy“ verfolgen das Ziel, die digitale Kompetenz ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen aus allen Fachbereichen und Disziplinen mit kostenlosen Seminaren zu fördern. Als ehrenamtlich tätige Mentorinnen und Mentoren vermitteln sie ein grundlegendes Verständnis von Programmierung auch für Mitstudierende ohne Vorwissen. Der Ansatz der „TechAcademy“ ist bewusst niedrigschwellig und richtet sich in der stark männlich konnotierten IT bewusst auch an Frauen: Etwa die Hälfte der Teilnehmenden an den „TechAcademy“-Seminaren ist weiblich.

IT-Kompetenzen werden zur Hälfte durch selbstständige Lernkurse mittels eLearning-Plattformen (DataCamp/Udemy) sowie eigens konzipierter Projektleitfäden vermittelt. Die andere Hälfte beinhaltet persönliche bzw. virtuelle Projektarbeit, die von aktivem Mentoring in Kleingruppen begleitet wird. IT-Expertinnen und -Experten aus Unternehmen und Forschung halten überdies Vorträge bei der „TechAcademy“.

Seit der Gründung im Herbst 2018 haben mehr als 250 Studierende aus elf Fachbereichen und über 56 verschiedenen Studiengängen innerhalb von einem Semester bei der „TechAcademy“ das Programmieren im Bereich Data Science (Python oder R) bzw. Web Development (HTML, JavaScript, CSS) gelernt. Pro Semester erlernen jeweils 80 Studierende in einem strukturierten Programm die Grundlagen des Programmierens oder fortgeschrittene Kenntnisse.

„Die TechAcademy trägt mit ihrer Initiative dazu bei, dass besonders Studierende aus weniger informatikaffinen Studiengängen der Einstieg ins Programmieren ermöglicht wird. Die TechAcademy spricht Studierende in einem Feld an, das normalerweise nicht allen Studierenden offensteht. Dieses interdisziplinär angelegte, selbstentwickelte Angebot für Studierende aller Fachrichtungen ist beispielhaft, und es ist ein Leuchtturm-Projekt für das bildungspolitisch zentrale Thema der digitalen Bildung. Es ist zukunftsweisend für eigeninitiatives Lernen, für die Förderung von IT-Kompetenzen über Gemeinschaftssinn“, begründen DHV-Präsident Prof. Dr. Bernhard Kempen und DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep gemeinsam die Auszeichnung.

Prof. Dr. Enrico Schleiff, der Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main, gratuliert der Studierendeninitiative: „Wir freuen uns sehr, dass die TechAcademy ausgezeichnet worden ist. Im Gespräch mit den Protagonisten haben sie mich sofort für sich eingenommen, durch Engagement, Kompetenz und Teamgeist. Von Studierenden für Studierende, kostenlos, auch das ist gelebte Universität! Dieses Team vermittelt hochprofessionell digitale Kompetenzen und das eben nicht nur an technikaffine, sondern auch an Studierende mit Berührungsängsten gegenüber den verschiedenen Aspekten von Data Science. Damit tragen die Studierenden der TechAcademy zur Vorbereitung aller auf die digitale Wirklichkeit bei. Das ist beispielhaft für uns alle.“

Den Preis „Student/-in des Jahres“ haben DHV und DSW zum sechsten Mal ausgelobt. Mit der Auszeichnung werden Studierende ausgezeichnet, die ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigen, das möglichst einzigartig und innovativ sein sollte. Diese Kriterien erfüllt nach einhelliger Ansicht der sechsköpfigen DHV/DSW-Jury die TechAcademy durch ihr außergewöhnliches und in jeder Hinsicht vorbildliches Engagement.

Die Studierenden des Jahres von der „TechAcademy“ sind: Georgios Brussas, Natnael Fekade, Filip Dos Santos, Lukas Jürgensmeier, Jonathan Ratschat, Tahir Simsek, Felix Schneider, Benjamin Lucht, Daniel Schulz, Bianca Lakomiec, Dunja Djebbari, Lara Zaremba, Manuel Mair am Tinkhof, Tom Schwitzkowski, Nadja Wüst, Lazaros Papadopoulos, Reinhild Rülfing, Esnaf Memovic, Mona Stöckl, Pascal Klimmesch, Daniel Hinz und Jan Zacharias.

Offiziell werden die Studierenden der TechAcademy am 31. Mai 2021 bei der Online-Veranstaltung „Gala der Deutschen Wissenschaft“ des Deutschen Hochschulverbands ausgezeichnet, die gestreamt wird. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbunden, das vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet wird.


Weitere Infos zur „TechAcademy“ gibt es hier.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch online.

 


 

 

BAföG, studentischer Wohnraum: Deutsches Studentenwerk begrüßt Forderungen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

  • Gute Rahmenbedingungen für Studium und Lehre“: Hochschulrektorenkonferenz (HRK) legt zehn Forderungen an Bund und Länder vor.
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) begrüßt insbesondere die HRK-Forderungen nach einer BAföG-Reform und nach Bund-Länder-Investitionen in Studierendenwohnheime.
  • DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep: „Sehr erfreulich, dass die Hochschulen die Relevanz der sozialen Infrastruktur betonen“.
  • Postlep: „HRK-Forderungen zum BAföG und studentischem Wohnen so gut wie deckungsgleich mit unseren eigenen“

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) als Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke begrüßt die am 18. März 2021 von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vorgelegten Forderungen an Bund und Länder ganz ausdrücklich. Besonders erfreut ist das Deutsche Studentenwerk über die beiden HRK-Forderungen, das BAföG zu reformieren und dass Bund und Länder gemeinsam in Studierendenwohnheime investieren müssten.

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep kommentiert die zehn Forderungen, die die HRK unter dem Titel „Gute Rahmenbedingungen für Studium und Lehre“ veröffentlicht hat:

„Es ist sehr erfreulich, dass die Hochschulrektorenkonferenz mit diesem Papier das Hochschulstudium insgesamt in den Blick nimmt, sowohl die digitalen als auch die analogen bzw. praktischen Rahmenbedingungen für Studierende. Wir als Deutsches Studentenwerk unterstützen die von HRK formulierten Forderungen an Bund und Länder ausdrücklich. Besonders freut uns, dass die HRK beim BAföG den gleichen Reform- und Anpassungsbedarf sieht, wie wir ihn seit langem gegenüber der Bundesregierung formulieren: Auch die HRK fordert eine Öffnung des BAföG für Teilzeitstudierende, auch die HRK plädiert für eine Verlängerung der Förderhöchstdauer über die Regelstudienzeit hinaus, und für einen Notfallmechanismus in Krisenlagen. Diese gewichtige Unterstützung durch die Hochschulen verleiht unserer Forderung nach einer echten BAföG-Reform noch mehr Nachdruck.

In die Klage der HRK über den ‚unzureichenden Ausbaugrad der studentischen Infrastruktur‘ am Beispiel der mangelnden Versorgung der Studierenden mit bezahlbarem Wohnraum können wir als Deutsches Studentenwerk absolut einstimmen! Das ist in der Tat ein strukturelles Defizit, auf das wir seit vielen Jahren hinweisen, und deshalb fordern wir gemeinsam mit allen Studenten- und Studierendenwerken einen gemeinsamen Bund-Länder-Hochschul-Sozialpakt, zum Ausbau und zum Erhalt der Wohnheim-Kapazitäten der Studierendenwerke. Wir können die HRK-Forderung, dass Bund und Länder in einem ‚übergreifenden Konzept‘ mit Investitionen den Wohnheim-Bestand erhöhen müssen, nur unterstreichen!“


Zum Nachlesen:
HRK-Entschließung „Gute Rahmenbedingungen für Studium und Lehre“: Punkt 4 BAföG, Punkt 5 Wohnheime, gibt es hier.


Diese Pressemitteilung finden Sie auch online hier.

 


 

 

"Systemrelevant seit 100 Jahren": Gründung des Deutschen Studentenwerks im Jahr 1921

  • Vorgänger-Organisation, "Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft", am 19. Februar 1921 gegründet
  • Dachverband der seit 1919 entstandenen Wirtschaftshilfen oder Studentenhilfen, getragen von Studierenden und Lehrenden
  • Ab 1929 unter dem Namen Deutsches Studentenwerk (DSW)
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde sieht historische Parallele zur materiellen Not der Studierenden nach dem Ersten Weltkrieg und der Pandemie-Überbrückungshilfe heute
  • Meyer auf der Heyde: "Die Studentenwerke sind seit 100 Jahren systemrelevant"

 

Das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der Studenten- und Studierendenwerke, gedenkt seiner Gründung vor genau 100 Jahren. Wie der Verband mitteilt, wurde am 19. Februar 1921 in Tübingen die "Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft e.V." gegründet, mit Sitz in Dresden. Als Dachverband der zuvor ab 1919 unter anderem in Dresden, Bonn oder München gegründeten, von Studierenden und Lehrenden getragenen "Studentenhilfen", war die Wirtschaftshilfe die unmittelbare Vorläuferorganisation des Deutschen Studentenwerks, welches ab 1929 dann so hieß.

Angesichts der Coronavirus-Pandemie und der schwierigen Lage sowohl der Studierenden als auch der Studenten- und Studierendenwerke in den Digital-Semestern plane das Deutsche Studentenwerk vorläufig keine größeren Feierlichkeiten zu seiner Gründung vor 100 Jahren, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

"Wir bündeln unsere Kräfte im Moment darauf, Studierende in pandemiebedingter Notlage zu unterstützen, etwa mit der Überbrückungshilfe der Bundesregierung. Das gilt auch für die Studenten- und Studierendenwerke", so Meyer auf der Heyde.

Er sieht eine historische Parallele zwischen 1921 und 2021: "1921 ging es den Wirtschafts- oder Studentenhilfen, aus denen die Studentenwerke wurden, darum, die schlimmste materielle Not der Studierenden zu lindern. Heute geht es ihnen mitten in der Pandemie genau auch darum. Deswegen engagieren sich alle 57 Studenten- und Studierendenwerke bei der Überbrückungshilfe der Bundesregierung. Seit nun 100 Jahren beweisen die Studentenwerke ihre Systemrelevanz."

Aus Anlass seiner Gründung vor 100 Jahren legt das Deutsche Studentenwerk die erste geschichtswissenschaftliche Monografie vor zum nationalsozialistischen "Reichsstudentenwerk": In der NS-Diktatur wurden die Studentenwerke gleichgeschaltet, ihr Verband wurde instrumentalisiert und ins Gefüge der Diktatur integriert.

Übrigens: Dieses Jahr feiert auch das Studentenwerk Würzburg seinen 100. Geburtstag. Am 23. Juli 1921 wurde der Verein "Studentenhilfe e.V. Würzburg" - die Vorgängerinstitution des heutigen Studentenwerks Würzburg - gegründet. Sinn und Zweck war damals wie heute die soziale Absicherung und Unterstützung der Studierenden. Heute berät und betreut das Studentenwerk Würzburg knapp 55.000 Studierende an den vier Hochschulstandorten Würzburg, Bamberg, Aschaffenburg und Schweinfurt in den Bereichen Wohnen, Soziales, Finanzen und Gesundheit.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten auch wir unsere Feierlichkeiten und Aktionen anlässlich unseres Jubiläums absagen. Eine Ausstellung zur Geschichte des Studentenwerks Würzburg kann dennoch sowohl im Foyer der Mensa am Studentenhaus als auch online angeschaut werden. Sofern es die Inzidenzzahlen und die damit verbundenen Auflagen und Möglichkeiten zulassen werden, sind eine weitere Ausstellung sowie verschiedene Aktionswochen in unseren Mensen im Rahmen des Jubiläumsjahres geplant.

 

Diese Pressemitteilung gibt es hier als PDF.

Die Pressemitteilung des DSW sowie andere verwandte Themen rund um die Deutschen Studentenwerke finden Sie auch online.
 


 

Guter Bearbeitungsstand bei der Überbrückungshilfe für Studierende

  • Neue Zahlen zur Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
  • 38.140 Anträge auf einen Zuschuss im November 2020, 44.391 im Dezember 2020
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Studentenwerke haben nahezu alle Anträge vom November 2020 bearbeitet und inzwischen mehr als 70% der Dezember-Anträge
  • 21 Millionen Euro Überbrückungshilfe bisher ausgezahlt im November und Dezember 2020, bei bisher rund 46.800 Förderfällen

Berlin, 12. Januar 2021. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studenten- und Studierendenwerke bearbeiten die Anträge von Studierenden auf die Zuschüsse im Rahmen der Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) weiterhin zügig: Trotz Feiertagen und Jahreswechsel entstand kein Bearbeitungsstau. Das teilt das Deutsche Studentenwerk mit und nennt aktuelle Zahlen.

Seit dem 20. November 2020 kann die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Studierende in pandemiebedingter Notlage wieder über das Online-Portal www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de beantragt werden. Die 57 im DSW organisierten Studenten- und Studierendenwerke setzen dies um.

Laut DSW gingen (Stand heute, 12. Januar 2021) im November 2020 insgesamt 38.140 Anträge ein. Sie sind inzwischen faktisch alle bearbeitet. Gut 65% der Anträge konnte entsprochen, knapp 35% mussten abgelehnt werden. Die Zahlen für Dezember 2020: 44.391 Anträge, davon mehr als 70% bearbeitet oder in Bearbeitung, bisherige Quote: 74% zugesagt, 26% abgelehnt.

Im November 2020 flossen rund 11 Millionen Euro Überbrückungshilfe, bei knapp 25.000 Förderfällen, im Dezember 2020 sind es bisher knapp 10 Millionen Euro, bei rund 46.800 Förderfällen. Für Januar 2021 sind bisher 16.088 Anträge eingegangen.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde kommentiert: „Die Studenten- und Studierendenwerke sind gut im Plan und bearbeiten die Anträge zügig. Die Feiertage haben zu keinerlei Antrags-Stau geführt. Das unterstreicht das anhaltend große Engagement der Studentenwerke für diese staatliche Pandemie-Nothilfe für Studierende. Sie tun alles, damit Studieren auch in der Pandemie gelingt. Diese Hilfe erreicht jene Studierenden, die durch die Pandemie in eine akute finanzielle Notlage geraten sind.“

Meyer auf der Heyde blickt aber auch über die Zeit nach März 2021 hinaus: Bis dahin steht die Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage erst einmal bereit, nach ihrer ersten Phase von Juni bis September 2020.  Er fordert: „Wir können uns nicht von Überbrückungshilfe zu Überbrückungshilfe hangeln. Für Krisensituationen wie diese Pandemie muss ins BAföG ein genereller Öffnungsmechanismus integriert werden. In nationalen Krisenlagen muss das BAföG für alle in Not geratenen Studierenden geöffnet werden können.“


FAQs für Studierende - das Wichtigste zur Überbrückungshilfe:
www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende


Diese Pressemitteilung finden Sie hier auch als PDF.

 


 

 

#Corona-Studium: Wie die Digitalisierung die Hochschullehre revolutioniert

  • Neue Ausgabe DSW-Journal 4/2020 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Die „Seele der Hochschule 2.0“: Was macht die Digitalisierung mit Lehrenden und Studierenden?
  • Titelgeschichte DSW-Journal 4/2020 zeigt konkrete Praxis, Chancen und soziale Risiken der digitalisieren Lehre
  • Bundesbildungsministerin Anja Karliczek begründet im Kurzinterview, warum sie keinen Hochschul-Digitalpakt will

Berlin, 17. Dezember 2020. Welche digitalen Lehr-Formate werden im Pandemie-Wintersemester 2020/201 konkret eingesetzt? Was macht die Digitalisierung der Hochschullehre mit den Lehrenden, und mit den Studierenden? Welche Chancen bietet sie, welche Risiken hat sie? Das Deutsche Studentenwerk (DSW) geht diesen Fragen in der neuen Ausgabe 4/2020 seines DSW-Journals auf den Grund. Autor Christian Füller zeigt am Beispiel der Trierer Literaturwissenschaftlerin Andrea Geier und des Dresdener Linguistikers Alexander Lasch, wie „flipped Vorlesungen“ funktionieren, in kleinere Videoformate aufgeteilte Vorlesungen, die vor dem Termin angesehen werden, oder wie die Studierenden während der Online-Vorlesung über Messenger-Dienste ihre Kritik oder Nachfragen als „Memes“ an den Professor senden. Es gehe nicht um das „Erfinden gänzlich neuer Lehrformate“, analysiert Füller, sondern um die „Transformation von Vorlesung und Seminar mittels des Justierens feiner Stellschrauben“.

In der Titelgeschichte des DSW-Journals 4/2020 zeigen sich aber auch Schattenseiten der neuen digitalen Lehr-Welt, gerade für Studierende, denen der souveräne Umgang mit digitalen Medien aus dem Elternhaus nicht mitgegeben wird. An der Hochschule Ruhr-West etwa, so erklärt deren Präsidentin Susanne Staude, kommen viele Erstsemester „aus Familien, in denen noch nie jemand studiert hat.“ Deren akademische Sozialisation sei „unter Corona-Bedingungen extrem schwierig“, digital gehe das nicht, ist sie überzeugt.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, betont im Kurzinterview im DSW-Journal 4/2020 hingegen die positiven Potenziale der digitalen Lehre: „Digitale Format können die Hochschullehre … dabei unterstützen, der Heterogenität von Studierendengruppen besser gerecht zu werden“, sagt sie. Es könne „viel individueller“ auf einzelne Studierende eingegangen werden. Es stelle sich nicht die Frage „entweder analog oder digital“, es gehe darum, „wo die Präsenzlehre durch digitale Ergänzungen verbessert“ werden könne. Der Forderung nach einem Digitalpakt Hochschule erteilt Karliczek eine klare Absage. Sie verweist auf die Zuständigkeit der Bundesländer, aber auch auf das von ihrem Ministerium geförderte „Hochschulforum Digitalisierung“, den Qualitätspakt Lehre sowie zahlreiche weitere, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Initiativen für die Hochschulen. Karliczek: „Die Hochschulen sind in der Digitalisierung heute weiter als die Schulen.“

„#Corona-Studium: Wie die Digitalisierung die Hochschullehre revolutioniert“ auf den Seiten 12 bis 17 dieses Downloads:

www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_04_2020f_web.pdf

 

 

 

„Wer nicht forscht, muss alles glauben“

  • Rolle und Haltung von Studierenden in der Wissenschaftskommunikation
  • Zwei Beiträge im neuen DSW-Journal 4/2020 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • DFG-Vizepräsidentin Julika Griem über ihre Lieblingsplakate aus dem DSW/DFG-Plakatwettbewerb „Ich studiere – was geht mich Forschung an?“
  • DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep: Wo bleibt der Protest der Studierenden gegen Corona-Leugnung?

Berlin, 17. Dezember 2020. Welche Rolle können, welche Rolle müssten Studierende spielen in der Wissenschaftskommunikation? Mit dieser Frage befassen sich zwei Beiträge in der neuen Ausgabe DSW-Journal 4/2020 des Deutschen Studentenwerks (DSW).

Prof. Dr. Julika Griem, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungs-gemeinschaft (DFG) und Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen, befasst sich in einem Essay mit ihren Lieblingsplakaten des Plakatwettbewerbs „Ich studiere – was geht mich Forschung an?“, bei dem DSW und DFG kooperieren. Am Beispiel etwa des Plakats „Wer nicht forscht, muss alles glauben“ der Design-Studentin Saskia Eich von der Hochschule RheinMain, welches einen Sonderpreis der DFG gewonnen hat, zeigt Julika Griem: Studierende können visuelle Wissenschaftskommunikation. Sie schreibt: „Wir sollten die Studierenden in der Wissenschaftskommunikation als eine besonders große und diverse Gruppe von Multiplikator/-innen ernster nehmen.“

Griem: „Natürlich muss man sich zunächst einmal mit Wissenschaft beschäftigen, um sie kommunizieren zu können. Aber jenseits der bei Agenturen in Auftrag gegebenen Hochglanzbroschüren, jenseits von langen Nächten der Forschung, Science Slams und Kinder-Universitäten können uns Studierende bereits im sogenannten … ‚Normalbetrieb‘ der Lehre wesentliche Rückmeldungen dazu geben, ob wir unser Tun anschaulich und eindringlich genug übersetzen.“

In seiner Kolumne „Post von Postlep“ geht DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep noch einen Schritt weiter – und fordert mehr Engagement der Studierenden gegen Corona-Leugner/-innen. „Mir fehlt das sichtbare, laute und massive Eintreten der Studierenden für das das, was sie täglich tun und verinnerlichen: für den Wert von Wissenschaft, die gesellschaftliche Relevanz von Wissenschaft.“ Warum, fragt Postlep, sind die Studierenden so still?

Essay von Julika Griem über plakative Wissenschaftskommunikation auf den Seiten 18 bis 21; die „Post von Postlep“ von DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep auf S. 42 dieses Downloads: www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_04_2020f_web.pdf


Weitere Themen im DSW-Journal 4/2020:

  • „Es ist eine neue, manchmal werkwürdige Welt“: Dorothea Wagner, die Vorsitzende des Wissenschaftsrats, im Interview
  • „Wo bleibt Ihr Protest, liebe Studierende?“: DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep wünscht sich mehr studentisches Engagement gegen Corona-Leugner/-innen
  • Corona-Mensa: Wie die Studierendenwerke Vorderpfalz und Düsseldorf bis zum neuerlichen Lockdown der Pandemie getrotzt haben
  • „Der Mann mit dem roten Rucksack“: Porträt des SPD-Bildungsexperten Oliver Kaczmarek
  • Vor welche Herausforderungen stellt die Zuwanderung unser Hochschulsystem? Gastbeitrag von Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts
  • Bauherr Studierendenwerk: Wie die Studierendenwerke klug planen, intelligent umnutzen – und schön bauen. Beispiele aus Bonn, Heiligenhaus, Erfurt
  • Das Studentenwerk Würzburg feiert 99 Jahre – und erhält Studi-Glückwünsche
  • Teamwork in der Pandemie: Das Team der Mensa Finkenau des Studierendenwerks Hamburg

 

 

 

 

DSW-Information

Überbrückungshilfe: Bearbeitungspause über die Feiertage

Berlin, 14. Dezember 2020. Die Studenten- und Studierendenwerke, die für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dessen Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage umsetzen, müssen über die Feiertage eine Bearbeitungspause einlegen.

Dies ist langfristig mit den Personalvertretungen der Studentenwerke auf Basis der tarifvertraglichen Regelungen vereinbart und wird eingehalten.

Die Bearbeitung der Anträge erfolgt bis kurz vor Heiligabend 2020 und dann wieder ab Anfang Januar 2021.

Servicezeiten der BMBF-Telefon-Hotline Überbrückungshilfe:
bis 23.12.2020, dann wieder ab 4.1.2021
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr
Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr,
Telefon: 0800 26 23 003

Online-FAQs für Studierende:
www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende

Technische Hinweise zur Online-Antragstellung:

www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-technische-hinweise

 

 

 

 

Auch in der Pandemie: Anhaltende Nachfrage nach Wohnheimplätzen – Versorgungsquote weiterhin niedrig

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) mit neuen Zahlen zu staatlich geförderten Wohnheimen für Studierende
  • Derzeit rund 196.000 Wohnheimplätze bei den Studenten- und Studierendenwerken
  • Quote Studierende – geförderte Wohnheimplätze bei 9,45%
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum wird hoch bleiben“

Berlin, 14. Dezember 2020.Die Versorgungsquote von Studierenden mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen stagniert auf niedrigem Niveau, während die Nachfrage auch in der Pandemie anhält: Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit einer neuen Publikation aufmerksam.

Gemäß der neuen DSW-Publikation „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2020“ gibt es derzeit bundesweit rund 239.000 staatlich geförderte Wohnheimplätze für Studierende, davon 196.000 bei den Studenten- und Studierendenwerken. Mehr als 17.000 Plätze sind aktuell in Planung oder im Bau.

Wie die neuen DSW-Zahlen zeigen, hinkt die Versorgung mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen der Zahl von Studierenden stark hinterher: Betrug das Verhältnis Studierende – geförderte Wohnheimplätze im Jahr 2007 noch 11,86% bzw. 2008 gar 12,13%, heute liegt die sogenannte Unterbringungsquote bei nur noch 9,45%. Im Jahr 1991 waren es fast 15%.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für Studierende hält trotz Pandemie an. Und sie wird anhalten, wenn die Pandemie einmal beendet oder gut im Griff ist. Denn bei einer Mischung von Präsenz- und digitaler Lehre müssen die Studierenden vor Ort sein, zumal z.B. Bibliotheken nur dort vorzufinden sind.

Die Gesamtzahl der Studierenden ist seit dem Jahr 2007 um 49% gestiegen, die Zahl der öffentlich geförderten Wohnheimplätze jedoch nur um 8%. Die Schere darf nicht noch weiter auseinandergehen. Mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen, und dauerhaft zu erhalten, ist eine dringend notwendige, gesamtstaatliche Aufgabe. Bund und Länder müssen hier genauso entschieden gemeinsam handeln, wie sie es über die Hochschulpakte bei der Finanzierung der Studienplätze tun.“

Die DSW-Publikation „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2020“ (40 Seiten) zum Download:
https://www.studentenwerke.de/de/content/wohnraum-f%C3%BCr-studierendestatistische

Diese Pressemeldung finden Sie online unter:

https://www.studentenwerke.de/de/content/auch-der-pandemie-anhaltende-nachfrage

 

 

 

 

Erst recht wegen der Pandemie: Studierendenwerke fordern Hochschulsozialpakt

  • 3,5 Milliarden Euro von Bund und Ländern für Ausbau und pandemie-bedingte Nachrüstung ihrer Wohnheim- und Mensa-Kapazitäten
  • 1,9 Milliarden Euro für Neubau, Sanierung und Pandemie-Anpassungen von Studierenden-Wohnheimen
  • 1,6 Milliarden Euro für Sanierung, Modernisierung, technische und baulich Pandemie-Nachrüstung der Mensa-Kapazitäten bis 2026
  • „Nachhaltigkeitspakt“: Bund-Länder-Mittel auch für Nachhaltigkeits- und Klimaschutz-Anstrengungen der Studierendenwerke
  • Rolf-Dieter Postlep, Präsident des Deutschen Studentenwerks: „Die Pandemie verschärft den Investitionsstau bei der sozialen Infrastruktur“

Berlin, 11. Dezember 2020. Die 57 im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen 57 Studenten- und Studierendenwerke bekräftigen ihre Forderung nach einem Bund-Länder-Hochschulsozialpakt in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro. Mit diesen Mitteln sollen die Wohnheim- und Mensa-Kapazitäten der Studierendenwerke ausgebaut, saniert, modernisiert und vor allem auch an die neuen Pandemie-Anforderungen angepasst werden.

„Die Pandemie verschärft den Investitionsstau bei der sozialen Infrastruktur“, erklärt DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep. „Die Wohnheim- und Mensakapazitäten der Studierendenwerke müssen nunmehr nicht nur ausgebaut und saniert werden, sie müssen pandemiebedingt nun auch technisch und baulich nach- und umgerüstet werden.“ Auf ihrer online durchgeführten Jahresversammlung unter dem Dach des Deutschen Studentenwerks (DSW) am 8. Dezember 2020 konkretisierten die rund 150 Vertreter/-innen der Studierendenwerke ihre Finanzbedarfe.

Für Neubau, Sanierung, neue bauliche Hygienestandards und eine flächendeckende digitale Ausstattung ist ein Investitionsvolumen von insgesamt 4,2 Milliarden Euro notwendig. 1,9 Milliarden Euro fordern die Studierendenwerke als Bund-Länder-Zuschüsse in den kommenden Jahren; mehr als die Hälfte würden sie aus Eigenmitteln stemmen. Den Finanzbedarf für die Sanierung, Modernisierung sowie pandemiebedingte technische und bauliche Nachrüstung ihrer Mensakapazitäten veranschlagen die Studenten- und Studierendenwerke auf rund 1,6 Milliarden Euro bis zum Jahr 2026; diese Summe fordern sie als Vollzuschuss im Rahmen eines Bund-Länder-Hochschulsozialpakts.

Außerdem fordern die Studenten- und Studierendenwerke von Bund und Ländern zusätzliche finanzielle Unterstützung, um ihre Bemühungen um Nachhaltigkeit und Klimaschutz intensivieren zu können.

DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep: „Bis zum Jahr 2030 fließen über die großen Bund-Länder-Programme rund 160 Milliarden Euro in Wissenschaft, Forschung und Hochschulen. Das ist eine immens wichtige Zukunftsinvestition. Nun muss genauso intensiv und zukunftsorientiert in die soziale Infrastruktur investiert werden. Eine gemeinsame Bund-Länder-Anstrengung ist gerade wegen der Pandemie dringender denn je.“

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/Studierendenwerke-fordern-Hochschulsozialpakt

 

 

 

 

Studierendenwerke fordern große BAföG-Reform im Jahr 2021

  • Erhöhung der Elternfreibeträge um 15%
  • Ziel: BAföG muss wieder mehr Studierende aus der Mittelschicht erreichen
  • Fördersätze müssen existenzsichernd sein
  • Förderungshöchstdauer erhöhen auf Regelstudienzeit plus zwei Semester
  • Generellen Öffnungsmechanismus für Krisen wie die aktuelle Pandemie ins BAföG integrieren

Berlin, 11. Dezember 2020. Die Studenten- und Studierendenwerke, die im Auftrag von Bund und Ländern das BAföG für Studierende umsetzen, fordern von der Bundesregierung im kommenden Jahr, wenn das BAföG 50 Jahre alt wird, eine grundlegende Reform. Ziel müsse es sein, dass das BAföG wieder deutlich mehr Studierende und Familien aus der Mittelschicht erreicht. „Es reicht nicht, in unregelmäßigen Abständen die BAföG-Fördersätze und -Elternfreibeträge anzuheben“, kritisiert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Wir brauchen dringend eine umfassende strukturelle Reform, um das BAföG zu stärken und es endlich an die Studien- und Lebensrealität der Studierenden stärker anzupassen.“

Auf der am 8. Dezember 2020 online durchgeführten Mitgliederversammlung ihres Verbands, des Deutschen Studentenwerks (DSW), formulierten die Studenten- und Studierendenwerke diese Anforderungen an eine solche grundlegende BAföG-Reform:

  • anstelle der bisher zum Herbst 2021 geplanten Erhöhung der Elternfreibeträge um 6% bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine Erhöhung um 15%
  • Erhöhung der BAföG-Fördersätze auf ein existenzsicherndes Niveau
  • perspektivisch eine Rückkehr zu einem Vollzuschuss
  • BAföG-Förderungshöchstdauer nicht auf die Regelstudienzeit begrenzen, sondern um mindestens zwei weitere Semester verlängern
  • für Krisensituationen wie die aktuelle Pandemie einen generellen Öffnungsmechanismus integrieren
  • das BAföG-Gesetz und die BAföG-Verordnungen entbürokratisieren
  • das BAföG bundesweit einheitlich digitalisieren, vom Antrag über den Bescheid bis zur Akte

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:

www.studentenwerke.de/de/content/studierendenwerke-fordern-grosse-bafoeg-reform

 

 

 

 

Nachhaltige Studierendenwerke

  • „Nachhaltigkeitspakt“: Studierendenwerke fordern Bund-Länder-Mittel
  • Studierendenwerke bekennen sich zu ökologisch gerechtem Hochschulraum und wollen Vorreiter sein bei der Klimaneutralität

Berlin, 11. Dezember 2020. Die 57 im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisieren Studenten- und Studierendenwerke wollen noch nachhaltiger, klima- und ressourcenschonender arbeiten und fordern dafür einen Bund-Länder-Nachhaltigkeitspakt.

„Die Studentenwerke haben schon jetzt eine Vorreiter-Rolle inne bei Themen wie Klimaschutz, Ökologie und Ressourcenschonung“, sagt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Sie bekennen sich zu den politischen Zielen Klimaneutralität und zu einem ökologisch gerechten Hochschulraum. Damit sie den bereits eingeschlagenen Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit weitergehen können, benötigen sie die Unterstützung der Politik.“ Auf Verbandsebene wird im Deutschen Studentenwerk eigens eine Projektgruppe gebildet, die alle Arbeitsbereiche der Studenten- und Studierendenwerke systematisch auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz prüft, gerade die ressourcenintensiven Arbeitsbereiche Hochschulgastronomie und die Studierendenwohnheime.

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/nachhaltige-studierendenwerke

 

 

 

 

Neuer Höchststand der Studierenden-Zahl: Ausbau der sozialen Infrastruktur dringend erforderlich

  • Statistisches Bundesamt: Zahl der Studierenden auf neuem Höchststand
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Bund und Länder müssen gemeinsam die soziale Infrastruktur ausbauen

 

Berlin, 11. Dezember 2020. Angesichts des neuen Höchststands bei der Zahl von Studierenden bekräftigt das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland, seine Forderung nach einem Ausbau der sozialen Infrastruktur im deutschen Hochschulsystem.

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, ist Zahl der Studierenden im Wintersemester 2020/2021 nach vorläufigen Ergebnisse auf einem neuen Höchststand - sie beträgt 2,948 Millionen.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde kommentiert: „Zwar läuft die Hochschullehre in diesem Wintersemester digitalisiert und die Hochschul-Campusse sind verwaist - trotz Pandemie klettert die Zahl der Studierenden auf einen neuen Höchststand. Leider gilt noch immer: Die soziale Infrastruktur des deutschen Hochschulsystems, die die Studentenwerke bereitstellen, ist mit der stets wachsenden Zahl von Studierenden nicht mitgewachsen. Zudem steht sie vor neuen, pandemiebedingten Herausforderungen.

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende wird auch in der Pandemie von Studierenden nachgefragt. Die Wohnheime der Studentenwerke sind wie in normalen Zeiten belegt, die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist weiterhin hoch. Und Studierende wenden sich in ihrer digitalen Isolation zunehmend an die psychologischen und Sozialberatungsstellen der Studentenwerke. Mit der seit November 2020 wieder aufgenommenen Überbrückungshilfe der Bundesregierung für Studierende in pandemiebedingter Notlage stellen die Studentenwerke ihre Systemrelevanz einmal mehr unter Beweis.

Bund und Länder müssen die soziale Infrastruktur daher nun dringend gemeinsam ausbauen – genauso, wie sie gemeinsam die Studienplatz-Kapazitäten ausbauen.“


Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts:

www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/12/PD20_497_213.html

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/auch-der-pandemie-hohe-studierenden-zahl

 

 

Wirtschaftliche Lage der Studierenden in der Pandemie: Licht und Schatten

  • Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zur finanziellen Situation der Studierenden im Pandemie-Sommersemester 2020
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) sieht Licht und Schatten
  • Licht: Keine erhöhte Studienabbruchs-Absicht, finanzielle Unterstützung der Eltern bleibt stabil, für den Großteil der Studierenden gefährdet die Pandemie das Studium nicht
  • Schatten: 37% der erwerbstätigten Studierenden mit finanziellen Problemen, 10% zurückgezogen zu den Eltern
  • Pandemie trifft internationale Studierende und Studierende aus Nicht-Akademiker-Familien wirtschaftlich härter

Berlin, 10. Dezember 2020. Die heute vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) veröffentlichten, neuen Daten zur Studienfinanzierung und Erwerbssituation der Studierenden im Pandemie-Sommersemester 2020 bewertet das Deutsche Studentenwerk (DSW) differenziert. Es sieht „Licht und Schatten“.

Das DZHW resümiert in seinem neuen „DZHW-Brief 9/2020“ die wichtigsten Ergebnisse aus einer im Sommersemester 2020 unter Pandemie-Bedingungen durchgeführten, bundesweiten Befragung von rund 28.600 Studierenden an 23 Hochschulen.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), kommentiert die Zahlen:

„Wir sehen Licht und Schatten. Erfreulich ist, dass für den Großteil der Studierenden die Pandemie ihr Studium nicht grundsätzlich gefährdet, und dass zumindest die Absicht, das Studium abzubrechen, nicht generell erhöht ist.

Es zeigt sich, dass die Studierenden finanzielle Einbußen durch Corona vor allem dadurch kompensieren, dass entweder eigene Ersparnisse anzapfen oder im privaten Umfeld, etwa von der Familie oder Verwandten, finanziell stärker unterstützt werden. Die Unterstützungsleitung der Eltern ist auch in der Pandemie nach wie vor relativ stabil.

Unter Schatten muss man sicher subsumieren, dass sich die finanzielle Lage von 37% der erwerbstätigen Studierenden verschlechtert hat. Allerdings fanden diese jobbenden Studierenden auch wieder Erwerbsmöglichkeiten, zumindest im Sommer. Mit zunehmender Dauer der Pandemie scheint auch der Anteil von Studierenden zu wachsen, die zumindest beabsichtigen, die Überbrückungshilfe der Bundesregierung zu beanspruchen, welche die Studentenwerke seit November 2020 wieder umsetzen.

Sorgen bereitet uns, dass die Pandemie Studierende aus Nicht-Akademiker-Familien wirtschaftlich härter trifft; für sie ist die Finanzierungssituation im Vergleich zu Studierenden aus Akademiker-Familien schwieriger, und sie denken auch häufiger über einen Studienabbruch nach.

Wir als Deutsches Studentenwerk haben im Zusammenhang mit der Überbrückungshilfe wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass es eine Gruppe von Studierenden in dauerhaft prekärer Lage gibt, für die wir eine Reform der staatlichen Studienfinanzierung benötigen.

Auch internationale Studierende sind von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie härter betroffen – einmal wegen der schwierigeren Jobsituation in Deutschland, dann auch wegen der wirtschaftlichen Lage in ihren Herkunftsländern.

Als jugend- und gesellschaftspolitisch problematisch sehe ich, dass rund 10% der Studierenden im Sommer zu ihren Eltern zurückgezogen sind. Als kurzfristige Reaktion im digitalen Semester und zur Reduzierung von Kosten ist das nachvollziehbar, aber es steht der in dieser Lebensphase notwendigen eigenständigen Persönlichkeitsentwicklung nun einmal entgegen.“ 

DZHW-Brief 9/2020 online:
www.dzhw.eu/pdf/pub_brief/dzhw_brief_09_2020.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/wirtschaftliche-lage-der-studierenden-der

 

 

 

 

Aufenthaltserlaubnis, Arbeitsrecht, Sozialleistungen für internationale Studierende

  • Servicestelle Interkulturelle Kompetenz des Deutschen Studentenwerks (DSW) mit neuer Fachpublikation
  • Autorin Dorothee Frings, Expertin für Migrations- und Sozialrecht
  • Zielgruppe: Berater/-innen von internationalen Studierenden von Hochschulen und Studierendenwerken
  • Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Berlin, 4. Dezember 2020. Wie können Drittstaatsangehörige eine Aufenthaltserlaubnis zum Studium in Deutschland erhalten?  Was sind ihre wichtigsten Rechtsansprüche, wenn sie in Deutschland jobben? Mit einer neuen Fachpublikation seiner Servicestelle Interkulturelle Kompetenz unterstützt das Deutsche Studentenwerk (DSW) Beraterinnen und Berater von internationalen Studierenden von Hochschulen und Studierendenwerken.

Autorin der 140-seitigen Publikation ist Prof. Dr. Dorothee Frings, Expertin für Migrations- und Sozialrecht; sie hatte bis zum Jahr 2017 eine Professur inne für Verfassungs-, Verwaltungs- und Sozialrecht für die Soziale Arbeit an der Hochschule Niederrhein.

„Fundierte Informationen zu aufenthalts- und sozialrechtlichen Fragen sind für den Studienerfolg internationaler Studierender eine essenzielle Grundlage und werden in den Beratungsstellen der Hochschulen und Studierendenwerke regelmäßig nachgefragt, auch in der Pandemie“, erläutert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde die Beweggründe, die zu dieser Publikation geführt haben.

Die Informationen sind in vier Kapiteln aufbereitet und thematisch auf die Rechtsstellung von Studierenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit bezogen. Durchgängig gestellte FAQs ermöglichen es, in der Beratungssituation und bei Anfragen schnell die richtigen Informationen zu finden. Durch Fallbeispiele werden die Informationen anschaulich erläutert, auch Corona-bezogene Hinweise sind enthalten.

Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland liegt derzeit bei rund 410.000, davon sind ca. 302.000 sogenannte Bildungsausländer/-innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht in Deutschland erworben haben.

Trotz Pandemie ist das Interesse internationaler Studierender am Studienstandort Deutschland auch weiterhin hoch. Gleichzeitig zeigt sich, dass besonders internationale Studierende in der Pandemie intensive Beratung und finanzielle Unterstützung benötigen. So fanden sich unter den Antragsteller/-innen in den Monaten Juni bis September 2020 auf Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Studierende in pandemiebedingter Notlage rund 30% internationale Studierende.

Die Servicestelle Interkulturelle Kompetenz (SIK) des Deutschen Studentenwerks wird seit 2002 gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Sie fördert die internationale Attraktivität des Studienstandortes Deutschlands, den Studienerfolg und die Integration internationaler Studierender sowie den interkulturellen Dialog zwischen Studierenden.
www.studentenwerke.de/de/content/servicestelle-interkulturelle-kompetenz

Die Publikation „Aufenthalts- und Sozialrecht für internationale Studierende – Handreichung für Beratende 2020“ kann beim Deutschen Studentenwerk kostenlos bestellt werden. Die Online-Fassung:
www.studentenwerke.de/de/content/aufenthalts-und-sozialrecht-für 

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/aufenthaltserlaubnis-arbeitsrecht

 

 

 

 

 

Krise im Digital-Semester? Psychologische Beratung der Studierendenwerke

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) wirbt für die psychologische Beratung der Studenten- und Studierendenwerke
  • Belastungsfaktoren für Studierende: Geschlossene Hörsäle, Bibliotheken, Mensen; einsamer „at-home-Campus“; Rückzug ins ehemalige Kinderzimmer
  • 43 der 57 Studenten- und Studierendenwerke mit psychologischer Beratung
  • 34.000 Studierende mit mehr als 105.000 Beratungskontakten im Jahr 2019

Berlin, 3. Dezember 2020. Studierenden, die durch Lockdown und Digitalsemester emotional und psychisch belastet sind, rät das Deutsche Studentenwerk (DSW), sich an die psychologischen Beratungsstellen der Studenten- und Studierendenwerke zu wenden.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde umreißt die Stress- und Belastungsfaktoren, denen Studierende im weitestgehend digitalisierten Lehrbetrieb dieses Wintersemester ausgesetzt sind:

„Geschlossene Hörsäle, Seminarräume, Bibliotheken, Mensen; mögliche Vereinzelung und Isolationsgefühle im ‚at-home-Campus‘; wenig Gegengewicht durch Sport- und Freizeitaktivitäten zum Lernen; kein spontaner Austausch mit Mitstudierenden; für viele aus finanziellen Gründen der Rückweg ins ehemalige Kinderzimmer bei den Eltern; Probleme mit der Studienfinanzierung, dazu Ängste, Stress und sehr viel Unsicherheit: Die Pandemie verlangt gerade auch Studierenden viel ab und belastet sie. Ihre psychosoziale Situation ist gegenüber einem ‚normalen‘ Semester deutlich schwieriger.“

Seine Empfehlung: „Die psychologischen Beraterinnen und Berater der Studierendenwerke sind jetzt erst recht für die Studierenden da, und sie sind in dieser schwierigen Zeit die beste Adresse für Studierende mit Ängsten, Nöten und psychischem Stress. Sie beraten telefonisch oder online; sie kennen die spezifische Situation von Studierenden bestens, und diese niedrigschwellige Beratung ist in aller Regel kostenlos.“

43 der 57 im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studierenden- und Studentenwerken bieten psychologische Beratung an. Im vergangenen Jahr 2019 nutzten mehr als 34.000 Studierende diese Beratung; es wurden nach DSW-Angaben mehr als 105.000 Beratungskontakte gezählt.

Drei Beispiele aus der Praxis der Studierendenwerke in der aktuellen Pandemie:

Diese Pressemitteilung finden Sie online unter:

https://www.studentenwerke.de/de/content/krise-im-digital-semester-psychologische

 

Zur Psychotherapeutischen Beratung des Studentenwerk Würzburg

 

 

 

Wählen Sie Ihre vier Lieblingsplakate

  • „Ich studiere – was geht mich Forschung an?: Siegerinnen und Sieger des 34. Plakatwettbewerbs von Deutschem Studentenwerk (DSW) und Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) in neuem Online-Video
  • Bis 6. Dezember 2020 öffentliche Online-Abstimmung zu den vier Plakaten, die gedruckt werden
  • 29 Plakate von Dezember 2020 bis Mai 2022 in Wanderausstellung zu sehen

Berlin, 30. November 2020. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) laden die Öffentlichkeit dazu ein, die vier besten Plakate ihres gemeinsamen Plakatwettbewerbs für Design-Studierende, „Ich studiere – was geht mich Forschung an?“, online auszuwählen. Die vier Plakate mit den meisten Online-Stimmen werden gedruckt.

Bis zum 6. Dezember 2020 können Interessierte ihre vier Favoriten aus den zur Auswahl stehenden Plakaten auf diesem Voting-Portal auswählen: https://voting.dsw-plakatwettbewerb.de/

Die vier Plakate mit den meisten Stimmen werden in einer Auflage von 1.000 Exemplaren gedruckt. Welche vier Plakate die meisten Online-Stimmen auf sich vereinigen konnten, wird ab Mitte Dezember 2020 auf der Website des Deutschen Studentenwerks bekannt geben: www.studentenwerke.de

Die Plakate können anschließend von Studenten- und Studierendenwerken, Hochschulen sowie hochschulnahen Institutionen beim Deutschen Studentenwerk bestellt werden.

Ab sofort ist die Preisverleihung des 34. Plakatwettbewerbs des Deutschen Studentenwerks (DSW) als Video online verfügbar. Wegen der Coronavirus-Pandemie werden die studentischen Preisträger/-innen diesmal nicht in einer physischen Preisverleihung gewürdigt, sondern filmisch in Szene gesetzt.

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/wählen-sie-ihre-vier-lieblingsplakate

„Auf zwei Beinen denken“: Studium/Forschung

  • Design-Student Felix Plachtzik von der staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) gewinnt 34. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks
  • Thema: Ich studiere - was geht mich Forschung an?
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Kooperationspartner
  • 275 Design-Studierende von 37 Hochschulen reichten 456 Plakatentwürfe ein

Berlin, 30. November 2020. Zwei gezeichnete Füße, die je einen Stift in den Zehen halten mit dem sie den jeweils anderen Fuß zeichnen; der rechte ist beschriftet mit „Forschung“ der linke mit „Studium“: Mit diesem Motiv gewinnt der Design-Student Felix Plachtzik von der staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) den 34. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW) und 3.000 Euro Preisgeld. Der Wettbewerb wurde in diesem Jahr gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgerichtet, die mit der Kampagne „DFG2020 - Für das Wissen entscheiden“ auf die Notwendigkeit und den Wert einer freien und wissenschaftsgeleiteten Forschung für die Gesellschaft aufmerksam machen will.

Insgesamt reichten 275 Design-Studierende aus 37 staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschulen 456 Plakatentwürfe ein. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die besten Plakate aus. Neben dem Sieger Felix Plachtzik, der sich über ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro freuen darf, gibt es zwei Zweitplatzierte, die jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro erhalten, drei dritte Plätze, die mit jeweils 1.000 Euro dotiert sind und einen Sonderpreis der DFG, der mit 3.000 Euro dotiert ist.

Der Sonderpreis der DFG geht an Saskia Eich von der Hochschule RheinMain für ihr Plakat „Wer nicht forscht, muss alles glauben.“ Betreut wurde die Arbeit von Prof. Taner Ercan.

Das Thema des Wettbewerbs lautet: „Ich studiere - was geht mich Forschung an?“. DSW und DFG wollten von den Studierenden wissen, was Forschung für die Studierenden von heute bedeutet, welchen Stellenwert Wissenschaft und Forschung in Studium und Alltag von Studierenden haben und was Forschung für sie ist – Pflicht, Kür, Alltag oder fernes Ziel? Sehen und fühlen sie sich als Studierende auch bereits als Wissenschafts-Kommunikator/-innen, oder als Verfechter/-innen der Wissenschaft in einer globalen Pandemie?

Die geplante Preisverleihung im Museum für Kommunikation Berlin musste aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen. Stattdessen gibt es einen Film, der die Siegerinnen und Sieger und ihre Plakate würdigt. Außerdem findet bis zum 6.12.2020 eine Online-Abstimmung darüber statt, welche vier Plakate gedruckt werden sollen. Die besten 29 Plakate werden von Dezember 2020 bis Mai 2022 in einer Wanderausstellung durch die Studenten- und Studierendenwerke zu sehen sein.

Prof. Dr. Julika Griem, DFG-Vizepräsidentin und Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts, Essen, freut sich über die facetten- und ideenreich umgesetzten Plakate, die pointiert und im besten Sinne plakativ den Wert von Forschung aufzeigen. Sie sagt: „Wissenschaft braucht originelle Verbindungen von Wort und Bild. Sie können in der Wissenschaftskommunikation als Kristallisationspunkte für gesellschaftlich relevante Diskussionen dienen.“

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident des DSW kommentiert: „Die Einreichungen bei unserem 34. Plakatwettbewerb zeigen: Forschung und Lehre sind für Studierende heute keine getrennten Lebensbereiche. Studieren bedeutet für sie Forschen, Anzweifeln, Ausprobieren. Auch die ausgezeichneten Plakate zeigen das, mal verspielt, mal abstrakt.“

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Ich studiere – was geht mich Forschung an?“
34. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks und der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2019/2020

Preisträgerinnen und Preisträger:

1. Preis, 3.000 Euro, für „Auf zwei Beinen denken“
Felix Plachtzik,
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG),
keine Betreuung

2. Preis, 2.000 Euro, für „Forschen ist Verstehen“
Ricardo Meyer,
Fachhochschule Potsdam,
betreut von Prof. Sven Völker und Prof. Klaus Dufke

2. Preis, 2.000 Euro, für „Probieren geht über Studieren“
Michelle Borsari / Leonie Sybertz,
Hochschule RheinMain
betreut von Prof. Taner Ercan

3. Preis, 1.000 Euro, für „No research without research“
April Suddendorf,
Hochschule Wismar,
betreut von Prof. Sophia Martineck

3. Preis, 1.000 Euro, für „Gebeutelt“
Alicia Loske,
Hochschule RheinMain,
betreut von Prof. Taner Ercan

3. Preis, 1.000 Euro, für „Über Grenzen hinaus“
Finja Peeck,
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig,
betreut von Prof. Klaus Paul

Sonderpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), 3.000 Euro, für
„Wer nicht forscht, muss alles glauben.“
Saskia Eich
, Hochschule RheinMain, betreut von Prof. Taner Ercan

Die Jury:

  • Prof. Gudrun Müllner, Diplom-Designerin, Professorin an der Fakultät für Gestaltung, Hochschule Augsburg
  • Prof. Wilfried Korfmacher, Diplom-Designer und Diplom-Psychologe, Professor im Fachbereich Kommunikationsdesign, Hochschule Düsseldorf 
  • Prof. Iris Utikal, Diplom-Designerin, Professorin am Institut Köln International School of Design (KISD) – TH Köln
  • Regine Meldt, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin
  • Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerk

Den DFG Sonderpreis haben ausgewählt:

  • Prof. Dr. Julika Griem, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)
  • Tim Wübben, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist der Verband der 57 Studentenwerke in Deutschland. Sie sind für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Förderung der mehr als 2,8 Millionen Studierenden zuständig sind. Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks wird seit 1987 jährlich durchgeführt. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell gefördert. Langjähriger Kooperationspartner ist das Museum für Kommunikation Berlin.
https://www.studentenwerke.de/de/content/34-plakatwettbewerb-20192020-Forschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) steht für die Wissenschaftsfreiheit. Als Selbstverwaltungsorganisation sichert sie die finanzielle Unabhängigkeit von Forschenden in Deutschland und verschafft ihnen dadurch Freiräume, hervorragende Ideen ohne inhaltliche Vorgaben oder politische Steuerung zu verfolgen. Mit dieser durch Bund und Länder getragenen Förderung entscheidet sich die Gesellschaft seit vielen Jahren für das Wissen. 2020 nimmt die DFG die Gründung ihrer Vorgängerorganisation, der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, im Jahr 1920 zum Anlass, ihre Überzeugung für die freie und erkenntnisgeleitete Forschung in die Gesellschaft zu tragen.
www.dfg2020.de

Diese Pressemitteilung online:

https://www.studentenwerke.de/de/content/%E2%80%9Eauf-zwei-beinen-denken%E2%80%9C-studi-umforschung

 

 

 

 

Studierendenwerk Freiburg ausgezeichnet vom Auswärtigen Amt

  • Internationaler Club des Studierendenwerks Freiburg gewinnt Preis für exzellente Betreuung internationaler Studierender
  • Auszeichnung des Auswärtigen Amtes ist mit 30.000 Euro dotiert
  • Deutsches Studentenwerk: „Studentenwerke treiben Integration internationaler Studierender voran“

Berlin, 11.11.2020. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) gratuliert dem Internationalen Club des Studierendenwerks Freiburg zum Gewinn des Preises des Auswärtigen Amtes für exzellente Betreuung ausländischer Studierender in Deutschland und appelliert gleichzeitig an die Bundesländer, die Integrationsarbeit der Studenten- und Studierendenwerke zu unterstützen.

Seit 1994 betreut der „Internationale Club“ des Studierendenwerks Freiburg Studierende aus dem Ausland und bietet ihnen Vernetzungs- und Integrationsmöglichkeiten. Tandem-Programme und Exkursionen zählen ebenso zu den Formaten wie Länderabende oder Begegnungsformate wie Sprachcafés. Die Angebote stehen allen Studierenden der Hochschulen im Betreuungsbereich des Studierendenwerks Freiburg offen, internationalen Studierenden ebenso wie deutschen.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW) kommentiert: „Der Internationale Club ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie die Studenten- und Studierendenwerke die sozial-akademische Integration von internationalen Studierenden vorantreiben. Das Angebot ist nicht erst seit der Corvid-19-Pandemie hervorragend digitalisiert und kann deshalb nahezu uneingeschränkt weiterlaufen.

Es ist bedauerlich, dass die erstklassige Integrationsarbeit der Studenten- und Studierendenwerke von Bund und Ländern mit keinem Cent gefördert wird, sondern von den Studentenwerken selbst querfinanziert werden muss“, so Achim Meyer auf der Heyde weiter. „Umso beeindruckender ist die Leistung der Freiburger Kolleginnen und Kollegen: herzlichen Glückwunsch!“

Das Auswärtige Amt zeichnet wirksame und innovative Modelle der Betreuung internationaler Studierender aus. Ziel des Preises ist es, zur Verbesserung der Willkommenskultur an deutschen Hochschulen beizutragen. Die Auszeichnung, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit 30.000 Euro dotiert ist, soll zudem einen positiven Anreiz schaffen, sich für die Interessen und Fragen internationaler Studierender und Doktoranden am eigenen Hochschulstandort einzusetzen.

Film-Porträt des „Internationalen Clubs“ des Studierendenwerks Freiburg auf der Website des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD):
https://www.daad.de/de/der-daad/kommunikation-publikationen/presse/pressemitteilungen/aa-preis/

Diese Pressemitteilung finden Sie online unter: https://www.studentenwerke.de/de/content/studierendenwerk-freiburg-ausgezeichnet

 

 

 

 

Hamburg: keine Studiengebühren durch die Hintertür

  • Änderung des Hamburger Hochschulgesetzes: Hamburgs Hochschulen sollen für die Studienzulassung Gebühren erheben dürfen
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) kritisiert die Pläne der Hamburger Landesregierung
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Keine neue soziale Hürde vor Studienbeginn, keine Studiengebühren durch die Hintertür“

Berlin, 9. November 2020. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) kritisiert die Pläne der Hamburger Landesregierung, für die Studienzulassung durch die Hamburger Hochschulen in Zukunft Gebühren erheben zu wollen. Dies soll durch eine Änderung des Hamburgischen Hochschulgesetzes ermöglicht werden.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt:

„Durch solche Gebühren für Tests und Auswahlgespräche wird eine neue finanzielle und damit auch soziale Hürde aufgebaut vor dem Studienbeginn. Das ist kontraproduktiv und dürfte vor allem Studieninteressierte aus bildungsfernen und einkommensschwächeren Familien benachteiligen.

Damit würde auch das Ziel konterkariert, die ohnehin stark ausgeprägte soziale Selektivität des deutschen Hochschulsystems zu verringern. Wir brauchen mehr, nicht weniger soziale Durchlässigkeit in Richtung Hochschulstudium. Das Letzte, was wir brauchen, sind allgemeine Studiengebühren durch die Hintertür.

Und es ist verwunderlich, dass weder zur Höhe diese Gebühren noch über eventuelle Härtefallregelungen Konkretes ausgeführt ist.“

Quelle:
https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/72676/haushaltsplan_2019_2020_nachbewilligung_nach_35_landeshaushaltsordnung_lho_einzelplaene_3_2_der_behoerde_fuer_wissenschaft_forschung_und_gleichstellun.pdf

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/hamburg-keine-studiengebühren-durch-die

 

 

 

 

Aus Zahlen (Wissenschafts-)Politik machen

  • Die Bundestags-Haushaltspolitiker Eckhardt Rehberg (CDU) und Swen Schulz (SDP) im Doppelinterview
  • Neue Ausgabe DSW-Journal 2-3/2020 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Rehberg: „Ich will kein Länder-Bashing machen, aber…“
  • Schulz: „Wofür die Hochschulen Paktmittel ausgegeben haben, ist haarsträubend“
  • Themen: Digitalpakt Schule, Bund-Länder-Pakte für Wissenschaft und Hochschulen – und das schwierige Verhältnis zwischen Bund und Ländern

Berlin, 9. November 2020. „Es geht darum, aus Zahlen Politik zu machen“, beschreibt Eckhardt Rehberg, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sein Selbstverständnis. Sein Kollege Swen Schulz von der SPD formuliert es so: „Es gehört nicht zu unseren Aufgaben, die besten Freunde der Bundesregierung zu sein.“ Für die neue Ausgabe 2-3/2020 seines DSW-Journals hat das Deutsche Studentenwerk (DSW) die beiden aus seiner Sicht wichtigsten Bundestags-Haushälter für Bildung, Wissenschaft und Forschung zum Gespräch gebeten.

Rehberg, seit 2005 im Bundestag, und Schulz, Bundestagsabgeordneter seit 2002, verbindet unter anderem die gemeinsame Arbeit im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags. Aber auch inhaltlich haben die beiden Haushaltspolitiker einige Schnittmengen.

Beide reagieren empfindlich auf den Kritikpunkt, die Bundesländer seien im Vergleich zum Bund massiv unterfinanziert. Rehberg kontert: „Die Behauptungen der Länder sind nicht zutreffend. Allein zwischen 2016 und 2019 haben sie 31 Milliarden Euro an Überschüssen angehäuft. Davon kann der Bund nur träumen.“ Ähnlich Swen Schulz: „‘Wir Länder sind so arm‘. Das haben die Länder so eingeübt. Tatsächlich läuft die Entwicklung genau in die andere Richtung: mit relativ gut ausgestatteten Ländern und einem Bund, der sein Geld zusammenhalten muss.“

Rehberg und Schulz betonen ihr gemeinsames Engagement für Bildung und Forschung, etwa am Beispiel des „Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken“, früher Hochschulpakt genannt. Schulz: „Daran wird keiner mehr rühren. Der ist fest bis 2027.“ Rehberg sieht das so für die Zeit nach 2021: „Ich kann mir keine politische Konstellation nach der Bundestagswahl vorstellen, die vor oder nach 2027 den Hochschulpakt aufkündigen wird.“

Uneins sind sich die beiden Haushaltspolitiker jedoch bei der Frage, ob der Bund nicht auch die Studenten- und Studierendenwerke fördern sollten, wie es das Deutsche Studentenwerk seit langem fordert. Der SPD-Mann Swen Schulz wäre dabei: „Von mir aus gern. Ich bin jederzeit dabei, die SPD-Fraktion unterstützt diese Forderung auch.“ Anders Rehberg: „Ich warne davor, dass wir uns erneut auf den Pfad begeben, dass der Bund immerzu für ureigene Länderaufgaben Geld geben soll.“

Das Gespräch mit Eckhardt Rehberg und Swen Schulz auf den Seiten 12 bis 17 dieses Downloads:
www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_03_2020_fuer_web.pdf

Weitere Themen im DSW-Journal 2-3/2020:

  • Zeit für eine nüchterne Bilanz: DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heydes Fazit der BMBF-Überbrückungshilfe
  • Mit Tesla duale Studiengänge auflegen: Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) im Interview
  • Zurück in die Zukunft, zurück in die Exzellenz-Liga: Porträt von Kerstin Krieglstein, der neuen Rektorin der Universität Freiburg
  • „Wir sind systemrelevant!“: Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, führt ein Corona-Tagebuch
  • Die tiefgreifendste Folge der Pandemie für das deutsche Hochschulsystem? Die Bundestags-Expert/-innen antworten
  • „Das Corona-Virus hat alles auf den Kopf gestellt“: Das 100 Jahre alte Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim heute
  • Digitale Räume für Begegnung: DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep denkt das digitale Studium über die digitale Lehre hinaus
  • „Wir sind für Euch da“: So meistern die Studenten- und Studierendenwerke die Corona-Krise
  • Teamwork: Nichts ist sicher vor den Logistikern des Studierendenwerks Aachen

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/aus-zahlen-wissenschafts-politik-machen

 

 

 

 

„Wir sind für euch da“: So meistern die Studentenwerke Corona

  • Neue Ausgabe DSW-Journal 2-3/2020 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Wie die Studenten- und Studierendenwerke auf den ersten Lockdown im Frühjahr reagiert haben
  • Mensa-Essen to go, BAföG-Beratung durchs Fenster, Sozialberatung auf YouTube, psychologische Beratung beim Spaziergang
  • „Wir sind systemrelevant“: Corona-Tagebuch von Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg

Berlin, 9. November 2020. „Wir sind für euch da“, war die Botschaft des Studentenwerks Hannover an die Studierenden während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020. Es verlagerte seine Sozialberatung kurzerhand auf YouTube und beantwortete die drängendsten Fragen, etwa zum Kündigungsschutz oder zum BAföG, in Kurzfilmen. Unter anderem an diesem Beispiel zeigt das Deutsche Studentenwerk (DSW) in der neuen Ausgabe 2-3/2020 seines DSW-Journals, wie die Studenten- und Studierendenwerke in der Pandemie und auf die Pandemie reagiert haben.

Beispiel Mensa: Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz etwa hat Ende Mai für seine Mensen einen Lieferdienst eingerichtet; bestellt und bezahlt wird von zuhause aus über einen Webshop, geliefert auch mit studentischen Fahrradkurieren. Beispiel Wohnheim: Das Studierendenwerk Heidelberg hat bisher in seinen Wohnheimen im Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt 24 Corona-Fälle gemeistert, unterstützt von seinen 60 studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren.

Auf insgesamt sechs Seiten wird in der neuen Ausgabe des DSW-Journals dargestellt, was sich die Studenten- und Studierendenwerke haben einfallen lassen, um auch in der Pandemie für die Studierenden da zu sein.

Weitere Beispiele sind die BAföG-Beratung „am Fenster“, die das Studierendenwerk Mannheim eingerichtet hat. Das Studierendenwerk Freiburg hat die Angebote seines „Internationalen Clubs“ digitalisiert, das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ), Bochum, wiederum seine Kulturangebote. Das Studentenwerk im Saarland hat seine Kita-Kinder mit dem Kinderbuch „Rabe Rüdiger sucht die Kinder“ beschert, welches die Coronavirurs-Pandemie kindgerecht erklärt. Das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau hat seine psychologische Beratung ins Freie verlagert und bietet sie nun im Rahmen von Spaziergängen an.

Jürgen Allemeyer, der Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg, schildert in seinem „Corona-Tagebuch“, wie er die Wochen und Monate seit März 2020 erlebt hat. Sein Fazit: „Wir Studierendenwerke sind systemrelevant! Wir haben die Kitas offengelassen, Studierende in der Not finanziell abgesichert, ihnen Wohnraum überlassen, auch wenn das Geld für die Miete fehlte, sie beraten und ihnen geholfen, wenn sie nicht weiterwussten.“

„So meistern die Studierendenwerke Corona“ auf den S. 18 bis 25 dieses Downloads:
www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_03_2020_fuer_web.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/„wir-sind-für-euch-da“-so-meistern-die

 

 

 

 

So finanziere ich mein Studium

  • Neuer Info-Flyer des Deutschen Studentenwerks (DSW) informiert über Unterhalt der Eltern, BAföG, Jobben, Kredite und Stipendien
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Sozialberatungsstellen der Studentenwerke beraten umfassend zur Studienfinanzierung“

Berlin, 4.11.2020. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) zeigt mit seinem neuen Info-Flyer „Studium finanzieren“ die wichtigsten Wege der Studienfinanzierung auf. Die Publikation informiert komprimiert und übersichtlich über Elternunterhalt, Nebenjob, BAföG, Stipendien und Kredite.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde betont den praktischen Nutzen des Info-Flyers: "Unser Flyer ist als übergeordnete Informationsquelle gedacht, und diese Informationen haben grundsätzlich auch in Pandemie-Zeiten Bestand. Bei ihrer Finanzierungsplanung sollten Studieninteressierte sich bei Fragen und Unklarheiten beraten lassen, am besten bei den Sozialberatungsstellen der Studentenwerke. Sie bieten unabhängige und kostenlose Beratung zu allen Themen der Studienfinanzierung an, nun pandemiebedingt online oder am Telefon."

Im DSW-Flyer „Studium finanzieren“ werden die verschiedenen Optionen der Finanzierung in einer Übersicht dargestellt. Der Flyer weist darauf hin, wie viel Geld Studierende im Monat durchschnittlich zur Verfügung haben und wofür sie es ausgeben.

Ein Schaubild stellt dar, welche Möglichkeiten Studierende nutzen können, falls sie kein BAföG oder nur eine BAföG-Teilförderung erhalten. Darüber hinaus wird erklärt, warum es sinnvoll ist einen BAföG-Antrag zu stellen, auch wenn die Studierenden selbst davon ausgehen, nicht BAföG-berechtigt zu sein.

Der Flyer online: https://www.studentenwerke.de/de/content/studium-finanzieren

Online-Übersicht der Sozialberatungsstellen der Studenten-/Studierendenwerke:
https://www.studentenwerke.de/de/ansprechpersonen-sozialberatung

 

 

 

 

Studentenwerke: Staatlicher Finanzierungsanteil nur noch 8,7%

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) mit neuen Zahlen zur Finanzierung der Studentenwerke
  • Zuschüsse oder Finanzhilfen der Bundesländer im Jahr 2019 bei 8,7% der Gesamteinnahmen
  • Studentenwerke erwirtschafteten vor Corona 62% ihrer Einnahmen über Wohnheime und Hochschulgastronomie

Berlin, 2.11.2020. Der staatliche Finanzierungsanteil der 16 Bundesländer für ihre Studenten- und Studierendenwerke liegt bei 8,7% ihrer Einnahmen, und damit auf einem ähnlichen tiefen Niveau wie in den Vorjahren. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, in dem die 57 Studenten- und Studierendenwerke zusammengeschlossen sind. Der Verband fordert eine stärkere finanzielle Unterstützung durch die Länder.

Gemäß der neuen DSW-Publikation „Studentenwerke im Zahlenspiegel 2019/2020“ machen die Zuschüsse und Finanzhilfen der Bundesländer im Jahr 2019 8,7% der Gesamteinnahmen der Studentenwerke aus. Anfang der 1990er Jahren trugen die Länder noch mit rund 24% zu den Einnahmen der Studentenwerke bei.

„Die Corvid-19-Pandemie bringt starke finanzielle Einbußen für die Studenten- und Studierendenwerke mit sich. Das fällt in eine Zeit, in der die Aufgaben der Studenten- und Studierendenwerke bei inzwischen fast 2,9 Millionen Studierenden ohnehin stetig wachsen. Das einzige, was sich nicht ändert, ist die geringe finanzielle Beteiligung der Bundesländer – das muss sich ändern“, fordert Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW).

„Darüber hinaus müssen die Länder zumindest einen Teil der Einnahmeverluste durch Corvid-19 ausgleichen, damit die Studenten- und Studierendenwerke durch die Pandemie nicht in eine unverschuldete Überschuldung geraten“, so Meyer auf der Heyde weiter.

62% ihrer Gesamteinnahmen von insgesamt 1,812 Milliarden Euro erwirtschafteten die Studentenwerke im vergangen Jahr selbst, durch Umsatzerlöse aus ihren Studierendenwohnheimen sowie Mensen und Cafeterien. Die Semesterbeiträge der Studierenden machen inzwischen mit 19% mehr als das Doppelte der Einnahmen der Studentenwerke aus als die Mittel der 16 Bundesländer.

„Studentenwerke im Zahlenspiegel 2019/201“ zum Download (120 Seiten, 1,4 MB):

https://www.studentenwerke.de/de/content/studenten-und-studierendenwerke-im-0

 

 

 

 

Das leisten die Studentenwerke

  • 952 Mensen und Cafeterien, 195.000 Studierendenwohnheim-Plätze, 1,83 Milliarden Euro BAföG, 212 Kitas mit 9.217 Kita-Plätzen
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) mit neuer Broschüre zur Arbeit der 57 Studenten- und Studierendenwerke vor der Pandemie
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Ohne soziale Infrastruktur, ohne Studenten- und Studierendenwerke kein Studienerfolg“

Berlin, 02.11.2020. 952 Mensen, Cafeterien, Bistros, Kaffeebars; mehr als 195.000 Wohnheimplätze für Studierende mit einer durchschnittlichen Warmmiete von 256 Euro im Monat, 9.217Kita-Plätze für die Kinder studentischer Eltern, mehr als 1,8 Milliarden Euro ausgezahlte BAföG-Mittel: Das Deutsche Studentenwerk (DSW) zeigt mit einer neuen Publikation, was die 57 Studenten- und Studierendenwerke im normalen Hochschulbetrieb leisten.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Die Studentenwerke sind moderne Sozialunternehmen. Ihre Arbeit ist nicht gewinnorientiert, sondern gemeinnützig. Das Wohl der Studierenden steht an erster Stelle, nicht etwa Profit. Den Studierenden den Rücken freizuhalten, damit sie sich auf ihr Studium konzentrieren können, ist die Hauptaufgabe der Studentenwerke. Das gilt genauso in der Pandemie.“

Die neue DSW-Publikation „Studentenwerke im Zahlenspiegel 2019/2020“ zeigt: Neben Mensen, Wohnheimen, Kitas und der Umsetzung des Studierenden-BAföG gehören auch studienbegleitende Beratung, die von den Studentenwerken mitverhandelten Semestertickets, die Service- und Beratungsangebote für ausländische Studierende oder die kulturelle Förderung zum Leistungsportfolio der Studenten- und Studierendenwerke.

43 Studentenwerke bieten psychologische Beratung an; 46 haben Sozialbe­ratungsstellen. 53 Studentenwerke haben Darlehenskassen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen. 34 Studentenwerke bieten in ihren Mensen sogenannte Freitische für bedürftige Studierende. 29 Studentenwerke fördern kulturelle Workshops und Kurse für Studierende.

Meyer auf der Heyde betont: „Als Anstalten des öffentlichen Rechts haben die Studentenwerke den Auftrag, die Studierenden wirtschaftlich, sozial und kulturell zu fördern. Das tun sie mit einem beeindruckend breiten Portfolio von Service- und Beratungsangeboten. Sie tun dies aber nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen und erwirtschaften 62% ihrer Einnahmen selbst.“

Die 57 Studenten- und Studierendenwerke in Zahlen:

  • 20.127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  •  195.308 Wohnheimplätze
  • 1,83 Milliarden Euro BAföG im Jahr 2019 im Auftrag von Bund und Ländern
  • 23 Studentenwerke mit studentischer Arbeitsvermittlung
  • 34 Studentenwerke mit Semesterticket
  • Darlehenskassen mit günstigen Studienabschlussdarlehen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen in 53 Studentenwerken
  • 952 Mensen, Cafeterien, Restaurants, Bistros, Kaffeebars mit 236.598 Sitzplätzen, Jahresumsatz 2019: 446 Millionen Euro
  • 49 Studentenwerke mit rollstuhlgängigen Wohnplätzen
  • 50 Studentenwerke mit besonderen Wohnangeboten für Studierende mit Kind
  • 41 Studentenwerke mit Wohnraumvermittlung: Angebote von Privatvermietern an Studierende
  • 9.122 Plätze in 209 Kinderbetreuungseinrichtungen
  • 43 Studentenwerke mit psychologischer Beratung
  • 46 Sozialberatungsstellen
  • 29 Studentenwerke mit Rechtsberatung
  • vier Studentenwerke mit technischen Hilfsmitteln für Studierende mit Behinderung
  • 42 Studentenwerke mit studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren zur besseren Integration ausländischer Studierender
  • Kultur: 23 Theaterbühnen, 30 Probe- und Übungsräume für studentische Gruppen, 10 Fotolabors, 31 Galerien, 22 Kneipen mit Kulturprogramm, 29 Studentenwerke mit kulturellen Kursen bzw. Workshops, 21 Studentenwerke mit Kultur-Festivals und -Wettbewerben
  • 21 Studentenwerke mit Fitness- und Sportangeboten für Studierende
  • 13 Studentenwerke mit Internetpools mit freiem Zugang

„Studentenwerke im Zahlenspiegel 2019/2020“ zum Download (120 Seiten,1,4 MB):

https://www.studentenwerke.de/de/content/studenten-und-studierendenwerke-im-0

 

 

 

 

Wer wird „Student/-in des Jahres“?

Deutscher Hochschulverband (DHV) und Deutsches Studentenwerk (DSW) würdigen studentisches Engagement

Wer wird „Student/-in des Jahres“? Der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) schreiben zum sechsten Mal den Preis für studentisches Engagement aus, den sie vor fünf Jahren gemeinsam ins Leben gerufen haben. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro und wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet.

DHV und DSW wollen mit dem Preis diejenige Studentin, denjenigen Studenten oder ein Studierenden-Team auszeichnen, die, der oder das ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigt, welches möglichst einzigartig und innovativ sein sollte. Es besteht dabei keine Beschränkung, in welcher Art und Weise dies gelungen ist. Der Preis soll auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 22. März 2021 in Berlin verliehen werden, die aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie online stattfinden wird.

„Es gibt viele unter den 2,9 Millionen Studierenden, die über ihr Fachstudium hinaus in Staat und Gesellschaft, Politik und Vereinen, vor allem aber ehrenamtlich und altruistisch engagiert sind“, erklärten DHV-Präsident Professor Dr. Bernhard Kempen und DSW-Präsident Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep. „Dieses Engagement wollen DHV und DSW mit der Auszeichnung ,Student/-in des Jahres’ sichtbarer machen, indem sie einem besonders positiven Beispiel studentischen Engagements Öffentlichkeit verschaffen.“

Beide Verbände rufen dazu auf, bis zum 31. Dezember 2020 Kandidatinnen und Kandidaten für die Auszeichnung vorzuschlagen. Interessierte finden nähere Informationen im folgenden Ausschreibungstext:   
www.hochschulverband.de/cms1/fileadmin/redaktion/download/pdf/pm/student-des-jahres.pdf

Bisherige Preisträger waren:

  • der Medizinstudent Christoph Lüdemann von der Universität Witten/Herdecke, der über den von ihm mitaufgebauten Verein „L‘appel Deutschland“ Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda und Sierra Leone leistete (2016),
  • das von 16 Architekturstudierenden der Technischen Universität Kaiserslautern getragene Bauprojekt Spinelli Barracks Mannheim, bei dem diese gemeinsam mit Flüchtlingen einen Holz-Pavillon auf einem ehemaligen Kasernengelände des US-Militärs entwarfen, planten und errichteten, das den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Erstaufnahmeeinrichtung inzwischen als Begegnungsstätte und Rückzugsort dient (2017),
  • der Medizinstudent Philipp Humbsch von der Charité - Universitätsmedizin Berlin aus Frankfurt/Oder. Er ist Urheber und Motor der Initiative "Jeder kann ein Held sein", die seit 2016 insbesondere Grundschüler in strukturschwachen Gebieten Brandenburgs kostenlos in Erster Hilfe unterrichtet und sie dadurch zugleich für weiteres ehrenamtliches Engagement in freiwilligen Hilfsorganisationen des Bevölkerungsschutzes sensibilisiert (2018),       
  • die Medizinstudentin Wiebke Gehm von der Universität Rostock, leitendes Mitglied der studentischen Initiative "TNA – Tommy nicht allein", bei der sich Studierende seit 2015 in ihrer Freizeit um hilfsbedürftige Patientinnen und Patienten in der Rostocker Kinderklinik kümmern (2019),
  • der Medizinstudent Sagithjan Surendra von der Universität Erlangen-Nürnberg, der Gründer und Motor des „Aelius Förderwerks“ ist, das seit 2017 Kinder und Jugendliche aus nichtakademischen Elternhäusern, oftmals mit Migrationshintergrund, über ein breites ideelles Förderangebot auf ihrem Bildungsweg unterstützt (2020).

Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit über 32.000 Mitgliedern.
www.hochschulverband.de

Das Deutsche Studentenwerk vertritt als Verband die Interessen der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland sowie die sozialpolitischen Belange der Studierenden.
www.studentenwerke.de

Presse-Ansprechpartner beim Deutschen Hochschulverband:
Dr. Matthias Jaroch, Pressesprecher
Rheinallee 18, 53173 Bonn
Tel. 0228/902 6615
Fax 0228/902 6690
E-Mail jaroch(at)hochschulverband(dot)de.
http://www.hochschulverband.de
http://www.facebook.com/Hochschulverband

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/wer-wird-„student-des-jahres“-0

 

 

 

 

Digitalisierung des BAföG: Neuer Online-Antragsassistent ein erster Schritt

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) begrüßt Pilotprojekt eines neuen BAföG-Online-Antragsassistenten in fünf Bundesländern
  • Weitere Entbürokratisierung des BAföG-Gesetzes nötig
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Das ist ein erster Schritt in Richtung einer bundesweiten, durchgängigen, einheitlichen Digitalisierung des BAföG“

Berlin, 26. Oktober 2020. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt den heute von zwei Bundesministerien und dem Land Sachsen-Anhalt vorgestellten neuen Online-Antragsassistenten „BAföG digital“, der nun im Pilotbetrieb in fünf Bundesländern eingesetzt werden soll, und bewertet ihn als einen „ersten Schritt in Richtung einer bundesweit einheitlichen Digitalisierung des BAföG“, dem allerdings nun weitere Schritte folgen müssten.

Auf einer Pressekonferenz in Berlin haben heute Montag, 26. Oktober 2020, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie die Landesregierung von Sachsen-Anhalt den im Rahmen des Onlinezugangsgesetztes (OZG) entwickelten Online-Antragsassistenten „BAföG digital“ vorgestellt, der in diesen fünf Bundesländern für Schüler/-innen und Studierende zum Einsatz kommen soll: Sachsen-Anhalt, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde kommentiert:

„Das ist ein erster Schritt in Richtung einer Digitalisierung des BAföG, weitere müssen nun folgen. Wir wünschen uns im Interesse der Studierenden und der Beschäftigten der BAföG-Ämter der Studenten- und Studierendenwerke in den fünf Pilot-Bundesländern, dass der neue Online-Antragsassistent tatsächlich die BAföG-Antragsstellung vereinfacht.

Aber zu einer vollständigen, klugen Digitalisierung des BAföG sind noch einige weitere Schritte notwendig. Wir brauchen zum Beispiel eine bundeseinheitliche BAföG-Fachanwendung für die Bearbeitung der Anträge in den BAföG-Ämtern, einschließlich einer e-Akte, die auch zwischen einzelnen Bundesländern kompatibel ist. Ziel muss sein, einen bundesweit einheitlichen e-Antrag, einen e-Bescheid und eine e-Akte beim BAföG zu haben.

Auch hätten wir uns gewünscht, dass das BAföG erst einer gründlichen Verwaltungsvereinfachung unterzogen wird, ehe es nun im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes digitalisiert wird. Es wäre ratsam gewesen, erst den gesamten Prozess zu entschlacken und zu verschlanken, ehe man ihn digitalisiert. Eine Reduzierung der Anforderungen im BAföG-Gesetz würde auch die Anforderungen einer digitalisierten Antragstellung reduzieren.

Für einen BAföG-Antrag müssen auch die Eltern der Studierenden und ihre Hochschulen einen Teil beitragen; auch diese Beteiligung von Eltern und Hochschulen muss vollständig digital ermöglicht werden.

Durch das Onlinezugangsgesetz werden im Ergebnis für elektronische Behörden-Dienstleistungen ein Online-Bundesportal und dazu sechzehn Online-Länderportale geschaffen. Ziehen Studierende innerhalb Deutschlands um, muss sichergestellt sein, dass ihr Online-BAföG auch im neuen Bundesland zur Verfügung steht. Dafür ist hinter den Kulissen noch einiges an Verwaltungs-Digitalisierung notwendig in den kommenden Jahren.“

Meyer auf der Heydes vorläufiges Fazit: „Die Digitalisierung des BAföG nimmt Fahrt auf, aber in der Praxis und auf der Ebene der Antrags-Bearbeitung muss noch einiges getan werden. Alle Beteiligten haben aber das gleiche Ziel: Das BAföG attraktiver – und die Beantragung und Bearbeitung einfacher und schneller zu machen. Das wollen auch die Studenten- und Studierendenwerke.“

Heutige Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF):
www.bmbf.de/de/neuer-online-antrag-wird-zugang-zum-bafoeg-erleichtern-12863.html

BMBF-Erklärvideo zum neuen BAföG-Online-Antragsassistenten:
https://www.youtube.com/watch?v=9A7Rar39BVo&feature=youtu.be

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/digitalisierung-des-bafög-neuer-online

 

 

 

 

150.000 Mal Überbrückungshilfe für Studierende

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) zur Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Studierende in pandemiebedingter Notlage
  • Insgesamt rund 244.000 Anträge von rund 120.000 Studierenden von Juni bis September 2020 bei den Studenten- und Studierendenwerken
  • Bisher rund 150.000 positiv beschiedene Anträge = 65 Millionen Euro ausbezahlt als nicht rückzahlbarer Zuschuss
  • Anteil ausländischer Studierender bei den Empfänger/-innen rund 30%
  • 63% der Anträge zugesagt, 36% abgelehnt, bei einem Prozent laufen noch Nachfragen

 

Berlin, 7. Oktober 2020. Die Studenten- und Studierendenwerke haben bisher rund 150.000 Mal Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) an Studierende in pandemiebedingter Notlage ausbezahlt. Diese Zahl legt das Deutsche Studentenwerk, der Verband der Studenten- und Studierendenwerke, nach dem vorläufigen Aussetzen der Überbrückungshilfe zum 30.9.2020 nun vor.

 

Nach DSW-Angaben gingen bei den Studenten- und Studierendenwerken rund 244.000 Anträge auf Überbrückungshilfe ein; etwa 150.000 davon konnten positiv entschieden werden, ca. 9.000 sind derzeit noch in Bearbeitung. Rund 120.000 Studierende, davon 30% ausländische Studierende, haben bundesweit Überbrückungshilfe erhalten, viele von ihnen mehrfach. Insgesamt wurden bisher etwa 65 Millionen Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausbezahlt. Für das Projekt stellte das BMBF insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Die Zahl der Anträge verteilt sich unterschiedlich auf die vier Monate Laufzeit des Projekts: Waren es im Juni 2020 noch mehr als 82.000, sank die Zahl im September bis auf rund 36.000. Überbrückungshilfe zusagen konnten die Studenten- und Studierendenwerke bei 63% Prozent der Anträge, ablehnen musste sie 36% der Anträge. Bei einem Prozent laufen derzeit noch Nachfragen. Bei mehr als 40% aller Anträge haben die Studenten- und Studierendenwerke Informationen oder Unterlagen nachgefordert.

 

Bei mehr als der Hälfte der abgelehnten Anträge befanden sich die Studierenden zwar in einer finanziellen Notlage, diese war aber schon vor der Pandemie gegeben und nicht Folge der Pandemie. Insoweit konnte die auf eine pandemiebedingte Notlage angelegte Überbrückungshilfe der Bundesregierung für sie nicht greifen.

 

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde folgert: „Für diese Studierenden brauchen wir dringend eine strukturelle Reform der Studienfinanzierung.“

 

Er würdigt das große Engagement der Studenten- und Studierendenwerke bei der Überbrückungshilfe: „Die Studenten- und Studierendenwerke haben Großes geleistet. Sie haben unter höchstem Zeit- und politischem Erwartungsdruck geschlossen und engagiert gehandelt – zum Wohl der Studierenden, wie es auch ihr Auftrag ist. Insgesamt waren 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Überbrückungshilfe betraut. Diese Teams – vor Ort teilweise bis zu 80 Köpfe stark – mussten sich inhaltlich einarbeiten, ein neues Online-System bedienen lernen, und über Monate hinweg mehrere Tausend Anträge bearbeiten.  Das war ein immenser Kraftakt, und ein enormer Stresstest, den die Studenten- und Studierendenwerke erfolgreich bestanden haben.“

 

Diese Pressemitteilung finden Sie auch online:

www.studentenwerke.de/de/content/150000-mal-überbrückungshilfe-für

 

 

Curie? Hawking? Messi? Thunberg? „Vorbilder“ von Studierenden

  • 35. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende
  • Welche Vorbilder haben Studierende?
  • 10.000 Euro Preisgeld
  • Anmelden bis 8. November 2020
  • Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner

Berlin, 14. September 2020. Welche „Vorbilder“ haben Studierende heute? Das will  das Deutschen Studentenwerk mit seinem 35. Plakatwettbewerb von den Design-Studierenden in ganz Deutschland wissen. Sind es große Wissenschaftler/-innen wie Marie Curie und Stephan Hawking, Menschen aus dem eigenen Bekannten- und Familienkreis oder Prominente wie Lionel Messi oder Greta Thunberg?

Das Studium ist eine Zeit des Ausprobierens: Neues versuchen, nicht ausgetretene Pfade erkunden, die eigene Persönlichkeit erproben. Die Fülle an Möglichkeiten kann aber auch überwältigen und die Suche nach Orientierung nötig machen. Das Deutsche Studentenwerk fragt, ob Studierende von heute noch Vorbilder haben. Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht? Wem wollen Studierende es gleichtun? Oder wie wollen sie auf keinen Fall werden?

Der Wettbewerb wird zum Wintersemester 2020/2021 an allen staatlichen und staatlich anerkannten Design-Hochschulen bundesweit ausgeschrieben. Teilnehmen können Studierende der Fächer Grafik-Design, Kommunikationsdesign und Visuelle Kommunikation.

Eine fünfköpfige Fachjury verteilt insgesamt 10.000 Euro Preisgeld. Eine Auswahl von 29 Plakaten tourt zwei Jahre lang durch Deutschland und wird in verschiedenen Studenten- und Studierendenwerken ausgestellt. Gefördert wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); Kooperationspartner ist das Museum für Kommunikation Berlin.

Die Plakatentwürfe werden über ein digitales Wettbewerbsportal beim Deutschen Studentenwerk eingereicht. Die Jury trifft eine Vorauswahl, und voraussichtlich Ende März 2021 werden aus dieser „Short List“ die besten Plakate gekürt.

Die Preisverleihung findet am 28. Juni 2021 im Museum für Kommunikation Berlin statt.

Die Jury des 35. Plakatwettbewerbs:

  • Prof. Armin Lindauer, Professor für Editorial Design und Typografie an der Hochschule Mannheim
  • Prof. Stan Skolnik, Professor für Mediendesign an der IUBH in Hamburg
  • Miriam Horn-Klimmek, Kommunikationsdesignerin und staatl. geprüfte Mediengestalterin
  • Regine Meldt, Museum für Kommunikation Berlin, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
  • Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg und Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerks

Alle Informationen und Ausschreibungsfolder online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/35-plakatwettbewerb-20202021-Vorbilder

Online-Anmeldung bis zum 8. November 2020 hier:
https://dsw-plakatwettbewerb.de/anmeldung

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/curie-hawking-messi-thunberg-„vorbilder“

 

 

 

 

Dringender Rat an Erstsemester: Frühzeitig BAföG beantragen, Semesterbeginn beachten

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): BAföG-Antrag möglichst früh stellen, nicht erst zum Beginn der Vorlesungszeit
  • Zwischen offiziellem Semesterbeginn und Beginn der Vorlesungszeit können mehrere Wochen liegen
  • Fachhochschulen beginnen ihr Wintersemester 2020/2021 bereits in der Regel zum 1. September, Universitäten zum 1. Oktober
  • BAföG kann erst ab Monat der Antragstellung gezahlt werden, deshalb lohnt sich der frühzeitige Antrag

Berlin, 10. September 2020. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) rät Erstsemestern, ihren BAföG-Antrag spätestens zum offiziellen Beginn des Wintersemesters 2020/2021 zu stellen und damit nicht bis zum Beginn der Vorlesungszeit zu warten. Denn zwischen den beiden Zeitpunkten können Wochen liegen, und die Studierenden würden eventuell auf Förderung verzichten, wenn sie den Antrag erst zum Beginn der Vorlesungen stellen.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erläutert: „Wegen der Corona-Pandemie haben viele Hochschulen, gerade die Universitäten, den Beginn der Vorlesungszeit für dieses Wintersemester 2020/2021 nach hinten verschoben, zum Beispiel auf Anfang November 2020. Das Semester beginnt aber offiziell oft schon früher. Deshalb ist es besonders für Erstsemester wichtig, ihren BAföG-Erstantrag möglichst frühzeitig zu stellen, damit sie ab Beginn des Semesters auch die Förderung erhalten können.“

„Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat hierfür die gesetzlichen Weichen gestellt“, ergänzt Meyer auf der Heyde, „wofür ihm im Interesse der Erstsemester zu danken ist.“

Das Wintersemester 2020/2021 hat an den Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Regel bereits am 1. September 2020 begonnen, auch wenn der Vorlesungsbeginn erst später sein kann. Stellen die FH-Studienanfänger/-innen in diesem Monat noch ihren BAföG-Antrag, können sie nach Prüfung ihres Antrags grundsätzlich auch die Förderung für September 2020 erhalten.

BAföG-Änderung der Bundesregierung, Punkt 11:
https://www.bafög.de/keine-nachteile-beim-bafoeg-wegen-corona-756.php

Alle BAföG-Werbemedien der Studenten- und Studierendenwerke:
www.studentenwerke.de/de/bafoeg

Die BAföG-Verbesserungen zum Wintersemester 2020/201 im Überblick:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/dringender-rat-erstsemester-frühzeitig

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende: Bedarf bleibt auch in und nach der Pandemie hoch

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) bekräftigt Forderung nach gemeinsamen Bund-Länder-Zuschüssen für den Neubau und Erhalt von bezahlbarem Wohnraum für Studierende
  • Studentisches Wohnen: Heute öffentliches Fachgespräch im Bundestagsausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen
  • DSW-Stellungnahme: Nachfrage einkommensschwächerer Studierender nach Wohnraum weit unter der BAföG-Wohnbedarfspauschale von 325 Euro im Monat
  • Länder sollen Mittel aus der Finanzhilfevereinbarung Bund/Länder auch für studentischen Wohnraum verwenden

Berlin, 9. September 2020. Anlässlich des heutigen Fachgesprächs zum Thema studentisches Wohnen im Bundestagsausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen bekräftigt das Deutsche Studentenwerk (DSW) seine Forderung nach gemeinsamen Bund-Länder-Zuschüssen für Neubau und Erhalt von Studierendenwohnheimen der Studenten- und Studierendenwerke.

Gleichzeitig betont der Verband, dass die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für Studierende voraussichtlich auch in der Pandemie, und erst recht nach der Pandemie, hoch bleiben werde – vor allem seitens einkommensschwächerer Studierender, die auf Wohnraum zu einem Mietniveau weit unterhalb der aktuellen BAföG-Wohnbedarfspausche von 325 Euro im Monat angewiesen sind.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde ist einer der fünf Sachverständigen, die heute vor dem Bundestagsausschuss sprechen; er betont:

„Gerade die Erfahrung mit der Überbrückungshilfe der Bundesregierung für Studierende in pandemiebedingter Notlage zeigt, dass ein Teil der Studierenden bereits vor der Pandemie in struktureller Armut lebt. Gerade diese Studierende sind von den Mietsteigerungen auf den Wohnungsmärkten in den vergangenen Jahren hart getroffen worden; sie benötigen Wohnraum zu sozialverträglichen Mieten, wie sie die Studentenwerke in Ihren Wohnheimen mit einer Durchschnittsmiete von 256 Euro im Monat bieten können. Und das wiederum können die Studentenwerke nur mit staatlicher Förderung. Wir brauchen ein gemeinsames Handeln von Bund und Ländern.“

Der Bundestagsausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen befasst sich heute mit Anträgen der beiden Oppositionsparteien Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat zu beiden Anträgen auch eine schriftliche Stellungnahme vorgelegt.

Darin begrüßt es ausdrücklich die Finanzhilfevereinbarung zwischen Bund und Ländern zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus, mit der grundsätzlich auch Finanzhilfen für den studentischen Wohnheim-Neubau und -Erhalt zur Verfügung gestellt werden. Allerdings, so mahnt das DSW, müssten nun auch tatsächlich alle Bundesländer die bereitgestellten Finanzmittel von einer Milliarde Euro auch für Studierendenwohnheime verwenden.

Meyer auf der Heyde weiter: „Jeder Wohnheimplatz, der neugeschaffen oder saniert wird, entlastet die städtischen Wohnungsmärkte.“ Seit dem Jahr 2007 sei die Zahl der staatlich finanzierten Studienplätze um 45% gestiegen, die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze jedoch nur um 8%. „Diese Schere darf nicht noch weiter auseinandergehen“, fordert Meyer auf der Heyde.

Die im Deutschen Studentenwerk organisierten 57 Studenten- und Studierendenwerke stellen bundesweit rund 194.000 Wohnheimplätze in rund 1.700 Studierendenwohnheimen bereit; rund 10% der Studierenden finden dort ein Zuhause auf Zeit. Vor allem einkommensschwächere Studierende, ausländische Studierende sowie Erstsemester wollen ins Wohnheim.

Gemeinsam mit den Studenten- und Studierendenwerken wirbt das Deutsche Studentenwerk mit der Kampagne „Kopf braucht Dach“ für ein stärkeres Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen.

DSW-Stellungnahme zu den Anträgen der Linken und der Grünen:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zum-öffentlichen

Kampagne „Kopf braucht Dach“:
https://mein-studentenwohnheim.de/

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/bezahlbarer-wohnraum-für-studierende-5

 

 

 

 

 

„Jetzt BAföG beantragen!“

  • BAföG-Verbesserungen zum Wintersemester 2020/2021: Elternfreibeträge steigen um 3%, Bedarfssätze um 2%
  • Studenten- und Studierendenwerke starten neue Informations-Kampagne
  • Beispiel: „Corona-Krise? Jetzt erst recht BAföG beantragen“
  • Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks: „Gerade wenn Familien wegen der Pandemie wirtschaftliche Einbußen haben, lohnt sich ein BAföG-Antrag“

Berlin, 7. September 2020. Zum Wintersemester 2020/2021 wird der Förderungs-Höchstsatz beim BAföG auf 861 Euro erhöht, die Freibeträge für das Einkommen der Eltern steigen, und man kann mehr Vermögen haben, das nicht aufs BAföG angerechnet wird. Die Kinderbetreuungszuschläge steigen von 140 auf 150 Euro. Außerdem sind die BAföG-Antragsformulare neu und übersichtlicher gestaltet. Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) aufmerksam.

Mit neuen Informations-Medien werben die im DSW organisierten Studenten- und Studierendenwerke für die Verbesserungen beim BAföG zu diesem Wintersemester 2020/2021.

„10 Semester BAföG – 41.650 Euro geschenkt!“, dazu die Abbildung eines aufspringenden Geschenks; ein aufgebrochenes Sparschwein mit Mund-Nasen-Maske und der Frage „Corona-Krise in deiner Familie? Jetzt BAföG beantragen“: Das sind zwei Motive der neuen Serie von BAföG-Informationsmaterialien.

„Die Corona-Pandemie hat die Beschäftigungs- und Einkommenssituation vieler Studierender und auch die ihrer Eltern verschlechtert; ein BAföG-Antrag kann sich nun erst recht lohnen“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Viele Studierende, die vorher nicht förderungsberechtigt waren, können es jetzt sein. Und viele, die vorher bereits BAföG bekommen haben, können nun mehr BAföG erhalten. Deshalb sollten Studierende dem Slogan unserer neuen Kampagne folgen: Jetzt BAföG beantragen!“ 

Alle Motive der neuen BAföG-Serie online:
www.studentenwerke.de/de/bafoeg

Die BAföG-Verbesserungen zum Wintersemester 2020/201 im Überblick:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/„jetzt-bafög-beantragen

 

 

 

Überbrückungshilfe: Beantragung für September beginnt

  • Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Studierende in pandemiebedingter Notlage
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Antragstellung für September beginnt, möglich bis 30.9.2020
  • Bisher rund 200.000 Anträge eingegangen bei den Studentenwerken, 180.000 bearbeitet
  • Einen Erst-Antrag oder Folge-Antrag stellen: Erklärvideos auf der DSW-Website www.studentenwerke.de

Berlin, 1. September 2020. Ab heute und längstens bis zum 30. September 2020 können Studierende in pandemiebedingter finanzieller Notlage einen Online-Antrag auf die Überbrückungshilfe der Bundesregierung stellen. Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) aufmerksam, der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke. Über sie wird die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschüttet, in Höhe von bis zu 500 Euro im Monat.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Nachdem die Bundesministerin für Bildung und Forschung in Absprache mit den Studenten- und Studierendenwerken entschieden hat, die Überbrückungshilfe um einen Monat bis September 2020 zu verlängern, ist nun technisch und organisatorisch alles bereit dafür.

Die rund 1.300 Beschäftigten in den Studenten- und Studierenden-werken, die die Anträge bisher bearbeitet haben, gehen gerne in diese Verlängerung. Sie setzen sich dafür ein, dass das Geld bei den Studierenden ankommt, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.“

Bisher seien gemäß Meyer auf der Heyde über das Online-Antragsportal www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de  rund 200.000 Anträge bei den Studenten- und Studierendenwerken eingegangen; rund 180.000 davon sind bereits bearbeitet. 60% dieser Anträge wurde entsprochen, 38% mussten abgelehnt werden. Bei 2% der Anträge laufen derzeit Nachfragen, wobei die Studenten- und Studierendenwerke bezogen auf alle Anträge bei 44% Daten oder Unterlagen bei den Studierenden nachgefordert haben.

Auf seiner Website www.studentenwerke.de erläutert das Deutsche Studentenwerk außerdem mit zwei Erklärvideos, was Studierende bei einem Erst- oder bei einem Folge-Antrag für September 2020 technisch beachten sollten.

Die beiden Erklärvideos auf der DSW-Website:
https://www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-technische-hinweise

DSW-FAQs zur Überbrückungshilfe:
https://www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende

 

Hintergrund: Überbrückungshilfe der Bundesregierung für Studierende in pandemiebedingter Notlage

Antragsberechtigt sind Studierende aus dem In- und aus dem Ausland, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulenin Deutschland immatrikuliert sind. Die Anzahl der Semester oder das Alter sind keine Ausschlussgründe. Entscheidend ist die nachgewiesene, akute und pandemiebedingte Notlage. Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden.

Online-Antragstellung:
www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/überbrückungshilfe-beantragung-für

 

 

 

 

Noch keine Trendwende: Auch 2019 weniger Studierende mit BAföG

  • Statistisches Bundesamt: Trotz BAföG-Erhöhung auch 2019 Fortsetzung des Rückgangs der BAföG-geförderten Studierenden, 28.000 weniger als 2018
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Die angekündigte Trendwende ist noch immer nicht eingetreten
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Die dreistufige Erhöhung der Elternfreibeträge reicht nicht“

Berlin, 3. August 2020. Die Zahl der Studierenden, die BAföG erhalten, ist auch 2019, nunmehr im siebten Jahr in Folge, zurückgegangen; sie sank gegenüber 2018 um 28.000 auf nunmehr 489.000 Studierende. Das meldet das Statistische Bundesamt. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) befürchtet, dass die von der Bundesregierung angekündigte „Trendwende“ beim BAföG, wonach die Zahl der Geförderten um 100.000 steigen soll, weiterhin ausbleibt.

Gemäß den heute, 3. August 2020, veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts haben im Jahr 2019 rund 489.000 Studierende BAföG erhalten; das sind 28.000 weniger als 2018. Im monatlichen Durchschnitt sank die Zahl der geförderten Studierenden von 338.000 im Jahr 2018 auf 317.000 im Jahr 2019.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), kommentiert:

„Die Talfahrt beim BAföG geht leider weiter. Wie wir bereits vergangenes Jahr befürchtet haben, scheint die dreistufige Erhöhung der Elternfreibeträge, die die Bundesregierung zum Wintersemester 2019/2020 auf den Weg gebracht hat und deren zweite Stufte nun zum Wintersemester 2020/2021 greift, nicht auszureichen. Die von der Bundesregierung angekündigte ‚Trendwende‘, wonach endlich wieder mehr Studierende vom BAföG profitieren sollen, droht so auszubleiben.

Wir brauchen beim BAföG nun eine weitere kräftige Steigerung vor allem der Elternfreibeträge, die über die beabsichtigte Erhöhung zum Wintersemester 2020/2021 hinausgeht.

Und wir brauchen darüber hinaus eine strukturelle, grundlegende Reform des BAföG, die endlich die Studienrealität zugrunde legt. Mehr als 70% der Studierenden beenden ihr Studium erst im zweiten Semester nach der Regelstudienzeit. Bei der Finanzierung der Studienkapazitäten über den Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken, früher Hochschulpakt genannt, wird diese Tatsache inzwischen anerkannt. Das muss endlich gleichermaßen für das BAföG gelten, und die Förderungshöchstdauer muss entsprechend um zwei Semester verlängert werden. Nur so kann das BAföG wieder mehr Studierende erreichen, die diese Finanzierung bitter benötigen.“

 

Heutige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/08/PD20_290_214.html

DSW-Übersicht: Entwicklung des BAföG von 2013 bis 2019:
https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_tabelle_bafoeg-daten_2013-2019.pdf

 

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/noch-keine-trendwende-auch-2019-weniger-0

 

 

 

Überbrückungshilfe: Beantragung für Juli noch möglich bis diesen Freitag

  • Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Studierende in pandemiebedingter Notlage
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Antragstellung für Juli 2020 noch möglich bis einschließlich 31.7.2020
  • Weiteres Erklärvideo: Technische Hinweise für Folge-Anträge

Berlin, 29. Juli 2020. Noch bis einschließlich diesen Freitag, 31. Juli 2020, können Studierende online für den Monat Juli 2020 einen Antrag auf Überbrückungshilfe in pandemiebedingter Notlage stellen. Darauf macht das Deutsche Studentenwerk (DSW) aufmerksam, der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke. Über sie wird die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) als nicht zurückzahlbarer Zuschuss ausgeschüttet.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Wer für Juli 2020 noch einen Antrag auf Überbrückungshilfe wegen einer pandemiebedingten finanziellen Notlage stellen will, kann dies noch bis einschließlich diesen ganzen Freitag tun. Wichtig ist aber, damit nicht erst kurz vor Mitternacht am 31.7.2020 anzufangen, und sich unsere FAQs und technischen Hinweise zur Antragstellung vorher genau anzusehen.“

Auf seiner Website www.studentenwerke.de erläutert das Deutsche Studentenwerk außerdem in einem weiteren Erklärvideo, was Studierende bei einem Folge-Antrag für Juli 2020 technisch beachten sollten.

Bislang sind laut DSW mehr als 143.000 Anträge auf Überbrückungshilfe bei den Studenten- und Studierendenwerken eingegangen, davon rund 83.000 für den Juni 2020. Mehr als 110.000 Anträge haben die Studenten- und Studierendenwerke bisher bearbeitet.

 

Das neue Erklärvideo (zweites Video, ganz am Ende dieser Seite, 2:59 Minuten):
https://www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-technische-hinweise

DSW-FAQs zur Überbrückungshilfe:
https://www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende

 

Hintergrund: Überbrückungshilfe der Bundesregierung für Studierende in pandemiebedingter Notlage

Antragsberechtigt sind Studierende aus dem In- und aus dem Ausland, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulenin Deutschland immatrikuliert sind. Die Anzahl der Semester oder das Alter sind keine Ausschlussgründe. Entscheidend ist die nachgewiesene, akute und pandemiebedingte Notlage. Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden. Die Überbrückungshilfe kann noch für die Monate Juli und August 2020 beantragt werden. Online-Antragstellung: www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/überbrückungshilfe-beantragung-für-juli

 

 

 

 

Überbrückungshilfe: Mehr als die Hälfte der Anträge bewilligt

  • Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Studierende in pandemiebedingter Notlage
  • Mehr als 134.000 Anträge bundesweit für Juni und Juli bislang eingegangen bei den Studenten- und Studierendenwerken
  • Rund 100.000 Anträge sind bearbeitet
  • Bei rund der Hälfte dieser Anträge haben die Studenten- und Studierendenwerke bei den Studierenden nachgefragt
  • Stand heute: 53% bewilligt, 40% abgelehnt, bei 7% laufen Nachfragen
  • Häufigster Ablehnungsgrund: keine pandemie-bedingte Notlage
  • Gemessen an der absoluten Zahl von Anträgen fragen die Studierendenwerke bei der Hälfte bei den Studierenden nach
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Studenten- und Studierendenwerke bearbeiten die Anträge der Studierenden mit Hochdruck und Sorgfalt

Berlin, 24. Juli 2020. Bislang können mehr als die Hälfte der Studierenden, die einen Antrag auf die staatliche Überbrückungshilfe in pandemiebedingter Notlage gestellt haben, eine Förderung erhalten. Rund 40% der Anträge müssen leider abgelehnt werden; der häufigste Ablehnungsgrund ist, dass die Fördervoraussetzungen – pandemie-bedingter Eintritt der Notlage infolge von Jobverlust oder Wegfall der elterlichen Unterstützung – nicht erfüllt sind, selbst wenn der Kontostand niedrig ist. Bei rund 50% der Anträge haben die Studenten- und Studierendenwerke bei den Studierenden nachgefragt und/oder Unterlagen nachgefordert.

Dies teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke, über die die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Studierende in pandemiebedingter Notlage ausgeschüttet wird.

Um die große Zahl von Anträgen zu bewältigen und den Schutz der Studierenden wie auch der Beschäftigten der Studierendenwerke vor möglichen Infektionen zu gewährleisten, wurde für die Antragstellung in nur fünf Wochen ein völlig neues Online-Antragsportal entwickelt.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erläutert:

„In den Studenten- und Studierendenwerken bearbeiten rund 1.300 Beschäftigte die Anträge auf Überbrückungshilfe, und sie tun das mit Hochdruck und großer Sorgfalt, und nach den Vorgaben der Bundesregierung.

Der häufigste Ablehnungsgrund besteht darin, dass die finanzielle Notlage nicht verursacht durch die Corona-Pandemie ist, trotz niedrigem Kontostand. Dies trifft auf 50% bis 60% der abgelehnten Anträge zu. Auch wenn ihnen das nicht leichtfällt, müssen die Studenten- und Studierendenwerke solche Anträge ablehnen. Für diese Form struktureller Armut von Studierenden, die auch bereits vor der Pandemie bestand, kann die auf drei Monate angelegte Überbrückungshilfe schlicht nicht greifen.

Viele Anträge müssen auch abgelehnt werden, weil weitere zentrale formale Voraussetzungen nicht erfüllt sind, die Studierenden sich zum Beispiel im Urlaubssemester befinden oder bereits andere Corona-Hilfen wie Kurzarbeitergeld beziehen.

Gemessen an der Zahl von rund 100.000 Anträgen, die die Studenten- und Studierendenwerke bislang bearbeitet haben, fragen sie bei rund der Hälfte bei den Studierenden nach. Alle Beteiligten setzen sich dafür ein, dass diese staatliche Hilfe bei denjenigen ankommt, die die sie benötigen.“

Meyer auf der Heyde zeigt Verständnis dafür, dass abgelehnte Antragstellerinnen und Antragsteller ihren Unmut auch öffentlich äußern. Nur seien dies vielfach Betroffene, auf deren persönliche Situation die Überbrückungshilfe leider nicht anwendbar sei.

 

Hintergrund: Überbrückungshilfe der Bundesregierung

Antragsberechtigt sind Studierende aus dem In- und aus dem Ausland, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulenin Deutschland immatrikuliert sind. Die Anzahl der Semester oder das Alter sind keine Ausschlussgründe. Entscheidend ist die nachgewiesene, akute pandemiebedingte Notlage. Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden. Die Überbrückungshilfe kann nunmehr noch für die Monate Juli und August 2020 beantragt werden.

Online-Antragstellung:
www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/überbrückungshilfe-mehr-als-die-hälfte-der

 

 

 

Überbrückungshilfe für Studierende ist keine Lösung für strukturelle Armut

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) macht auf strukturelle Armut von Studierenden aufmerksam
  • Finanzielle Notlage ist bei vielen Studierenden, die Überbrückungshilfe beantragen, unabhängig von der Pandemie
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Dieses strukturelle Problem kann die Überbrückungshilfe nicht lösen“
  • Meyer auf der Heyde: „Wir brauchen eine grundlegende Reform der staatlichen Studienfinanzierung“
  • Keine pandemie-bedingte Notlage häufigster Ablehnungsgrund bei Anträgen auf Überbrückungshilfe

Berlin, 24. Juli 2020. Finanzielle Notlage, aber nicht wegen der Corona-Pandemie: Dies trifft laut Deutschem Studentenwerk (DSW) auf viele Studierende zu, deren Antrag auf Überbrückungshilfe die Studenten- und Studierendenwerke ablehnen müssen. 

„Die Überbrückungshilfe legt den Finger noch einmal in die Wunde: Es gibt auch eine schon vor der Pandemie existierende strukturelle Armut unter den Studierenden“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Diese Studierenden sind nicht deswegen in einer Notlage, weil sie wegen der Pandemie ihren Nebenjob verloren haben, als Selbständige wegen der Pandemie weniger einnehmen oder wegen der Pandemie von ihren Eltern nicht mehr unterstützt werden. Sie sind in einer dauerhaft prekären Notlage.“

„Diese kann auch die maximal dreimonatige Überbrückungshilfe der Bundesregierung, die konkret auf pandemiebedingte Notlagen ausgerichtet ist, nicht beheben“, so Meyer auf der Heyde.

„Diese Gruppe benötigt jedoch ebenso Hilfe. Hierzu brauchen wir dringend eine Reform der staatlichen Studienfinanzierung, wie es das Deutsche Studentenwerk seit langem fordert“, betont Meyer auf der Heyde.

Gemäß der aktuellen 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden haben 9% der Studierenden weniger als 600 Euro im Monat zur Verfügung, weitere 4% weniger als 500 Euro im Monat, und ein weiteres Prozent der Studierenden muss mit weniger als 400 Euro im Monat auskommen. Im Bundesdurchschnitt haben die Studierenden 918 Euro im Monat zur Verfügung.

Bei den im Deutschen Studentenwerk zusammengeschlossenen 57 Studenten- und Studierendenwerken sind bundesweit bis heute mehr als 134.000 Anträge von Studierenden auf Überbrückungshilfe in pandemiebedingter Notlage eingegangenen; mehr als die Hälfte dieser Anträge wurde bewilligt. Bei rund 50% der Anträge haben die Studenten- und Studierendenwerke Informationen oder Unterlagen nachgefordert. Rund 40% der Anträge mussten abgelehnt werden; der häufigste Ablehnungsgrund ist, dass eine pandemiebedingte Notlage nicht erkennbar ist.

Bereits im Januar 2019 hatten das Deutsche Studentenwerk und das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) in Berlin mit einer Studie belegt, dass die Lebenshaltungskosten der Studierenden und die BAföG-Bedarfssätze auseinanderklaffen, und vor einem Armutsrisiko von Studierenden gewarnt.

FiBS/DSW-Studie zur Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden vom Januar 2019:
www.studentenwerke.de/de/content/ermittlung-der-lebenshaltungskosten-von

 

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/überbrückungshilfe-für-studierende-ist

 

 

 

Überbrückungshilfe für Studierende: Bearbeitung der Anträge läuft

  • Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Studierende in pandemiebedingter Notlage
  • Bisher knapp 110.000 Anträge bundesweit für Juni und Juli 2020 eingegangen bei den Studenten- und Studierendenwerken
  • Bis heute mehr als zwei Drittel der Juni-Anträge bearbeitet; bei ungefähr 50% Förderzusage, ein gutes Drittel erfüllt nicht die Fördervoraussetzungen, bei 15% der Anträge aktuell Nachfragen erforderlich
  • Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW) würdigt enormes Engagement der Studierendenwerke
  • Bitte an die Studierenden: Juli-Antrag erst stellen, wenn der Juni-Antrag abgeschlossen ist

Berlin, 10. Juli 2020. Für die Mitte Juni 2020 gestartete Überbrückungshilfe der Bundesregierung für Studierende in pandemiebedingter Notlage sind bisher bundesweit knapp 110.000 Anträge bei den 57 Studenten- und Studierendenwerken eingegangen. Zwei Drittel der Juni-Anträge sind bereits bearbeitet, davon wurde für die Hälfte eine Förderzusage erteilt, bei aktuell 15% sind zur abschließenden Bearbeitung Nachfragen erforderlich. Rund ein Drittel der bisher geprüften Anträge erfüllt nicht die Fördervoraussetzungen. Die bereits bewilligten Anträge entsprechen einer Summe von rund elf Millionen Euro.

Diese Zahlen teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, in dem die 57 Studenten- und Studierendenwerke zusammengeschlossen sind. Insgesamt stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über die Studenten- und Studierendenwerke für die Monate Juni, Juli und August 2020 100 Millionen Euro Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage bereit.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde zeigt sich zufrieden mit dem Stand der Antragsbearbeitung: „Es ist nicht hoch genug zu bewerten, mit welcher Geschwindigkeit die Studenten- und Studierendenwerke den Antragsberg abarbeiten, damit die Überbrückungshilfe fließen kann. Zugleich legen sie eine hohe Sorgfalt an den Tag im Bewusstsein und mit der Verantwortung, dass hier Steuergelder ausgeschüttet werden.“

Meyer auf der Heyde: „Die Beschäftigten in den Studenten- und Studierendenwerken haben für ihr außergewöhnliches Engagement zugunsten der Studierenden Respekt und Dank verdient.“

Die Menüführung im Antrags-Portal erlaube es den Studierenden, relativ unkompliziert den Online-Antrag zu stellen, so Meyer auf der Heyde weiter. „Wichtig ist, dass sich die Studierenden vorab gut informieren, etwa über die bereitgestellten Online-FAQs und die technischen Hinweise, bevor sie mit der Antragstellung beginnen. Benötigt werden etwa vollständige Kontoauszüge der Vormonate, also zurück bis zur letzten Eingang der zwischenzeitlich weggefallenen Einnahme im Februar oder März, mit der die pandemiebedingte Notlage begann, und unbedingt bis zum Vortag der Antragstellung, also unbedingt auch der Kontoauszug oder der lückenlose Umsatznachweis für den laufenden Monat Juli.“

Bevor der Antrag im System abgeschlossen werden kann, würden die Studierenden noch einmal aufgefordert, alle hochgeladenen Dokumente auf Vollständigkeit und Lesbarkeit zu prüfen, erläutert Meyer auf der Heyde. „Wir zeigen das in einem neuen Sieben-Minuten-Erklärvideo, welches in unsere Online-FAQs integriert ist. Das Video führt die Studierenden Punkt für Punkt einmal durch die Antragstellung.“

Meyer auf der Heyde äußert zudem diese Bitte an alle Studierenden, die bereits im Juni 2020 einen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben: „Sollte Ihre pandemiebedingte Notlage weiterbestehen, warten Sie bitte mit dem Juli-Antrag, bis Ihr Juni-Antrag abgeschlossen ist. Sie wissen dann, mit wieviel Überbrückungshilfe Sie rechnen können, und wie Ihre Finanzen im Juli 2020 aussehen.“

 

Wie beantrage ich die Überbrückungshilfe? Neues DSW-Erklärvideo (7:19 Minuten) integriert in den DSW-FAQs:
https://www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende

Hinweise des BMBF für die Antragstellung im Juli 20202:
https://www.bmbf.de/de/wissenswertes-zur-ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende-11509.html

Technische Hinweise zur Online-Antragsstellung:
https://www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-technische-hinweise

 

Hintergrund: Überbrückungshilfe der Bundesregierung

Antragsberechtigt sind Studierende aus dem In- und aus dem Ausland, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulenin Deutschland immatrikuliert sind. Die Anzahl der Semester oder das Alter sind keine Ausschlussgründe. Entscheidend ist die nachgewiesene, akute pandemiebedingte Notlage. Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden. Die Überbrückungshilfe kann nunmehr noch für die Monate Juli und August 2020 beantragt werden.

Online-Antragstellung:
www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

 

Diese Pressemitteilung online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/überbrückungshilfe-für-studierende-0

 

 

 

Überbrückungshilfe für Studierende: So klappt’s mit dem Online-Antrag

  • Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für Studierende in pandemiebedingter Notlage
  • Deutsches Studentenwerk klärt die meistgestellten inhaltlichen und technischen Fragen
  • Online-Antragsportal www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de seit Dienstag online
     

Berlin, 18. Juni 2020. Seit Dienstag, 16. Juni 2020, können Studierende in pandemiebedingter Notlage die Überbrückungshilfe des Bundes-ministeriums für Bildung und Forschung online beantragen. Sie wird über die 57 im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisieren Studenten- und Studierendenwerke ausgegeben. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) veröffentlicht nun weitere Hinweise und Hilfestellungen, wie es mit der Online-Beantragung am besten klappt.

Zum einen hat der Verband Antworten auf die häufigsten inhaltlichen Fragen formuliert, die Studierende in den vergangenen beiden Tagen telefonisch oder online gestellt haben. Zum Beispiel: Kann ich auch Überbrückungshilfe beantragen, wenn ich BAföG beziehe oder einen Studienkredit nutze? Antwort: Ja, wenn Sie dennoch pandemiebedingt in einer Notlage sind.

Zum anderen gibt das Deutsche Studentenwerk technische Hinweise zur Online-Antragsstellung, angefangen von der Wahl des richtigen Browsers bis hin zu Fragen des Uploads von Dokumenten und Fotos.

„Vergleichbar anderen, ähnlich komplexen IT-Großprojekten, die in kürzester Zeit entwickelt und programmiert werden mussten, läuft es zu Anfang oft nicht völlig rund, vor allem bei hohem Interesse. Es tut uns leid, wenn Studierende in den ersten Stunden nach Freischaltung des Portals warten mussten. Das System ist inzwischen längst stabil“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

Und er fügt hinzu: „Wir danken allen Studierenden, die uns Hinweise gegeben haben. So können wir die Online-Antragsstellung für alle Studierenden kontinuierlich weiter verbessern und mit Erläuterungen und viel Kommunikation dafür sorgen, dass die Überbrückungshilfe läuft.“

 

Die 10 meistgestellten Studierenden-Fragen nach zwei Tagen:
www.studentenwerke.de/de/content/faq-ueberbrueckungshilfe-10-haeufigsten-fragen

Technische Hinweise zur Online-Antragsstellung:
https://www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-technische-hinweise

FAQs zur Überbrückungshilfe:
https://www.studentenwerke.de/de/content/ueberbrueckungshilfe-fuer-studierende

 

Hintergrund: Überbrückungshilfe der Bundesregierung

Antragsberechtigt sind Studierende aus dem In- und aus dem Ausland, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland immatrikuliert sind. Die Anzahl der Semester oder das Alter sind keine Ausschlussgründe. Entscheidend ist die nachgewiesene, akute pandemiebedingte Notlage. Nicht antragsberechtigt sind Studierende an Verwaltungsfachhochschulen oder Bundeswehrhochschulen, Studierende im berufsbegleitenden Studium bzw. dualen Studium, Gasthörer/innen sowie Studierende an staatlich nicht anerkannten Hochschulen.

Über das Portal werden die Anträge der Studierenden automatisch an das für sie zuständige Studenten- oder Studierendenwerk weitergeleitet. Die Anträge werden voraussichtlich ab dem 25. Juni 2020 von den 57 im DSW organisierten Studenten- und Studierendenwerke bearbeitet.

Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden. Die Überbrückungshilfe kann jeweils für die Monate Juni, Juli und August 2020 beantragt werden.

Online-Antragstellung:
www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de oder www.überbrückungshilfe-studierende.de

BMBF-Hotline zur Überbrückungshilfe:
Telefon: 0800 26 23 003
E-Mail: ueberbrueckungshilfe-studierende(at)bmbf.bund(dot)de

 

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/überbrückungshilfe-für-studierende-so

 

 

 

Zuschuss für Studierende in akuter Notlage kann ab Dienstag beantragt werden

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Deutschen Studentenwerks (DSW)

Online-Antrag über www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

Ab Dienstag können Studierende, die infolge der Corona-Pandemie in besonders akuter Not und unmittelbar auf Hilfe angewiesen sind, Überbrückungshilfe in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses bei ihrem Studenten- bzw. Studierendenwerk beantragen. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Die Corona-Pandemie hat in Deutschland die gesamte Gesellschaft erfasst. Ziel der Bundesregierung ist es, Härten für die Menschen in Deutschland abzufedern und so gut wie möglich durch diese schwere globale Krise durchzukommen. Dies gilt auch für Studierende.

Mir ist bewusst: viele Studierende haben ihre Jobs verloren, bei vielen ist die Unterstützung durch ihre Familie weggebrochen. Deshalb habe ich von Beginn der Pandemie an umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um Härten für Studierende abzufedern. Wir haben ein Paket geschnürt, das neben Anpassungen des BAföG eine Überbrückungshilfe mit zwei Sicherungsnetzen umfasst. Das ist ein umfassendes Paket, das der aktuellen Ausnahmesituation entspricht.

Im BAföG habe ich bereits im März per Erlass klarstellen lassen, dass BAföG-Geförderte keine Nachteile erleiden sollen, wenn zum Beispiel Lehrangebote oder Prüfungen wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Verdienen die Eltern pandemiebedingt weniger, kann ein Aktualisierungsantrag für den laufenden BAföG-Bewilligungszeitraum gestellt werden. Die Anrechnungsregeln im BAföG haben wir angepasst: Wer in der aktuellen Krise in systemrelevanten Branchen unsere Gesellschaft unterstützt, behält damit seine volle BAföG-Förderung.

Zudem haben wir für betroffene Studierende eine Überbrückungshilfe geschaffen. Das größte Sicherungsnetz ist der bewährte KfW-Studienkredit, der grundsätzlich jedem Studierenden stabile und schnelle Unterstützung bietet. Dieser ist bereits seit Mai bis Ende März 2021 für alle zinslos gestellt und seit Juni für ausländische Studierende geöffnet, die bislang nicht antragsberechtigt waren. Viele Studierende haben dieses Angebot genutzt: Im Mai hat sich die Zahl der Anträge im Vergleich zum April mehr als vervierfacht. Das entspricht einem Finanzvolumen im Mai von über 167 Millionen Euro. Auch die rund 60.500 Studierenden, die schon bisher einen Studienkredit bezogen haben, werden durch die Zinsvergünstigung bis Ende März 2021 entlastet. Das ist Hilfe, die spürbar im Portemonnaie der Betroffenen ankommt.

Seit 1. Juni können auch ausländische Studierende den KfW-Studienkredit beantragen. Das betrifft Bürger von Drittstaaten und EU-Bürger, die sich seit weniger als drei Jahren in Deutschland aufhalten. Für diese Gruppe konnte es erst etwas später losgehen, weil die Antragstechnik erst entsprechend angepasst werden musste. Auch das gab es noch nicht. Mir ist es wichtig, dass ausländische Studierende in Deutschland in Notlagen nicht allein gelassen werden. Die hohen Antragszahlen dieser Zielgruppe in den ersten Tagen zeigen, dass es richtig war, den KfW-Studienkredit für Studierende aus dem Ausland zu öffnen.

Nun spannen wir das zweite Sicherungsnetz der Überbrückungshilfe auf. Mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützen wir nachweislich besonders bedürftige Studierende in pandemiebedingt akuter Notlage. Anträge können ab diesem Dienstag online gestellt werden. Das BMBF hat dafür 100 Millionen Euro bereitgestellt. Geprüft und bearbeitet werden die Anträge vor Ort, bei den Studenten- und Studierendenwerken. Ich danke allen Beteiligten im Deutschen Studentenwerk und den Studierendenwerken im ganzen Land für ihre Arbeit beim Aufspannen dieses Sicherungsnetzes. Insbesondere allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den 57 Studenten- und Studierendenwerken bin ich dankbar für ihren Einsatz und den Kraftakt, den die Beratung und Bearbeitung bedeutet. Ihnen allen danke ich von Herzen, dass sie für die Studierenden da sind.

Der Zuschuss kann bis zu einer Höhe von jeweils bis zu 500 Euro in den Monaten Juni, Juli und August 2020 online beantragt werden. Alle Studierenden an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen sind antragsberechtigt, aus dem In- wie Ausland, unabhängig von Alter oder Semesterzahl.

Wir nehmen die Sorgen und Nöte von Studierenden ernst. Deshalb haben wir ein einmaliges Unterstützungspaket für sie geschnürt. Denn wir dürfen nicht zulassen, dass die Corona-Pandemie Studierende in den Abbruch oder die Aufgabe ihres Studiums treibt.“

Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, erläutert die Dimension des Vorhabens: „Wir sind uns mehr als bewusst, dass viele Studierende akut finanzielle Hilfe benötigen und diese eher erwartet haben. Aber es handelt sich um ein ambitioniertes Projekt. Wir mussten in wenigen Wochen ein völlig neues online-gestütztes Förderverfahren für die bundeseinheitliche Überbrückungshilfe entwickeln. Uns ist wichtig, dass die Studierenden nun erstmal für den Juni die Hilfe beantragen können. Da wir parallel noch das Online-Portal programmieren müssen, können die Auszahlungen voraussichtlich erst ab dem 25. Juni 2020 erfolgen.“

Hintergrund:

Studierende in akuter Notlage können die Überbrückungshilfe ab Dienstag um 12 Uhr mittags in einem bundesweit zugänglichen, einheitlichen Online-Tool beantragen. Dafür hat das Deutsche Studentenwerk (DSW) als Dachverband der deutschen Studentenwerke ein eigenes Portal geschaffen: www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

Antragsberechtigt sind Studierende aus dem In- und aus dem Ausland, die an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland immatrikuliert sind. Die Anzahl der Semester oder das Alter sind keine Ausschlussgründe. Entscheidend ist die nachgewiesene, akute pandemiebedingte Notlage.

Nicht antragsberechtigt sind Studierende an Verwaltungsfachhochschulen oder Bundeswehrhochschulen, Studierende im berufsbegleitenden Studium bzw. dualen Studium, Gasthörer/innen sowie Studierende an staatlich nicht anerkannten Hochschulen.

Über das Portal werden die Anträge der Studierenden automatisch an das für sie zuständige Studenten- oder Studierendenwerk weitergeleitet. Die Anträge werden ab dem 25. Juni 2020 von den 57 im DSW organisierten Studenten- und Studierendenwerke bearbeitet und ausgezahlt.

Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt werden. Die Überbrückungshilfe kann jeweils für die Monate Juni, Juli und August 2020 beantragt werden. Entscheidend ist der Kontostand vom Vortag der Antragsstellung. Wer beispielsweise noch 200 Euro auf dem Konto hat, kann für den Monat der Antragsstellung 300 Euro Überbrückungshilfe erhalten.

 

Online-Antragstellung ab Dienstag, 16.6.2020, 12 Uhr mittags:
www.ueberbrueckungshilfe-studierende.de

 

BMBF-Hotline zur Überbrückungshilfe:
Telefon: 0800 26 23 003
E-Mail: ueberbrueckungshilfe-studierende(at)bmbf.bund(dot)de

 

Antworten auf die wichtigsten Fragen:
www.studentenwerke.de/de/content/überbrückungshilfe-für-studierende-0

 

Hintergrund: Sozialauftrag der Studenten-/Studierendenwerke

Die 57 im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke sind, als hochschulunabhängige, gemeinnützige Organisationen, in Deutschland für die wirtschaftliche und soziale Förderung der Studierenden zuständig. Sie haben einen gesetzlichen sozialen Auftrag. Sie betreiben an den deutschen Hochschulen Studierendenwohnheime, die Mensen, außerdem Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Sozialberatungs- und psychologische Beratungsstellen. Die Studenten- und Studierendenwerke setzen außerdem im Auftrag von Bund und Ländern das BAföG um. 53 der 57 Studenten-/ Studierendenwerke hatten bereits vor der Corona-Pandemie Notfall- oder Härtefonds für Studierende in Finanznot.
https://www.studentenwerke.de/de/content/studentenwerke

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/zuschuss-für-studierende-akuter-notlage

 

 

 

Fotowettbewerb: „Mobiliät“ – Im Abendlicht durch Würzburg

  • Sigrun Höfelmeier von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt gewinnt Fotowettbewerb der deutschen und französischen Studentenwerke zum Thema „Mobilität“
  • Zweiter Platz geht an Agathe Denais, Universität Rennes

Paris/Berlin, 13. Mai 2020. Eine Frau schaut im Abendlicht durch die getönte Scheibe einer Straßenbahn, während weitere Fahrgäste auf der anderen Seite der Scheibe warten. Mit diesem Motiv gewinnt Sigrun Höfelmeier, Kommunikationsdesign-Studentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, den ersten Platz des aktuellen Fotowettbewerbs der deutschen und französischen Studentenwerke mit dem Thema „Mobilität“.

Ihr Foto „On The Train Ride Home “ wählte eine binationale Fach-Jury auf den ersten Platz; sie gewinnt 1.000 Euro. Den mit 500 Euro dotierten, zweiten Platz belegt Agathe Denaisfür ihre Arbeit „À portée de main“ (Zum Greifen nahe). Die Soziologiestudentin studiert an der Universität Rennes 2. Eine besondere Erwähnung für die deutsch-französische Freundschaft ließ die Jury außerdem der Arbeit „Fast Berlinische Life“ zukommen, die Celine Loeby, Studentin für Europäisches Wirtschaftsrecht an der Universität Paris 2,einreichte.

2020 wird der deutsch-französische Fotowettbewerb zum fünften Mal ausgerichtet. Insgesamt reichten Studierende aus 26 teilnehmenden Studentenwerken und ebenso vielen französischen „CROUS“, den „Centres Régionaux des Œuvres Universitaires et Scolaires“, mehr als 600 Fotos für den Wettbewerb ein. Organisiert wird der Wettbewerb vom Deutschen Studentenwerk (DSW) in Kooperation mit seinem französischen Partner CNOUS, dem Dachverband der französischen Studentenwerke; finanziert wird der Wettbewerb vom Deutsch-Französischen-Jugendwerk.

„Fotografie ist eine meiner Leidenschaften und wichtigsten Hobbies! 2017 habe ich mir eine digitale Kamera zugelegt und nehme sie seitdem überall mit hin.“, freut sich die Gewinnerin Sigrun Höfelmeier. „Das Foto entstand in der Würzburger Innenstadt. Auf dem Weg nach Hause kam mir die Straßenbahn entgegen und ich ergriff meine Chance das schöne Licht zu nutzen, das in die Bahn fiel.“

Die Siegerinnen-Fotos und weitere Informationen zum Wettbewerb online:
https://www.studentenwerke.de/de/Fotowettbewerb

Mehr Infos zum Fotowettbewerb (auf Französisch):
https://www.etudiant.gouv.fr/cid124337/participez-a-la-5eme-edition-du-concours-photo-franco-allemand.html

Den Kontakt zu den Preisträgerinnen Sigrun Höfelmeier und Agathe Denais für ein Interview vermitteln wir Ihnen gerne auf Anfrage.

Diese Pressemitteilung finden Sie online unter:

https://www.studentenwerke.de/de/content/fotowettbewerb-%E2%80%9Emobili%C3%A4t%E2%80%9C-%E2%80%93-im-abendlicht

 

 

Wichtige Bundes-Hilfen für notleidende Studierende

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Deutschen Studentenwerks (DSW)

  • Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) und Deutsches Studentenwerk begrüßen Überbrückungshilfen der Bundesregierung
  • Zinslose Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für deutsche und ausländische Studierende, die wegen Corona in finanzielle Notlage geraten sind
  • 100 Millionen Euro Zuschüsse für deutsche und internationale Studierende in akuter Notlage über die Studenten- und Studierendenwerke
     

Bonn/Berlin, 30. April 2020. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßen, dass die Bundesregierung Studierenden, die aufgrund der Corona-Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind, mit Darlehen unterstützen will. Das erklären die drei Organisationen in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Wie Anja Karliczek, die Bundesministerin für Bildung und Forschung, heute mitteilt, sollen deutsche und ausländische Studierende über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinslose Darlehen in Höhe von bis zu 650 Euro monatlich erhalten können. Überdies stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung den im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerken 100 Millionen Euro für deren Notfonds zur Verfügung, als nicht rückzahlbaren Zuschuss für Studierende in besonders akuten Notlagen.

Prof. Dr. Peter-André Alt, der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), erklärt dazu: „Der Bund geht damit ein für viele Studierende brennendes Problem an. Wir sind dankbar, dass die Betroffenen nun die aktuelle Krise überbrücken können. Auch wenn wir uns eine solche Lösung für alle erhofft hatten, ist der Nothilfefonds, aus dem direkte darlehensfreie Zuschüsse gewährt werden können, eine sehr anerkennenswerte Maßnahme. Die Bundesregierung zeigt insgesamt mit ihren Überbrückungshilfen, dass sie sich auch für die wichtige und große Gruppe der Studierenden einsetzen will.“

Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, der Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD): „Es ist sehr gut und richtig, dass Studierende in Notsituationen nun finanzielle Unterstützung erhalten. Diese Maßnahmen sind unerlässlich, um Studienabbrüche gerade internationaler Studierender zu verhindern und Deutschlands exzellenten Ruf als Studiendestination für ausländische Talente zu bewahren. Wir freuen uns insbesondere, dass auch die von uns Mitte März angeregte Zuschusslösung Teil der Nothilfe-Maßnahmen ist.“

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW) sagt: „Erst einmal begrüßen wir ausdrücklich, dass die Bundesregierung Studierenden in finanzieller Notlage nun wirksam zu Hilfe kommt. Wichtig ist nun, dass die Studierenden, die wegen der Corona-Pandemie unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind, diese Hilfen bekommen. Wir werden mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung nun sehr rasch das konkrete Verfahren klären, wie die Hilfe der Studenten- und Studierendenwerke für Studierende in akuten Notlagen konkret ausgestaltet werden soll.“

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/wichtige-bundes-hilfen-für-notleidende

 

 

 

Mein Studium hat Corona! Psychologische Beratung gegen Ängste, Sorgen und Stress

  • Unsichere Studien- und Studienfinanzierungssituation belastet viele Studierende
  • Unsicherheit, Zukunfts- und Verlustängste, Belastung durch die soziale Isolation
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) wirbt für psychologische Beratung der Studenten- und Studierendenwerke

Berlin, 3. April 2020. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) empfiehlt Studierenden, die sich durch die Folgen der Corona-Pandemie stark belastet fühlen, sich an die psychologische Beratung der Studenten- und Studierendenwerke zu wenden.

„Mein Studium hat Corona!“: Wann kann ich wieder „normal“ studieren? Wie kann ich mich in Zukunft überhaupt finanzieren, jetzt, wo meine Eltern mich kaum mehr unterstützen können? Was ist mit meiner Abschlussarbeit, meinem Referendariat, meinem Auslandssemester, meinem Hochschulwechsel? Auch für Studierende bringt die Corona-Pandemie derzeit viel Unsicherheit, Ungewissheit und Belastung.

„Wenn die Belastung zu hoch, die Sorgen zu bohrend oder die Ungewissheit zu drückend wird, empfehlen wir Studierenden, sich an die psychologische Beratung ihres Studenten- oder Studierendenwerks zu wenden“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, in welchem die 57 Studenten- und Studierendenwerke organisiert sind.

„Die psychologischen Beraterinnen und Berater der Studentenwerke sind auch jetzt in der Regel telefonisch oder online erreichbar, und sie sind gerade in dieser schwierigen Zeit die beste Adresse für Studierende mit Ängsten, Nöten und psychischem Stress“, so Meyer auf der Heyde. Es sei sowohl telefonische als auch Online-Beratung möglich.

44 von 57 Studierenden- und Studentenwerken in Deutschland bieten Sozialberatungen und Psychologische Beratungen an. Sie zählten im Jahr 2017 rund 109.000 Beratungskontakte; 31.500 Studierende nahmen Einzelgespräche in Anspruch, 4.500 nutzen Gruppen-Angebote. Die psychologische Beratung der Studenten- und Studierendenwerke ist niedrigschwellig, absolut vertraulich und in aller Regel kostenfrei.


DSW-Broschüre zur psychologischen Beratung der Studierendenwerke:
https://www.studentenwerke.de/de/content/beratung-im-profil

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/mein-studium-hat-corona-psychologische


Pandemie, BAföG, Nebenjob, Mietvertrag: FAQs für Studierende

  • Studium und Pandemie: Ausbildungsunterhalt, BAföG, Nebenjob, Mietvertrag?
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) beantwortet die drängendsten Fragen von Studierenden
  • Online auf der DSW-Website: www.studentenwerke.de


Berlin, 27. März 2020. Hat die Coronakrise Auswirkungen auf mein BAföG? Müssen mich meine Eltern weiterhin finanziell unterstützen, auch wenn sie Kurzarbeitergeld erhalten oder ihren Job verloren haben? Mein Nebenjob ist weggebrochen, was nun? Was ist mit meinen Mitbewohnerinnen, wenn ich meinen Mietvertrag in der WG kündige? Das Deutsche Studentenwerk (DSW) beantwortet auf seiner Website die derzeit drängendsten und wichtigsten Fragen der Studierenden zur Studienfinanzierung, zum BAföG und zur Miete.

 

Der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke hat dafür „Frequently Asked Questions“ (FAQs) auf seiner Website www.studentenwerke.de eingestellt. Sie gehen auf eine Initiative des Studentenwerks Leipzig zurück.

 

„Gerade die Sozialberatungsstellen der Studenten- und Studierendenwerke, aber auch die BAföG-Ämter melden uns, welche Fragen den Studierenden wegen der Corona-Pandemie gerade auf den Nägeln brennen“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks.

 

Er erläutert: „Die Studienfinanzierung beschäftigt die Studierenden gerade sehr. Es brechen gerade massenhaft Nebenjobs für Studierende weg, neue kommen hinzu, etwa im Einzelhandel, im Gesundheitswesen oder in der Landwirtschaft. Die Eltern der Studierenden haben wegen der Pandemie mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Fürs Sommersemester 2020 sind Mietverträge abgeschlossen, aber vom regulären Lehrbetrieb sind wir noch weit entfernt.“

 

Auf diese Fragen habe man nun online die Antworten formuliert, so Meyer auf der Heyde, und auch die Studenten- und Studierendenwerke würden auf ihren Websiten stark solche „FAQs“ einsetzen. „Auch in Krisenzeiten sind die Studentenwerke für die Studierenden da“, so Meyer auf der Heyde, nun eben verstärkt digital.“

 

Die FAQs online:

www.studentenwerke.de/de/content/corona-faqs-der-studenten-und

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/pandemie-bafög-nebenjob-mietvertrag-faqs

 


Weniger Elternunterhalt, Nebenjob weg? BAföG-Antrag stellen!

Deutsches Studentenwerk (DSW) mit Tipps für Studierende in finanziellen Nöten. Elternunterhalt bricht weg wegen Kurzarbeit oder Jobverlust der Eltern: BAföG-Aktualisierungsantrag stellen. Bisher auf BAföG verzichtet, nun ist der Nebenjob weg? BAföG-Antrag stellen. Gesundheitswesen, Einzelhandel, Landwirtschaft: Neue Job-Chancen für Studierende, Online-Jobbörsen checken

 

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat Tipps für Studierenden, deren finanzielle Lage sich wegen der Corona-Pandemie verschlechtert.

  • BAföG-geförderte Studierende: Wenn die Eltern dieser Studierenden wegen Jobverlusts oder Kurzarbeit weniger oder keinen Elternunterhalt mehr leisten können, sei ein sogenannter BAföG-Aktualisierungsantrag ratsam, so Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks: „Dann wird das aktuell niedrigere Einkommen der Eltern zugrunde gelegt, und nicht mehr dasjenige des vorletzten Kalenderjahrs. Die Chancen, mehr BAföG zu bekommen, steigen erheblich.“
  • Jobbende Studierende, die bisher kein BAföG beantragt haben: „Wenn der Nebenjob nun komplett wegbricht, kann ein BAföG-Antrag eine gute Alternative sein“, so Meyer auf der Heyde, „gerade für Studierende, die bisher lieber gejobbt haben, als eine vermeintlich geringe BAföG-Förderung abzurufen.“
  • Neuer Nebenjob: „Im Gesundheitswesen, im Einzelhandel und in der Landwirtschaft werden gerade händeringend Studierende gesucht, die bereit sind, mitanzupacken. Es lohnt sich absolut, die einschlägigen Online-Jobbörsen zu konsultieren“, so Meyer auf der Heyde.

Diese Pressemitteilung online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/weniger-elternunterhalt-nebenjob-weg-baf%C3%B6g


Corona-Pandemie: Deutsches Studentenwerk schlägt Maßnahmen für Studierende in Notlagen vor

Bund-Länder-Studienfonds für erwerbstätige Studierende, denen der Nebenjob wegbricht. Sommersemester 2020 nicht werten für Studienleistungen und fürs BAföG. Verlängerung der BAföG-Förderungshöchstdauer um mindestens ein Semester. Keine Anrechnung der Einkommen aufs BAföG, wenn Studierende sich in der Pandemie-Bekämpfung engagieren. Finanzierungsnachweis für ausländische Studierende aussetzen

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) anerkennt ausdrücklich, wie schnell und umfassend die Regierungen von Bund und Ländern Hilfspakete zur Milderung der wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen, Beschäftigte, soziale Einrichtungen und viele weitere Betroffene einleiten. Um wirtschaftliche und finanzielle Notlagen für die Studierenden in Deutschland wegen der Corona-Pandemie abzuwenden oder zumindest abzumildern, schlägt das DSW eine Reihe von Maßnahmen vor, so vor allem einen Studienfonds von Bund und Ländern, mit welchem Studierenden in finanziellen Notlagen unbürokratisch geholfen wird.

Mehr als zwei Drittel der Studierenden sind neben dem Studium erwerbstätig, bei den ausländischen Studierenden sind es sogar 75%, wie aus der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks hervorgeht.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Fallen jetzt die Erwerbsmöglichkeiten für Studierende weg, stellt sie das vor erhebliche finanzielle Problem, zumal jobbende Studierende in der Regel kein Kurzarbeitergeld erhalten. Die Bundesregierung, aber auch die Bundesländer, sind jetzt gefordert, zum Wohle der Studierenden rasch und unbürokratisch zu handeln – so wie sie es angesichts der Pandemie bereits tun.“

Diese Maßnahmen schlägt das Deutsche Studentenwerk vor:

  • von Bund und Ländern einen Studienfonds, aus dem Studierende in finanzieller Notlage rasch und unbürokratisch Hilfe bekommen
  • dass aufgrund von voraussichtlich nur schwer oder nicht zu erbringender Studienleistungen im Sommersemester 2020 die Regelstudienzeit und die Förderungshöchstdauer beim BAföG verlängert werden
  • dass Einkommen, die die Studierenden nun bei der Pandemiebekämpfung erzielen, etwa als medizinische Hilfskräfte, nicht aufs BAföG angerechnet werden
  • ein Aussetzungen des Finanzierungsnachweises, den ausländische Studierende beibringen müssen, für die Dauer der Pandemie
  • Bürgschaften der Bundesländer als Ersatz für persönliche Bürgen bei den Darlehenskassen der Studenten- und Studierendenwerke, damit diese Mittel an notleidende Studierende auch ohne Bürgen ausschütten können
  • Liquiditätshilfen von Ländern und Kommunen für die Studenten-/Studierendenwerke, die mit massiven Einnahmeausfällen zu kämpfen haben.

Meyer auf der Heyde: „Die Politik beweist in diesen Tagen, dass sie zu raschem und entschlossenem Handeln fähig ist. Das sollte sie nun auch tun, um die rund 2,9 Millionen Studierenden in Deutschland zu unterstützen – erst recht diejenigen, die sich dazu entschließen, nun in Krankenhäusern, Supermärkten oder anderen neuralgischen Bereichen zu jobben und sich so auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen.“

„Wir brauchen ein Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen, Hochschulen und Studentenwerken, damit das deutsche Hochschulsystem aus dieser Krise möglichst stabil hervorgehen und so rasch es die Umstände erlauben, seinen Lehr- und Forschungsbetrieb wiederaufnehmen kann.“

Diese Pressemitteilung online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/corona-pandemie-deutsches-studentenwerk


Corona-Pandemie: Semester-Verschiebungen dürfen nicht zu BAföG-Ausfall führen

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) fordert bundesweit BAföG-unschädliche Regelungen beim Verschieben des Sommersemester-Starts
  • Lösung für bereits Geförderte: Semesterstart-Verschiebung ist offiziell „vorlesungsfreie Zeit“
  • Lösung für Erstsemester und Master-Beginner/-innen: Bundesregierung muss Kulanz-Lösung anweisen

 Berlin, 12. März 2020. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) appelliert an die Bundesländer, an die Hochschulen und an das fürs BAföG verantwortliche Bundesministerium für Bildung und Forschung, mögliche Verschiebungen des Vorlesungsbeginns im Sommersemester 2020 so zu gestalten, dass die Studierenden mit BAföG keine Probleme haben.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt:

„Die Zeitverschiebung bis zum tatsächlichen Start des Sommersemesters 2020 muss verbindlich und offiziell als ‚vorlesungsfreie Zeit‘ deklariert werden. Denn während der vorlesungsfreien Zeit läuft die BAföG-Förderung weiter. So wird sichergestellt, dass die bereits geförderten Studierenden nicht in ein finanzielles Loch fallen, sondern ihr BAföG lückenlos weiterbeziehen.

Schwieriger ist es für die Studienanfängerinnen und -anfänger sowie diejenigen, die ihr Master-Studium beginnen. Das BAföG kann erst ab Beginn der Ausbildung bzw. des Studiums ausbezahlt werden. Hier muss die Bundesregierung eine Kulanz-Lösung anweisen.

Mit einer Pandemie hat der Gesetzgeber beim BAföG nicht gerechnet. Diese Regelungslücke muss nun verfassungsgemäß und zum Wohl der Studierenden interpretiert werden. Die Studierenden dürfen keine Finanzierungsschwierigkeiten bekommen; denn sie müssen ja zum Beispiel bereits ab dem bisher geplanten Semesterstart Miete bezahlen.

Die meisten Menschen haben berechtigter Weise derzeit ganz andere Sorgen, und das Sommersemester 2020 wird voraussichtlich für alle Studierenden kein besonders leichtes. Dessen ungeachtet kann aber mit diesen beiden Lösungen den Studierenden Sicherheit gegeben werden.“

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/corona-pandemie-semester-verschiebungen


BAföG-Rückzahlung: Konditionen ändern sich

Neue Regeln für BAföG-Rückzahler/-innen ab April 2020 ; Studierende, die vor August 2019 BAföG erhalten haben, können bis 29. Februar 2020 auch die neuen Rückzahlungsbedingungen wählen; Alt: 105 Euro im Monat, gedeckelt auf 10.000 Euro; neu: 77 Raten zu 130 Euro, gedeckelt auf 10.010 Euro

Berlin 20. Februar 2020. Die Rückzahlungsmodalitäten für das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ändern sich ab April 2020. Bis zum 29. Februar 2020 haben ehemalige BAföG-Empfänger/-innen, die vor August 2019 BAföG erhalten haben, die Wahl, ob sie den neuen oder den alten Rückzahlungsmodus nutzen möchten. Dafür ist eine schriftliche Erklärung gegenüber dem Bundesverwaltungsamt (BVA) nötig, welches für die Rückzahlung des BAföG-Darlehensanteils zuständig ist.

Darauf weist das Deutsche Studentenwerk (DSW) hin, der Verband der Studenten- und Studierendenwerke; sie setzen im Auftrag von Bund Ländern das BAföG um.

Mit der jüngsten BAföG-Änderung im Jahr 2019 wurden die BAföG-Rückzahlungsbedingungen neu geregelt.

Bisher musste man die Hälfte der individuell erhaltenen BAföG-Förderung mit einer Rate von 105 Euro pro Monat zurückzahlen, wobei die Rückzahlungssumme insgesamt auf 10.000 Euro gedeckelt war. Die Monatsraten konnten allerdings auch niedriger ausfallen.

Nach der neuen Regelung, die seit Herbst 2019 gilt, müssen maximal 77 Monats-Raten zu je 130 Euro pro Monat zurückgezahlt werden, was maximal 10.010 Euro entspricht. Beginn der Rückzahlung ist sowohl nach der alten als auch nach der neuen Regelung fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer.

Ein Vorteil der neuen Regelung: Ehemaligen BAföG-Empfänger-/innen kann das Bundesverwaltungsamt zudem nach 20 Jahren die Darlehens-Restschuld erlassen, wenn sie

  • erstmalig ab dem August 2019 BAföG-Förderung erhalten haben,
  • finanziell nicht in der Lage waren, ihr BAföG-Darlehen vollständig zurückzuzahlen und
  • im gesamten Rückzahlungszeitraum ihren Zahlungs- und Mitwirkungspflichten nachgekommen sind.

Wer vor August 2019 BAföG erhalten hat und die Geltung dieser neuen Regeln für sich beanspruchen möchte, muss dies bis zum 29. Februar 2020 gegenüber dem Bundesverwaltungsamt schriftlich erklären.

Ob der so beantragte Wechsel der Rückzahlungsmodalitäten vom Bundesverwaltungsamt akzeptiert wird, ist nur möglich, wenn die BAföG-Empfänger bisher ihre Zahlungs- und Mitwirkungspflichten erfüllt haben.

Diese Pressemitteilung online:https://www.studentenwerke.de/de/content/baf%C3%B6g-r%C3%BCckzahlung-konditionen-%C3%A4ndern-sich


Sagithjan Surendra ist „Student des Jahres“

Student der Universität Erlangen-Nürnberg kämpft für Chancengerechtigkeit und wird für Gründung des „Aelius Förderwerks“ ausgezeichnet

Berlin, 6. Februar 2020. Sagithjan Surendra wird in diesem Jahr vom Deutschen Hochschulverband (DHV) und vom Deutschen Studentenwerk (DSW) als „Student des Jahres“ ausgezeichnet. Der Student der Molekularen Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist Vorstandsvorsitzender und treibende Kraft des „Aelius Förderwerks e. V“, das er 2017 im Alter von 18 Jahren ins Leben rief.

Junge Menschen aus Nichtakademikerfamilien, oftmals mit Migrationshintergrund, werden mit Hilfe des „Aelius Förderwerks“ darin unterstützt, ihren Bildungsweg unabhängig von der sozialen und finanziellen Situation des Elternhaushaltes selbstbestimmt zu gehen. Dank Surendras beherzter Initiative ist innerhalb kürzester Zeit ein breites Spektrum an Weiterbildungsseminaren, Workshops und Beratungsangeboten entstanden.

Das Förderwerk will nicht nur dabei helfen, „Durchhänger“, schwierige Situationen und Belastungen auf dem Bildungsweg abzufedern; es will vielmehr auch dazu ermuntern, Verantwortung zu übernehmen und den Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen. Ein besonderes Element der ideellen Förderung ist das Mentoring-Programm „Dialog Chancen“. In diesem werden Schülerinnen und Schüler bis zum Schulabschluss individuell von einer persönlichen Mentorin bzw. von einem persönlichen Mentor aus Politik, Kultur oder Wissenschaft unterstützt, die bzw. der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Das innovative Konzept trägt Früchte: Von der Arbeit des „Aelius Förderwerks“ haben schon 1.500 Schülerinnen und Schüler profitiert.

„Sagithjan Surendra ist als Sohn zweier Flüchtlinge aus Sri Lanka unter prekären finanziellen Umständen in Deutschland aufgewachsen. Diese Lebensgeschichte hat ihn jedoch nicht resignieren lassen, sondern zu einem beispielgebenden und herausragenden ehrenamtlichen Engagement animiert, für das er trotz eines zeitintensiven Studiums viel Herzblut und unzählige Stunden opfert. Sein beherztes Engagement bewegt auch andere, tätig zu werden. Um sich herum hat er ein inzwischen 50-köpfiges Team aus Studierenden unterschiedlichster Herkunft geschart, die oftmals selbst Hürden auf ihrem Bildungsweg überwinden mussten und ihr Erfahrungswissen nunmehr im Sinne der ,Hilfe zur Selbsthilfe‘ mit anderen teilen wollen. Mit dem Förderangebot, das sich gezielt an Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien richtet, leisten Sagithjan Surendra und sein Team einen wichtigen Beitrag zu fairen Bildungschancen in Deutschland, wo die soziale Herkunft nach wie vor in stärkerem Maße über den Bildungserfolg entscheidet als in anderen Ländern“, erklären DHV und DSW gemeinsam.

Den Preis „Student/-in des Jahres“ haben DHV und DSW zum fünften Mal ausgelobt. Mit der Auszeichnung wird eine Studentin bzw. ein Student ausgezeichnet, die bzw. der ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigt, das möglichst einzigartig und innovativ sein sollte. Diese Kriterien hat nach einhelliger Ansicht der DHV/DSW-Jury Sagithjan Surendra durch sein außergewöhnliches und in jeder Hinsicht vorbildliches Engagement erfüllt.

Der Preis „Student des Jahres“ wird auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 6. April 2020 in Berlin verliehen. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbunden, das vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet wird.

Weitere Informationen zum „Aelius Förderwerk e. V.“ unter:       
https://www.aelius-foerderwerk.com/foerderwerk

Ansprechpartner Medien beim Deutschen Hochschulverband:
Dr. Matthias Jaroch, Pressesprecher
Rheinallee 18, 53173 Bonn
Tel. 0228 902 6615, Fax 0228 902 6690
E-Mail jaroch(at)hochschulverband.de

Ansprechpartner Medien beim Deutschen Studentenwerk:
Stefan Grob, Referatsleiter Presse
Monbijouplatz 11, 10178 Berlin
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Diese Pressemeldung finden Sie online unter: https://www.studentenwerke.de/de/content/sagithjan-surendra-ist-%E2%80%9Estudent-des-jahres


Was bedeutet „Mobilität“ für Studierende in Deutschland und Frankreich?

  • Deutsche und französische Studierendenwerke mit Fotowettbewerb zum Thema „Mobilität“
  • Teilnahmeberechtigt sind Studierende aller deutschen und französischen Hochschulen
  • Bewerbungsschluss: 31. Januar 2020

Paris/Berlin, 18. Dezember 2019. Wie mobil sind Studierende heute? Was bedeutet die studentische Mobilität für sei? Ist es für sie selbstverständlich, ins Ausland zu gehen, oder immer noch ein Abenteuer? Und wie packt man die Antwort in ein Foto? Das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der deutschen Studierendenwerke, und der französische Verband „Centre nationale des Œuvres Universitaires et Scolaires“ (CNOUS) wollen das mit ihrem gemeinsamen Fotowettbewerb für Studierende herausfinden.

Studierende aus Frankreich und Deutschland können bis zum 31. Januar 2020 fotografische Arbeiten zum Thema „Mobilität“ einreichen. Der Wettbewerb ist offen für alle an einer deutschen oder französischen Hochschule immatrikulierten Studierenden. Er wird gefördert vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW).

Der erste Platz ist mit 1.000 Euro Preisgeld dotiert, der zweite Platz mit 500 Euro. Darüber hinaus werden die besten Fotos als Wanderausstellung in den deutschen und französischen Studenten- und Studierendenwerken zu sehen sein.

Im März 2020 wählt eine internationale Jury anhand folgender Kriterien die besten Fotos aus:

  • Relevanz der Fotoarbeit zum gestellten Thema
  • Kreative thematische Bearbeitung des Themas
  • Überwindung von Klischees, eingeschliffenen Denkweisen und Vorurteilen
  • Technische Qualität der Aufnahme

Mit der inzwischen fünften Auflage ihres Fotowettbewerbs wollen die französischen CROUS und die deutschen Studierendenwerke Studierenden beider Länder künstlerisch fördern und gleichzeitig die deutsch-französischen Beziehungen vertiefen.

Wettbewerbs-Website mit Online-Anmeldung:
https://www.concours-wettbewerb.eu/de/

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/was-bedeutet-„mobilität“-für-studierende


Versorgungsquote von Studierenden mit Wohnheimplätzen auf Tiefststand

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) mit neuen Zahlen zu staatlich geförderten Wohnheimen für Studierende
  • Derzeit mehr als 238.000 staatlich geförderte Wohnheimplätze, davon 194.500 bei den Studenten- und Studierendenwerken
  • Quote Studierende – geförderte Wohnheimplätze bei 9,4%
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Die Schere zwischen Studierendenzahlen und Wohnheimplätzen darf nicht weiter auseinandergehen“

Berlin, 13. Dezember 2019. Die Versorgungsquote von Studierenden mit Wohnheimplätzen ist auf einem historischen Tiefstand: Diese negative Entwicklung belegt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit einer neuen Publikation.

Gemäß der Veröffentlichung „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2019“ gibt es derzeit rund 238.000 staatlich geförderte Wohnheimplätze für Studierende; 194.500 bei den Studenten- und Studierendenwerken. Beinahe 15.000 Plätze sind aktuell in Planung oder im Bau.

Wie die neuen DSW-Zahlen zeigen, hinkt die Versorgung mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen der Zahl von Studierenden stark hinterher: Betrug das Verhältnis Studierende – geförderte Wohnheimplätze im Jahr 2011 noch 11,24%, liegt die sogenannte Unterbringungsquote aktuell bei nur noch 9,4. Im Jahr 1991 lag die Quote bei fast 15%.

Die geringste Versorgungsquote bei staatlich geförderten Wohnheimplätzen hat mit 5,8% Berlin; ebenfalls eine sehr geringe Quote haben Schleswig-Holstein (6,1%), Bremen (6,6%), und Hessen (7,2%). Einen hohen Versorgungsgrad mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen haben hingegen Sachsen (15%) Brandenburg (15,4%), und Thüringen (15,7%).

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde kommentiert:

„Bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und zu schaffen: das ist eine gesamtstaatliche Aufgabe – darüber müssen wir doch 2019 nicht mehr diskutieren. Gerade der Bund darf sich nicht länger wegducken oder hinter Zuständigkeitsbedenken verschanzen.

Während sich die Zahl der Studierenden von 2007 bis 2018 um 48% erhöht hat, ist die Zahl der Wohnheimplätze im selben Zeitraum nur um 8% angestiegen. Diese Schere zwischen Studierendenzahlen und Wohnheimplätzen darf nicht weiter auseinandergehen. Dafür müssen Bund und Länder gemeinsam Sorge tragen. Es kann nicht sein, dass die Wahl des Studienorts vom Geldbeutel abhängig ist.“

Die DSW-Publikation „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2019“ (40 Seiten) zum Download:
https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/191118_dsw_wohnen19_web.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/versorgungsquote-von-studierenden-mit-0


Das leisten die Studentenwerke

  • 961 Mensen und Cafeterien, 194.000 Studierendenwohnheim-Plätze, 1,908 Milliarden Euro BAföG, 212 Kitas mit 9.217 Kita-Plätzen
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) mit neuer Broschüre zur Arbeit der 57 Studenten- und Studierendenwerke
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Ohne soziale Infrastruktur, ohne Studenten- und Studierendenwerke kein Studienerfolg.“

Berlin, 6. Dezember 2019. 961 Mensen, Cafeterien, Bistros, Kaffeebars; mehr als 194.000 Wohnheimplätze für Studierende mit einer durchschnittlichen Warmmiete von 250 Euro im Monat, 9.217 Kita-Plätze für die Kinder studentischer Eltern, fast zwei Milliarden Euro ausgezahlte BAföG-Mittel: Das Deutsche Studentenwerk (DSW) zeigt mit einer neuen Publikation, was die 57 Studenten- und Studierendenwerke – beim Erstellen des Zahlenspiegels noch 58 – für Studierende und Hochschulen leisten.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Die Studenten- und Studierendenwerke stellen die soziale Infrastruktur für fast als 2,9 Millionen Studierende bereit. Ohne soziale Infrastruktur, im Klartext: ohne Studenten- und Studierendenwerke kein Studienerfolg.“

Die neue DSW-Publikation „Studentenwerke im Zahlenspiegel 2018/2019“ zeigt: Neben Mensen, Wohnheimen, Kitas und der Umsetzung des Studierenden-BAföG gehören auch studienbegleitende Beratung, die von den Studentenwerken mitverhandelten Semestertickets, die Service- und Beratungsangebote für ausländische Studierende oder die kulturelle Förderung zum Leistungsportfolio der Studentenwerke.

43 Studentenwerke bieten psychologische Beratung an; 46 haben Sozialbe­ratungsstellen. 53 Studentenwerke haben Darlehenskassen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen. 33 Studentenwerke bieten in ihren Mensen sogenannte Freitische für bedürftige Studierende. Ebenfalls 30 Studentenwerke fördern kulturelle Workshops und Kurse für Studierende.

Meyer auf der Heyde betont: „Die Studenten- und Studierendenwerke sind gemeinnützige, soziale Dienstleistungsunternehmen des öffentlichen Bildungs­sektors. Sie haben den gesetzlichen Auftrag, gemeinsam mit den Hochschulen die Studierenden in Deutschland wirtschaftlich, gesundheitlich, sozial und auch kulturell zu fördern. Das tun sie mit einem beeindruckend breiten Portfolio von Service- und Beratungsangeboten.“

Die 57 Studenten- und Studierendenwerke in Zahlen:

  • 20.181 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • 194.268 Wohnheimplätze
  • 1,908 Milliarden Euro BAföG im Jahr 2018 im Auftrag von Bund und Ländern
  • 21 Studentenwerke mit studentischer Arbeitsvermittlung
  • 35 Studentenwerke mit Semesterticket
  • Darlehenskassen mit günstigen Studienabschlussdarlehen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen in 53 Studentenwerken
  • 961 Mensen, Cafeterien, Restaurants, Bistros, Kaffeebars mit 241.240 Sitzplätzen, Jahresumsatz 2018: 446 Millionen Euro
  • 51 Studentenwerke mit rollstuhlgängigen Wohnplätzen
  • 56 Studentenwerke mit besonderen Wohnangeboten für Studierende mit Kind
  • 40 Studentenwerke mit Wohnraumvermittlung: Angebote von Privatvermietern an Studierende
  • 9.217 Plätze in 212 Kinderbetreuungseinrichtungen
  • 43 Studentenwerke mit psychologischer Beratung
  • 46 Sozialberatungsstellen
  • 29 Studentenwerke mit Rechtsberatung
  • fünf Studentenwerke mit technischen Hilfsmitteln für Studierende mit Behinderung
  • 442Studentenwerke mit studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren zur besseren Integration ausländischer Studierender
  • Kultur: 22 Theaterbühnen, 29 Probe- und Übungsräume für studentische Gruppen, 10 Fotolabors, 30 Galerien, 23 Kneipen mit Kulturprogramm, 30 Studentenwerke mit kulturellen Kursen bzw. Workshops, 25 Studentenwerke mit Kultur-Festivals und -Wettbewerben
  • 23 Studentenwerke mit Fitness- und Sportangeboten für Studierende
  • 14 Studentenwerke mit Internetpools mit freiem Zugang

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/das-leisten-die-studentenwerke-0


Studentenwerke: Staatlicher Finanzierungsanteil nur noch 8,7%

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) mit neuen Zahlen zur Finanzierung der Studentenwerke
  • Zuschüsse oder Finanzhilfen der Bundesländer im Jahr 2018 bei 8,7% der Gesamteinnahmen
  • Studentenwerke erwirtschaften 62% ihrer Einnahmen über ihre Wohnheime und ihre Hochschulgastronomie
  • Semesterbeiträge der Studierenden machen 19% der Einnahmen aus

Berlin, 6. Dezember 2019. Der staatliche Finanzierungsanteil der 16 Bundesländer für ihre Studenten- und Studierendenwerke liegt bei 8,7% ihrer Einnahmen, und damit auf einem ähnlichen tiefen Niveau wie in den Vorjahren. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, in dem die 57 Studenten- und Studierendenwerke zusammengeschlossen sind. Der Verband fordert eine stärkere finanzielle Unterstützung durch die Länder.

Gemäß der neuen DSW-Publikation „Studentenwerke im Zahlenspiegel 2018/2019“ machen die Zuschüsse und Finanzhilfen der Bundesländer im Jahr 2018 8,7% der Gesamteinnahmen der Studentenwerke aus. Anfang der 1990er Jahren trugen die Länder noch mit rund 24% zu den Einnahmen der Studentenwerke bei.

„In Deutschland studieren fast 2,9 Millionen Studierende – so viele wie nie zuvor. Natürlich wachsen da auch die Aufgaben und Ausgaben der Studenten- und Studierendenwerke stetig mit. Was sich nicht ändert, ist die Finanzierungsquote durch die Länder – die muss sich erhöhen“, fordert Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW).

„Die Studenten- und Studierendenwerke benötigen von ihren Landesregierungen höhere Mittel. Die soziale Infrastruktur des Studiums muss mit den Studierenden-Zahlen mitwachsen“, verlangt Meyer auf der Heyde.

„Es kann nicht sein, dass Bund und Länder über den ‚Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken‘ ab 2024, zusätzlich zur Grundfinanzierung durch die Länder, jährlich mehr als vier Milliarden Euro bereitstellen, aber kein zusätzliches Geld für die soziale Infrastruktur bereitgestellt wird“, kritisiert Meyer auf der Heyde.

62% ihrer Gesamteinnahmen von 1,812 Milliarden Euro erwirtschafteten die Studentenwerke im vergangen Jahr selbst durch Umsatzerlöse aus ihren Studierendenwohnheimen und hochschulgastronomischen Einrichtungen. Die Semesterbeiträge der Studierenden machen mit 19% mehr als das Doppelte der Einnahmen der Studentenwerke aus als die Gelder der 16 Bundesländer.

Die Broschüre„Studentenwerke im Zahlenspiegel 2019/201“ zum Download (120 Seiten, 3,7 MB):
https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/191118_dsw_zsp1819_web.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/studentenwerke-staatlicher-1


Deutsches Studentenwerk mit neuer Gremienstruktur

  • Neuer 14-köpfiger Verbandsrat des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Präsident Rolf-Dieter Postlep wiedergewählt
  • Andrea Klug und Philipp Schulz stellvertretende Verbandsratsvorsitzende
  • Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde künftig gesetzlicher Vertreter
  • Modernisierte Gremienstruktur ab 1.1.2020

Berlin, 28. November 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke, hat seine Gremienstruktur modernisiert. Anstelle des bisherigen Vorstands wird künftig ein neuer, 14-köpfiger, ehrenamtlich tätiger Verbandsrat die Beratungs- und Aufsichtsfunktionen im Verband ausüben. Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep wird Vorsitzender dieses Verbandsrats. 

Die vereinsrechtliche Vertretung des DSW und insoweit die Vorstandsfunktion wird ab 1. Januar .2020 von Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde wahrgenommen. 

Dies teilt der Verband nach seiner Mitgliederversammlung mit, die am 26. und 27. November in Berlin stattgefunden hat.

„Unsere neue Gremienstruktur ist das Ergebnis eines intensiven, konstruktiven Diskussionsprozesses, den wir in den vergangenen zwei Jahren mit den Studenten- und Studierendenwerken geführt haben“, erläutert Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, der auf der DSW-Mitgliederversammlung am 27.11.2019 mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten und Verbandsrats-Vorsitzenden gewählt wurde.

„Wir wollen mit der neuen Gremienstruktur funktionale Klarheit, die innerverbandliche Arbeit und Diskussion stärken und für noch stärkere Partizipation, Transparenz und Einbindung unserer Mitglieder sorgen“, so Postlep.

Dem neuen Verbandsrat gehören neben Postlep zwei weitere Professor/-innen aus Hochschulleitungen, vier Studierenden aus den Organen der Studenten- und Studierendenwerke sowie sieben Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern von Studenten-/Studierendenwerken an. Zu stellvertretenen Verbandsratsvorsitzenden wurden Prof. Dr. Andrea Klug und Philipp Schulz gewählt. Klug ist Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden; Schulz ist studentischer stellvertretender Verwaltungsrats-vorsitzender des Studierendenwerks Aachen.

Der neue DSW-Verbandsrat ab 1.1.2020:

  • Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Vorsitzender
  • Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, stellvertretende Vorsitzende des DSW-Verbandsrates
  • Prof. Dr. Elmar Heinemann, Rektor der Hochschule Schmalkalden
  • Louisa Kruczek, studentisches Mitglied im Verwaltungsrat des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg
  • Dr. Holger Robbe, studentischer stellvertretender Vorstandsvor-sitzender des Studentenwerks Oldenburg
  • Philipp Schulz, studentischer stellvertretender Verwaltungsrats-vorsitzender des Studierendenwerks Aachen, stellvertretender Vorsitzender des DSW-Verbandsrates
  • Dominik Schwarz, studentischer Verwaltungsratsvorsitzender des Studentenwerks Leipzig
  • Jürgen Allemeyer, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hamburg
  • Dr. Andrea Diekhof, Geschäftsführerin des Studentenwerks Leipzig
  • Prof. Dr. Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerks Göttingen
  • Clemens Metz, Geschäftsführer des Studierendenwerks Freiburg-Schwarzwald
  • Doris Schneider, Geschäftsführerin des Studentenwerks Augsburg
  • Dr. Jens Schröder, Geschäftsführer des Studierendenwerks Bielefeld
  • Andreas Schülke, Geschäftsführer des Studierendenwerks Vorderpfalz

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/deutsches-studentenwerk-mit-neuer


Das BAföG erst entbürokratisieren, dann digitalisieren

  • Bundesregierung will das BAföG im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes bis 2022 bundesweit digitalisieren
  • Studenten- und Studierendenwerke: BAföG vorher entschlacken, vereinfachen, digitaltauglich machen

Berlin, 27. November 2019. Die Studenten- und Studierendenwerke drängen darauf, dass das BAföG erst entschlackt und vereinfacht wird, ehe es im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes bis zum Jahr 2022 dann digitalisiert wird. Sie fordern die Bundesregierung auf, das BAföG im kommenden zu entbürokratisieren.

Auf ihrer Mitgliederversammlung unter dem Dach des Deutschen Studentenwerks (DSW) am 26. und 27. November 2019 in Berlin formulierten die rund 150 Delegierten der Studenten- und Studierendenwerke Anforderungen an eine kluge Digitalisierung des BAföG:

  • einfache Gesetzessprache
  • keine 1:1-Umsetzung der bisherigen BAföG-Formulare, sondern dialogische Online-Kommunikation
  • Datenabgleich zwischen BAföG-Amt und Finanzamt anstelle von Kopien von Einkommenssteuerbescheiden
  • bundesweit einheitlicher e-Antrag, mit e-Bescheid und e-Akte

„Wer hochbürokratische analoge Prozess digitalisiert, hat nachher hochbürokratische digitalisierte Prozesse“, warnt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Heute gibt es in den 16 Bundesländern 16 unterschiedliche Varianten von BAföG-Online-Anträgen; das kann nicht der Weisheit letzter Schluss bei der Digitalisierung eines Bundesgesetzes sein“, so Meyer auf der Heyde weiter.

„Bis zum Jahr 2022 soll das BAföG im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes digitalisiert werden. Zwei Bundesministerien und zwei Länder arbeiten gemeinsam daran. Damit dieses Vorhaben Erfolg haben und zu einem klug digitalisierten BAföG führen wird, müssen jetzt rasch die Voraussetzungen geschaffen und das BAföG entbürokratisiert und digitaltauglich gemacht werden“, fordert der DSW-Generalsekretär.

Diese PM online:
www.studentenwerke.de/de/content/das-bafög-erst-entbürokratisieren-dann


So sieht das BAföG der Zukunft aus

  • Studenten- und Studierendenwerke fordern eine BAföG-Reform im Jahr 2020
  • Ziele: BAföG erreicht wieder mehr Studierende, auch aus der Mittelschicht
  • Eckpunkte der Reform: BAföG-Bescheid für die ganze Studiendauer, regelmäßige Erhöhung, Förderungshöchstdauer = Regelstudienzeit plus zwei Semester, keine Altersgrenzen mehr

Berlin, 27. November 2019. Die Studenten- und Studierendenwerke, die im Auftrag von Bund und Ländern das BAföG für Studierende umsetzen, fordern von der Bundesregierung im kommenden Jahre eine grundlegende BAföG-Reform. Ziel müsse es sein, dass das BAföG wieder deutlich mehr Studierende erreiche, gerade auch aus Mittelschichts-Familien.

Auf der Mitgliederversammlung ihres Verbands, des Deutschen Studentenwerks (DSW), entwarfen die rund 150 Delegierten aus den Studenten- und Studierenden am 26. und 27. November 2019 in Berlin das Bild eines starken BAföG der Zukunft:

  • BAföG-Bescheid für die ganze Studiendauer, anstatt jährlicher Neu-Beantragung
  • regelmäßige Erhöhung der BAföG-Bedarfssätze und Elternfreibeträge alle zwei Jahre, auf der Basis der amtlichen BAföG-Berichte
  • BAföG-Bedarfssätze werden regelmäßig empirisch überprüft und angepasst
  • BAföG-Förderungshöchstdauer entspricht der Regelstudienzweit plus zwei Semester
  • Altersgrenzen sind abgeschafft
  • Alle hochschulrechtlich vorgesehenen Studienformen (Teilzeitstudium, Orientierungsstudium usw.) sind BAföG-förderfähig
  • Der Leistungsnachweis nach dem vierten Fachsemester ist abgeschafft
  • Das BAföG kann in alle Bologna-Staaten mitgenommen werden

„Es ist höchste Zeit für eine echte BAföG-Reform“, betont DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Postlep. „Mit einer Erhöhung einmal pro Legislaturperiode ist es nicht getan; das BAföG muss zu alter Stärke zurückgeführt werden.“

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/so-sieht-das-bafög-der-zukunft-aus


Mehr Länder-Finanzierung für die Beratung der Studentenwerke

  • Studenten- und Studierendenwerke: Länder müssen Beratung mitfinanzieren
  • Finanzierung allein über die Semesterbeiträge der Studierenden reicht nicht aus
  • Psychologische Beratung, Sozialberatung, Beratung von ausländischen Studierenden, Studierenden mit Kind oder von Studierenden mit Behinderung wichtig für den Studienerfolg

Berlin, 27. November 2019. Die 57 Studenten- und Studierendenwerke fordern die Bundesländer auf, die Beratungsangebote für Studierende finanziell stärker zu unterstützen. Die steigende Beratungsnachfrage der Studierenden, verursacht nicht zuletzt durch politische Ländervorgaben gegenüber den Hochschulen, kann nicht länger nur über Semesterbeiträge der Studierenden finanziert werden, monieren die Studenten- und Studierendenwerke. Sie trafen sich am 26. und 27. November 2019 unter dem Dach des Deutschen Studentenwerks (DSW) zu ihrer Mitglieder-versammlung.

Vollständige Fassung:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-länder-finanzierung-für-die-beratung


Investitionsstau in der Mensa

  • Studenten- und Studierendenwerke fordern 1,6 Milliarden Euro Bund-Länder-Mittel für die Sanierung, Modernisierung und den Ausbau ihrer Mensa-Kapazitäten
  • Hochschulsozialpakt flankierend zu den Hochschul- und Wissenschaftspakten von Bund und Ländern
  • Probleme: starke Belastung, hoher Technisierungsgrad der Großküchen, gesetzliche Auflagen, Sanierungsstau

Berlin, 27. November 2019. Sanierungs- und Modernisierungsstau in der Mensa: Die Studenten- und Studierendenwerke, die an den Hochschulen mehr als 400 Mensen sowie rund 560 Cafés, Cafeterien und Bistros betreiben, fordern ein Bund-Länder-Sonderprogramm in Höhe von 1,6 Milliarden Euro, um ihre hochschulgastronomischen Einrichtungen modernisieren, sanieren und ausbauen zu können.

Vollständige PM:
www.studentenwerke.de/de/content/investitionsstau-der-mensa


Wohnraum für Studierende muss bezahlbar bleiben

  • Studenten- und Studierendenwerke fordern Maßnahmen-Paket von Bund und Ländern
  • Ziel: Erhalt und Neubau von bezahlbarem Wohnraum für Studierende
  • 800 Millionen Euro für Neubau, eine Milliarde Euro für Sanierung, über einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt
  • Bundesländer sollen Bundesmittel der sozialen Wohnraumförderung für Studierendenwohnheime nutzen
  • Weitere Forderungen: Vergaberecht vereinfachen, kostenfreie Überlassung von Grundstücken durch Kommunen, Länder und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Berlin, 27. November 2019. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten 57 Studenten- und Studierendenwerke fordern ein gemeinsames Engagement von Bund, Ländern und Kommunen, um mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen und den vorhandenen zu erhalten. Auf ihrer DSW-Mitgliederversammlung am 26. und 27. November 2019 in Berlin formulierten die Studenten- und Studierendenwerke einen Katalog von Forderungen.

Die vollständige Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/wohnraum-für-studierende-muss-bezahlbar


Hochschulsozialpakt: Studentenwerke fordern Bund-Länder-Sonderprogramm

  • 3,4 Milliarden Euro von Bund und Ländern für die soziale Infrastruktur des Studiums
  • 1,8 Milliarden Euro für Neubau und Sanierung von Studierenden-Wohnheimen
  • 1,6 Milliarden Euro für Ausbau, Modernisierung und Sanierung der Mensa-Kapazitäten bis 2021
  • Rolf-Dieter Postlep, Präsident des Deutschen Studentenwerks: „Die Hochschulpakte müssen endlich sozial flankiert werden“

Berlin, 27. November 2019. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen 57 Studenten- und Studierendenwerke drängen auf einen eigenen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt. Auf ihrer Jahresversammlung in Berlin am 26. und 27. November 2019 erneuerten sie ihre Forderung nach einer gemeinsamen Finanzierung der sozialen Infrastruktur der Hochschulen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro. Damit sollen in den kommenden Jahren Studierendenwohnheime neu gebaut bzw. saniert sowie die Mensa-Kapazitäten ausgebaut und modernisiert werden.

Für den Neubau von mindestens 25.000 Studierendenwohnheimen veranschlagen die Studenten- und Studierendenwerke ein Investitions-volumen von rund zwei Milliarden Euro. 800 Millionen Euro davon fordern sie von Bund und Ländern in Form eines staatlichen Zuschusses, die restlichen 1,4 Milliarden Euro würden sie mit eigenen Mitteln bzw. Darlehen stemmen. Den Sanierungsbedarf für ihre bestehenden Wohnheime, von denen ein großer Teil in den 1970er und 1990er Jahren gebaut wurde, beziffern die Studenten- und Studierendenwerke inzwischen auf rund zwei Milliarden Euro. Die Hälfte davon, also rund eine Milliarde Euro, fordern sie als Bund-Länder-Zuschuss.

Für die Modernisierung, Sanierung und den Ausbau ihrer Mensakapazitäten sind 1,6 Milliarden Euro nötig über einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt.

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, der Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW) unterstreicht die Dringlichkeit dieser Forderungen: „Die Zahl der Studierenden ist und bleibt hoch. Bund und Länder verstetigen die bisherigen Hochschulpakte, auch die weiteren großen Wissenschafts-Programme stehen. Wenn aber so massiv ins deutsche Hochschulsystem investiert wird, muss auch in dessen soziale Infrastruktur investiert werden. Die Politik muss sich endlich bewegen. Eine gemeinsame Bund-Länder-Anstrengung ist dringender denn je.“

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/hochschulsozialpakt-studentenwerke-fordern


Hans Müller-Steinhagen, Rektor mit Bodenhaftung

  • Porträt des Rektors der TU Dresden im DSW-Journal 4/2019 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Klare Kante gegen Pegida, Zeit für Erstsemester/-innen, „Dresden Spirit“

Berlin, 26. November 2019. „Ich bin Rektor der TU Dresden und einer der mehr als 500.000 Dresdner, die nicht zu Pegida gehen.“ Mit einem Schild mit dieser Aufschrift stellte sich Prof. Dr. Hans Müller-Steinhagen, der Rektor der Technischen Universität Dresden, einst in eine Gegendemonstration gegen Pegida. Im DSW-Journal 4/2019 des Deutschen Studentenwerks wird in einem Porträt gezeigt, was den erfolgreichen Hochschulmanager neben gesellschaftlichem Engagement noch alles auszeichnet.

Autorin Christine Prußky begleitete Hans Müller-Steinhagen – „HMS“, wie er hochschulintern genannt wird – unter anderem bei der Erstsemester/-innenbegrüßung der TU Dresden beim Start dieses Wintersemesters 2019/2020. Prußky zeichnet das Bild eines engagierten, kommunikativen Rektors, der einen kooperativen Führungsstil pflege: In Dresden verstehe sich der Uni-Chef „nicht als König, sondern als erster Diener“.

Das DSW-Journal 4/2019 würdigt Müller-Steinhagens Erfolge, zuletzt bei der Vergabe des Exzellenz-Status an die TU Dresden als einzige Universität in den neuen Bundesländern; geschildert wird aber auch Müller-Steinhagens entschiedenes Eintreten gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. „Gerade hier in Dresden und Sachsen sehen wir uns als Universität besonders in der Pflicht, Werte wie Weltoffenheit und Toleranz immer wieder deutlich zu thematisieren“, betont Müller-Steinhagen im DSW-Journal 4/2019.

Das Porträt von Hans Müller-Steinhagen auf den Seiten 38 bis 41 im DSW-Journal 4/2019:
https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_4-2019.pdf


Miteinander statt gegeneinander: Universitäts-Netzwerke

  • DSW-Journal 4/2019 des Deutschen Studentenwerks (DSW) stellt Deutschlands wichtigste Uni-Verbünde vor; Rhein-Main-Universitäten, Eucor – The European Campus, Universitätsallianz Ruhr, Berlin University Alliance
  • Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main: „Keiner von uns ist alleine ein richtiger Superstar“

Berlin, 26. November 2019. Miteinander statt gegeneinander, gemeinsam stärker: Im DSW-Journal 4/2019 des Deutschen Studentenwerks, welches heute erscheint, werden die wichtigsten Universitäts-Netzwerke Deutschlands vorgestellt. Autor Klaus Heimann porträtiert die Rhein-Main-Universitäten (RMU), die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), das länderübergreifende Projekt „Eucor – The European Campus“ sowie den neuen „Shooting Star“ unter den deutschen Universitäts-Verbünden, die jüngst mit dem Exzellenz-Status geadelte „Berlin University Alliance“.

Prof. Dr. Birgitta Wolff, die Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, bringt in dem Beitrag den Grund für das Engagement „ihrer“ Universität im Verbund der Rhein-Main-Universitäten (RMU) auf diese Formel: „Keiner von uns ist alleine ein richtiger Superstar.“ Mit uns meint Wolff neben der Goethe-Universität die Universität Mainz und die TU Darmstadt.

„Unseren Slogan ‚Gemeinsam besser studieren, forschen, lehren‘ leben wir auch“, erklärt für die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) Prof. Dr. Ursula Gather, die Rektorin der TU Dortmund. Mit in der Ruhr-Allianz ist die Ruhr-Universität Bochum sowie die Universität Essen-Duisburg. Deren Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke sagt: „Universitäts-Allianzen, das ist die Königsdisziplin.“

Der größte Uni-Verbund ist „Eucor –The European Campus, dem fünf Universitäten aus drei Ländern angehören, namentlich Frankreich, der Schweiz und Deutschland. Der jüngste Verbund ist die Berlin University Alliance, bestehend aus FU Berlin, HU Berlin, TU Berlin und der Berliner Charité. Die vier erhielten als Verbund den Exzellenzstatus in der Bund-Länder-Exzellenzstrategie.

Analysiert werden im DSW-Journal 4/2019 die Stärken und Vorteile dieser Uni-Netzwerke. Für Autor Klaus Heimann sind die Allianzen „klassische Win-Win-Situationen“; sie belegten, „dass wissenschaftliche Autonomie und enge Zusammenarbeit keine Feinde sind.“ Er sieht großes Potenzial für weitere solcher Verbünde in Regionen wie München, Hannover oder Leipzig/Dresden. Er kritisiert aber auch, dass die Fachhochschulen bisher außen vor gelassen würden.

„Gemeinsam stärker“: Die Universitäts-Netzwerke auf den Seiten 20 bis 26 im DSW-Journal 4/2019:
https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_4-2019.pdf

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
https://www.studentenwerke.de/de/content/miteinander-statt-gegeneinander


Joybrato Mukherjee: „Wir müssen kämpfen“

  • Interview mit dem neuen Präsidenten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) im DSW-Journal 4/2019 des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Themen: Mukherjees Ziele für den DAAD, Brexit, Wissenschaftsfreiheit, Bekämpfung des Rassismus, internationaler Austausch, China, qualitative Internationalisierungs-Ziele
  • Mukherjee: „Im Schlafwagen werden wir die Wissenschaftsfreiheit nicht verteidigen“
  • „Investitionsoffensive“ für mehr Studierendenwohnheime im „engen Schulterschluss mit dem DSW“

Berlin, 26. November 2019. „Wir müssen in die Arena einsteigen und kämpfen, wir müssen selbstbewusst vertreten, dass eine gedeihliche Entwicklung unserer Gesellschaft nur möglich ist mit einer freien Wissenschaft (…). Im Schlafwagen werden wir die Wissenschaftsfreiheit nicht verteidigen“: Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, ab dem kommenden Jahr Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), plädiert im Interview mit dem DSW-Journal 4/2019 des Deutschen Studentenwerks (DSW) für eine aktive, selbstbewusste Rolle der deutschen Wissenschaft im Austausch mit anderen Ländern.

Der Anglist Mukherjee, 46, im Hauptamt Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, wird Anfang des Jahres 2020 Präsident des DAAD, der weltweit größten Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftler/-innen. Er löst in dem Amt Prof. Dr. Margret Wintermantel ab, DAAD-Präsidentin seit dem Jahr 2012.

Mukherjee spannt in dem Interview im DSW-Journal 4/2019, welches am 26. November 2019 erscheint, thematisch einen weiten Bogen. Er spricht über den Brexit, die Rolle von Hochschulen und Wissenschaft in Zeiten von Wissenschaftsfeindlichkeit, das Erstarken autoritärer Regime in „schwierigen Partnerländern“ des DAAD, seine Ziele für den DAAD, über die Gründe für die hohe Attraktivität des deutschen Hochschulsystems für Studierende aus dem Ausland – und über Rassismus in Deutschland. Dazu sagt er: „Der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung ist (…) in besonderem Maße auch die Aufgabe der Wissenschaft.“

Gefragt, ob Deutschland im akademischen Austausch mit China für demokratische Standards werben sollte, antwortet Mukherjee: „So platt funktioniert das nicht. (…) Wir sollten für unsere westlichen Werte einstehen, auch für unser Verständnis von (…) freier Wissenschaft. Wir sollten sie aber nicht missionarisch in die Welt tragen.“

Im Interview mit dem DSW-Journal 4/2019 erläutert der künftige DAAD-Präsident auch, die bisher quantitativen Internationalisierungsziele von Bund, Ländern und DAAD müssten nun inhaltlich definiert werden. So wolle er erreichen, dass ausländische Studierende nicht mehr so oft ihr Studium abbrechen. Auch wolle er in einem „engen Schulterschluss mit dem Deutschen Studentenwerk“ eine „Investitionsoffensive“ für mehr Studierendenwohnheime anmahnen.

Aufgrund eines bedauerlichen Fehlers der Redaktion ist in der Printfassung des DSW-Journals 4/2019 die nicht autorisierte Fassung des Interviews mit Joybrato Mukherjee abgedruckt. Die korrekte, autorisierte Fassung hier in der Online-Version auf den Seiten 12 bis 19: https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_4-2019.pdf

Diese Pressemitteilung online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/joybrato-mukherjee-%E2%80%9Ewir-m%C3%BCssen-k%C3%A4mpfen%E2%80%9C


Nachteilsausgleiche auch für Studierende mit chronischen Erkrankungen

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): keine Diskriminierung von chronisch kranken Studierenden bei Nachteilsausgleichen
  • Neues Rechtsgutachten des Verwaltungsrechtlers Jörg Ennuschat, Ruhr-Universität Bochum
  • Tagung der DSW-Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) am 14. und 15. November 2019 in Berlin
  • Vertreter/-innen von Ländern, Hochschulen, Studentenwerken sowie Fachjurist/-innen und betroffene Studierende diskutieren inklusive Prüfungspraxis

Berlin, 14. November 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) fordert, dass Studierende mit chronischen physischen und psychischen Erkrankungen ihr Recht auf Nachteilsausgleich diskriminierungsfrei nutzen können. Das DSW stützt sich auf ein Rechtsgutachten des Bochumer Verwaltungsrechtlers Prof. Dr. Jörg Ennuschat, das er im Auftrag des DSW erarbeitet hat.

Das Rechtsgutachten wendet sich gegen die Praxis, Studierende mit chronischen somatischen und psychischen Erkrankungen mit Verweis auf ein „persönlichkeitsprägendes Dauerleiden“ pauschal von Nachteils­ausgleichen im Studium und bei Prüfungen auszuschließen. Der Terminus „persönlichkeitsprägendes Dauerleiden“ geht auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 1985 zurück.

Wer sich auf dieses Urteil berufe – so Ennuschats Kritik –, ignoriere die völker-, europa- und verfassungsrechtlichen Entwicklungen, die seit 1985 die Rechte von Menschen mit Behinderungen kontinuierlich gestärkt haben.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde betont: „Es kann nicht sein, dass Studierenden mit chronischen Erkrankungen dieses zentrale und wichtige hochschulrechtliche Instrument zur Gestaltung von Chancengleichheit pauschal vorenthalten wird. Als Menschen mit Behinderungen haben sie Anspruch auf angemessenen Nachteilsausgleich. Alles andere wäre ein großer Rückschritt auf dem Weg zu einer ‚Hochschule für Alle‘, zu der sich Hochschulen und Studentenwerke in Deutschland mehrfach bekannt haben.“

Das Gutachten steht im Mittelpunkt der DSW-Fachtagung am 14./15. November 2019 in Berlin zum Thema „Nachteilsausgleiche in Prüfungen für Studierende mit Behinderungen“, organisiert von der DSW-Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS). 120 Vertreter/-innen aus Ländern, Hochschulen, Studentenwerken sowie Fachjurist/-innen und betroffene Studierende diskutieren das Gutachten im Hinblick auf die Gestaltung einer diskriminierungsfreien und barrierearmen Prüfungspraxis an Hochschulen.

11 % der Studierenden haben gemäß 21. DSW-Sozialerhebung studienerschwerende Beeinträchtigungen. Für rund 90 % dieser Gruppe von Studierenden wirken sich chronisch-somatische oder psychische Erkrankungen sowie Teilleistungsstörungen am stärksten studienerschwerend aus.

Das IBS-Rechtsgutachten von Prof. Dr. Jörg Ennuschat online:
www.studentenwerke.de/de/content/nachteilsausgleiche-für-studierende-mit

Das Programm der IBS-Fachtagung online:
http://www.studentenwerke.de/sites/default/files/views_filebrowser/einladung_programm_tn_info_ft19.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/nachteilsausgleiche-auch-für-studierende


Wer wird „Student/-in des Jahres“?

Deutscher Hochschulverband (DHV) und Deutsches Studentenwerk (DSW) würdigen erneut studentisches Engagement

Bonn/Berlin, 31. Oktober 2019. Wer wird „Student/in des Jahres“? Der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) schreiben zum fünften Mal den Preis für studentisches Engagement aus, den sie vor vier Jahren gemeinsam ins Leben gerufen haben. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro und wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet. DHV und DSW wollen mit dem Preis diejenige Studentin, denjenigen Studenten oder ein Studierendenteam auszeichnen, die, der oder das ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigt, welches möglichst einzigartig und innovativ sein sollte. Es besteht dabei keine Beschränkung, in welcher Art und Weise dies gelungen ist. Der Preis wird auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 6. April 2020 in Berlin verliehen.

„Es gibt viele unter den 2,9 Millionen Studierenden, die über ihr Fachstudium hinaus in Staat und Gesellschaft, Politik und Vereinen, vor allem aber ehrenamtlich und altruistisch engagiert sind“, erklärten DHV-Präsident Professor Dr. Bernhard Kempen und DSW-Präsident Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep. „Dieses Engagement wollen DHV und DSW mit der Auszeichnung ,Student/in des Jahres’ sichtbarer machen, indem sie einem besonders positiven Beispiel studentischen Engagements Öffentlichkeit verschaffen.“

Beide Verbände rufen dazu auf, bis zum 31. Dezember 2019 Kandidatinnen und Kandidaten für die Auszeichnung vorzuschlagen. Interessierte Vertreter der Medien finden nähere Informationen im folgenden Ausschreibungstext:      
https://www.hochschulverband.de/fileadmin/redaktion/download/pdf/pm/student-des-jahres.pdf

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger waren:

  • der Medizinstudent Christoph Lüdemann von der Universität Witten/Herdecke, der über den von ihm mitaufgebauten Verein „L‘appel Deutschland“ Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda und Sierra Leone leistete (2016)
  • das von 16 Architekturstudierenden der Technischen Universität Kaiserslautern getragene Bauprojekt Spinelli Barracks Mannheim, bei dem diese gemeinsam mit Flüchtlingen einen Holz-Pavillon auf einem ehemaligen Kasernengelände des US-Militärs entwarfen, planten und errichteten, das den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Erstaufnahmeeinrichtung inzwischen als Begegnungsstätte und Rückzugsort dient (2017)
  • der Medizinstudent Philipp Humbsch von der Charité - Universitätsmedizin Berlin aus Frankfurt/Oder. Er ist Urheber und Motor der Initiative "Jeder kann ein Held sein", die seit 2016 insbesondere Grundschüler in strukturschwachen Gebieten Brandenburgs kostenlos in Erster Hilfe unterrichtet und sie dadurch zugleich für weiteres ehrenamtliches Engagement in freiwilligen Hilfsorganisationen des Bevölkerungsschutzes sensibilisiert (2018).       
  • die Medizinstudentin Wiebke Gehm von der Universität Rostock, leitendes Mitglied der studentischen Initiative "TNA – Tommy nicht allein", bei der sich Studierende seit 2015 in ihrer Freizeit um hilfsbedürftige Patientinnen und Patienten in der Rostocker Kinderklinik kümmern (2019).          

DHV und DSW:
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland mit über 31.600 Mitgliedern.
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) vertritt als Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland deren Interessen sowie die sozialpolitischen Belange der Studierenden.

Ansprechpartner für die Medien beim DHV:
Dr. Matthias Jaroch, Pressesprecher
Rheinallee 18, 53173 Bonn
Tel. 0228/902 6615
Fax 0228/902 6690
E-Mail jaroch(at)hochschulverband(dot)de.
http://www.hochschulverband.de
http://www.facebook.com/Hochschulverband

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/wer-wird-„student-des-jahres


Bekomme ich BAföG?

  • Neue Infografiken des Deutschen Studentenwerks (DSW) zeigen Studierenden, ob sie BAföG bekommen können
  • Drei Rechenbeispiele visualisiert und leicht verständlich aufbereitet
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „BAföG-Antragstellung lohnt sich“

Berlin, 2. Oktober 2019. Ein Bild sagt mehr als viele Worte: Mit neuen Infografiken informiert das Deutsche Studentenwerk (DSW) darüber, ob Studierende BAföG erhalten können. Die Grafiken zeigen für unterschiedliche Familienkonstellationen das Nettogehalt der Eltern und den BAföG-Satz, der sich daraus ergibt.

Die Grafiken sind Teil der aktuellen Kampagne „Einfacher ans Geld“, mit welcher die Studenten- und Studierendenwerke gemeinsam mit ihrem Verband fürs BAföG werben.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde, erläutert die Idee hinter den Visualisierungen: „Das BAföG ist gerecht, und deshalb auch komplex. Es vergibt nicht pauschal an alle Studierenden Geld, sondern schaut genau auf die Familiensituation der Studierenden und berechnet daraus die Fördersätze. Diese Komplexität machen wir mit unseren Visualisierungen leichter erfassbar und skizzieren so verschiedene Förderungsfälle.“

Die Fragen, die bei der Berechnung des BAföG-Anspruchs eine Rolle spielen, sind unter anderem, wie viel die Eltern der Antragsstellenden verdienen und ob weitere Kinder finanziell unterstützt werden müssen. Auch spielt fürs BAföG eine Rolle, ob die Studierenden und ihre Geschwister noch zu Hause wohnen oder schon ausgezogen sind.

Ein Beispiel: Ein Studierender unter 25 Jahren, der in einer eigenen Wohnung lebt und eine jüngere Schwester hat, die noch bei den verheirateten, nicht getrenntlebenden Eltern wohnt, hat Anspruch auf den maximalen BAföG-Förderungshöchstsatz von 744 Euro, wenn seine Eltern zusammen nicht mehr als 2.390 Euro netto verdienen. Einen BAföG-Teilanspruch hat dieser Studierende bis zu einem gemeinsamen Nettoeinkommen seiner Eltern von 4.021 Euro.

„Angesichts der zu diesem Wintersemester 2019/2020 greifenden Erhöhung der BAföG-Bedarfssätze und der Elternfreibeträge lohnt sich eine BAföG-Antragstellung mehr denn je“, erläutert Meyer auf der Heyde.
Er ergänzt: „Auch die elektronische BAföG-Beantragung wird besser. Dank der neuen ‚AusweisApp2‘ der Bundesregierung kann das BAföG in dreizehn Bundesländern nun auch mit mobilen Endgeräten von Apple ohne Kartenlesegerät elektronisch beantragt werden.“

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen 57 Studenten- und Studierendenwerke, die im Auftrag der Länder das BAföG umsetzen, werben zum Beginn des Wintersemesters 2019/2020 mit der Kampagne „Einfacher ans BAföG“ darum, einen BAföG-Antrag zu stellen. Die Kampagne zeigt Studierende in typischen, anstrengenden Studierendenjobs. „Einfacher ans Geld“, versprechen die Plakate, und liefern die Lösung gleich mit: „Jetzt BAföG beantragen!“

Die drei DSW-Informationsgrafiken zum BAföG-Anspruch online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/bekomme-ich-bafög

„Einfacher ans Geld“: Die BAföG-Kampagne der Studenten-/Studierenden-werke:
www.studentenwerke.de/de/bafoeg


Studium und Mensa gehören zusammen

  • 73% der Studierenden essen in der Mensa der Studenten- und Studierendenwerke, 37% sind Stammgäste
  • Studentenwerke mit 961 hochschulgastronomischen Einrichtungen: Mensen, Cafeterien, Kaffeebars
  • Zahlen des Deutschen Studentenwerks (DSW)

Erfurt/Berlin, 11. September 2019. 73% der Studierenden essen im Laufe einer Studienwoche durchschnittlich dreimal in der Mensa ihres Studenten- oder Studierendenwerks. 37% der Studierenden sind Mensa-Stammgäste. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke, die an Deutschlands Hochschulen die Hochschulgastronomie betreiben.

Gemäß der aktuellen, 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks nutzen Männer die Mensa häufiger als Frauen, jüngere Studierende häufiger als ältere. Für gut die Hälfte der Studierenden ist das Mittagessen die Tages-Hauptmahlzeit. Am meisten nutzen die ausländischen Studierenden die Mensa (79%). Differenziert nach Fächergruppen sind es die Studierenden der Ingenieur­wissenschaften (76%) sowie der Medizin (74%). Die Zufriedenheit der Studierenden mit der Mensa ist hoch. 63% äußern dies gegenüber dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

„Studium und Mensa, das gehört zusammen“, kommentiert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde die Daten. Er fährt fort. „Aber viele Mensen der Studenten- und Studierendenwerke müssen dringend ausgebaut und saniert werden. Wir benötigen dringend zusätzliche staatliche Unterstützung für den Erhalt und den Ausbau der Mensakapazitäten. Wir fordern einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt in Höhe von einer Milliarde Euro in den kommenden Jahren.“

Diese PM online:
www.studentenwerke.de/de/content/studium-und-mensa-gehören-zusammen


961 x Hochschulgastronomie

  • Studenten- und Studierendenwerke mit 961 hochschulgastronomischen Angeboten: Mensen, Restaurants, Bistros, Cafeterien und Kaffeebars
  • Neue Zahlen des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Hochschulgastronomie ist Kernkompetenz der Studentenwerke“
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) veranstaltet „Mensatagung“ beim Studierendenwerk Thüringen in Erfurt

Erfurt/Berlin, 11. September 2019.Die 57 im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studenten- und Studierendenwerke sind die Hochschulgastronomen Deutschlands. Sie betreiben an den Hochschulen insgesamt 961 hochschulgastronomische Einrichtungen, darunter mehr als 400 Mensen, sowie Cafeterien, Kaffeebars, Bistros und Restaurants. Das teilt das Deutsche Studentenwerk anlässlich seiner diesjährigen „Mensatagung“ mit, die am 11. und 12. September 2019 in Erfurt stattfindet; Gastgeber ist das Studierendenwerk Thüringen. An dem Jahrestreffen nehmen rund 150 Mensa-Expertinnen und -Experten aus den Studenten und Studierendenwerke teil.

Gemäß den DSW-Zahlen verfügen die Studentenwerke über rund 241.000 Sitzplätze; auf 100 Studierende kommen rund 10 Sitzplätze. Der Gesamtumsatz in der Hochschulgastronomie lag im Jahr 2018 bei 446 Millionen Euro. Die Studentenwerke gehören zu den größten Gemeinschaftsverpflegern Deutschlands.

Dabei geht es in den Mensen und Cafeterien der gemeinnützigen Studenten- und Studierendenwerke nicht um Profit, wie Achim Meyer auf der Heyde betont, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks: „Mit ihrer Hochschul-gastronomie setzen die Studentenwerke ihren gesetzlichen sozialen Auftrag um: die Studierenden mit gutem und preisgünstigem Essen zu versorgen. Das tun die Studentenwerke auch an vergleichsweise kleinen Hochschulstandorten, die sich nach rein wirtschaftlichen Kriterien gar nicht rechnen können.“

„Die Mensa ist günstig, gut, gesund“, so Meyer auf der Heyde, „und die Studierenden nutzen sie intensiv. Die Mensa ist auch Versorgungs-, Kommunikations- und immer mehr auch Lernort. Sie steht im Zentrum des studentischen Lebens.“

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/961-x-hochschulgastronomie


Mensa-Ausbau und Mensa-Sanierung: Studentenwerke fordern Hochschulsozialpakt

  • Gemeinsamer Bund-Länder-Hochschulsozialpakt, parallel zum Bund-Länder-Ausbau der Studienplatz-Kapazitäten
  • Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks: „Dem Ausbau der Studienplatzkapazitäten muss ein Ausbau der Mensakapazitäten folgen“

Erfurt/Berlin, 11. September 2019. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten 57 Studenten- und Studierendenwerke benötigen staatliche Unterstützung für den Ausbau und die Sanierung ihrer Mensen. Das teilt das Deutsche Studentenwerk anlässlich seiner „Mensatagung“ beim Studierendenwerk Thüringen in Erfurt mit.

Zur Eröffnung dieser Tagung, die das Studierendenwerk Thüringen ausrichtet, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Zwischen 2007 und 2023 werden Bund und Länder über die Hochschulpakte rund 38 Milliarden Euro in den Ausbau der Studienkapazitäten investiert haben, ab 2024 folgen jährlich rund vier Milliarden Euro. Wo bleibt aber der zwingend erforderliche Ausbau der Mensakapazitäten? Die soziale Infrastruktur muss mitwachsen mit dem generellen Ausbau des Hochschulsystems.“

Meyer auf der Heyde betont: „Die Mensen der Studenten- und Studierendenwerke arbeiten an ihrer Belastungsgrenze, manche auch darüber.“ Die zeitlichen und organisatorischen Anforderungen durch die Bachelor- und Masterstudiengänge seien hoch, genauso wie die rechtlichen und technischen Vorgaben für die Essensproduktion in der Hochschulgastronomie. 

Meyer auf der Heyde: „Hinzu kommt der hohe Technisierungsgrad in den Großküchen, von den Kochgeräten über die Kühlung, Spülung bis zur Lüftung. All das verursacht hohe Instandhaltungs- und Reparaturkosten, und all das macht Investitionen in die Substanz und den Ausbau der rund 400 Studentenwerks-Mensen zwingend erforderlich“, so Meyer auf der Heyde.

Die DSW-Mensatagung findet am 11. und 12. September 2019 in Erfurt statt; Gastgeber ist das Studierendenwerk Thüringen.

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/mensa-ausbau-und-mensa-sanierung


Ich studiere — was geht mich Forschung an?

Gemeinsame Pressemitteilung von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Deutschem Studentenwerk (DSW)

  • 34. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Leitfrage: Was bedeuten Wissenschaft und Forschung heute für Studierende?
  • 10.000 Euro Preisgeld sowie 3.000 Euro DFG-Sonderpreis
  • Online-Anmeldung bis 3. November 2019
  • Gefördert von der Bundesregierung; Museum für Kommunikation Berlin weiterer Kooperationspartner

Berlin, 9. September 2019. „Ich studiere – was geht mich Forschung an?“ Mit seinem aktuellen Plakatwettbewerb für Design-Studierende fragt das Deutsche Studentenwerk (DSW) gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), was Forschung für die Studierenden von heute bedeutet. Welchen Stellenwert haben Wissenschaft und Forschung in Studium und Alltag? Was ist Forschung für sie – Pflicht, Kür oder fernes Ziel? Würden Studierende gerne in ihrem Studium mehr forschen? Was würden Studierende gerne erforschen und warum?

Den neuen Plakatwettbewerb loben DSW und DFG gemeinsam aus; er ist eingebettet in die DFG-Kampagne „DFG2020 – Für das Wissen entscheiden“. Mit dieser Kampagne will Deutschlands größte Forschungsförderorganisation für eine freie und erkenntnisgeleitete Forschung werben – unter anderem mit dem Hashtag #FürDasWissen in sozialen Netzwerken.

Der Wettbewerb wird zum beginnenden Wintersemester 2019/2020 an allen staatlichen und staatlich anerkannten Design-Hochschulen bundesweit ausgeschrieben. Teilnehmen können Studierende der Fächer Grafik-Design, Kommunikationsdesign und Visuelle Kommunikation.

Eine fünfköpfige Fachjury verteilt insgesamt 10.000 Euro Preisgeld. Zusätzlich vergibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft einen Sonderpreis in Höhe von 3.000 Euro. Die 29 besten Plakate touren zwei Jahre lang durch Deutschland und werden in verschiedenen Studenten- und Studierendenwerken ausgestellt. Gefördert wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); langjähriger Kooperationspartner ist das Museum für Kommunikation Berlin.

„Ich persönlich interessiere mich sehr dafür, was Studierende an Forschung fasziniert und warum sie denken, dass Forschung für sie, ihr Leben und die Gesellschaft relevant ist“, sagt Prof. Dr. Julika Griem, Vizepräsidentin der DFG. „Auf die Antworten bin ich sehr gespannt.“

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep erklärt: „Mit unserem Wettbewerb fragen wir die Studierenden nach ihrer Haltung zu Themen, die sie unmittelbar betreffen und angehen. Das gilt ganz besonders fürs Thema Forschung. Geht es sie was an? Und wenn ja, was? Wir werden es sehen.“

Die Plakate werden digital über ein Online-Formular beim Deutschen Studentenwerk eingereicht. Die Jury trifft eine Vorauswahl, und voraussichtlich Ende März 2019 werden aus dieser „Shortlist“ die besten Plakate gekürt.

Die Preisverleihung findet am Montag, 22. Juni 2020, im Museum für Kommunikation Berlin statt.

Die Jury des 34. Plakatwettbewerbs:

  • Prof. Gudrun Müllner, Diplom-Designerin, Professorin an der Fakultät für Gestaltung, Hochschule Augsburg
  • Prof. Wilfried Korfmacher, Diplom-Designer und Diplom-Psychologe, Professor im Fachbereich Kommunikationsdesign, Hochschule Düsseldorf
  • Prof. Iris Utikal, Diplom-Designerin, Professorin an der Köln International School of Design (KISD) – TH Köln
  • Regine Meldt, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin
  • Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerks
  • Prof. Julika Griem, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)

Alle Informationen und Ausschreibungsfolder online: http://dswurl.de/34PWFolder

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist der Dachverband der 57 Studentenwerke in Deutschland. Sie sind für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Förderung der mehr als 2,8 Millionen Studierenden zuständig sind. Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks wird seit 1987 jährlich durchgeführt. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell gefördert. Langjähriger Kooperationspartner ist das Museum für Kommunikation Berlin. https://www.studentenwerke.de/de/content/34-plakatwettbewerb-20192020-Forschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) steht für die Wissenschaftsfreiheit. Als Selbstverwaltungsorganisation sichert sie die finanzielle Unabhängigkeit von Forschenden in Deutschland und verschafft ihnen dadurch Freiräume, hervorragende Ideen ohne inhaltliche Vorgaben oder politische Steuerung zu verfolgen. Mit dieser durch Bund und Länder getragenen Förderung entscheidet sich die Gesellschaft seit vielen Jahren für das Wissen. 2020 nimmt die DFG die Gründung ihrer Vorgängerorganisation, der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, im Jahr 1920 zum Anlass, ihre Überzeugung für die freie und erkenntnisgeleitete Forschung in eine Gesellschaft zu tragen.

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/ich-studiere-—-was-geht-mich-forschung


Ein BAföG-Antrag lohnt sich

  • Mehr Geld für mehr Studierende: Höhere BAföG-Sätze greifen für Fachhochschulen bereits ab Anfang September 2019, für Universitäten ab Oktober 2019
  • Bundesregierung rechnet mit 100.000 Geförderten zusätzlich
  • Studenten- und Studierendenwerke werben mit Kampagne „Einfacher ans Geld“ für eine BAföG-Antragstellung

Berlin, 4. September 2019. Mit dem Semesterstart im September 2019 an vielen Fachhochschulen gibt es für deren Studierende mehr BAföG. Darauf weist das Deutsche Studentenwerk (DSW) hin und wirbt für eine BAföG-Antragstellung.

„Ab dem Wintersemester 2019/20 gibt es mehr BAföG für mehr Studierende“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Die Bedarfssätze steigen, die Elternfreibeträge ebenso, die Wohnkosten­pauschale wird erhöht. Es lohnt sich mehr denn je, einen BAföG-Antrag zu stellen“, so Meyer auf der Heyde.

Er betont: „Auch wenn man nur eine vergleichsweise geringe monatliche Förderung erhält, kann diese das Studieren erleichtern, weil man dann zum Beispiel weniger nebenher jobben muss. Und: Als BAföG-Empfängerin oder -Empfänger wird man vom Rundfunkbeitrag befreit – das sind immerhin 210 Euro im Jahr“. Über Online-BAföG-Rechner wie jenen des Studentenwerks Göttingen könne man relativ rasch klären, ob man BAföG bekommen kann.

Dazu legt das DSW ein Rechenbeispiel vor: Eine Studentin, jünger als 25, die nicht bei ihren verheirateten Eltern wohnt, kann mit der BAföG-Vollförderung von 744 Euro im Monat rechnen, wenn das gemeinsame Nettoeinkommen ihrer Eltern 1.835 Euro im Monat beträgt. Kein BAföG bekommt sie, wenn das Nettoeinkommen ihrer Eltern 3.304 Euro beträgt.

Die Verbesserungen beim BAföG, die nun zum Wintersemester 2019/200 für Studierende greifen, sind weitreichend: Der Förderungs-Höchstsatz wird von bisher 735 auf 853 Euro erhöht, die Wohnkostenpauschale von 250 auf nunmehr 325 Euro, und die Freibeträge für eigenes Vermögen und das Einkommen der Eltern steigen. Dadurch sollen wieder mehr Studierende BAföG erhalten können.

Die Bundesregierung verspricht sich von der BAföG-Novelle, die nun als erstes an Fachhochschulen zu greifen beginnt, rund 100.000 Geförderte (Schüler/-innen und Studierende) zusätzlich.

Die im Deutschen Studentenwerk zusammengeschlossenen Studenten- und Studierendenwerke, die im Auftrag der Länder das BAföG umsetzen, werben mit der Kampagne „Einfacher ans BAföG“ darum, einen BAföG-Antrag zu stellen. Die Kampagne zeigt Studierende in typischen, anstrengenden Studierendenjobs. „Einfacher ans Geld“, versprechen die Plakate, und liefern die Lösung gleich mit: „Jetzt BAföG beantragen!“

Online-BAföG-Rechner des Studentenwerks Göttingen:
www.studentenwerk-goettingen.de/studien-finanzierung/bafoeg-rechner-2019.html

Die neue BAföG-Kampagne der Studenten-/Studierendenwerke online:
www.studentenwerke.de/de/bafoeg

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/ein-bafög-antrag-lohnt-sich


„Einfacher ans Geld: Jetzt BAföG beantragen“

  • Alles Wichtige in 73 Sekunden: Neues Online-Erklärvideo des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Ansehen, teilen, liken – auf Facebook, Youtube und der DSW-Website
  • BAföG-Verbesserungen für Studierende treten zum Wintersemester 2019/2020 in Kraft

Berlin, 29. August 2019. Frisch, bunt, schnell –und hochinformativ: Mit einem neuen Online-Erklärvideo wirbt das Deutsche Studentenwerk (DSW) bei den Studierenden bundesweit dafür, einen BAföG-Antrag zu stellen.

Der animierte, 73 Sekunden-Kurzfilm ist Teil der aktuellen BAföG-Kampagne „Einfacher ans Geld“, mit der das DSW gemeinsam mit den Studenten- und Studierendenwerken über die BAföG-Neuerungen zum Wintersemester 2019/2020 informiert. In den 73 Sekunden werden die wichtigsten Änderungen vorgestellt und anhand von Info-Grafiken leicht verständlich dargestellt.

Die Idee: Chancengleichheit. Ein Studium soll nicht am Geldbeutel scheitern“, erklärt die Off-Stimme gleich zu Beginn des Clips das Anliegen des BAföG. Erläutert wird das an einem Rechenbeispiel: „Studentin Lena, 26, erhält für Bachelor- und Masterstudium 10 Semester lang den Höchstsatz von 861 Euro im Monat. Macht rund 52.000 Euro Förderung. Zurückzahlen muss sie davon maximal 10.010 Euro.“

Die Kampagne „Einfacher ans Geld“ wird vom DSW zusammen mit den Studenten- und Studierendenwerken großflächig an den Hochschulen mit Plakaten, Postkarten, Tischaufstellern und Mensa-Screens beworben. Parallel dazu werden diese Offline-Werbemaßnahmen von dem Online-Erkärvideo und einer Welle von Social-Media-Content flankiert.

DSW-Generalsekretär Meyer auf der Heyde erläutert das Anliegen der Kampagne: „Viele Studierende versuchen lieber zu arbeiten, anstatt BAföG zu beantragen, weil sie Sorge haben, sich zu verschulden. Dabei besteht beim BAföG aufgrund der sozialen Rückzahlungsbedingungen praktisch kein Verschuldungsrisiko.“

 

Das neue BAföG-Erklärvideo online:

Auf der Website des DSW: https://www.studentenwerke.de/de/bafoeg
Bei Facebook https://www.facebook.com/watch/?v=942955199389153
Auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=iIK7DVPfVsI

 

Diese Pressemitteilung online:

https://www.studentenwerke.de/de/content/%E2%80%9Eeinfacher-ans-geld-%E2%80%93-das-neue-baf%C3%B6g%E2%80%9C


Europäische Universitäten, europäisches studentisches Leben

Strasbourg/Berlin, 26. August 2019. Welche Rolle spielen die Service- und Beratungsangebote, die „Student Services“ der Studentenwerke, beim Aufbau europäischer Hochschulen? Was können französische und deutsche Studentenwerke voneinander lernen, in der Hochschulgastronomie, dem studentischen Wohnen, bei der Studienfinanzierung? Diese Fragen diskutieren ab heute Montag, 26.8.2019, mehr als 150 Expertinnen und Experten aus den französischen und deutschen Studentenwerken 40. „Deutsch-Französischen Kolloquium“ des Deutschen Studentenwerks.

 

Gastgeber ist das Centre Régional d’Œuvres Universitaires et Scolaire, kurz CRUOS, in Strasbourg.

 

Ausgerichtet wird das Kolloquium vom Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammen mit seinem französischen Partner-Verband, dem Centre nationale des Œuvres Universitaires et Scolaires“ (CNOUS) in Paris. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Hochschulen und Studentenwerken aus zehn Ländern nehmen an der einwöchigen Veranstaltung teil.

 

Ziel der Veranstalter ist es, das Engagement der CROUS sowie der Studierenden- und Studentenwerke für Europa und das studentische Leben an Europas Hochschulen herauszustreichen, auch für die europäischen Hochschul-Verbünde, die Frankreich und Deutschland gemeinsam fördern.

Dazu spricht am 27. August 2019 Alain Beretz, Referent für europäische Universitäten des französischen Premierministers.

 

Eine weitere Leitfrage ist, wie die Aufnahme und Betreuung internationaler Studierender in Europa weiterentwickelt werden kann. Darüber hinaus werden auf dem Kolloquium innovative Projekte aus den Bereichen Inklusion an der Hochschule, studentisches Wohnen und Nachhaltigkeit in der Hochschulgastronomie vorgestellt.

 

Am 26. August 2019 werden zudem in Strasbourg die Preise des vierten Deutsch-Französischen Fotowettbewerbs zum Thema „Engagement“ verliehen. Studierende aus 18 Studenten- und Studierendenwerken sowie ebenso vielen CROUS hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt.

 

Die Medien sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Interviews und Expert/innen-Statements zu den sozialen Rahmenbedingungen des Studiums in Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Tschechien, Südkorea und anderen Ländern können vor Ort gerne vermittelt werden.

 

Programm und weitere Infos online:

www.studentenwerke.de/de/content/40-deutsch-französisches-kolloquium

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/europäische-universitäten-europäisches


 

2018 noch weniger Studierende mit BAföG: Kommt jetzt die Trendwende?

Berlin, 2. August 2019. Im sechsten Jahr in Folge seit 2012 meldet das Statistische Bundesamt nun auch für das Jahr 2018 einen neuerlichen Rückgang der Zahl der BAföG-geförderten Studierenden. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) sieht darin einen weiteren Beleg dafür, wie dringend die zum Wintersemester 2019/2020 greifende BAföG-Erhöhung ist.

Gemäß den heute, 2. August 2019, veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts haben im Jahr 2018 rund 518.000 Studierende BAföG erhalten; das sind 39.000 weniger als im Jahr 2017 zuvor. Im monatlichen Durchschnitt sank die Zahl der geförderten Studierenden von 364.000 im Jahr 2017 auf 339.000 im Jahr 2018.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), kommentiert:

„Hätte es noch eines weiteren Beweises bedurft, wie dringend eine BAföG-Erhöhung ist, dann läge er jetzt vor. Seit 2012 haben immer weniger Studierende BAföG erhalten; das ist eine Talfahrt sondergleichen. Zum Glück greift ab dem kommenden Wintersemester 2019/2020 die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte BAföG-Erhöhung. Sie ist absolut überfällig.

Damit die Erwartungen der Bundesregierung hinsichtlich der Trendwende beim BAföG erfüllt und mit der schrittweisen Erhöhung der BAföG-Elternfreibeträge bis zum Herbst 2021 rund 100.000 Personen zuästzlich gefördert werden, appellieren wir an Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, ihren eventuellen BAföG-Anspruch einzufordern und nun erst recht einen BAföG-Antrag zu stellen.

Denn ein BAföG-Antrag lohnt sich – dies gilt nun gerade auch für jene Studierenden, die bisher zweifelten, in den Genuss der Förderung kommen zu können. Zum Wintersemester 2019/2020 gibt es mehr Geld für mehr Studierende, das BAföG wird noch familienfreundlicher, die Rückzahlung noch sozialer.“

Ziel müsse es sein, so Meyer auf der Heyde weiter, das BAföG wieder für Studierende aus mittleren Einkommensschichten zu öffnen. Auch sei eine BAföG-Strukturreform dahingehend notwendig, die Förderung für mindestens ein Semester über die Regelstudienzeit hinaus zu verlängern, da weniger als 40% der Studierenden ihr Studium überhaupt in der Regelstudienzeit schafften. Die Altersgrenzen beim BAföG müssten abgeschafft und auch ein Teilzeitstudium förderfähig werden, fordert Meyer auf der Heyde.

Und er sagt: „Das BAföG soll im Rahmen des Online-Zugangsgesetzes bis zum Jahr 2022 digitalisiert werden; bis dahin brauchen wir rechtzeitig eine weitere Novelle, die das BAföG vereinfacht und die Komplexität zum Wohle der Studierenden und Eltern mindert.“

Heutige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts:
www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/08/PD19_291_214.html

DSW-Übersicht: Entwicklung des BAföG von 2012 bis 2018:
www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_tabelle_bafoeg-daten_2012-2018_0.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/2018-noch-weniger-studierende-mit-bafög


Die fünf wichtigsten BAföG-Verbesserungen

Berlin, 1. August 2019. Mehr BAföG für mehr Studierende ab dem Wintersemester 2019/2020: Das verspricht die 26. BAföG-Novelle der Bundesregierung, die heute in Kraft tritt. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) fasst die fünf wichtigsten Änderungen zusammen. Sie gelten für Schülerinnen und Schüler in berufsbildenden Schulen ab Schuljahresbeginn August 2019, für Studierende ab dem Wintersemester 2019/2020.

Die wichtigsten Änderungen für Studierende:

  • Mehr Geld: Die Bedarfssätze steigen, überproportional der Wohnbedarf. Dieser angesetzte Bedarf setzt sich aus dem BAföG-Grundbedarf, dem Bedarf für die Unterkunft sowie den Zuschlägen für Kranken- und Pflegeversicherung zusammen. Erstmals können Studierende, die älter als 30 Jahre sind, einen Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag erhalten, der der zu zahlenden Beitragshöhe entspricht. Der Wohnzuschlag für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, steigt von 250 auf 325 Euro im Monat.
  • Mehr Geförderte: Durch die Anhebung der Freibeträge für die Elterneinkommen sollen mehr Studierende BAföG erhalten. Diese Freibeträge bestimmen, wie viel die Eltern der Studierenden verdienen dürfen, damit ihre Kinder BAföG-Leistungen erhalten. Die Freibeträge fallen je nach Familienkonstellation unterschiedlich aus, steigen aber zum Wintersemester 2019/2020 um sieben Prozent an.
    Ein Beispiel: Eine Studentin von miteinander verheirateten und zusammenlebenden Eltern, die nicht bei diesen wohnt, erhält die BAföG-Vollförderung, wenn beide Eltern zusammen nicht über ein Monatsnettoeinkommen von etwa 1.835 Euro kommen. Eine Teilförderung ist bis zu einem gemeinsamen Eltern-Nettoeinkommen von 3.304 Euro im Monat wahrscheinlich.
  • Noch sozialere Rückzahlung: Die neuen Rückzahlungs­modalitäten sehen vor, dass Studierende maximal 10.010 Euro von der erhaltenen BAföG-Förderung zurückzahlen müssen, mit 77 Monatsraten zu 130 Euro. Erhalten Studierende also beispielsweise für sechs Semester Bachelor- und vier Semester Master-Studium rund 51.660 Euro BAföG, müssen sie mit maximal 10.010 Euro nur ein Fünftel zurückzahlen! Und die Rückzahlung beginnt erst fünf Jahre nach der letzten Förderung.
  • Mehr Familienfreundlichkeit: Kinderbetreuung und -pflege wird statt bis zum 10. neu bis zum 14. Lebensjahr der Kinder berücksichtigt. Der Kinderbetreuungszuschlag wird auf 140 Euro im Monat erhöht. Treten bei häuslicher Pflege von nahen Angehörigen Studienverzögerungen ein, ist über die Regelstudienzeit hinaus eine BAföG-Förderung möglich.
  • Weniger Verschuldung: Das in Ausnahmefällen verzinsliche BAföG-Bankdarlehen – für Studienphasen nach der Regelstudienzeit – wird durch ein zinsloses BAföG-Volldarlehen ersetzt. Die Zinsfreiheit bietet Studierenden neue Sicherheit.

Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist es, mit der 26. BAföG-Novelle eine Trendwende bei der Zahl der Geförderten zu erreichen. Bis Herbst 2021 sollen wieder 100.000 Studierende, Schülerinnen und Schüler mehr gefördert werden.

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke werben mit ihrer aktuellen Kampagne „Einfacher ans Geld“ bei den Studierenden dafür, einen BAföG-Antrag zu stellen, damit eine mögliche Förderung nicht verfällt. Mit einem BAföG-Bescheid werde überdies auch schnell klar, ob und welche Teilleistung der Staat von den Eltern der Studierenden erwartet.

Die wichtigsten BAföG-Änderungen auf einen Blick:
https://www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

BAföG-Kampagne „Einfacher ans Geld. Jetzt BAföG beantragen“ online:
www.studentenwerke.de/de/bafoeg

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/die-fünf-wichtigsten-bafög-verbesserungen


„Engagement“: Winterdienst in Sofia

Lina Sommer von der HAW Würzburg-Schweinfurt gewinnt Fotowettbewerb der deutschen und französischen Studentenwerke zum Thema „Engagement“

  • Zweiter Platz geht an Magalie Herter-Courbon, ebenfalls HAW Würzburg-Schweinfurt
  • Preisverleihung am 26. August 2019 in Straßburg

Paris/Berlin, 31. Juli 2019. Der Wintereinbruch legt eine Straßenbahn in Sofia lahm; ein Anwohner greift zu Schneeschaufel und Besen und befreit die Gleise vom Schnee. Mit diesem Motiv gewinnt Lina Sommer, Kommunikationsdesign-Studentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, den ersten Platz des aktuellen Fotowettbewerbs der deutschen und französischen Studentenwerke mit dem Thema „Engagement“.

Sommers Foto „Winterdienst“ wählte eine binationale Fach-Jury auf den ersten Platz; sie gewinnt 1.000 Euro. Den mit 500 Euro dotierten, zweiten Platz belegt Magalie Herter-Courbon für ihre Arbeit „Der Halt“. Herter-Courban studiert ebenfalls Kommunikationsdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Eine besondere Erwähnung ließ die Jury außerdem der Arbeit „Un amour consommée“ zukommen, die Julie Tabary, Biochemie-Studentin an der Universität La Rochelle, einrichte.

2019 wird der deutsch-französische Fotowettbewerb zum vierten Mal ausgerichtet. Insgesamt reichten Studierende aus 18 teilnehmenden Studentenwerken und ebenso vielen franzöischen „CROUS“, den „Centres Régionaux des Œuvres Universitaires et Scolaires“, mehr als 100 Fotos für den Wettbewerb ein. Organisiert wird der Wettbewerb vom Deutschen Studentenwerk (DSW) in Kooperation mit seinem französischen Partner CNOUS, dem Dachverband der französischen Studentenwerke; finanziert wird der Wettbewerb vom Deutsch-Französischen-Jugendwerk.

„Ich freue mich wirklich sehr über den Gewinn, es ist eine große Ehre für mich als junge Fotografin“, freut sich die Gewinnerin Lina Sommer. „Ich versuche mit meiner Fotografie immer neue Wege zu gehen, zu experimentieren und das Gefühl eines Moments einzufangen.“ Ihr Siegerfoto ist eine Alltagsszene, die sie in Sofia aufgenommen, wo sie eine Freundin besucht hat.

Die drei Studentinnen werden am 26. August 2019 auf der Preisverleihung beim CROUS Straßburg gewürdigt.

Den Kontakt zu den Preisträgerinnen Lina Sommer und Magalie Herter-Courbon für ein Interview vermitteln wir Ihnen gerne auf Anfrage.

Die Siegerinnen-Fotos und weitere Informationen zum Wettbewerb online:

https://www.studentenwerke.de/de/Fotowettbewerb

Mehr Infos zum Fotowettbewerb (auf Französisch):

http://www.etudiant.gouv.fr/cid143484/decouvrez-les-laureats-du-concours-photo-franco-allemand-2018-2019.html

Diese Pressemeldung finden Sie online unter:

https://www.studentenwerke.de/de/content/%E2%80%9Eengagement%E2%80%9C-winterdienst-sofia


Einfacher ans Geld: Jetzt BAföG beantragen!

Berlin, 24. Juli 2019. Eine Kellnerin, ein Umzugshelfer, eine Pizzabotin:  erschöpfte junge Frauen und Männer bei typischen Studierendenjobs. „Einfacher ans Geld“, versprechen die Plakate, auf denen diese Motive zu sehen sind, dazu in fetten Lettern und liefern die Lösung gleich mit: „Jetzt BAföG beantragen!“. Mit dieser neuen Motiv-Serie werben die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke ab sofort für das BAföG.

 

Die Motive zeigen in leicht überspitztem Maß, wie anstrengend oder eintönig typische Studierenden-Jobs sein können, etwa wenn der Pizzabotin beim Ausliefern der Schweiß von der Stirn rinnt und ihr Make-up verwischt oder wenn die Bürokraft mit leerem Blick Papiere in den Akten-Vernichter einführt.

 

„Ab dem Wintersemester 2019/20 gibt es mehr BAföG für mehr Studierende“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde den Hintergrund der Plakatserie. „Wir nehmen das zum Anlass, nochmal deutlich daran zu erinnern, BAföG zu beantragen.“

 

Die Verbesserungen beim BAföG sind weitreichend: Der Förderungs-Höchstsatz wurde von bisher 735 auf 853 Euro erhöht, die Freibeträge für eigenes Vermögen und das Einkommen der Eltern steigen. Außerdem verbessern sich die Rückzahlungsmodalitäten – sollte jemand 20 Jahre nach Studienabschluss noch offene Raten begleichen müssen, werden diese erlassen.

 

Meyer auf der Heyde weiter: „Viele Studierende versuchen lieber zu arbeiten, anstatt BAföG zu beantragen, weil sie Sorge haben, sich zu verschulden. Dabei besteht beim BAföG aufgrund der sozialen Rückzahlungsbedingungen praktisch kein Verschuldungsrisiko. Aber wer viel arbeitet, hat weniger Zeit zum Studieren, schafft vielleicht weniger Kurse pro Semester oder muss Abstriche bei den Noten machen. Deshalb wollen wir den Studierenden zeigen, dass es mit dem BAföG eine echte Alternative zum Jobben gibt.“

 

Die neuen BAföG-Motive online:

www.studentenwerke.de

 

Diese Pressemitteilung online:

https://www.studentenwerke.de/de/content/%E2%80%9Eeinfacher-ans-geld-jetzt-baf%C3%B6g-beantragen

 


#nextgeneration: So sieht das Studium der Zukunft aus

Berlin, 24. Juni 2019. Ein Gesicht vor rotem Hintergrund mit einem schwarzen Balken vor den Augen, der an eine „Virtual-Reality“-Brille erinnert, dazu der Schriftzug „Es ist einfach für unsere Zukunft schwarz zu sehen alles andere erfordert Vorstellungskraft“: Mit diesem Motiv gewinnt der Design-Student Valentin Schlitt von der KIDS – Köln International School of Design, TH Köln, den 33. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW) und 3.000 Euro Preisgeld. Betreut wurde er von Prof. Iris Utikal.

Im Museum für Kommunikation Berlin wurden am Montag, den 24. Juni 2019, der Sieger Valentin Schlitt sowie fünf weitere Design-Studierende mit Preisen ausgezeichnet. Das Thema des Wettbewerbs lautet: „#nextgeneration: Studium der Zukunft“. Wie weit wird die Digitalisierung des Studiums gehen? Wie sieht das akademische Lehren und Lernen im Jahr 2050 aus? Welche Visionen, welche Bilder und welche Träume haben die Studierenden heute? Das sind die Fragen, die das Deutsche Studentenwerk den Design-Studierenden in ganz Deutschland gestellt hat.

Insgesamt reichten 243 Design-Studierende aus 34 staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschulen rund 500 Plakate ein. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die besten sechs Ideen aus. Neben dem Sieger Valentin Schlitt gibt es zwei Zweitplatzierte, die jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro erhalten, und drei dritte Plätze, die mit jeweils 1.000 Euro dotiert sind.

Übergeben wurden die Preise am Montagabend von Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), welches den Wettbewerb fördert, und DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep.

Postlep kommentiert: „Die Antworten der Design-Studierenden auf unsere Fragen haben mich überrascht; da ist viel Dystopie und Technikskeptizismus. Ich hatte erwartet, dass die Studierenden das Thema positiver, optimistischer angehen. Gerade die Digitalisierung sehen viele eher kritisch. Ein Grund mehr, mit den Studierenden das Gespräch zu suchen.“

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

 

#nextgeneration: Studium der Zukunft

33. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2018/2019

 

Preisträgerinnen und Preisträger:

 

1. Preis, 3.000 Euro, für „Schwarzmalerei“

Valentin Schlitt, KISD – Köln International School of Design, TH Köln,

betreut von Prof. Iris Utikal

 

2. Preis, 2.000 Euro, für „#thisandnext“ (Serie von zwei Plakaten)

Nadège Jankowicz, Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg,

betreut von Prof. Gudrun Müllner

 

2. Preis, 2.000 Euro, für „Was studierst du genau?“

Franziska Brenner, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart,

betreut von Prof. Gerwin Schmidt

 

3. Preis, 1.000 Euro, für „Altruistische Technologie“

Sulamith Gutwein, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm,

betreut von Prof. Peter Krüll

 

3. Preis , 1.000 Euro, für „You are connected“

Sophia Hölz, Hochschule Mannheim,

betreut von Prof. Armin Lindauer

 

3. Preis, 1.000 Euro, für „make a change“ (Serie von drei Plakaten)

Lisa Klimesch, Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg,

betreut von Prof. Gudrun Müllner

 

Die Jury:

·         Prof. Uli Braun, Professor für Typografie und Grafikdesign an der FHWS-Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

·         Prof. Richard Jung, Professor für Kommunikationsdesign und Corporate Identity an der Hochschule Niederrhein

·         Tabea Dölker, freiberufliche Grafikdesignerin, Preisträgerin beim 27. Plakatwettbewerb, 2012/2013, Thema damals „Was isst Du?“

·         Regine Meldt, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin

·         Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerks

 

 


#nextgeneration: Studium der Zukunft

Berlin, 19. Juni 2019. Montag, 24. Juni 2019, 19 Uhr, Museum für Kommunikation Berlin, freier Eintritt: Das Deutsche Studentenwerk (DSW) lädt ein zur Preisverleihung seines aktuellen, 33. Plakatwettbewerbs, Thema „#nextgeneration: Studium der Zukunft“.

Wie sieht das akademische Lehren und Lernen im Jahr 2050 aus? Welche Visionen, welche Bilder und welche Träume haben die Studierenden heute? Wie weit wird die Digitalisierung gehen? Das sind die Fragen, die das Deutsche Studentenwerk mit dem seinem 33. Plakatwettbewerb mit dem Titel „#nextgeneration:  Studium der Zukunft“ an die Design-Studierenden in ganz Deutschland gestellt hat.

Die Resonanz ist groß: 243 Design-Studierende aus 34 Hochschulen haben mehr als 500 Plakate eingereicht. 139 davon schafften es in die Shortlist, aus welcher wiederum die fünfköpfige Fachjury die besten sechs Plakate ausgewählt hat. Am Abend des 24. Juni 2019 werden insgesamt 10.000 Euro Preisgeld vergeben.

Die Medien sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen. Druckfähige Dateien der Siegerplakate stellen wir Ihnen mit einer Sperrfrist gerne vorab zur Verfügung.

Der Plakatwettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

 

Montag, 24. Juni 2019, 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr, Eintritt frei

Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin

 

Weitere Infos online:
www.studentenwerke.de/de/content/33-plakatwettbewerb-20182019-Studium-der-Zukunft

 

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/nextgeneration-studium-der-zukunft


Bezahlbarer Wohnraum für Studierende nötiger denn je

Weimar/Berlin, 15. Mai 2019. Angesichts der kritischen Wohnsituation für Studierende in vielen deutschen Hochschulstädten appelliert das Deutsche Studentenwerk (DSW) an Bund und Länder, ihre Mittel für die soziale Wohnraumförderung auch für den Erhalt und den Bau von Studierendenwohnheimen einzusetzen.

Auf der heute in Weimar beginnenden „Wohnheimtagung“ des Deutschen Studentenwerks erklärte dessen Generalsekretär, Achim Meyer auf der Heyde:

„Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird immer mehr zur neuen sozialen Frage und birgt sozialen Sprengstoff, nicht nur für die Studierenden, die in vielen Hochschulstädten kaum mehr eine bezahlbare Bleibe finden.

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist nötiger denn je. Es muss gebaut und saniert werden! Bund und Länder sind mehr denn je gefordert. Sie müssen ihre Mittel für die soziale Wohnraumförderung unbedingt auch für den Erhalt und den Neubau von Studierendenwohnheimen einsetzen und gemeinsam die Studenten- und Studie­rendenwerke fördern – so, wie sie auch gemeinsam die Wissenschafts­pakte fördern.

Seit der Grundgesetzänderung, dank derer nun der ‚Digitalpakt Schule‘ der Bundesregierung realisiert werden kann, ist der Weg für den Bund offen, auch Wohnheimplätze zu fördern. Das ist als Ziel im Koalitionsvertrag versprochen.

Eine gemeinsame Bund-Länder-Förderung für bezahlbaren Wohnraum für Studierende hat eine hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Rendite, weil die Wohnungsmärkte entlastet werden. Jeder Euro staatliches Geld, der in das studentische Wohnen bei den Studenten- und Studieren­denwerken investiert wird, ist hervorragend angelegt.

Wie wir mit Studien belegen, ist die Miete der größte Kostentreiber für Studierende und belastet ihre Budgets und ihre unterhaltsverpflichteten Eltern. Das Viertel der Studierenden mit den geringsten Einnahmen muss inzwischen fast die Hälfte für die Miete aufwenden.“

Hintergrund: DSW-Wohnheimtagung in Weimar

Am 15. und 16. Mai 2019 veranstaltet das Deutsche Studentenwerk (DSW) in Weimar seine jährliche „Wohnheimtagung“. Rund 150 Expertinnen und Experten für studentisches Wohnen aus den 57 Studenten- und Studierendenwerken nehmen teil. Gastgeber ist das Studierendenwerk Thüringen; dessen Geschäftsführer, Dr. Ralf Schmidt-Röh, ist gleichzeitig auch Vorsitzender des DSW-Fachausschusses Wohnen.

 

Aktuelle politische Kampagne „Kopf braucht Dach“ der Studenten- und Studierendenwerke:

https://mein-studentenwohnheim.de/mitmach-aktion

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/bezahlbarer-wohnraum-für-studierende-3

 


BAföG: Für eine echte Trendumkehr ist noch mehr nötig

Berlin, 8. Mai 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt grundsätzlich, dass die Bundesregierung die BAföG-Bedarfssätze und -Elternfreibeträge erhöhen will, drängt aber auf weitere Maßnahmen, damit wieder mehr Studierende BAföG erhalten. Die Förderhöchstdauer müsse verlängert, Altersgrenzen abgeschafft, das Teilzeitstudium gefördert werden.

Anlässlich der heutigen Anhörung vor dem Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zur 26. BAföG-Novelle der Bundesregierung erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde:

„Um das im Koalitionsvertrag gesetzte Ziel einer Trendumkehr zu erreichen, damit wieder mehr Studierende vom BAföG profitieren, ist jenseits der geplanten, dreistufigen Erhöhung der Elternfreibeträge eine strukturelle Reform notwendig. Die Altersgrenzen im BAföG müssen abgeschafft werden, die Förderungshöchstdauer muss um mindestens ein Semester über die Regelstudienzeit hinaus verlängert werden, und auch das Teilzeitstudium muss gefördert werden.

Die Bundesregierung hat recht: Nach kontinuierlich rückläufigen Geförderten-Zahlen in den vergangenen fünf Jahren müssen wieder mehr Studierende BAföG erhalten. Das BAföG muss, wie es das Ziel war bei seiner Einführung im Jahr 1971, nicht nur untere Einkommensschichten, sondern auch die Mittelschicht erreichen.

Dafür muss das BAföG jenseits der Sätze nun endlich mit der Studienwirklichkeit synchronisiert werden. Nur 37% der Studierenden schließen ihr Studium in der Regelstudienzeit ab. Mehr als 60% überschreiten sie – und bekommen deswegen kein BAföG mehr. Das BAföG muss über die Regelstudienzeit hinaus um mindestens ein weiteres Semester gezahlt werden. Grundsätzlich sollte gelten: Was hochschulrechtlich möglich ist, muss auch förderrechtlich möglich sein.

Die geplante zweistufige Erhöhung des BAföG-Grundbedarfs reicht aus unserer Sicht nicht aus. Wie wir mit Studien belegt haben, müsste der BAföG-Grundbedarf auf 500 bis 550 Euro im Monat erhöht werden, anstelle der geplanten 427 Euro. Ob die dreistufige Erhöhung der Elternfreibeträge bis zum Jahr 2021 den mehrjährigen Stillstand vor dieser BAföG-Erhöhung wird ausgleichen und wieder mehr Studierende erreichen können, muss sich zeigen.

Was die Bundesregierung anstrebt, ist grundsätzlich zu unterstützen. Es wäre nur besser und würde das Vertrauen ins BAföG ungemein stärken, wenn es regelmäßig erhöht und an die Entwicklung von Preisen und Einkommen angepasst würde.“

In seiner schriftlichen Stellungnahme zur heutigen Bundestagsanhörung geht das Deutsche Studentenwerk auch auf die Anträge zum BAföG ein, die die Oppositions-Parteien bzw. –Fraktionen im Bundestag vorgelegt haben.

DSW-Stellungnahme zur heutigen Anhörung des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zur 26. BAföG-Novelle der Bundesregierung:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zur-bundestags-anhörung-zum

Die geplanten BAföG-Erhöhungen im Überblick:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/bafög-für-eine-echte-trendumkehr-ist-noch

 


Hoch mit dem BAföG-Grundbedarf

Berlin, 4. April 2019. Licht und Schatten sieht das Deutsche Studentenwerk (DSW) bei der geplanten BAföG-Erhöhung der Bundesregierung, die morgen Freitag, 5. April 2019, im Deutschen Bundestag verhandelt wird.

Der Verband begrüßt die geplante Anhebung von Bedarfssätzen und Elternfreibeträgen, fordert aber eine deutliche stärkere Erhöhung des Grundbedarfs, auf 500 bis 500 Euro im Monat, anstelle der geplanten 427 Euro. Außerdem müsse das BAföG endlich mit der Studienwirklichkeit synchronisiert werden: Die Förderungshöchstdauer muss für die Regelstudienzeit plus mindestens ein weiteres Semester verlängert, das BAföG geöffnet werden für das Teilzeit- oder Orientierungsstudium, fordert das DSW.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt:

„Es gibt Licht und Schatten. Es ist überfällig und richtig, dass die Bundesregierung nach sechs Jahren Stillstand beim BAföG nun in die Bedarfssätze und die Elternfreibeträge erhöhen will.

Die geplante Erhöhung des BAföG-Grundbedarfs in zwei Schritten, einmal um 5%, einmal um 2%, reicht aus unserer Sicht nicht aus. Wie wir mit Studien belegt haben, müsste der BAföG-Grundbedarf auf 500 bis 550 Euro im Monat erhöht werden, um den gestiegenen Bedarf der Studierenden decken zu können.

Auch muss die im Koalitionsvertrag versprochene ‚Trendumkehr‘ kommen, damit nach kontinuierlich rückläufigen Geförderten-Zahlen in den vergangenen Jahren wieder mehr Studierende BAföG erhalten. Wie schon bei der Einführung des BAföG 1971 gewollt, muss das BAföG nicht nur untere Einkommensschichten, sondern auch die Mittelschicht erreichen.

Jenseits der Sätze muss das BAföG aber auch endlich mit der Studienwirklichkeit synchronisiert werden. Nur 37% der Studierenden schließen ihr Studium in der Regelstudienzeit ab. Mehr als 60% überschreiten sie – und bekommen deswegen kein BAföG mehr. Das BAföG muss über die Regelstudienzeit hinaus um mindestens ein weiteres Semester gezahlt werden.

Grundsätzlich sollte gelten: Was hochschulrechtlich möglich ist, muss auch förderrechtlich möglich sein. Das BAföG muss geöffnet werden für alle Studienformen, etwa das Teilzeit- oder das Orientierungsstudium. Altersgrenzen gehören abgeschafft, auch der anachronistische Leistungsnachweis nach vier Semestern, der noch aus Vor-Bologna-Zeiten stammt.

Um das BAföG noch attraktiver zu machen, sollte das Gesetz entschlackt und klug digitalisiert werden, medienbruchfrei, mit eAntrag, eBescheid und eAkte.

Wenn bis zum Jahr 2022 die digitale BAföG-Beantragung über in Bundesportal laufen soll, muss als nächstes eine Revision der BAföG-Vorschriften kommen. Dann kann das BAföG ein Vorzeigeprojekt werden für eine kluge, anwendungsfreundliche Digitalisierung.“

Die geplanten BAföG-Erhöhungen im Überblick:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

DSW-Stellungnahme zum Referentenentwurf für eine 26. BAföG-Novelle:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zum-referentenentwurf-26

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/hoch-mit-dem-bafög-grundbedarf

 


Studieren mit Kind gelingt – mit den Studentenwerken

Berlin, 28. März 2019. Kitas, Kurzzeitbetreuung, kostenloses Mensa-Essen für Kinder von Studierenden, Eltern-Kind-Treffs, familiengerechtes Wohnen, finanzielle Unterstützung, Beratung: Die Leistungen der Studenten- und Studierendenwerke machen Deutschlands Hochschulen und das Studium familienfreundlich. Eine neue Broschüre der Servicestelle Familienfreundliches Studium (SFS) des Deutschen Studentenwerks (DSW) gibt einen Überblick. 6% der Studierenden sind Eltern.

Eine Reportage in der Broschüre „Studieren mit Kind gelingt…mit den Studenten- und Studierendenwerken“ schildert den Alltag in der flexiblen Kinderbetreuung des Studierendenwerks Thüringen. Dort haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder direkt auf dem Campus von 8 bis 20 Uhr betreuen zu lassen. Ein Porträt gibt einen Einblick in die Arbeit der Familienberaterin Beate Bastian des Studierendenwerks Koblenz, die Studierende über Finanzierungs- und Unterstützungsleistungen sowie Betreuungsangebote informiert.

Mit einer Fotostrecke zeigt das Informationsheft die Bandbreite des familienfreundlichen Angebots der Studenten- und Studierendenwerke. Zu sehen sind zwei Kindertagesstätten in Hamburg, Eltern-Kind-Wohnungen in München und ein extra Essensbereich für Kinder in einer Mensa in Siegen und weitere Angebote.

Die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeigt: 6% der Studierenden in Deutschland haben ein Kind oder mehrere Kinder. Die Studierenden- und Studentenwerke unterstützen sie mit bundesweit 9.000 zeitlich flexiblen Kinderbetreuungsplätzen in Hochschulnähe, je nach Standort auch familiengerechten Wohnungen in den Studentenwohnheimen, kostenlosem Essen und Spielecken für Kinder in den Mensen, Kindersachentauschbörsen oder finanzieller Unterstützung und Beratung zu Sozialleistungen für studierende Eltern.

Die Servicestelle Familienfreundliches Studium (SFS) des Deutschen Studentenwerks ist das Kompetenzzentrum für Fragen rund um eine familienfreundliche Infrastruktur für Studierende. Sie informiert, vernetzt und berät Studentenwerke, Hochschulen und Politik, sowie Initiativen für familienfreundliche Unterstützungsangebote für studierende Eltern.

Die SFS wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Broschüre online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/studieren-mit-kind-gelingt-mit-den

Die SFS online:
www.studentenwerke.de/de/content/sfs

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/studieren-mit-kind-gelingt-–-mit-den


Facebook, Google & Co: Warum wir eine neue Forschungspolitik brauchen

Berlin, 25. März 2019. Eine neue, „transdisziplinäre Kooperationsforschung“, die Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und die Gesellschaft einbindet, neue Formate für die staatliche Forschungs­förderung, dazu eine „Innovationsstiftung“: In der neuen Ausgabe des DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW) plädiert Volker Meyer-Guckel vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft für eine neue Forschungspolitik für Deutschland – um gegenüber den großen Internetkonzernen nicht das Nachsehen zu haben.

Meyer-Guckel, Stellvertretender Generalsekretär beim Stifterverband, analysiert in seinem Exklusivbeitrag fürs DSW-Journal am Beispiel der Künstlichen Intelligenz (KI), dass neue Erkenntnisse immer stärker in der Unternehmens-Forschung erzielt werden, jenseits klassischer akademischer Institutionen.  Gerade Internetgiganten wie Facebook, Google oder Amazon würden jeweils einzeln so viel Geld in ihre Forschung stecken, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung für ganz Deutschland.

„Gerade die KI-Forschung ist ein Paradebeispiel dafür“, schreibt Meyer-Guckel, „wie die klassischen akademischen Institutionen ehemalige Alleinstellungsmerkmale in der Generierung und Verbreitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen verloren haben und weiter verlieren (…).“

Meyer-Guckel plädiert dafür, dass Deutschland in der Forschung einen eigenen Weg gehe, zwischen den Polen USA, wo er die Forschung zunehmend privatisiert sieht, und China, wo der Staat die Forschung kontrolliere. Dazu müssten, so Meyer-Guckels Vision, sich in Deutschland Staat, Unternehmen, Hochschulen und die Gesellschaft stärker einander öffnen und neue, offenere Formen der Kooperation eingehen, mit neuen Förderformaten. Ihm schwebt eine neue Wissenschaftskultur vor, eine Art „großer Experimentierraum“, mit einer „Transfergemeinschaft“ oder eine „Innovationsstiftung“ nach dem Vorbild Großbritanniens, Schwedens oder der Schweiz.

Volker Meyer-Guckels Plädoyer für eine neue Forschungspolitik für Deutschland auf den Seiten 12 bis 17 dieses Downloads:
www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_1_2019.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/facebook-google-co-warum-wir-eine-neue

 


BAföG-Erhöhung: Licht und Schatten

Magdeburg/Berlin, 21. März 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt grundsätzlich, dass die Bundesregierung das BAföG erhöhen will, fordert aber eine deutliche stärkere Erhöhung des Grundbedarfssatzes. Gleichzeitig bekräftigt der Verband der Studenten- und Studierendenwerke seine Forderung nach regelmäßigen Erhöhungen des BAföG.

Zum Auftakt der DSW-„Förderungstagung“ beim Studentenwerk Magdeburg, dem Jahrestreffen der BAföG-Expertinnen und -Experten aller Studenten- und Studierendenwerke, nahm DSW-Generalsekretär zu den BAföG-Plänen der Bundesregierung Stellung:

„Bei der geplanten BAföG-Novelle gibt es Licht und Schatten. Grundsätzlich begrüßen wir, dass die Bundesregierung nach sechs Jahren Stillstand beim BAföG nun in die Bedarfssätze und die Elternfreibeträge erhöhen will. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht das Ziel, beim BAföG eine ‚Trendumkehr‘ in dem Sinne erreichen zu wollen, dass nach Jahren rückläufiger Geförderten-Zahlen wieder mehr Studierende BAföG erhalten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung erklärt, mit der geplanten Erhöhung der Elternfreibeträge würde es 100.000 Geförderte zusätzlich geben – möge das so eintreffen! An diesem Ziel wird man diese BAföG-Novelle vor allem messen müssen.

Die geplante Erhöhung des BAföG-Grundbedarfs in zwei Schritten, einmal um 5%, einmal um 2%, reicht aus unserer Sicht nicht aus. Wie wir mit Studien belegt haben, müsste der BAföG-Grundbedarf, anstatt wie von der Bundes­regierung geplant auf 427 Euro, auf 500 bis 550 Euro im Monat erhöht werden, um den gestiegenen Bedarf der Studierenden decken zu können. Dazu müsste der BAföG-Grundbedarfssatz um 25% bis 38% erhöht werden.

Dass die BAföG-Wohnpauschale von 250 Euro auf 325 Euro im Monat erhöht wird, ist richtig. Allerdings wird mit dieser Erhöhung lediglich dem Umstand Rechnung getragen, dass die Studierenden bereits im Sommer 2016 gemäß der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks im Durchschnitt 323 Euro Mietausgaben hatten. Die Mietpreisentwicklung seither ist nicht berücksichtigt. Und: Es besteht die Gefahr, dass Vermieterinnen und Vermieter unter Verweis auf die erhöhte BAföG-Wohnpauschale die Miete auch für alle jene Studierenden erhöhen, die kein BAföG erhalten.

Dass die Bundesregierung, wie im Gesetzentwurf für eine 26. BAföG-Novelle angekündigt, den für dieses Jahr fälligen BAföG-Bericht nun auf das Jahr 2021 verschieben will, geht nicht an. Damit würde der BAföG-Bericht, der laut Gesetz alle zwei Jahre vorgelegt werden muss, zum dritten Mal innerhalb einer Dekade verschoben!

Und am besten wäre es, wie wir als Deutsches Studentenwerk schon lange fordern, dass das BAföG regelmäßig erhöht bzw. angepasst wird an die Entwicklung von Preisen und Einkommen.“

Hintergrund

Im Jahr 2017 erhielten gemäß der amtlichen Statistik rund 557.000 Studierende BAföG; vor der jüngsten Erhöhung zum Wintersemester 2016/2017 wurden im Jahr 2015 noch 611.000 Studierende gefördert. Der durchschnittliche Förderungsbetrag lag bei 499 Euro im Monat. Die Kosten fürs BAföG, für Schüler/innen und Studierende, trägt seit Anfang des Jahres 2015 der Bund. Sie lagen im Jahr 2017 für die Studierenden bei 2,181 Milliarden Euro.

Die geplanten BAföG-Erhöhungen im Überblick:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

DSW-Stellungnahme zum Referentenentwurf für eine 26. BAföG-Novelle:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zum-referentenentwurf-26

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/bafög-erhöhung-licht-und-schatten

 


BAföG für die Regelstudienzeit plus mindestens ein weiteres Semester

Magdeburg/Berlin, 21. März 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) vermisst in der geplanten BAföG-Erhöhung der Bundesregierung jenseits quantitativer Erhöhungen eine grundlegende Strukturreform. Der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke fordert insbesondere, dass das BAföG über die Regelstudienzeit hinaus für mindestens ein weiteres Semester gezahlt wird, weil nicht einmal 40% der Studierenden ihr Studium überhaupt innerhalb der Regelstudienzeit schaffen.

Bei der Eröffnung des vom DSW organisierten Jahrestreffens der BAföG-Expertinnen und -Experten aller Studenten- und Studierendenwerke sagte Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde:

„Derzeit können überhaupt nur 1,6 Millionen der rund 2,85 Millionen Studierenden potenziell BAföG erhalten. Die restlichen nicht, weil sie etwa das Fach gewechselt haben, über den Altersgrenzen liegen oder Teilzeit studieren. In der Dekade von 2006 bis 2016 ist die Quote der BAföG-förderungsfähigen Studierenden von 71% auf 63% gesunken – gleichzeitig ist aber die Zahl der Studierenden in diesem Zeitraum um rund 870.000 gestiegen.

Nur 37% der Studierenden schließen ihr Studium in der Regelstudienzeit ab; das heißt im Umkehrschluss: Mehr als 60% überschreiten sie – und bekommen deswegen kein BAföG mehr.

Wir müssen feststellen: Die studentische Lebenswirklichkeit und das BAföG entkoppeln sich voneinander; dem muss gegengesteuert werden. Das BAföG und die Lebenswirklichkeit der Studierenden müssen synchronisiert werden.“

Die Forderung des DSW-Generalsekretärs: „Das BAföG muss an die Studienwirklichkeit angepasst werden. Selbst der Wissenschaftsrat empfiehlt in seinem Papier zur Fortsetzung der Hochschulpakte, von einer Regelstudienzeit plus mindestens einem Semester auszugehen. Das muss doch auch beim BAföG möglich sein.“

„Grundsätzlich sollte beim BAföG gelten: Was hochschulrechtlich möglich ist, muss auch förderrechtlich möglich sein“, so Meyer auf der Heyde. „Das BAföG muss geöffnet werden für das Teilzeit- oder das Orientierungs­studium.“

Kritik übt Meyer auf der Heyde an den im BAföG noch immer geltenden Altersgrenzen von 30 Jahren für die Aufnahme eines Bachelor- und 35 Jahren für die Aufnahme eines Master-Studiums: „Das ist anachronistisch angesichts des Lebenslangen Lernens, welches gerade für die tertiäre Bildung immer wichtiger wird.“

Genauso anachronistisch sei der noch immer im BAföG erforderliche Leistungsnachweis nach vier Semestern, fährt Meyer auf der Heyde fort. „Das stammt noch aus Vor-Bologna-Zeiten.“

Das Deutsche Studentenwerk veranstaltet am 21. und 22. März seine diesjährige „Förderungstagung“, zu welcher sich rund 140 BAföG-Expertinnen und -Experten aus den Studenten- und Studierendenwerken zum Austausch treffen. Gastgeber ist das Studentenwerk Magdeburg.

DSW-Stellungnahme zum Referentenentwurf für eine 26. BAföG-Novelle:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zum-referentenentwurf-26

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/bafög-für-die-regelstudienzeit-plus

 


BAföG vereinfachen und klug digitalisieren

Magdeburg/Berlin, 21. März 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) plädiert für Verwaltungsvereinfachungen beim Vollzug des BAföG, welches die im DSW organisierten Studenten- und Studierendenwerke im Auftrag von Bund und Ländern umsetzen. Hauptanliegen des DSW: eine kluge, medienbruchfreie Digitalisierung des BAföG, mit eAntrag und eAkte.

Bis zum Jahr 2022 soll, so ein Vorhaben der Bundesregierung, eine digitale BAföG-Beantragung auf einem Bundesportal möglich sein. „Das kann nur gelingen, wenn es vorher weniger Anforderungen im BAföG gibt“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

Er sagt: „Das BAföG muss entschlackt werden. Dass Anhebungen jetzt beschlossen werden, heißt ja nicht, dass in den kommenden Jahren keine Revision der BAföG-Vorschriften in einem weiteren Gesetz möglich wäre.“

„Das BAföG könnte ein Muster-, ein Vorzeigeprojekt sein für eine kluge, anwendungsfreundliche Digitalisierung“, fährt Achim Meyer auf der Heyde fort. „Es ist ein Bundesgesetz, das von den Ländern umgesetzt wird, mit einer sehr internetaffinen Zielgruppe, den Studierenden.“

Aktuelle Position der Studenten- und Studierendenwerke zum BAföG:
www.studentenwerke.de/de/content/das-bafög-muss-dauerhaft

Diese PM online:
www.studentenwerke.de/de/content/bafög-vereinfachen-und-klug-digitalisieren

 

Beratungsbedarf der Studierenden steigt stetig

Berlin, 19. März 2019. 108.800 Beratungskontakte haben die psychologischen Beratungsstellen der Studierenden- und Studentenwerke   im Jahr 2017 verzeichnet. Verglichen mit dem Jahr 2006 ist das eine Steigerung von 60 Prozent. Die Nachfrage nach sozialer Beratung stieg im selben Zeitraum um 50 Prozent auf 76.800 Beratungskontakte. Das geht aus der neuen Publikation „Beratung im Profil“ hervor, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) im Rahmen seiner Fachtagung Beratung am 19. März 2019 in Berlin vorstellt.

Die Gründe für diese starke Zunahme sind gemäß DSW neben gestiegenen Studierendenzahlen ein deutlich pragmatischerer und selbstbewussterer Umgang der Studierenden mit Beratung sowie eine positive Enttabuisierung des Themas Beratung. Hinzu komme ein erhöhter Prüfungs- und Zeitdruck im Studium.

So gaben 53 Prozent aller Studierenden an, schon einmal Prüfungsangst gehabt zu haben; 42 Prozent haben bereits einen Blackout während einer Prüfung erlebt. Die meisten Studierenden kommen folgerichtig wegen studienrelevanter Themen wie Arbeitsorganisation und Zeitmanagement (19%) oder wegen Arbeits- und Konzentrationsschwierigkeiten (16%) in die psychologischen Beratungsstellen der Studenten- und Studierendenwerke. Aber auch außeruniversitäre Probleme wie mangelndes Selbstbewusstsein (14%) oder Partnerschaftsprobleme (13%) sind häufige Gründe.

Die Sozialberatungsstellen der Studenten- und Studierendenwerke bieten Studierenden Orientierungs- und Entscheidungshilfe zu Leistungs­ansprüchen und sozialen Reglungen, etwa zur Studienfinanzierung, zum Studium mit Kind oder für internationale Studierende. Die Sozialberatung unterstützt Studierende dabei, Strategien für die soziale und wirtschaftliche Sicherung ihres Studiums zu entwickeln.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, betont anlässlich der Veröffentlichung der Publikation den persönlichen und gesamtgesellschaftlichen Nutzen dieser Beratung: „Die studienbegleitende Beratung der Studentenwerke unterstützt Studierende in Problemlagen mit optimal auf ihre jeweiligen Bedürfnisse abgestimmten Beratungsangeboten. Darüber hinaus hat sie auch einen volkswirtschaftlichen Effekt: Sie trägt dazu bei, Studienabbrüche und Studienzeitverlängerungen zu verhindern.“

„Ein nachhaltiger Ausbau guter, professioneller Beratung braucht eine solide Finanzierung“, so Meyer auf der Heyde weiter. „Hier müssen sind alle gefordert: Studentenwerke, Hochschulen, Länder und der Bund.“

44 von 57 Studierenden- und Studentenwerken in Deutschland bieten Sozialberatungen und Psychologische Beratungen an. Auf der DSW-Fachtagung Beratung am 19. März 2019 in Berlin wird die neue Publikation „Beratung im Profil“ vorgestellt, hier tauschen sich Beraterinnen und Berater aus den Studenten- und Studierendenwerken bundesweit aus.

Online-Infos zur psychologische und zur Sozialberatung der Studentenwerke:
www.studentenwerke.de/de/beratungsangebote

Die neue DSW-Broschüre „Beratung im Profil“ online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/beratung-im-profil

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/beratungsbedarf-der-studierenden-steigt

 

„Hinter jedem Ratsuchenden steht eine individuelle Geschichte“

Berlin, 19. März 2019. „Von außen betrachtet sind die Studierenden eine homogene Gruppe. Das stimmt aber nicht. Demzufolge gibt es auch kein Patentrezept, selbst wenn die Probleme von außen betrachtet ähnlich aussehen“, beschreibt Sabine Köster, Leiterin der psychologischen Beratungsstelle des Studierendenwerks Karlsruhe, eine der großen Herausforderung in der täglichen Beratungsarbeit mit Studierenden.

Köster ist eine von 13 Beraterinnen und Beratern aus den psychologischen Beratungsstellen und Sozialberatungsstellen der Studenten- und Studierendenwerke, die in der neuen Publikation „Beratung im Profil“ des Deutschen Studentenwerks (DSW) von ihrer Arbeit berichten.

Insgesamt mehr als 185.000 Beratungskontakte haben die psychologischen Beratungs- und Sozialberatungsstellen im Jahr 2017 verzeichnet. Verglichen mit dem Jahr 2006 ist das eine Steigerung von mehr als 50 Prozent.

Wilfried Schumann, Leiter des gemeinsamen psychologischen Beratungs-Services von Universität und Studentenwerk Oldenburg, benennt in der Publikation als Grund für diesen Anstieg einen anderen Umgang mit Problemen bei heutigen Studierenden: „Studierende gehen heute deutlich pragmatischer und selbstbewusster mit psychologischer Beratung um. Wenn man selbst keine Lösung für ein persönliches Problem findet, warum sollte man dann nicht mit Expert/innen darüber sprechen?“

Neben der Einzel- und Gruppenberatung bieten einige Studenten- und Studierendenwerke psychologische Beratung auch online an. Für Reinhard Mack, den Leiter der Psychologischen Beratungsstelle von Seezeit Studierendenwerk Bodensee, bietet das viele Vorteile: „Die Online-Beratung erfolgt über eine spezielle Software und ist komplett anonym. Darüber hinaus ist sie weder orts- noch zeitgebunden. Plus: Wir haben die Möglichkeit Studierende zu erreichen, die nie in eine Beratung gegangen wären.“

Wie wichtig es ist, Studierende in Problem- und Notsituationen zu helfen, betont Ulrike Sand vom Studierendenwerk Essen-Duisburg: „Frühzeitige und umfassende Informationen helfen Fehlentscheidungen zu verhindern, Studienabbrüche zu vermeiden und Überschuldung abzuwenden. Daher ist es besonders wichtig, Studierende so früh wie möglich zu erreichen.“

Die 44 der 57 Studierenden- und Studentenwerke in Deutschland bieten Sozialberatung und psychologische Beratung an. Ihre Arbeit schildert die DSW-Publikation „Beratung im Profil“. Vorgestellt wurde die Broschüre am 19. März 2019 auf der der DSW-Fachtagung Beratung in Berlin, bei der sich fast 130 Beraterinnen und Berater aus den Studenten- und Studierendenwerken bundesweit austauschen.

Online-Infos über die psychologische und die Sozialberatung:
https://www.studentenwerke.de/de/beratungsangebote

Die neue DSW-Broschüre mit den Berichten der Berater/-innen online:
www.studentenwerke.de/de/content/beratung-im-profil

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/„hinter-jedem-ratsuchenden-steht-eine

 

„Grenzenlos studieren. Europa wählen!“

Aktion zur Europa-Wahl von Hochschulrektorenkonferenz und Deutschem Studentenwerk

13.3.2019. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) rufen mit einer gemeinsamen Aktion die Studierenden auf, sich an der Wahl zum Europaparlament am 26. Mai 2019 zu beteiligen. Titel: „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“
 
HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt startete die Initiative gestern im Rahmen des HRK-Senats in Berlin.  
 
„Europa ist kein Selbstläufer“, erläuterte er heute vor der Presse in Berlin. „Wir möchten deutlich machen, wie wichtig diese Wahl für die Zukunft des Einzelnen werden kann. Jeder soll sich selbst befragen, in welchem Europa er oder sie künftig leben will und dann seine oder ihre Stimme abgeben. Im HRK-Senat ist sehr deutlich geworden, dass die Hochschulen tief besorgt sind über den gewachsenen Einfluss populistischer und nationalistischer Kräfte in Europa. Unsere Hoffnung ist, dass die Studierenden sich diesem Trend bei der Wahl aktiv entgegenstellen.“  
 
DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep erklärte: „Die Studierenden sind eine wichtige Stimme gegen Wissenschaftsfeindlichkeit und Populismus in Europa. Sie tun gut daran, diese EU-Wahl sehr ernst zu nehmen und sich für ein Europa des Austauschs und der Vernunft einzusetzen. Auch die Studenten- und Studierendenwerke bekennen sich zu Weltoffenheit und Toleranz.“  
 
HRK und DSW bitten die Hochschulen und Studentenwerke um ihre Unterstützung und haben zu lokalen und regionalen Aktionen aufgerufen. Der gemeinsame Slogan „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“ soll das Dach bilden für einen starken gemeinsamen Impuls an die Studierenden.

Alle Informationen zur Initiative finden Sie hier.

Bundespreis für Kunststudierende: Sieben Preisträgerinnen und Preisträger

Bonn/Berlin, 28. Februar 2019. Sieben Kunststudierende von den insgesamt 24 beteiligten deutschen Kunsthochschulen sind die Preisträgerinnen und Preisträger des 24. Bundeswettbewerbs „Bundespreis für Kunststudierende“ 2018-2020. Den Wettbewerb richten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn (KAH) sowie das Deutsche Studentenwerk (DSW) gemeinsam aus.
 
Aus mehr als 50 für den Wettbewerb nominierten Kunststudierenden hat eine dreiköpfige Fachjury als Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:
 

  • Christoph Blankenburg, Bauhaus-Universität Weimar
  • Marie Falke, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
  • Lena Grossmann, Akademie der Bildenden Künste München
  • Mirjam Kroker, Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Suin Kwon, Hochschule für Künste Bremen
  • Carsten Saeger, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
  • Jan Zöller, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

 
Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek, DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep sowie Rein Wolfs, der Intendant der Bundeskunsthalle, gratulieren gemeinsam: „Einen herzlichen Glückwunsch an die ausgezeichneten Kunststudierenden! Die Arbeiten belegen die hervorragende Qualität und die Vielfalt der Ausbildung an den Kunsthochschulen.“
 
Die sieben Kunststudierenden teilen sich zu gleichen Teilen insgesamt 30.000 Euro Preisgeld sowie 18.000 Euro Produktionsstipendien. Letztere sollen es ihnen ermöglichen, gezielt Werke für die Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn zu erarbeiten. Außerdem erhalten die Preisträgerinnen und Preisträger einen eigenen Katalog. Gestaltet wird er, wie die Wettbewerbsmedien überhaupt, von der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
Die Bundeskunsthalle wird die Werke der sieben Preisträgerinnen und Preisträger vom 18. Oktober 2019 bis 5. Januar 2020 zeigen; die feierliche Preisverleihung und Ausstellungseröffnung findet am 17. Oktober 2019 statt.
 
Der „Bundespreis für Kunststudierende“ richtet sich an die 24 in der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK) organisierten Kunsthochschulen und Akademien Deutschlands. Sie nominieren jeweils zwei ihrer Studierenden oder studentische Teams. Der Bundespreis für Kunststudierende ist in dieser Form ein einzigartiges Forum für den künstlerischen Nachwuchs in Deutschland. „Der Bundespreis ist eine Eintrittskarte in die Ausstellungswelt“, sagt KAH-Intendant Rein Wolfs.
 
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lobt den Wettbewerb seit 1983 aus; das Deutsche Studentenwerk organisiert ihn. Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn zeigt die Werke der Preisträgerinnen und Preisträger exklusiv.
 
Weitere Informationen zum Wettbewerb: 
www.studentenwerke.de/de/content/jury-und-preise
 
Die Jury:
•         Hilke Wagner, Direktorin Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
•         Dr. Eva Huttenlauch, Sammlungsleiterin Kunst nach 1945 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München
•         Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum, Frankfurt am Main
 
24. Bundeswettbewerb Bundespreis für Kunststudierende
Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn,
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
18. Oktober 2019 bis 5. Januar 2020
Dienstag und Mittwoch 10–21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag 10–19 Uhr
www.bundeskunsthalle.de
 
Ansprechpartner für die Medien in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland:
Sven Bergmann
Tel: 0228 9171–204
Fax: 0228 9171–211
bergmann@bundeskunsthalle.de
 
Ansprechpartner beim Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Marc Strüder
Tel: 030 1857–5050
marc.strueder@bmbf.bund.de

 

Student(in) des Jahres ausgezeichnet

Wiebke Gehm ist Studentin des Jahres

Die Medizinstudentin der Universität Rostock gewinnt Auszeichnung des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) und des Deutschen Studentenwerks (DSW). Die Medizinstudentin ist Mitbegründerin der studentischen Initiative „TNA – Tommy nicht allein“. Hier betreuen Medizinstudierende ehrenamtlich schwerkranke Kinder.

Wiebke Gehm wird vom Deutschen Hochschulverband (DHV) und dem Deutschen Studentenwerk (DSW) als „Studentin des Jahres“ ausgezeichnet. Die 24-jährige Studentin der Humanmedizin an der Universität Rostock ist Mitbegründerin und leitendes Mitglied der studentischen Initiative „TNA – Tommy nicht allein“, die schwer erkrankte Kinder in der Rostocker Kinderklinik ehrenamtlich betreut.

Die Initiative der Rostocker Medizinstudierenden um Wiebke Gehm wurde im Jahr 2015 für den Namensgeber Tommy ins Leben gerufen – einen kranken Jungen, der stationär in der Universität Rostock behandelt wurde. Der Schwerpunkt von „TNA“ liegt auf der ehrenamtlichen Betreuung von schwerkranken Kindern, für deren Eltern eine dauerhafte Anwesenheit in der Klinik nicht möglich ist oder die während der Betreuung eine kurze Auszeit benötigen. Die Studierenden können rund um die Uhr das ganze Jahr über angefordert werden und beschäftigen die Kinder mit Unterhaltungen und Spielen.

Mitbegründerin Wiebke Gehm entwickelt das Projekt stetig weiter und optimiert es so, dass möglichst viele Kinder von dem Angebot profitieren können. Sie kümmert sich um Einführungsveranstaltungen und Schulungen für neue Mitglieder der Initiative und sie wirbt neue studentische Mitstreiterinnen und Mitstreiter an. Darüber hinaus organisiert sie besondere Veranstaltungen wie Kindertage oder Wichtelaktionen für die jungen Patientinnen und Patienten. Wiebke Gehm setzte sich im Urteil der sechsköpfigen Jury gegen 62 weitere nominierte Studierende durch.

„Frau Gehm zeichnet sich durch ein hohes ehrenamtliches Engagement für Kinder im Krankenhaus mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder in sozialen Notlagen aus. Dies allein wäre schon auszeichnungswürdig. Die Initiative ‚TNA – Tommy nicht allein‘ ermöglicht jedoch ein einzigartiges und innovatives Betreuungsangebot für Kinder im Krankenhaus, das hoffentlich viele Nachahmer findet. Deshalb ehren wir Frau Gehm auch stellvertretend für die Initiative“, erklären DHV und DSW gemeinsam.

Den Preis „Student/-in des Jahres“ haben DHV und DSW 2019 zum vierten Mal ausgelobt. Mit der Auszeichnung wird eine Studentin, ein Student oder eine Gruppe von Studierenden gewürdigt, die bzw. der ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigt, das einzigartig und innovativ ist. Diese Kriterien hat Wiebke Gehm mit „Tommy nicht allein“ in den Augen der DHV-/DSW-Jury voll und ganz erfüllt.

Der Preis „Student/-in des Jahres“ wird auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 8. April 2019 in Berlin verliehen. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbunden, das vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Ausländische Studierende in Deutschland: Studentenwerke zentral für Integration

„Für die sozial-akademische Integration der rund 375.000 ausländischen Studierenden sind die Studentenwerke von entscheidender Bedeutung.“ Das betont Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), heute in Koblenz zum Auftakt einer gemeinsamen Tagung von Hochschulen und Studentenwerken.

„Wohnheim, Finanzierung, Mensa, interkulturell kompetente Beratung, Kinderbetreuung, Wohnheimtutorinnen und -tutoren: „Die Studentenwerke stehen ein für Weltoffenheit und Toleranz – und sie tun sehr viel, damit ausländische Studierende ihr Studium erfolgreich abschließen können. Und das ohne einen Cent zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch die Bundesländer“, so Meyer auf der Heyde.

Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts liegt die Zahl der ausländischen Studierenden aktuell bei rund 375.000. Die Haupt-Herkunftsländer sind China, Türkei, Indien, Italien, Russland, Österreich und die Ukraine.

„Die Wohnungssuche, die Studienfinanzierung und die Verständigung in deutscher Sprache sind für sie die größten Probleme“, erläutert Meyer auf der Heyde. „Das zeigt der Sonderbericht zu ausländischen Studierenden unserer aktuellen, 21. Sozialerhebung.“

Er fährt fort: „Die bevorzugte Wohnform dieser Studierenden ist das Wohnheim, und auf den Wohnungsmärkten deutscher Hochschulstädte haben sie große Schwierigkeiten, etwas Bezahlbares zu finden. Sie haben im Schnitt 776 Euro im Monat zur Verfügung; das sind 142 Euro weniger als einheimische Studierende.“

Laut DSW sind rund 75.000 der 194.000 Wohnheimplätze in den 1.700 Wohnheimen der Studenten- und Studierendenwerke von ausländischen Studierenden belegt. Rund 1.000 studentische Tutorinnen und Tutoren unterstützen deren sozial-akademische Integration.

Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Akademischen Auslandsämtern der Hochschulen und den Studentenwerken nehmen am 20. und 21. Februar 2019 an der DSW-Tagung „Internationales/ Interkulturelles“ teil. Gastgeber sind die Universität Koblenz-Landau und das Studierendenwerk Koblenz.

Organisiert wird die Tagung von der Servicestelle Interkulturelle Kompetenz des Deutschen Studentenwerks, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Der Sonderbericht „Ausländische Studierende in Deutschland 2016“ aus der 21. DSW-Sozialerhebung:

www.studentenwerke.de/de/content/ausländische-studierende-deutschland-2016

Die Leistungen der Studentenwerke für ausländische Studierende auf den Seiten 67 bis 73 dieser Publikation:

https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/zahlenspiegel_17_18_web.pdf

Die Servicestelle Interkulturelle Kompetenz online:

www.studentenwerke.de/de/content/servicestelle-interkulturelle-kompetenz

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/ausländische-studierende-deutschland-0

 

 

 

BAföG-Fördersätze müssen stärker als geplant erhöht werden

Aktualisierte Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) im Auftrag des Deutschen Studentenwerks (DSW) erschienen

Die BAföG-Fördersätze für Studierende müssen stärker angehoben werden, als von der Bundesregierung derzeit geplant, um die immer höheren Ausgaben der Studierenden abdecken zu können. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) beim Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) in Berlin beauftragt hat.

Ein Team von For­sche­rin­nen unter der Lei­tung von Dr. Die­ter Doh­men, Di­rek­tor des FiBS, hat im Auf­trag des DSW die erst­mals im Mai 2017 vor­ge­leg­te Stu­die „Er­mitt­lung der Le­bens­hal­tungs­kos­ten von Stu­die­ren­den“ ak­tua­li­siert und die da­ma­li­gen Daten um die jüngs­te, 21. So­zi­al­er­he­bung des Deut­schen Stu­den­ten­werks zur wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Lage der Stu­die­ren­den in Deutsch­land aus dem Jahr 2016 er­gänzt.

Im Ver­gleich zur Vor­gän­ger-Stu­die von 2017, die da­mals auf Daten aus den Jah­ren 2012 und 2013 ba­sier­te, stie­gen in den Jah­ren 2012 bis 2016 die Ge­samt­aus­ga­ben zum Bei­spiel für al­lei­ne, in einer WG oder einem Wohn­heim le­ben­de, unter 25-jäh­ri­ge Stu­die­ren­de seit­dem im Schnitt um bis zu 18%, für Stu­die­ren­de, die zu den 15% mit den ge­rings­ten Ein­nah­men ge­hö­ren, sogar um bis zu 31%. Über­pro­por­tio­nal stark an­ge­stie­gen sind die Aus­ga­ben für Miete (um bis zu 55%), Ge­sund­heit (um bis zu 41%) und Fahrt­kos­ten (um bis zu 38%).

Mit Blick auf den BAföG-Grund­be­darfs­satz schluss­fol­gern die FiBS-Autor/-innen, dass „500 bis 550 Euro an­ge­mes­sen“ wären; „ge­gen­über dem der­zei­ti­gen Be­trag von 399 Euro wäre dies ein An­stieg um 25% bis 38%“, schrei­ben sie. Diese Zah­len mei­nen den BAföG-Grund­be­darfs­satz; hinzu kom­men Pau­scha­len für die Un­ter­kunft (der­zeit 250 Euro im Monat) und die Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung (der­zeit 86 Euro im Monat). Gemäß Eck­punk­ten des fürs BAföG ver­ant­wort­li­chen Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF), wel­che im No­vem­ber 2018 vor­ge­stellt wur­den, will die Bun­des­re­gie­rung den BAföG-Grund­be­darfs­satz zum Win­ter­se­mes­ter 2019/2020 um 5% auf circa 420 Euro und zum Win­ter­se­mes­ter 2020/2021 um wei­te­re 2% im Monat er­hö­hen; die Wohn­pau­scha­le soll auf 325 Euro im Monat stei­gen.

Wei­te­re Fak­ten und Er­geb­nis­se sowie die ge­sam­te Pres­se­mit­tei­lung fin­den Sie on­line.

Die neue FiBS-Stu­die „Er­mitt­lung der Le­bens­hal­tungs­kos­ten von Stu­die­ren­den. Ak­tua­li­sier­te Be­rech­nun­gen an­hand der 21. So­zi­al­er­he­bung des Deut­schen Stu­den­ten­werks “ gibt es hier zum Down­load.