2018

Rekordhoch von Studierenden, staatlich geförderter Wohnraum wächst dagegen kaum

Deutsches Studentenwerk (DSW) mit neuen Zahlen zu staatlich geförderten Wohnheimen für Studierende

· Derzeit rund 243.000 staatlich geförderte Wohnheimplätze, davon 194.000 bei den Studenten- und Studierendenwerken

· Quote Studierende – geförderte Wohnheimplätze bei 9,6%

· DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Bund und Länder sind bei Wohnheimplätzen für Studierende weiterhin stark gefordert“

Berlin, 28. November 2018. Ein neues Rekordhoch bei der Zahl der Studierenden, aber die Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze wächst dagegen kaum: Diese negative Entwicklung belegt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit einer neuen Publikation – und fordert die Bundesregierung auf, nun rasch in die im Koalitionsvertrag festgelegte Förderung von Wohnheimplätzen für Studierende einzusteigen.

Gemäß der neuen DSW-Publikation „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2018“ gibt es derzeit rund 243.000 staatlich geförderte Wohnheimplätze für Studierende; 194.000 bei den Studenten- und Studierendenwerken, 49.000 bei anderen Trägern. Rund 16.000 Plätze sind aktuell in Planung oder im Bau. Wie das Statische Bundesamt gestern Dienstag, 27.11.2018, mitteilte, ist die Zahl der Studierenden auf dem Rekordhoch von 2,867 Millionen angelangt.

Wie die neuen DSW-Zahlen zeigen, hinkt die Versorgung mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen der Zahl von Studierenden stark hinterher: Betrug das Verhältnis Studierende – geförderte Wohnheimplätze im Jahr 2011 noch 11,24%, liegt die sogenannte Unterbringungsquote aktuell bei nur noch 9,6. Im Jahr 1991 lag die Quote bei fast 15%.

Die geringste Versorgungsquote bei staatlich geförderten Wohnheimplätzen hat mit 5,9% Berlin; ebenfalls eine sehr geringe Quote haben Bremen (6,15%), Schleswig-Holstein (6,19%) und Hessen (6,92%). Einen hohen Versorgungsgrad mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen haben hingegen Brandenburg (15,19%) und Sachsen (14,79%).

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde kommentiert:

„Um endlich mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen, über Neubau oder Sanierung von Wohnheimen, bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung von Bund und Ländern. Viele Bundesländer sind bereits aktiv, aber nun muss die Bundesregierung rasch, wie sie es im Koalitionsvertrag zugesichert hat, ihrerseits gemeinsam mit den Ländern Wohnheimplätze für Studierende fördern.

Die Schere zwischen der Zahl der Studierenden und der Zahl der staatlich geförderten Wohnheimplätze darf nicht noch weiter auseinandergehen. Die Wahl des Studienorts darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein.“

Die DSW-Publikation „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2018“ (40 Seiten) zum Download:

www.studentenwerke.de/de/content/wohnraum-für-studierende-statistische-0

Aktuelle Kampagne „Kopf braucht Dach“ der Studenten- und Studierendenwerke mit Online-Stimmabgabe für mehr bezahlbaren Wohnraum:

https://mein-studentenwohnheim.de/mitmach-aktion

Mehr ausländische Studierende – mehr soziale Infrastruktur

  • Zahl ausländischer Studierender steigt an auf 375.000 im Wintersemester 2017/2018
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) fordert Ausbau von Wohnheim- und Betreuungskapazitäten
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Wer Internationalisierung will, muss in die soziale Infrastruktur investieren“

 

Berlin, 15. November 2018. Weil die Zahl der ausländischen Studierenden weiterhin ansteigt, fordert das Deutsche Studentenwerk (DSW) von Bund und Ländern einen Ausbau der sozialen Infrastruktur an den Hochschulen, vor allem der Wohnheimkapazitäten und Betreuungsangebote.

 

Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts lag die Zahl der ausländischen Studierenden im Wintersemester 2017/2018 bei 375.000. Ihr Anteil an allen Studierenden in Deutschland beträgt inzwischen 13 %.

 

Anteilige 282.000 sind sogenannte Bildungsausländer/-innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben und zum Studium nach Deutschland gekommen sind. Ihre Zahl steigt seit Jahren an. Die Haupt-Herkunftsländer sind China, Indien, Österreich, Russland, Italien und Syrien; von dort stammen 8.600 Studierende. Rund 93.000 sind sogenannte Bildungsinländer/-innen; sie haben ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben, sind aber keine deutschen Staatsbürger/-innen.

 

„Gerade für die Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer unter den ausländischen Studierenden sind die Wohnungssuche, die Studienfinanzierung und die Verständigung in deutscher Sprache die größten Probleme“, erläutert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Das zeigt der Sonderbericht zu ausländischen Studierenden unserer aktuellen, 21. Sozialerhebung.“

 

Er fährt fort: „Die bevorzugte Wohnform dieser Studierenden ist das Wohnheim, und auf den Wohnungsmärkten deutscher Hochschulstädte haben sie große Schwierigkeiten, etwas Bezahlbares zu finden. Sie haben im Schnitt 776 Euro im Monat zur Verfügung; das sind 142 Euro weniger als einheimische Studierende.“ Rund ein Drittel der 193.000 Wohnheim-Plätze bei den Studenten- und Studierendenwerken seien von ausländischen Studierenden belegt. Die Studenten- und Studierendenwerke förderten deren sozial-akademische Integration stark, beispielsweise mit studentischen Tutorinnen und Tutoren in den Wohnheimen – ohne allerdings von den Bundesländern dafür irgendeine Unterstützung zu erhalten.

 

„Wer mit guten Gründen die Internationalisierung des Studienstandorts Deutschland vorantreibt, muss auch die soziale Infrastruktur ausbauen und an erster Stelle bezahlbaren Wohnraum anbieten. Sonst bleibt Internationali­sierung ein schönes, wohlfeiles Schlagwort.“

 

Meyer auf der Heyde fordert Bund und Länder auf, über einen gemeinsamen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt den Studenten- und Studierendenwerken Mittel für den Ausbau ihrer Wohnheim- und Beratungs-Kapazitäten bereitzustellen.

 

„Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer sind noch stärker als ihre deutschen Mitstudierenden auf die soziale Infrastruktur der Studenten- und Studierendenwerke angewiesen, auf bezahlbare Wohnheimzimmer, preisgünstiges Mensa-Essen und interkulturell sensibilisierte Beratung.“

 

Der Sonderbericht „Ausländische Studierende in Deutschland“ aus der 21. Sozialerhebung:

https://www.studentenwerke.de/de/content/ausl%C3%A4ndische-studierende-deutschland

 

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes:

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/zdw/2018/PD18_46_p002.html

BAföG-Erhöhung ein erster Schritt, zu versprochener Trendumkehr ist mehr notwendig!

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) begrüßt Eckpunkte der Bundesregierung, drängt aber auf raschere Umsetzung zum Sommersemester 2019 sowie Verstetigung der BAföG-Anhebungen
  • Eckpunktepapier des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Erhöhung muss rascher kommen, bereits zum Sommersemester 2019“
  • Meyer auf der Heyde: „Grobe Richtung stimmt, aber es ist unklar, ob die Erhöhung ausreichen wird“

 

Berlin, 13. November 2018. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt grundsätzlich die Eckpunkte der Bundesregierung für eine BAföG-Erhöhung, fordert aber eine Umsetzung bereits zum Sommersemester 2019. „Die grobe Richtung stimmt, aber das muss alles schneller kommen, und ob die Erhöhung der Bedarfssätze und Elternfreibeträge tatsächlich ausreichen wird, wird sich zeigen“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

 

Gemäß einem Eckpunktepapier des von Anja Karliczek (CDU) geführten Bundesministeriums für Bildung und Forschung, auf welches Papier sich zahlreiche Medien beziehen, soll auf mehreren Ebenen angesetzt werden: Die Fördersätze und Elternfreibeträge sollen in zwei Schritten angehoben werden, ebenso der Wohnzuschlag; außerdem dürfen Studierende mehr Vermögen besitzen, das nicht aufs BAföG angerechnet wird.

 

„Das sind wichtige erste Schritte auf dem Weg zu der im Koalitionsvertrag definierten Trendumkehr, dass wieder mehr Studierende BAföG erhalten sollen“, kommentiert Meyer auf der Heyde. „Nur erschließt sich nicht, warum das in mehreren Schritten bis 2020 umgesetzt werden soll. Besser wäre es, diese BAföG-Erhöhung so rasch wie möglich umzusetzen, zum Sommersemester 2019 – dann kann danach falls erforderlich noch einmal nachgesteuert beziehungsweise draufgelegt werden. Und eine regelmäßige, automatisierte BAföG-Erhöhung ist besser, als viele Jahre der Stagnation, die dann mit einem erneuten ‚großen Wurf‘ wieder kompensiert werden sollen.“

 

Meyer auf der Heyde weiter: „Derzeit sind nur 1,6 Millionen der 2,85 Millionen Studierenden dem Grunde nach antragsberechtigt. Wer eine echte Trendumkehr will, der muss die Studienrealität berücksichtigen. Für den Großteil der Studierenden reicht die Förderungshöchstdauer, gekoppelt an die Regelstudienzeit, nicht aus. Wie es der Wissenschaftsrat bei der künftigen Finanzierung von Studienplätzen fordert, sollte auch hier die Regelstudienzeit zuzüglich mindestens einem Semester gelten.“

 

Die geplante Erhöhung des BAföG-Wohnzuschlags von derzeit 250 auf 325 Euro im Monat sieht Meyer auf der Heyde verhalten: „Das wird die Vermieterinnen und Vermieter freuen, aber damit wird kein zusätzlicher, bezahlbarer Wohnraum für Studierende geschaffen. Die Bundesregierung muss beides tun: das BAföG erhöhen – und endlich gemeinsam mit den Ländern in die Förderung von Wohnheimplätzen für Studierende einsteigen.“

Wer wird Student/-in des Jahres?

Deutscher Hochschulverband (DHV) und Deutsches Studentenwerk (DSW) suchen den/die „Student/-in des Jahres“

Deutscher Hochschulverband (DHV) und Deutsches Studentenwerk (DSW) suchen den/die „Student/-in des Jahres“

·        Preis für studentisches Engagement geht in die nächste Runde

Bonn/Berlin, 6. November 2018. Wer wird „Student/in des Jahres“? Der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) schreiben zum vierten Mal den Preis für studentisches Engagement aus, den sie vor drei Jahren gemeinsam ins Leben gerufen haben. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro und wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet. DHV und DSW wollen mit dem Preis diejenige Studentin, denjenigen Studenten oder ein Studierendenteam auszeichnen, die, der oder das ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigen, welches möglichst einzigartig und innovativ sein sollte. Es besteht dabei keine Beschränkung, in welcher Art und Weise dies gelungen ist. Auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 8. April 2019 in Berlin wird der Preis verliehen.

„Es gibt viele unter den 2,8 Millionen Studierenden, die über ihr Fachstudium hinaus in Staat und Gesellschaft, Politik und Vereinen, vor allem aber ehrenamtlich und altruistisch engagiert sind“, erklärten DHV-Präsident Professor Dr. Bernhard Kempen und DSW-Präsident Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep. „Dieses Engagement wollen DHV und DSW mit der Auszeichnung ,Student/in des Jahres’ sichtbarer machen, indem sie einem besonders positiven Beispiel studentischen Engagements Öffentlichkeit verschaffen.“

Beide Verbände rufen dazu auf, bis zum 31. Dezember 2018 Kandidatinnen und Kandidaten für die Auszeichnung vorzuschlagen. Interessierte Vertreter der Medien finden nähere Informationen im folgenden Ausschreibungstext:      
www.hochschulverband.de/cms1/fileadmin/redaktion/download/pdf/pm/student-des-jahres.pdf

 

Bisherige Preisträger waren:

-        der Medizinstudent Christoph Lüdemann von der Universität Witten/Herdecke, der über den von ihm mitaufgebauten Verein „L‘appel Deutschland“ Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda und Sierra Leone leistete (2016)

-        das von 16 Architekturstudierenden der Technischen Universität Kaiserslautern getragene Bauprojekt Spinelli Barracks Mannheim, bei dem diese gemeinsam mit Flüchtlingen einen Holz-Pavillon auf einem ehemaligen Kasernengelände des US-Militärs entwarfen, planten und errichteten, das den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Erstaufnahmeeinrichtung inzwischen als Begegnungsstätte und Rückzugsort dient (2017)

-        der Medizinstudent Philipp Humbsch von der Charité - Universitätsmedizin Berlin aus Frankfurt/Oder. Er ist Urheber und Motor der Initiative "Jeder kann ein Held sein", die seit 2016 insbesondere Grundschüler in strukturschwachen Gebieten Brandenburgs kostenlos in Erster Hilfe unterrichtet und sie dadurch zugleich für weiteres ehrenamtliches Engagement in freiwilligen Hilfsorganisationen des Bevölkerungsschutzes sensibilisiert (2018).       

 

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende: Gemeinsames Handeln von Bund und Ländern erforderlich

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Zehntausende von Studierenden bei den Studentenwerken auf Wartelisten für einen Wohnheimplatz
  • Mehr als 2.500 beim Studentenwerk Frankfurt am Main, 10.000 beim Studentenwerk München, 2.700 beim Studierendenwerk Münster, 4.000 beim Studierendenwerk Stuttgart
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Gemeinsamer Hochschulsozialpakt von Bund und Ländern drängender denn je“
  • Studenten- und Studierendenwerke fahren politische Kampagne „Kopf braucht Dach“

 

Berlin, 19. Oktober 2018. Auch zum Beginn dieses Wintersemesters 2018/2019 belastet der Mangel an bezahlbarem Wohnraum die Studierenden in vielen Hochschulstädten. Das beklagt das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der Studenten- und Studierenden-werke in Deutschland. Tausende Studierende stehen nach DSW-Angaben noch auf den Wartelisten der Studenten- und Studierendenwerke für einen Wohnheimplatz.

 

Laut DSW stehen beim Studentenwerk Frankfurt am Main rund 2.600 Studierender auf der Warteliste für einen Wohnheimplatz; beim Studentenwerk Göttingen sind es rund 1.900, beim Studentenwerk Hannover 2.300, beim Studentenwerk Potsdam mehr als 2.200.

 

Beim Studentenwerk München sind es sogar mehr als 10.000 Studierende, beim Studierendenwerk Hamburg rund 1.600, beim Kölner Studierendenwerk 1.100, beim Studierendenwerk Münster 2.700 und beim Studierendenwerk Stuttgart 4.000.

 

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Ein gemeinsamer Hochschulsozialpakt von Bund und Ländern, flankierend zu den Hochschulpakten, zur Schaffung und zum Erhalt von bezahlbarem Wohnraum für Studierende ist wichtiger und drängender als je zuvor.

 

Die Bundesregierung muss nun rasch Nägel mit Köpfen machen und das Versprechen im Koalitionsvertrag einlösen, auch Wohnheimplätze für Studierende zu fördern. Der Bund muss Geld geben – und es muss klar sein, dass die Länder im Gegenzug nicht ihre eigenen Programme kürzen.“

 

Mit ihrer Kampagne „Kopf braucht Dach“ fordern die Studenten- und Studierendenwerke und ihr Verband DSW seit längerem mehr staatliche Unterstützung beim Neubau und bei der Sanierung von Studierendenwohnheimen. Die Studierenden sind eingeladen, auf der Kampagnen-Website www.mein-studentenwohnheim.de online ihre Stimme abzugeben für bezahlbaren Wohnraum.

 

„Die Studierenden sollten deutlich machen, wie das Wohnraumproblem ihr Studium erschwert, gerade jetzt wieder zum Beginn des Wintersemesters 2018/2019“, so Meyer auf der Heyde. „Stimmen sie ab, damit der Druck auf die Politik wächst!“

 

Online-Stimmabgabe für bezahlbaren Wohnraum für Studierende:

https://mein-studentenwohnheim.de/mitmach-aktion

 

 

Diese Pressemitteilung online:

https://www.studentenwerke.de/de/content/bezahlbarer-wohnraum-für-studierende-1

Hätte Stephen Hawking bei uns studieren können?

  • Informationsbroschüre des Deutschen Studentenwerks zur neuen Studie „beeinträchtigt studieren – best2“
  • Gespräch mit Barbara Welzel, TU Dortmund, Sandra Mölter, Universität Würzburg, und Frieder Kurbjeweit, Universität Bremen
  • Themen: Barrierefreiheit, Inklusion und Chancengleichheit an unseren Hochschulen

 

Berlin, 24. September 2018. „Sind wir Hochschulen, an denen jemand wie Stephen Hawking hätte studieren können?“ fragt Prof. Dr. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement der Technischen Universität Dortmund, und setzt das Leitmotiv für eine Gesprächsrunde mit Sandra Mölter, Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung (KIS) der Universität Würzburg, und Frieder Kurbjeweit, beeinträchtigter Student und aktiv in der Interessengemeinschaft Handicap der Universität Bremen.

 

In der Informationsbroschüre des Deutschen Studentenwerks zur neuen Studie „beeinträchtigt studieren – best2“ diskutierten die drei über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Realisierung einer barrierefreien und inklusiven Hochschule.

 

Inwieweit ist die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 im deutschen Hochschul­system umgesetzt worden?  Wo wurden Barrieren abgebaut und wie gut funktionieren die Nachteilsausgleiche? Wie unterstützen die Daten von „best2“ die Entwicklungen an den Hochschulen?

 

Student Frieder Kurbjeweit ist kritisch: „(..) über Ausgleiche allein kommt man nicht zu einer inklusiven Hochschule. Dafür bedarf es einer anderen Denke.“ Das sieht auch Sandra Mölter so, denn „immer noch denken Professoren, dass ein Nachteilsausgleich ein Vorteil ist.“ Barbara Welzel sieht die Hochschulleitungen stärker in der Pflicht: „Hochschulleitungen müssen die Strukturen stärken. Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen müssen in dem Bewusstsein arbeiten, durch die Leitung beauftragt zu sein.“

 

Kurzfassung des Gesprächs auf den Seiten 7 bis 10 dieser Broschüre:

www.studentenwerke.de/de/content/best2-beeinträchtigt-studieren

 

„Kopf braucht Dach“: Bezahlbaren Wohnraum für Studierende schaffen und erhalten

  • Bundesweiter Aktionstag der im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke
  • „Kopf braucht Dach“: Mehr staatliche Unterstützung für Neubau und Sanierung von Studierendenwohnheimen
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Das Thema Wohnheime für Studierende gehört auf den Wohnungsgipfel der Bundesregierung“
  • Appell an die Studierenden: Online Stimme abgeben auf Kampagnen-Website www.mein-studentenwohnheim.de

 

Berlin, 19. September 2018. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke veranstalten heute Mittwoch, den 19. September 2018, einen bundesweiten Aktionstag „Kopf braucht Dach“. Sie machen damit vor dem Wohnungsgipfel der Bundesregierung auf die schwierige Wohnsituation der Studierenden in den Hochschulstädten zum Wintersemester 2018/2019 aufmerksam und fordern von Bund, Ländern und Kommunen mehr Unterstützung für den Erhalt und den Neubau von bezahlbarem Wohnraum für Studierende.

 

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt: „Die Wahl des Studienorts darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Bezahlbaren Wohnraum für die Studierenden zu schaffen und zu erhalten, das ist eine gesamt­staatliche Aufgabe, und dafür brauchen wir deutlich mehr Unterstützung der Politik.“

 

Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, ab 2020 wieder in die soziale Wohnraumförderung einsteigen und auch wieder den Bau von Wohnheimen für Studierende fördern zu wollen.

 

Meyer auf der Heyde dazu: „Angesichts der Mietexplosion in vielen Städten ist es sehr zu begrüßen, dass der Bund ab 2020 generell die soziale Wohnraumförderung wieder stärken will, um einkommensschwächeren Haushalten bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Hierzu trägt auch die Wohnheimförderung bei, denn jeder Wohnheimplatz für Studierende entlastet die Wohnungsmärkte zu Gunsten anderer Nachfrager! Daher ist es ist zwingend erforderlich, dass sich der Bund wie in den 1970er und 1990er Jahren wieder an der Wohnraumförderung für Studierende beteiligt, explizit durch die Förderung von Neubau und Sanierung von Wohnheimen. Hier erwarten wir vom Wohnungsgipfel ein deutliches Signal.“

 

Mit ihrer Kampagne „Kopf braucht Dach“ fordern die Studenten- und Studierendenwerke und ihr Verband DSW mehr staatliche Unterstützung beim Neubau und bei der Sanierung von Studierendenwohnheimen. Insbesondere die Studierenden werden eingeladen, auf der Kampagnen-Website www.mein-studentenwohnheim.de online ihre Stimme abzugeben für mehr bezahlbaren Wohnraum. „Die Studierenden sollten deutlich machen, wie das Wohnraumproblem ihr Studium erschwert“, so Meyer auf der Heyde. „Stimmen sie ab, damit der Druck gegenüber der Politik wächst!“

 

Seit dem Jahr 2008 nahm die Zahl der öffentlich geförderten Studienplätze um 45 % zu, während die Zahl der öffentlich geförderten Wohnheimplätze nur um knapp 8 % stieg. „Diese Schere darf nicht noch weiter auseinander-gehen“, fordert Meyer auf der Heyde.

 

 

Online-Stimmabgabe für mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende:

https://mein-studentenwohnheim.de/mitmach-aktion

 

„Kopf braucht Dach“ auf Facebook:

www.facebook.com/Deutsches.Studentenwerk/

 

Das Kampagnen-Video online:

www.studentenwerke.de/de/Kampagne_Kopf_braucht_Dach

www.facebook.com/Deutsches.Studentenwerk/videos/1069722266518954/

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/„kopf-braucht-dach“-bezahlbaren-wohnraum

 

 

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„…aber wo wohnst du?“

  • Bundesweiter Aktionstag der im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke
  • Alles in 80 Sekunden: Online-Kurzfilm erklärt Kampagne und lädt Studierende ein, online ihre Stimme abzugeben für bezahlbaren Wohnraum
  • Klicken, liken, teilen auf Facebook

 

Berlin, 19. September 2018. „Du hast viel vor im Studium… Aber wo wohnst du?“ Mit einem neuen Kurzfilm, der ab heute online ist, lädt das Deutsche Studentenwerk (DSW) im Rahmen seiner Kampagne „Kopf braucht Dach“ die Studierenden bundesweit ein, ihre Stimme abzugeben für bezahlbaren Wohnraum.

 

In dem Kurzfilm wird das Anliegen der Kampagne „Kopf braucht Dach“, welche das DSW gemeinsam mit den Studenten- und Studierendenwerken fährt, in 80 Sekunden erklärt, in schnellen Schnitten und unterlegt mit schnellen Beats.

 

Die Studierenden werden so aufgefordert, auf der Kampagnen-Website www.mein-studentenwohnheim.de online ihre Stimme abzugeben für bezahlbaren Wohnraum.

 

„Stimmen Sie ab, damit der Druck gegenüber der Politik steigt!“, appelliert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde an die Studierenden. „Machen Sie deutlich, wie sehr das Wohnungsproblem Ihr Studium erschwert“, so Meyer auf der Heyde.

 

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke veranstalten heute Mittwoch, den 19. September 2018, einen bundesweiten Aktionstag „Kopf braucht Dach“. Sie fordern von Bund, Ländern und Kommunen mehr Unterstützung für den Erhalt und den Neubau von bezahlbarem Wohnraum für Studierende.

 

Der Kampagnen-Kurzfilm auf Facebook:

www.facebook.com/Deutsches.Studentenwerk/videos/1069722266518954/

 

Online-Stimmabgabe:

https://mein-studentenwohnheim.de/mitmach-aktion

„Angst vor Verschuldung? Hol dir BAföG!“

  • Studenten- und Studierendenwerke mit neuer Informations- und Aufklärungs-Kampagne zum BAföG
  • Serie mit Vorzügen des BAföG
  • Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks: „Wir wollen zeigen, wie gut das BAföG ist“

Berlin, 13. Juli 2018. „Angst vor Verschuldung?“, fragt das Plakat und liefert gleich die Antwort: „Hol dir BAföG“. Denn: „BAföG ist Geld vom Staat. Für zehn Semester können das 44.100 Euro sein. Und das Beste: Zurückzahlen musst du höchstens 10.000 Euro. Zinsfrei“ – Mit einer Serie solcher Motive informieren die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke ab sofort über das BAföG.

„Wir wollen Studieninteressierten und Studierenden gleichermaßen aufzeigen, welche Vorzüge das BAföG hat“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

Er sagt: „Das BAföG wird oft schlechter hingestellt, als es ist, und wir wissen aus unseren regelmäßigen Studierenden-Befragungen, dass Familien aus Sorge um eine angebliche Verschuldung erst gar keinen BAföG-Antrag erwägen. Wir wollen mit positiven Botschaften dagegenhalten – und beispielsweise zeigen, dass der Darlehensanteil beim BAföG moderat ist, und die Rückzahlungsmodalitäten sozial.“

Ein weiteres Motiv aus der neuen BAföG-Serie wirbt dafür, auch für vermeintlich „kleine“ Förderbeträge dennoch einen Antrag zu stellen beim BAföG-Amt: „100 € BAföG im Monat. Mehr Kohle für extra Swag“. Die Erklärung dazu: „Zugegeben, es hört sich erstmal nicht nach viel an. Dafür musst du aber im Jahr 140 Stunden mehr arbeiten. Spar dir die Zeit für was Besseres.“

„Man muss beides tun“, erläutert Meyer auf der Heyde, „sich politisch für eine rasche BAföG-Erhöhung engagieren – und gleichzeitig die unbestreitbaren Vorzüge des BAföG herausstreichen. Das tun wir, gemeinsam mit den Studenten- und Studierendenwerken, die sich sehr fürs BAföG einsetzen.“

 

 

Jetzt rasch den BAföG-Folgeantrag einreichen!

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) rät allen BAföG-geförderten Studierenden, rasch den Folgeantrag zu stellen DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Unbedingt die Zeit vor dem Wintersemester 2018/2019 nutzen“

Berlin, 11. Juli 2018. Wer als Studentin oder Student BAföG erhält, sollte im noch laufenden Sommersemester 2018 den Folgeantrag auf Weiterförderung stellen, rät das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der Studenten- und Studieren­denwerke, die im Auftrag von Bund und Ländern das Bundes­ausbildungs­förderungsgesetz (BAföG) umsetzen.

 

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde sagt: „Bevor erst die Fachhochschulen und dann die Universitäten in Deutschland mit dem Wintersemester 2018/2019 beginnen, sollten BAföG-Geförderte jetzt noch schnell den Folgeantrag stellen, damit im September oder Oktober 2018 keine Förderlücke entsteht.“

 

Denn: „Wenn das Wintersemester beginnt, werden die BAföG-Ämter der Studenten- und Studierendenwerke regelrecht überflutet mit BAföG-Anträgen, weil auch die allermeisten Studiengänge in Deutschland jeweils zum Wintersemester beginnen. Wer erst im September oder Oktober den Folgeantrag stellt, darf kaum erwarten, auch gleich im September oder Oktober die Weiterförderung zu bekommen. Es gilt ‚first come, first serve‘.“

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/jetzt-rasch-den-bafög-folgeantrag

 

Druck, Unterstützung und dazwischen ich: FHWS-Student Jannis Maroscheck gewinnt 2. Preis des DSW-Plakatwettbewerbs

 

Drei gefüllte Luftballons, die auf den ersten Blick eher an schwere Sandsäcke erinnern, quetschen sich dicht aneinander in einer Schachtel - und lösen beim Betrachter sofort das Gefühl von Enge, Druck aber irgendwie auch Halt aus. „Ich wollte mit meinem Plakat ausdrücken, dass unterschiedliche Lebensbereiche, also Studium, Familie und ich selbst, sich manchmal die Luft nehmen, sich fast schon erdrücken, gegenseitig können sie sich aber auch stützen“, erklärt Jannis Maroscheck. Für seinen Entwurf hat der 22-jährige Kommunikationsdesign-Student der FHWS den zweiten Preis eines bundesweiten Plakatwettbewerbs gewonnen.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) rief zum 32. Mal Design-Studierende auf, zum diesjährigen Thema „Meine Familie, mein Studium – und ich“ ihre Ideen und Plakatentwürfe einzureichen: Was bedeutet Familie für die Studierenden von heute? Wie stark sind sie von ihren Familien geprägt, und welche Rolle spielt die Familie für sie im Studium? Insgesamt 357 Design-Studierende aus 33 Hochschulen beteiligten sich mit 648 Plakaten. Der Plakatwettbewerb des DSW für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

Im Berliner Museum für Kommunikation wurden auch die Gewinner des Wettbewerbs vergangenen Montagabend feierlich ausgezeichnet. „Die anderen Preisträger kennenzulernen, sich mit ihnen auszutauschen und gemeinsam zu feiern hat schon sehr viel Spaß gemacht“, erzählt Jannis Maroscheck. Denn fürs Weggehen und Feiern hat der Würzburger gerade weniger Zeit. Er konzentriert sich nicht nur auf sein Studium, sondern muss wie die meisten seiner Kommilitonen nebenher arbeiten, um sich sein Studium finanzieren zu können. Nichtsdestotrotz genießt er seine Hochschulzeit sehr: „Bei den Projekten, an denen wir im Laufe des Studiums arbeiten, steht noch kein finanzieller Nutzen im Vordergrund, deshalb entstehen kreative, ganz persönliche und sehr spannende Produkte.“

Wie jedes Jahr werden die Siegerplakate auf Tour gehen und in den deutschen Studentenwerken im Rahmen einer Wanderausstellung gezeigt werden. Auch das Studentenwerk Würzburg wird sich wieder an der Ausstellung beteiligen und voraussichtlich in der Burse die prämierten Plakate ausstellen – darunter auch das zweitplatzierte „plus x bar“ von Jannis Maroscheck. Genaue Termine werden vom Studentenwerk Würzburg noch bekannt gegeben.

Ausländische Studierende bereichern Hightech-Land Deutschland

Immer mehr studieren MINT-Fächer

Gemeinsame Pressemitteilung

-          des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

-          des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)

-          des Deutschen Studentenwerks (DSW)

Berlin, 26. Juni 2018. Mehr Studierende aus dem Ausland studieren an deutschen Hochschulen und sie wählen zunehmend MINT-Fächer. Die überwiegende Mehrheit (89 Prozent) strebt einen deutschen Studienabschluss an. Der heute veröffentlichte Bericht „Ausländische Studierende in Deutschland 2016“ ergänzt diese amtlichen Daten um weitere interessante Erkenntnisse über ausländische Studierende, die für ein Studium nach Deutschland gekommen sind.

„Ausländische Studierende sind eine große Bereicherung für unsere Hochschulen und unser Land: wirtschaftlich, außenpolitisch und gesellschaftlich. Deutschland hat seine Stellung als attraktiver Studienstandort weiter ausgebaut. Der Hochschulpakt, der Qualitätspakt Lehre und die Internationalisierungsstrategien von Bund, Ländern und Hochschulen haben dazu beigetragen. Die Bundesregierung wird die Internationalisierung der Hochschulen weiter unterstützen. Der heutige Bericht zeigt, dass unsere Wissensgesellschaft davon profitieren kann“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

Rund jeder zehnte Studierende in Deutschland ist aktuell ein ausländischer Studierender. Besonders in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ist ihre Zahl gewachsen: zwischen 2012 und 2016 um die Hälfte (amtliche Daten). Damit studiert rund jeder Zweite der 252.000 ausländischen Studierenden ein MINT-Fach. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) nimmt ein Studium in Deutschland auf wegen der Möglichkeit, nach dem Studienabschluss in Deutschland zu arbeiten. Für das Hightech-Land Deutschland sind ausländische Studierende eine Bereicherung: Sie studieren häufig die für die deutsche Innovationskraft wichtigen MINT-Fächer und machen das Campusleben auch für inländische Studierende internationaler.

Die wirtschaftliche Lage der ausländischen Studierenden wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, u. a. vom Familienstand und vom angestrebten Abschluss. Drei Viertel der Studierenden (73 Prozent) sind sowohl unverheiratet und streben gleichzeitig einen Bachelor-, Master- oder traditionellen Abschluss (Diplom, Magister, Staatsexamen) an. Im Sommersemester 2016 hatten Studierende dieser Gruppe durchschnittliche Einnahmen in Höhe von 776 Euro pro Monat. Ausländische Studierende haben durchschnittlich 140 Euro weniger zur Verfügung als inländische Studierende. Etwa die Hälfte der ausländischen Studierenden arbeitet neben dem Studium.

Der Bericht wurde erstellt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) und dem Deutsche Studentenwerk (DSW), finanziert und herausgegeben wird er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

 

Hintergrund:

Ausweislich des Berichts fühlen sich ausländische Studierende in Deutschland wohl und willkommen: Die große Mehrheit (84 Prozent) würde Deutschland ihren Freunden als Studienland empfehlen. Vor zehn Jahren lag dieser Wert noch deutlich niedriger (60 Prozent). Zwölf Prozent sind neutral und nur fünf Prozent würden Deutschland nicht empfehlen.

Die Studiensituation von ausländischen Studierenden hat sich deutlich verbessert. Mittlerweile erlebt nur jeder Vierte (25 Prozent) Probleme mit der Orientierung im Studiensystem; 2012 waren es noch 41 Prozent der Studierenden. Der Anteil der Studierenden, die Probleme mit Leistungsanforderungen haben, ist von 31 auf 18 Prozent zurückgegangen. Den ausländischen Studierenden fällt es leichter, Kontakt zu Hochschullehrkräften aufzubauen. Der Anteil Studierender mit Schwierigkeiten im Kontaktaufbau hat sich im Berichtszeitraum mehr als halbiert (von 28 auf 13 Prozent). Die Zufriedenheit ausländischer Studierender mit Unterstützungsangeboten wie studienbegleitenden Tutorien, Deutschkursen und fachlichen Vorbereitungskursen ist sehr hoch.

Laut Bericht sind ausländische Studierende durchschnittlich 26,3 Jahre alt, knapp die Hälfte von ihnen ist weiblich (48 Prozent). Die meisten ausländischen Studierenden streben laut amtlicher Statistik einen Studienabschluss in Deutschland an, zehn Prozent davon eine Promotion. Lediglich 11 Prozent sind Gast- oder Austauschstudierende. Im Ausland erworbene Studienabschlüsse werden gemäß des heute vorgelegten Berichts von den Hochschulen in den meisten Fällen anerkannt: bei 90 Prozent der Befragten war dies der Fall.

Die Probleme bei der Zimmer- bzw. Wohnungssuche haben für ausländische Studierende deutlich zugenommen. Knapp die Hälfte (47 Prozent, 2009: 31 Prozent) berichtet von großen oder sehr großen Schwierigkeiten. Die durchschnittlichen monatlichen Mietkosten sind zwischen 2012 und 2016 um 15 Prozent gestiegen (von 294 auf 338 Euro). Die monatlichen Einnahmen sind im gleichen Zeitraum lediglich um 3,6 Prozent gestiegen (auf 776 €). Wohnheime sind unverändert die kostengünstigste Wohnform (Kosten im Durchschnitt: 275 Euro). Der größte Anteil der ausländischen Studierenden wohnt in einem Studentenwohnheim (35 Prozent); jeweils knapp ein Drittel (30 Prozent) lebt in einer Wohngemeinschaft bzw. in einer eigenen Wohnung.

Die 21. Sozialerhebung hat für diesen Bericht bundesweit Studierende, die aus dem Ausland für ein Studium nach Deutschland gekommen sind, zu ihrer Studien- und Lebenssituation befragt. Die Sozialerhebung ist ein Verbundprojekt von Deutschem Studentenwerk (DSW) und Deutschem Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), das seit 1951 regelmäßig Auskunft über die soziale und wirtschaftliche Lage der Studierenden in Deutschland gibt. Nachdem im Juni 2017 die Ergebnisse zu den deutschen und bildungsinländischen Studierenden veröffentlicht wurden, liegen nun die Befunde zur Situation der ausländischen Studierenden für das Sommersemester 2016 vor. Diese basieren auf den Antworten von 3.586 Studierenden, die sich auf Grundlage einer Zufallsstichprobe an der Online-Befragung beteiligt haben.

 

Diese Studie zum Download sowie weitere Informationen zur Sozialerhebung finden Sie unter http://www.sozialerhebung.de

Was brauchen Studierende mit Kind?

  • Strategietagung des Deutschen Studentenwerks (DSW) am 19. Juni 2018 in Berlin
  • Rund 120 Expert/-innen folgen Einladung der Servicestelle Familienfreundliches Studium des DSW
  • Mit dabei: Hochschulen, Ministerien, Kommunen, Studenten- und Studierendenwerke, Wissenschaftler/-innen, Verbände, Studierende mit Kind
  • 6% der Studierenden sind Eltern

· Studentenwerke mit rund 8.800 Plätzen in 222 Kinderbetreuungseinrichtungen

Berlin, 18. Juni 2018. Was brauchen Studierende mit Kind, um Studium und Elternschaft gut zu meistern? Ist das Studium eine gute Zeit, um eine Familie zu gründen? Wie kinder- oder familienfreundlich ist das deutsche Hochschulsystem? Zu diesen Fragen veranstaltet das Deutsche Studentenwerk (DSW) am 19. Juni 2018 in Berlin eine Strategietagung.

Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Hochschulen, Ministerien, Kommunen, aus Politik und Wissenschaft, Studenten- und Studierendenwerken nehmen teil. Studierende mit Kind selbst berichten über ihre Erfahrungen und Bedarfe.

Wir wollen gemeinsam mit allen Beteiligten beraten, wie man das Studieren mit Kind noch weiter verbessern kann“, umreißt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde das Ziel der Tagung. „Uns geht es darum, alle an einen Tisch zu bekommen, neben Hochschulen und Studentenwerken auch die Bundesregierung und die Bundesländer,“ so Meyer auf der Heyde. Die Studenten- und Studierendenwerke betreiben mehr als 220 Kinderbetreuungseinrichtungen mit mehr als 8.800 Plätzen.

Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Elke Middendorff vom Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Ebenfalls beteiligt sind Vertreter/-innen der Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Gemäß der aktuellen, 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden haben 6% der Studierenden ein Kind oder mehrere Kinder. Die Hälfte davon ist jünger als drei Jahre. Studierende mit Kind sind im Bundesdurchschnitt 35 Jahre alt und damit fast elf Jahre älter als Studierende ohne Kind.

Veranstaltet wird die Tagung von der Servicestelle Familienfreundliches Studium (SFS) des Deutschen Studentenwerks. Die SFS wird vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Sie setzt sich ein für eine bessere Vereinbarkeit von Studium und Familienaufgaben und eine Kultur der Familienfreundlichkeit im Hochschulstudium.

Die SFS-Strategietagung ist medienöffentlich; interessierte Medien können ohne Anmeldung teilnehmen.

Dienstag, 18. Juni 2019

Familienfreundliche Leistungen für Studierende – Erfahrungen nutzen, Herausforderungen erkennen, partizipative Lösungswege entwickeln

Seminaris Campushotel Berlin

Takustraße 39

14195 Berlin

 Die Servicestelle Familienfreundliches Studium online:

www.studentenwerke.de/de/content/sfs

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/was-brauchen-studierende-mit-kind

Wohnheime der Studentenwerke entlasten die Wohnungsmärkte

 

· Deutsches Studentenwerk (DSW): Staatliche Förderung der Studentenwerke hat positive Effekte auch für Städte und die Gesellschaft

· Verband fordert mehr staatliche Unterstützung für den Neubau und die Sanierung von bezahlbarem Wohnraum für Studierende

· DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Der Markt allein wird es nicht richten“

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Hamburg/Berlin, 16. Mai 2018. Wenn der Staat die Studenten- und Studierendenwerke beim Bau und Erhalt von bezahlbarem Wohnraum für Studierende fördert, hat dies positive gesellschaftliche und wirtschaftliche Effekte über die Studierenden hinaus. Das streicht das Deutsche Studentenwerk (DSW) heraus, der Verband der 58 Studenten- und Studierendenwerke.

Vor Medienvertreter/-innen erklärte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde heute Mittwoch, 16.5.2018, in Hamburg: „Jeder neugeschaffene oder sanierte Wohnheimplatz entlastet die überhitzten städtischen Wohnungsmärkte. Die Studierenden sind nur eine von vielen Gruppen, die händeringend bezahlbaren Wohnraum suchen. Dies tun auch Geringverdienende oder junge Familien. Jeder Euro staatliches Geld, der in das studentische Wohnen bei den Studentenwerken investiert wird, hat eine hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Rendite.“

Meyer auf der Heyde weiter: „Die Studentenwerke bauen und erhalten im öffentlichen Auftrag bezahlbaren Wohnraum für Studierende; sie garantieren eine langjährige Miet- und Zweckbindung, weil sie gemeinnützig und nicht rendite-orientiert sind.“

Bezahlbarkeit statt Bonität, Chancengleichheit statt Rendite

 

· Deutsches Studentenwerk (DSW): Öffentliche Daseinsvorsorge durch Studenten- und Studierendenwerke beim studentischen Wohnen • Chancengleichheit statt Rendite, soziale Verantwortung statt Mietwucher

· 241 Euro monatliche Warmmiete im Bundesdurschnitt

· 192.000 Wohnheimplätze in rund 1.700 Wohnheimen bundesweit

· DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Die Studentenwerke sind die Experten für studierendengerechtes Wohnen“

·  

Hamburg/Berlin, 16. Mai 2018. Mehr als bloßen Wohnraum, mehr als nur Vermieter: Die 58 gemeinnützigen Studierenden- und Studentenwerke sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und setzen beim studentischen Wohnen auf Chancengleichheit und Bezahlbarkeit statt auf Profit. Dies betont das Deutsche Studentenwerk (DSW) aus Anlass seiner diesjährigen Wohnheimtagung. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde sagte zum Auftakt der Verbandstagung heute Mittwoch, 16.5.2018, in Hamburg: „Mit einer monatlichen Warmmiete von 241 Euro im Bundesdurchschnitt ist das Studierendenwohnheim die preisgünstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses, keine ist hochschulnäher, studierendengerechter oder korrespondiert besser mit der BAföG-Wohnpauschale.

 

Bildungstrichter: Soziale Infrastruktur stärken

 

  • Von 100 Akademiker-Kindern studieren 79, von 100 Nicht-Akademiker-Kindern 27
  • Neuer Bildungstrichter des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) schlägt BAföG-Erhöhung und Umsetzung der Bundesförderung für Studierendenwohnheime vor
  • DSW-Präsident Rolf-Dieter Postlep: „Für mehr Chancengleichheit muss die soziale Infrastruktur gestärkt werden“

 

Berlin, 9. Mai 2018. Als eine Konsequenz aus dem neuen „Bildungstrichter“, den das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) heute Mittwoch, 9.5.2018, veröffentlicht hat, schlägt das Deutsche Studentenwerk (DSW) vor, die soziale Infrastruktur an Deutschlands Hochschulen weiter auszubauen. Vor allem über das BAföG sowie die Förderung von Studierendenwohnheimen könne der Hochschulzugang von Nichtakademikerkindern gefördert werden.

Nach den neuen Zahlen des DZHW nehmen von 100 Kindern aus einer Akademiker-Familie 79 ein Hochschulstudium auf; bei Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund sind es nur 27. Wie dieser sogenannte Bildungstrichter zeigt, sind „Kinder aus Akademikerhaushalten im Vergleich zu ihrem Anteil an der altersgleichen Gesamtbevölkerung […] über-repräsentiert“, heißt es in einer Presseinformation des DZHW.

Dies kommentiert Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, der Präsident des Deutschen Studentenwerks:

„Das deutsche Bildungssystem ist weiterhin geprägt von einer sozialen Ungleichheit, die für Nichtakademikerkinder beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I beginnt und sich beim Übergang in die Sekundarstufe II bzw. in die Hochschule fortsetzt.

Es kann nicht sein, dass der Bildungsweg eines Menschen so stark von seiner sozialen Herkunft geprägt wird. Dem entgegenzuwirken, ist eine gesamtstaatliche Aufgabe; es geht um das gesamte Bildungssystem.

Zur Verbesserung der Übergangsquote von Nichtakademikerkindern in das Hochschulsystem ergibt sich eine logische Konsequenz aus dem jüngsten Bildungstrichter: Die soziale Infrastruktur muss gestärkt werden. Zuvorderst über eine schnelle Anpassung des BAföG, denn das BAföG ist das wichtigste staatliche Instrument für mehr Chancengleichheit im Hochschulsystem.

Eine zusätzliche Barriere ist vor allem der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in vielen Hochschulstädten. Wie gut, dass der Bund die Länder beim Neubau und bei der Sanierung von Studierendenwohnheimen unterstützen will. Das ist im Koalitionsvertrag der Großen Koalition festgelegt.“

Internationalisierung im Realitätscheck

  • Ausländische Studierende in Deutschland in Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus
  • Was die Internationalisierung des deutschen Hochschulsystems gefährdet
  • Warum eine Integrationsstrategie Not tut
  • Analyse im DSW-Journal 1/2018 des Deutschen Studentenwerks

 

Berlin, 21. März 2018. Deutschland ist das fünftbeliebteste Studienland für mobile Studierende weltweit; die von der Politik für das Jahr 2020 gesetzte Zielmarke von 350.000 ausländischen Studierenden ist bereits heute erreicht – ein klarer Internationalisierungserfolg, also alles gut? Wer kommt an deutsche Hochschulen, und wie ergeht es ausländischen Studierenden hier in Zeiten von Fremdenfeindlichkeit und Rechts-populismus? Das DSW-Journal 1/2018 unterzieht die Internationalisierung dem Realitätscheck.

 

Für die neue Ausgabe des hochschulpolitischen Magazins des Deutschen Studentenwerks (DSW) zeigt Christine Prußky die Wirklichkeit hinter dem Schlagwort Internationalisierung. Sie recherchierte bei Wissenschaftsorganisa­tionen, der Politik, sprach mit Hochschulrektoren und ausländischen Studierenden selbst.

 

Beispiel Universität Magdeburg: 1.200 ausländische Studierende aus 106 Ländern studieren dort, 500 von ihnen kommen aus Indien. Der Verein „Magdeburg Indians“ betreut sie. Uni-Rektor Prof. Dr. Jens Strackeljan bekennt sich klar zur Internationalisierung. Die Schattenseite seines Engagements: Anfang des Jahres 2017 erhielt er Morddrohungen, sein Auto wurde manipuliert, er und seine Familie stehen unter Staatsschutz.

 

Ein krasser Einzelfall, wie die Analyse ansonsten zeigt. Grundsätzlich sehen sich Wissenschaft, Hochschulen und Austauschorganisationen bei der Internationalisierung auf „einem guten Weg“. Heidrun Tempel vom Auswärtigen Amt sagt, Hochschulen seien nach wie vor interkulturelle, sichere Orte.

 

Allerdings wird der Ruf nach einer Integrationsstrategie für die 360.000 ausländischen Studierenden immer lauter. Prof. Dr. Magret Wintermantel, die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), fordert mit Nachdruck: „Wir brauchen dringend eine deutschlandweite Strategie zur Integration, Betreuung und Ausbildung ausländischer Studierender.“

 

Und Prof. Dr. Horst Hippler, der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mahnt, man dürfe die Internationalisierung nicht allein nach schieren Zahlen bewerten. Viel wichtiger wäre laut Hippler, dass „die Hochschulen die Talente gewinnen, die sie suchen.“ Dafür würden „kluge Auswahlmechanismen, Studieneingangskonzepte und Betreuungs-programme“ benötigt.

 

„Internationalisierung im Realitätscheck“: Titelgeschichte DSW-Journal 1/2018 auf den Seiten 14 bis 21 dieses Downloads:

www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw-journal_1-2018.pdf

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/internationalisierung-im-realitätscheck

 

Starke Studentenwerke, starkes BAföG

 

  • Rolf-Dieter Postlep, neuer Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), nennt politische Ziele
  • Postlep: Ideale Rahmenbedingungen für die Studentenwerke, Zusammenarbeit mit den Hochschulen intensivieren, BAföG zu alter Stärke führen
  • Heute Amtsübergabe der DSW-Präsidentschaft in Berlin

 

Berlin, 28. Februar 2018. Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, der neue Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW), will für die 58 Studenten- und Studierendenwerke, die im DSW organisiert sind, ideale Rahmenbedingungen schaffen und die Zusammenarbeit mit den Hochschulen noch weiter intensivieren.

Das sagte Postlep bei der heutigen Amtsübergabe der DSW-Präsidentschaft in Berlin. Postlep, seit Anfang dieses Jahren Präsident des Verbands, übernimmt das Amt von Prof. Dr. Dieter Timmermann, der es von 2012 bis 2017 innehatte.

Postlep erklärte vor mehr als 100 Gästen aus Politik, Wissenschaft, Ministerien, Hochschulen, Wissenschaftsorganisationen und Studentenwerken: „Die Studentenwerke sind Teil der staatlichen Daseinsvorsorge; ihre Leistungen kann und wird kein ‚Markt‘ so je leisten können. Die Arbeit der Studentenwerke wird noch weiter an Bedeutung gewinnen, weil die Studierendenschaft immer diverser und das deutsche Hochschulsystem immer internationaler wird.“

„Ich will mich dafür einsetzen, dass in der Öffentlichkeit, in der Politik und in den Hochschulen das Bewusstsein dafür noch weiter geschärft wird, wie wichtige die Studentenwerke für ein gelingendes Studium und das Hochschulsystem insgesamt sind“, umreißt Postlep die Ziele für seine Amtszeit.

Im Koalitionsvertrag, den CDU/CSU und SPD ausgehandelt haben und über den die SPD-Mitglieder derzeit abstimmen, stünde „einiges Gutes“ drin, meint Postlep. Er lobt ausdrücklich, dass der Bund wieder in die Wohnheim-Förderung für Studierende einsteigen will, und bietet einer künftigen Bundesregierung dafür die Mitarbeit an.

Außerdem begrüßt Postlep, dass beim BAföG laut Koalitionsvertrag eine „Trendumkehr“ in dem Sinne herbeigeführt werden soll, dass wieder mehr Studierende BAföG erhalten sollen. „Das BAföG kehrt zu alter Stärke zurück, das muss unser gemeinsames Ziel sein“, so Postlep.

Philipp Humbsch ist „Student des Jahres“

  • Medizinstudent an der Berliner Charité gewinnt Auszeichnung von Deutschem Hochschulverband (DHV) und Deutschem Studentenwerk (DSW)
  • Initiator des Projekts „Jeder kann ein Held sein“ 
  • Kostenlose Erste-Hilfe-Kurse für Grundschüler/innen über lebensrettende Kenntnisse
  • DHV/DSW: „Er macht nicht nur Helden, er ist selbst ein Held“
  • Humbsch verwendet die 5.000 Euro Preisgeld für sein Projekt

Bonn/Berlin, 16. Februar 2018. Philipp Humbsch wird in diesem Jahr vom Deutschen Hochschulverband (DHV) und Deutschen Studentenwerk (DSW) als „Student des Jahres“ ausgezeichnet. Der 26-jährige Student der Humanmedizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin aus Frankfurt/Oder ist Urheber und Motor der Initiative „Jeder kann ein Held sein“, die seit 2016 mehr als 3.000 Kinder in ländlichen Gebieten Brandenburgs kostenlos in Erster Hilfe ausgebildet hat, insbesondere Grundschülerinnen und Grundschüler, aber auch über 100 Kinder aus Förderschulen. 

Möglich wird dies durch Spenden, Preisgelder sowie durch die Mitgliedsbeiträge des Vereins Pépinière e.V., den Philipp Humbsch und seine ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreiter, andere Medizin- und Pharmaziestudierende sowie Rettungskräfte, ins Leben gerufen haben.

„Jeder kann ein Held sein“ vermittelt in dreitägigen Kursen nicht nur lebensrettende Kenntnisse über Themenbereiche wie die stabile Seitenlage, Reanimation, das Anlegen von Verbänden und Eigenschutz, sondern schafft für Schülerinnen und Schüler durch die Einbeziehung von ehrenamtlichen Hilfsorganisationen und Freiwilligen Feuerwehren Anknüpfungspunkte, um sich selbst ehrenamtlich zu betätigen.

Erklärtes Ziel ist zudem, die Erste-Hilfe-Ausbildung im schulischen Lehrplan fest zu verankern. Empfehlungen der Kultusministerkonferenz sehen bislang lediglich Unterweisungen in Erster Hilfe nach der Grundschulzeit vor für Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse. Philipp Humbsch will dies ändern und lässt daher die Arbeit seiner Initiative wissenschaftlich evaluieren durch das Institut für Sozialmedizin der Charité. Auch hier leistet er Pionierarbeit. 

„Philipp Humbsch hat die DHV-DSW-Jury durch sein vielfältiges, beispielgebendes und herausragendes ehrenamtliches Engagement überzeugt. Er macht nicht nur Helden, sondern ist selbst ein Held, der trotz eines zeitintensiven Studiums viel Herzblut und unzählige Stunden für die Erste-Hilfe-Ausbildung der Schülerinnen und Schüler opfert. Sein Ansatz, die Bereitschaft zur Leistung lebensrettender Sofortmaßnahmen im Notfall durch frühzeitige Vermittlung zu heben, ist innovativ und fördert Zivilcourage. ‚Jeder kann ein Held sein‘ sensibilisiert frühzeitig für ein ehrenamtliches Engagement in strukturschwachen Regionen und das in Zeiten, in denen das klassische Freiwilligenengagement unter Nachwuchsproblemen leidet“, erklärten DHV und DSW gemeinsam.

Den Preis „Student/-in des Jahres“ haben DHV und DSW zum dritten Mal ausgelobt. Mit der Auszeichnung prämiert wird eine Studentin bzw. ein Student, die bzw. der ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigt, das möglichst einzigartig und innovativ sein sollte. Diese Kriterien hat nach einhelliger Ansicht der DHV/DSW-Jury Philipp Humbsch durch sein außergewöhnliches und in jeder Hinsicht vorbildliches Engagement erfüllt.

Der Preis „Student des Jahres“ wird auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 3. April 2018 in Berlin verliehen. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbunden, das vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet wird. Philipp Humbsch will es für sein Projekt „Jeder kann ein Held sein“ verwenden.    

Facebook-Seite von „Jeder kann ein Held sein“:
https://www.facebook.com/dieHeldenmacher/

 

Ein honorarfreies Pressefoto von Philipp Humbsch kann bei uns angefordert werden.

 

Ansprechpartner für die Medien beim Deutschen Hochschulverband:

Dr. Matthias Jaroch, Pressesprecher

Tel. 0228/902 6615

jaroch(at)hochschulverband(dot)de

 

Diese Pressemitteilung online:

https://www.studentenwerke.de/de/content/philipp-humbsch-ist-%E2%80%9Estudent-des-jahres%E2%80%9C

 

 

 

 

Wohnraumförderung für Studierende endlich wieder auch Bundes-Sache

  • Koalitionsvertrag: Deutsches Studentenwerk (DSW) begrüßt Wiedereinstieg des Bundes in die Wohnraumförderung für Studierende
  • CDU, CSU und SPD sagen: „Auch die Schaffung studentischen Wohnraums, u.a. auch Wohnheimplätze, wollen wir fördern“

Berlin, 7. Februar 2018. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt, dass CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart haben, dass der Bund nach Jahrzehnten der Absenz wieder in die Förderung studentischen Wohnraums einsteigen und explizit auch den Bau von Wohnheimplätzen für Studierende fördern will.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt:

„Das ist eine sehr gute Nachricht für vielen Studierenden, die kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden, aber auch für die Hochschulstädte und unsere Gesellschaft generell. Denn der Bau von Wohnheimen für Studierende entlastet die Wohnungsmärkte zugunsten anderer Nachfrager.

Endlich steigt der Bund, wie er es in gemeinsamen Bund-Länder-Programm bereits in den 1970er und 1990er Jahren getan hat, wieder in die Wohnraumförderung für Studierende ein. Damit kommt die potenzielle künftige  Große Koalition einem politischen Kernanliegen der Studenten- und Studierendenwerke endlich nach.

Gut ist auch, dass generell die soziale Wohnraumförderung durch den Bund wieder gestärkt werden soll. Auch das ist bitter nötig angesichts der Mietexplosion in vielen Städte.

Die künftigen Koalitionäre, so sie denn gemeinsam eine neue Bundesregierung bilden werden, haben erkannt, dass wir beides brauchen: die direkte Bundesförderung von studentischem Wohnraum, und eine Stärkung der sozialen Wohnraumförderung.“

 

 

Stimmen für bezahlbaren Wohnraum

  • Ziel der Kampagne: Mehr staatliche Unterstützung für Neubau und Sanierung von Wohnheimen der Studentenwerke

 

Berlin, 24. Januar 2018. Stimmen für mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende: Das Deutsche Studentenwerk (DSW) wirbt in der Öffentlichkeit um Unterstützung für seine Kampagne „Kopf braucht Dach“. Die Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene soll mehr tun für den Neubau und die Sanierung von Studierendenwohnheimen.

Auf der Kampagnenwebseite www.mein-studentenwohnheim.de können Unterstützerinnen und Unterstützter ihre Stimme abgeben und mit einem kurzen Text von 240 Zeichen erklären, warum sie sich für mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende aussprechen.

Viele der bereits abgegebenen Stimmen bzw. Kommentare kritisieren, dass es für Studierende in vielen Hochschulstädten eine gewaltige Herausforderung darstellt, eine bezahlbare Unterkunft zu finden.

„Wir laden alle ein, sich an unserer Kampagne zu beteiligen“, sagt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Je mehr Stimmen wir bekommen, desto klarer können wir der Politik aufzeigen, dass sie dringend handeln muss.“

Die 58 im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke kritisieren schon seit Langem, dass bezahlbarer Wohnraum für die rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland in vielen Hochschulstädten immer knapper wird. Deshalb fordern sie mit ihrer Kampagne „Kopf braucht Dach“ einen gemeinsamen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt für den Neubau und die Sanierung von Studierendenwohnheimen.

Stimmabgabe auf der Kampagnen-Website:

Hintergrund:

Derzeit leben rund 193.000 Studierende in den rund 1.700 Wohnheimen der Studenten- und Studierendenwerke; mit einer durchschnittlichen Warmmiete von 241 Euro im Monat ist das Studentenwerks-Wohnheim die für Studierende preisgünstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses. Zum Vergleich: Die Wohnpauschale beim BAföG liegt aktuell bei 250 Euro im Monat.

Diese Pressemitteilung online: