Detail

DSW Pressemitteilung: BAföG-Fördersätze müssen stärker als geplant erhöht werden

Die BAföG-Fördersätze für Studierende müssen stärker angehoben werden, als von der Bundesregierung derzeit geplant, um die immer höheren Ausgaben der Studierenden abdecken zu können. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) beim Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) in Berlin beauftragt hat.

Ein Team von Forscherinnen unter der Leitung von Dr. Dieter Dohmen, Direktor des FiBS, hat im Auftrag des DSW die erstmals im Mai 2017 vorgelegte Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ aktualisiert und die damaligen Daten um die jüngste, 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Deutschland aus dem Jahr 2016 ergänzt.

Im Vergleich zur Vorgänger-Studie von 2017, die damals auf Daten aus den Jahren 2012 und 2013 basierte, stiegen in den Jahren 2012 bis 2016 die Gesamtausgaben zum Beispiel für alleine, in einer WG oder einem Wohnheim lebende, unter 25-jährige Studierende seitdem im Schnitt um bis zu 18%, für Studierende, die zu den 15% mit den geringsten Einnahmen gehören, sogar um bis zu 31%. Überproportional stark angestiegen sind die Ausgaben für Miete (um bis zu 55%), Gesundheit (um bis zu 41%) und Fahrtkosten (um bis zu 38%).

Mit Blick auf den BAföG-Grundbedarfssatz schlussfolgern die FiBS-Autor/-innen, dass „500 bis 550 Euro angemessen“ wären; „gegenüber dem derzeitigen Betrag von 399 Euro wäre dies ein Anstieg um 25% bis 38%“, schreiben sie. Diese Zahlen meinen den BAföG-Grundbedarfssatz; hinzu kommen Pauschalen für die Unterkunft (derzeit 250 Euro im Monat) und die Kranken- und Pflegeversicherung (derzeit 86 Euro im Monat). Gemäß Eckpunkten des fürs BAföG verantwortlichen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), welche im November 2018 vorgestellt wurden, will die Bundesregierung den BAföG-Grundbedarfssatz zum Wintersemester 2019/2020 um 5% auf circa 420 Euro und zum Wintersemester 2020/2021 um weitere 2% im Monat erhöhen; die Wohnpauschale soll auf 325 Euro im Monat steigen.

Weitere Fakten und Ergebnisse sowie die gesamte Pressemitteilung finden Sie online.

Die neue FiBS-Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden. Aktualisierte Berechnungen anhand der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks “ gibt es hier zum Download.

 

Neuigkeiten

08.03.2019
Wohnen in Würzburg!

Aktuell haben wir für das Sommersemester noch Zimmer in unseren Wohnheimen frei!

Drucken