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Uni-Challenge: Mit einem Euro dabei sein

Mindestens 30.000 Euro für ein neues Projekt der Krebsforschung sammeln: Dieses Ziel will die Universität Würzburg bis Donnerstag, 27. Oktober 2016, erreichen. Studierende, Beschäftigte und Alumni können ab sofort dazu beitragen, diese „Uni-Challenge“ zu bewältigen.

„Speziell für den Kampf gegen Tumoren in Brust, Leber, Lunge, Magen und Darm brauchen wir dringend neue Medikamente, die hohe Effizienz mit akzeptablen Nebenwirkungen vereinen“, sagt Professor Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II am Würzburger Uniklinikum. Dort wird seit 2010 an einer neuen Antikörpertherapie gearbeitet, die den Krebs so präzise attackiert, dass kein gesundes Gewebe geschädigt wird.

Leiter der Arbeitsgruppe ist Dr. Thomas Bumm: „Unsere HemiBody-Therapie nutzt die körpereigenen Immunzellen zur Tumorbekämpfung und kommt daher ohne Chemotherapie aus. Unser Ziel ist es, diese Immuntherapie in vier bis fünf Jahren in die klinische Anwendung zu bringen.“

Dafür ist allerdings viel Geld nötig, das über die herkömmliche Forschungsförderung nicht zu bekommen ist. Seit einigen Monaten wirbt daher das Crowdfunding-Projekt „Dein Immunsystem wird deine Waffe gegen Krebs“ um Unterstützung. Federführend ist Gabriele Nelkenstock. Sie organisiert mit ihrem Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“ in Würzburg und Umgebung seit vielen Jahren erfolgreich Spendenaktionen für die Krebsforschung.

Bis Donnerstag Geld geben

Mit einer „Uni-Challenge“ im Rahmen der Crowdfunding-Aktion will nun auch die Universität Würzburg das neue Konzept der Krebstherapie unterstützen: Das Ziel dabei ist, dass Beschäftigte, Studierende und Alumni sowie ihre Verwandten, Bekannten und Freunde in einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion bis zum 27. Oktober 2016 mindestens 30.000 Euro spenden.

Ursprünglich sollte dieses Ziel an nur einem Aktionstag erreicht werden. Doch auf vielfachen Wunsch sind ab sofort Vorabspenden möglich.

Die regionale Online-Spendenplattform heißt www.gut-fuer-mainfranken.de und wird von der Sparkasse Mainfranken Würzburg betrieben. Sie enthält zur Uni-Challenge eine spezielle Schaltfläche, über die sich mit wenigen Klicks in einem gesicherten Verfahren Geld spenden lässt.

Ein Euro als Mindestspende

„Das System ist simpel und macht gerade auch Kleinspenden einfach. Der Mindestbetrag pro Spende der Challenge liegt bei einem Euro. Damit sollten sich auch Menschen mit kleinem Budget beteiligen können“, hofft Gabriele Nelkenstock.

Universitätspräsident Alfred Forchel betont: „Der Hemibody-Therapieansatz gilt als höchst vielversprechend, und deshalb wollen wir einen spürbaren Beitrag zum Spendenprojekt leisten.“ Ziel der Crowdfunding-Aktion ist es, bis Ende 2016 eine Million Euro zusammenzutragen.

Preise und Party als Anreize

Um die Studierenden und Uni-Beschäftigten zusätzlich zum Spenden zu animieren, hat die Würzburger Wirtschaftswelt eine Reihe von Preisen gestiftet, die unter den Teilnehmenden verlost werden. Auch Schirmherrin Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags, stellt einen attraktiven Gewinn bereit: Zehn Studierende werden auf Kosten der Bayerischen Staatsregierung für einen Tag nach München eingeladen und von Barbara Stamm exklusiv durch den Landtag geführt.

Eine weitere Motivation: Wird die Schwelle von 30.000 Euro geknackt, will die Universität zu einer großen Dankesparty einladen. Dort wird es Freibier geben – dank der Unterstützung durch die Distelhäuser Brauerei.

Kontakt

Dr. Esther Knemeyer Pereira, Pressesprecherin der Universität Würzburg, esther.knemeyer(at)uni-wuerzburg(dot)de

Zur Spendenplattform: www.gut-fuer-mainfranken.de

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