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Vor dem Essen - Hände waschen nicht vergessen: FHWS-Projektarbeit in Kooperation mit dem Studentenwerk Würzburg

Mittagszeit in der Mensa im Studentenhaus, gut 300 hungrige Gäste stürmen halbstündig zur Essensausgabe. Wer denkt dabei schon an die unsichtbaren „Begleiter“, den Bakterien, Viren und Keimen, die an den Händen kleben und von da weiterwandern?

Überhaupt: Wie können die Mensabesucher für Hygiene sensibilisiert und dazu veranlasst werden, sich vor dem Essen vielleicht ihre Hände zu desinfizieren?

Acht Studierende des Bachelorstudiengangs Angewandte Sozialwissenschaften an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt haben sich dieser Frage angenommen. Im Rahmen eines verhaltensorientierten Projekts haben sie versucht, Mensabesucher schrittweise zum Händedesinfizieren heranzuführen und dabei auch herausgearbeitet, mit welchen Mitteln sie die Gäste am besten für ihr Thema sensibilisieren konnten. Die Idee hierzu entstand unter dem Motto „Making this world a better place“, betreut von Professor Dr. Christoph Bördlein. Die Sozialwissenschaftler arbeiteten während des Projekts mit Martin Zielke, Abteilungsleiter Hochschulgastronomie des Studentenwerks Würzburg, als Kooperationspartner zusammen.

In einem ersten Schritt wurden Spender mit Desinfektionsflüssigkeit bestellt, zwei für die Mensa, ein weiterer für die Burse, und diese installiert. In einem zweiten Schritt wurde die Zahl der Besucher dokumentiert, die, ohne dass ein Hinweis auf die neuen Reinigungsmöglichkeiten gegeben wurde, sich die Hände desinfizierten: Sie lag in der Zeit von 12 bis 12:30 Uhr bei rund zehn Prozent. Anschließend erstellten die Studierenden in einer ersten Interventionsphase ein Plakat mit Grafiken sowie den Angaben potentieller Gefahrenherde – 25.000 Viren, 4.000 Keime, 350.000 Bakterien – und hängten dies in den Eingangsbereich der Mensa. Erneut wurden die Nutzerzahlen gemessen: Sie lagen nun gut doppelt so hoch bei etwa 22 Prozent. Als die optischen Hinweise entfernt wurden, sank die Zahl auf 15 Prozent.

„Es war sehr interessant für uns zu beobachten, dass erst mithilfe eines Plakats die recht großen Spender überhaupt wahrgenommen wurden“, berichtet die Studentin Kerstin Njeri. Das Studentenwerk plant, die Desinfektions-Spender aufgrund der erhobenen Ergebnisse dauerhaft in der Mensa im Studentenhaus bereitzustellen – und auf diese aber auch entsprechend aufmerksam zu machen.

Bilder dazu finden Sie hier.

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