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Wohnraum: Studierende und Geflüchtete nicht gegeneinander ausspielen

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten 58 Studentenwerke fordern Bund, Länder und Kommunen auf, in Hochschulstädten und Hochschulregionen darauf zu achten, dass Studierende und Geflüchtete bei der Bereitstellung von sozialem Wohnraum nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Auf ihrer Jahresversammlung am 6. und 7. Dezember 2016 in Berlin begrüßten die 150 Delegierten aus den Studentenwerken kommunale Initiativen, die ursprünglich für Flüchtlinge geschaffenen Wohnraum nun für Studierende zur Verfügung stellen wollen. Sollten dabei Studierende und Geflüchtete gemeinsam unter einem Dach wohnen, halten die Studentenwerke zusätzlich professionelle Betreuungs- und Integrationsangebote für geboten.

„Geflüchtete brauchen nicht nur geeigneten Wohnraum, sondern auch eine professionelle Betreuung, bis hin zur Behandlung von Traumata, was nicht allein auf den Schultern von Studierenden abgeladen werden kann“, heißt es in einem Beschluss der Jahres- bzw. Mitgliederversammlung der Studentenwerke.

Auch sollten Geflüchtete, die bereits in Hochschulstädten leben und denen erste Integrationsschritte gelungen sind, nicht zugunsten von Studierenden kurzerhand ins Umland umgesiedelt werden.

„Wir brauchen beides, ausreichend Wohnraum für Studierende – und für Geflüchtete. Die beiden Gruppen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, so DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann.

Die Online-Fassung.

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