DSW-Pressemitteilungen

21. Sozialerhebung: Der finanzielle Druck auf die Studierenden nimmt zu

  • Neue Sozialerhebung des Deutsches Studentenwerks (DSW)
  • Studienfinanzierung: Noch mehr Studierende jobben neben dem Studium, unbare Leistungen der Eltern erhöht
  • DSW-Präsident Dieter Timmermann: „Der finanzielle Druck auf die Studierenden nimmt zu“

Berlin, 27. Juni 2017. Aus Sicht des Deutsche Studentenwerk (DSW) nimmt der finanzielle Druck auf die Studierenden und ihre Eltern zu. Das zeigen die neuen Daten zur Studienfinanzierung aus der neuen DSW-Sozialerhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der rund 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland.

Gegenüber der Vorläuferstudie aus dem Jahr 2012 ist die Erwerbstätigen-quote um 6 Prozentpunkte gestiegen, von 62% auf nunmehr 68% der Studierenden. Und auch die unbaren Unterstützungsleistungen der Eltern sind angestiegen, von 261 Euro Geldwert im Jahr 2012 auf nunmehr 309 Euro im Monat im Jahr 2016, als die 21. Sozialerhebung durchgeführt wurde.

DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann deutet dies so: „Der Kosten- oder finanzielle Druck auf die Studierenden nimmt zu, vor allem für die Miete – und um dem zu begegnen, müssen die Eltern tiefer in die Tasche greifen, und die Studierenden jobben mehr.

Ich sehe auch einen Zusammenhang zum BAföG. Weil das BAföG nicht ausreicht, kompensieren das die Studierenden mit vermehrter Erwerbstätigkeit, und die Eltern müssen sie stärker unterstützen.“

Timmermann plädiert dafür, das BAföG regelmäßig zu erhöhen sowie über einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt mehr preisgünstigen Wohnraum für Studierende zu schaffen.

 

Die 21. Sozialerhebung online:

www.studentenwerke.de

www.sozialerhebung.de

 

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Umfrage mit Rekordbeteiligung

Neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeigt soziale und wirtschaftliche Lage von Studierenden in Deutschland

Berlin, 27. Juni 2017. Studierende in Deutschland sind im Schnitt 24,7 Jahre alt, unverheiratet, in ein Vollzeit-Studium eingeschrieben und verfügen über 918 Euro im Monat. Das ist ein Ergebnis der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, die vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wurde. Die Sozialerhebung ist eine Langzeituntersuchung, die bereits seit 1951 regelmäßig Auskunft über die soziale und wirtschaftliche Lage der Studierenden in Deutschland gibt. Im Sommersemester 2016 war die Beteiligung an der erstmals online organisierten Befragung so hoch wie noch nie, die Angaben von mehr als 60.000 Studierenden an 248 Hochschulen konnten für die aktuelle Sozialerhebung ausgewertet werden – an der letzten Befragung 2012 hatten rund 16.000 Studierende teilgenommen.

Die Angaben zum „Durchschnittsstudierenden“ dürfen jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die Studierenden als Gruppe insgesamt diverser und heterogener werden. Aufgrund der hohen Beteiligung liegen mit der neuen Sozialerhebung erstmals detaillierte Daten auch zu kleinen Gruppen Studierender vor. Darin zeigt sich beispielsweise ein leicht erhöhter Anteil von Studierenden mit Kind (sechs Prozent) oder mit gesundheitlicher Beeinträchtigung (elf Prozent).

Ein weiteres Ergebnis der Sozialerhebung ist der Wunsch der Studierenden nach mehr Praxisbezug im Studium. Dies ist etwa im leicht erhöhten Anteil von jetzt 13 Prozent Studierender in einem dualen Studium an einer Fachhochschule ablesbar. Auch spielt das Motiv, in der Praxis Erfahrung sammeln zu wollen, eine wichtige Rolle bei der Erwerbstätigkeit: Jeder zweite Studierende (53 Prozent) gibt als Motiv für die Erwerbstätigkeit an, „praktische Erfahrungen sammeln“ zu wollen. Drei Prozent der Studierenden, das heißt knapp jeder Fünfte (19 Prozent) der Studierenden mit Studienunterbrechung, geben zudem an, dass sie wegen eines Praktikums, das nicht verpflichtend war, das Studium unterbrochen haben.

Der Anteil der Erwerbstätigen an allen Studierenden ist seit 2012 um sechs Prozentpunkte auf 68 Prozent gestiegen. Dadurch und durch höhere Zuwendungen von den Eltern hat sich die finanzielle Lage der Studierenden seit 2012 verbessert. Studierende haben jetzt im Mittel 918 Euro monatlich zur Verfügung, 2012 waren es 842 Euro. Aussagen über die Auswirkungen des 25. BAföG-Änderungsgesetzes ermöglichen die Ergebnisse der Sozialerhebung nicht. Denn  die Befragung wurde im Sommersemester 2016 durchgeführt. Die BAföG-Erhöhungen wurden hingegen erst zum vergangenen Wintersemester 2016/17 wirksam. Die allgemeine Mietpreisentwicklung ist auch für die Studierenden spürbar. Der Anteil der Studierenden, die bei den Eltern wohnen, hat sich zwar trotzdem leicht verringert (20 Prozent), dafür leben aber etwas mehr Studierende in einem Wohnheim (zwölf Prozent).

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka: „Die Gruppe der Studentinnen und Studenten in Deutschland ist heute so vielfältig wie unsere ganze Gesellschaft und hat entsprechend ganz unterschiedliche Bedürfnisse im Studium. Die Hochschulen stehen vor der großen Aufgabe, ihre Studienformen noch flexibler zu gestalten, etwa mit Blick auf ein Studium mit Kind oder im Umgang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Studierende wünschen sich zudem mehr Praxisbezug. Hierfür innovative Wege zu suchen, kann auch Studienabbrüchen entgegenwirken, denn Praxisorientierung motiviert Studentinnen und Studenten. Der Bund unterstützt die Hochschulen mit dem Hochschulpakt und dem Qualitätspakt Lehre bei diesen Herausforderungen.“

Dieter Timmermann, Präsident des Deutschen Studentenwerks: „Der Kostendruck auf die Studierenden nimmt zu, vor allem fürs Wohnen. Die Miete bleibt der größte Ausgabeposten. In vielen Hochschulstädten wird es für Studierende immer schwieriger, preisgünstigen Wohnraum zu finden, wie ihn die Studentenwerke in ihren Wohnheimen anbieten. Gerade Studierende aus weniger vermögenden Haushalten sind dringend auf diese Wohnheimplätze angewiesen. 41 Prozent der Studierenden, die im Wohnheim leben, gehören zum unteren Einkommensquartil. Fast gleich viele haben am Ende des Monats kein Geld mehr übrig. Das zeigt, wie essentiell die Leistungen der Studentenwerke für diese Studierenden sind.“

Mit Blick auf die Berufsabschlüsse der Elterngeneration der heutigen Studierenden zeigt sich, dass 48 Prozent keine akademisch ausgebildeten Eltern haben. „Im Generationenvergleich stellt das Hochschulstudium damit für fast die Hälfte aller Studierenden in Deutschland einen Bildungsaufstieg dar“, erläutert Monika Jungbauer-Gans, wissenschaftliche Geschäftsführerin des DZHW. Dieser Anteil liegt seit der Erhebung 2006 in etwa konstant im Bereich um die 50 Prozent. Bei der Betrachtung der allgemeinen Bildungsabschlüsse sieht man, dass mittlerweile von 66 Prozent der Studierenden mindestens ein Elternteil das Abitur gemacht hat. In 2012 lag dieser Wert noch bei 60 Prozent. Allerdings erlauben diese Werte alleine noch keine Aussagen über eine Veränderung der Chancenverhältnisse, weil der Anteil mit Abitur in der Bevölkerung ebenfalls steigt.

 

Weitere Informationen und die 21. Sozialerhebung finden Sie unter:

www.sozialerhebung.de

Die „Lebenswelt Hochschule“? Ein Dach überm Kopf!

  • Schwarzes Haus mit Doktorhut, weiße Frakturschrift, alles vor  rosa Hintergrund
  • Design-Student Niklas von Winterfeld von der Hochschule Mannheim gewinnt 31. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks
  • Thema: „Lebenswelt Hochschule“
  • 381 Design-Studierende von 30 Hochschulen reichten 706 Plakate ein
  • Hochschule Düsseldorf mit zwei dritten Plätzen

 

Berlin, 26. Juni 2017. Ein kleines schwarzes Haus mit Doktorhut, darüber in weißer Frakturschrift die Zeile „ein dach überm kopf“, alles auf rosa Grund: Mit diesem reduzierten, vieldeutigen Plakat gewinnt Niklas von Winterfeld von der Hochschule Mannheim den 31. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks, Thema: „Lebenswelt Hochschule“. Betreut wurde von Winterfeld von Professor Armin Lindauer.

Der erste Platz wird mit 3.000 Euro honoriert; außerdem wurden am 26. Juni 2017 bei der Preisverleihung des Wettbewerbs im Museum für Kommunikation Berlin fünf weitere Preise in Höhe von insgesamt 7.000 Euro vergeben. Zwei dritte Plätze in Höhe von jeweils 1.000 Euro gingen an Design-Studentinnen von der Hochschule Düsseldorf aus der Klasse von Wilfried Korfmacher. 

Mit seinem 31. Plakatwettbewerb fragte das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Verband der Studentenwerke, die Studierenden, wie sie die „Lebenswelt Hochschule“ wahrnehmen: Welche Freuden und Möglichkeiten bietet das Studi-Leben? Ist die Hochschule ein Ort der Gemeinschaft an dem sich Gleichgesinnte austauschen können, oder geht es eher um nüchternes, abschlussorientiertes Lernen?

Das Thema mobilisierte die Design-Studierenden stark: 381 Design-Studierende von 30 Hochschulen aus ganz Deutschland reichten insgesamt 706 Plakate beim (DSW) ein. Das ist die höchste Beteiligung  in der Geschichte des Wettbewerbs, was sowohl die eingereichten Plakate als auch die teilnehmenden Design-Studierenden betrifft. 

Eine fünfköpfige Fachjury hatte aus den 706 Plakaten die besten ausgewählt: drei dritte Plätze, jeweils mit 1.000 Euro dotiert, dann zwei zweite Plätze, mit jeweils 2.000 Euro Preisgeld, und den ersten Platz mit eben 3.000 Euro.

DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann freut sich über das Rekordinteresse der Studierenden am Thema „Lebenswelt Hochschule“. Er sagt: „Es scheint den Design-Studierenden ein echtes Anliegen zu sein, zu visualisieren, wie sie die Hochschule, wie sie das Studium erleben. Das zeigt, dass wir mit dem Wettbewerbsthema einen Nerv getroffen haben.“ 

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

Einzelne Plakatmotive stellen wir Ihnen gerne in Dateiform zur Verfügung.

 

„Lebenswelt Hochschule“

31. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2016/2017

 

Preisträgerinnen und Preisträger:

1. Preis, 3.000 Euro, für „Akademikerhaushalt“

Niklas von  Winterfeld, Hochschule Mannheim, betreut von Prof. Armin Lindauer

2. Preis, 2.000 Euro, für „Angstplatz“

Milan Gress, Hochschule Mainz, betreut von Prof. Charlotte Schröner

2. Preis, 2.000 Euro, für „Reserviert!“

Julia Eising, Folkwang Universität der Künste, Essen, betreut von Prof. Hans Günter Schmitz 

3. Preis, 1.000 Euro, für „Community“

Chantal Schlenker, Hochschule Düsseldorf, betreut von Prof. Wilfried Korfmacher

3. Preis, 1.000 Euro, für „Credit Points“

Christian Himmelspach, Hochschule Darmstadt, betreut von Prof. Frank Philippin 

3. Preis, 1.000 Euro, für „Platzmangel“

Jacqueline Hintze, Hochschule Düsseldorf, betreut von Prof. Wilfried Korfmacher

 

Die Jury:

-       Prof. Andrea Tinnes, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

-       Prof. Micheal Gais, Köln International School of Design

-       Henning Kreitel, Dipl. Designer/Fotograf, ehemaliger Preisträger

-       Dr. Oliver Götze, Stellvertretender Direktor des Museums für Kommunikation Berlin

-       Clemens Metz, Geschäftsführer des Studierendenwerks Freiburg, stellvertretender Vorsitzender des DSW-Ausschusses Kultur

Ein digitaler Studierendenausweis für Europa

 

·         Deutsches Studentenwerk (DSW) veranstaltet internationale Konferenz in Münster

·         EU-gefördertes Projekt: European Student Card (ESC) – ein digitaler Studierendenausweis für Europa

·   mögliche Funktionen der Karte: Speicherung von Studienleistungen, Mensakarte, Semesterticket, Bibliotheksausweis

·        Beteiligt: Centre National des Ouevres Universitaires et Scholaires (CNOUS), Deutsches Studentenwerk (DSW) und weitere Partner

 

Münster /Berlin, 6. Juni 2017. Am Dienstag, den 6. Juni 2017, wird in Münster auf einer internationalen Fachkonferenz das von der  Europäischen Union geförderte Pilotprojekt einer „European Student Card“ (ESC) vorgestellt,  eines gemeinsamen, europäischen Studierendenausweises. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit.

Ziel des Projektes ist ein gemeinsamer, europäischer Studierendenausweis, der den Zugang zu so unterschiedlichen Leistungen wie Bezahlfunktionen in der Mensa, Ausleihe an Hochschulbibliotheken, perspektivisch die Nutzung des ÖPNV oder den digitalen Transfer von Studienleistungen innerhalb Europas ermöglichen soll.

Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit knapp 300.000 Euro im Rahmen des Erasmus+ Programms; federführend ist der französische Studentenwerks-Verband Centre Nationale des Oeuvres Universitaires et Scholaires (CNOUS); das Deutsche Studentenwerk ist Kooperationspartner.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des DSW, erläutert: „Ein gemeinsamer, europäischer Studierendenausweis würde die Mobilität während des Studiums erleichtern und wäre für alle Beteiligten, Hochschulen, Studierende und Studentenwerke, im Zeitalter der Digitalisierung ein technischer Fortschritt. Damit wird auch ein Kernziel des Bologna-Prozesses unterstützt; ich halte das Vorhaben für eine große Chance, die Hochschulen und Studentenwerke gemeinsam ergreifen sollten.“

Auf der „European Student Card“ sollen Studienleistungen und abgeschlossene Prüfungen digital gespeichert werden, um die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen zu erleichtern. Der Zugang und die Ausleihe in Bibliotheken sind ebenso mögliche Anwendungsfelder wie die Bezahlung in Einrichtungen der Hochschulgastronomie oder an Kopiergeräten auf dem Campus. Die Karte soll perspektivisch auch die Funktion eines Semestertickets übernehmen können und die gegenseitige Anerkennung im Ausland erbrachter Studienleistungen ermöglichen.

Zu diesem Zweck ist eine Online-Plattform eingerichtet worden, die den europäischen Hochschulen einen digitalen Nachweis des Studierendenstatus erlaubt. In einer Probephase soll die Karte zunächst an verschiedenen Standorten in Frankreich, Deutschland, Irland und Italien getestet werden, in Deutschland unter anderem beim Karlsruher Institut für Technologie und beim Studierendenwerk Karlsruhe.

Ausgerichtet wird die Konferenz in Münster vom Deutschen Studentenwerk,  in Kooperation mit seinem französischen Gegenstück CNOUS und weiteren Projektpartnern. 

Die Konferenz richtet sich an die Leitungsebene und IT-Verantwortlichen der Hochschulen. In Münster wird ein Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand des Projektes und ein Erfahrungsbericht der an der Pilotphase beteiligten Organisationen gegeben.

 

Das Konferenzprogramm online.

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Studie: BAföG-Bedarfssätze zu niedrig

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) hat Lebenshaltungskosten von Studierenden und Höhe der BAföG-Bedarfssätze  verglichen
  • Neue Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) im Auftrag des DSW
  • Konsequenz: BAföG-Grundbedarf erhöhen, Wohnpauschale erhöhen, höheren Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag für Studierende ab 30 einführen
  • DSW-Präsident Dieter Timmermann: „Die Politik muss handeln“

 

Berlin, 31. Mai 2017. Die von der Bundespolitik festgelegten Bedarfssätze beim Studierenden-BAföG sind zu niedrig und müssen nun rasch erhöht werden. Zum ersten Mal seit 1990 liegt dafür wieder eine empirische Basis vor. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland, die im Auftrag von Bund und Ländern das Studierenden-BAföG umsetzen.

Von 1971 bis 1990 hatte das Deutsche Studentenwerk gemeinsam mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge einen studentischen Warenkorb entwickelt. Nun liegt eine neue Studie vor.

Ein Autorenteam vom Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS), Berlin, unter der Leitung von Dr. Dieter Dohmen hat im Auftrag des Deutschen Studentenwerks die Lebenshaltungskosten der Studierenden ermittelt. 

Das wichtigste Ergebnis der Studie: Die BAföG-Bedarfssätze für Studierende sind zu niedrig. Sie decken die tatsächlichen Kosten der Studierenden nur in begrenztem Umfang, und das selbst dann, wenn entsprechend der Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts nur die Ausgaben die 15% der Studierenden am unteren Einkommensspektrum für die Analyse herangezogen werden.

Die ermittelte Unterdeckung liegt beim BAföG-Grundbedarf zwischen 70 und 75 Euro monatlich. Ebenso wenig reichen die Pauschalen fürs Wohnen selbst bei den unteren 15% der Studierenden kaum zur Deckung der tatsächlichen Mietkosten aus, und zwar gleichermaßen für Elternwohner/-innen wie für Studierende, die außerhalb des Elternhauses wohnen.

Eine Förderlücke sehen die FiBS-Autor/innen auch bei den BAföG-Zuschlägen für die Kranken- und Pflegeversicherung, vor allem für über 30-jährige Studierende. Denn die BAföG-Zuschläge orientieren sich ausschließlich an der studentischen Krankenversicherung – 86 Euro monatlich für Studierende, die älter als 25 Jahre sind –, jedoch nicht an den viel höheren Krankenversicherungsbeiträgen für über 30-jährige Studierende. Sie müssen mehr als 150 Euro im Monat für die Krankenversicherung aufwenden. 

Die FiBS-Wissenschaftler/innen orientieren sich am Sozialgesetzbuch II, Grundsicherung für Arbeitssuchende, und am Sozialgesetzbuch XII, Sozialhilfe. Als Datengrundlage für die neue Studie dienen die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2012, die amtliche Einkommens- und Verbrauchsstatistik (EVS) des Statistischen Bundesamtes 2013 sowie das Sozioökonomische Panel (SOEP). Die jüngste BAföG-Erhöhung zum Wintersemester 2016/2017 konnte ebenso wenig berücksichtigt werden wie die noch nicht veröffentlichten Ergebnisse der 21. Sozialerhebung, die im Sommer 2016 durchgeführt wurde. Zum Wintersemester 2016/2017 sind beim BAföG der Grundbedarf sowie die Wohnpauschale um je 26 Euro angehoben worden, letztere für Studierende, die bei ihren Eltern wohnen, um 3 Euro.

Prof. Dr. Dieter Timmermann, der Präsident des Deutschen Studentenwerks, erklärt: 

„Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber bei der Bedarfsermittlung der Sozialleistungen im Sozialgesetzbuch II vorgegeben, den Bedarf empirisch zu ermitteln und dazu alle existenznotwendigen Aufwendungen transparent, sach- und realitätsgerecht auf der Grundlage verlässlicher Zahlen und schlüssiger Berechnungsverfahren zu bemessen. Dies gilt auch für die BAföG-Bedarfssätze.

Wir legen für deren Berechnung eine Grundlage vor, die die bisherigen politisch-normativen Setzungen ersetzen sollte. Eine neue Bundes­regierung muss nun den studentischen Bedarf auf der Grundlage aktueller Daten, zum Beispiel eben die EVS oder die 21. Sozialerhebung,  festsetzen und umgehend eine BAföG-Erhöhung auf den Weg bringen, die die heute aufgezeigten Förderlücken schließt.

Wir stehen mit unserer Kritik an normativ-politischen Bedarfssetzungen nicht alleine. Sowohl der Paritätische Wohlfahrtsverband als auch die Diakonie fordern in vergleichbaren Berechnungen für den Sozialleistungs­bedarf eine Erhöhung des Regelsatzes für Erwachsene von derzeit 409 Euro auf 520 beziehungsweise 560,23 Euro. Im Übrigen zeigt die Bundesregierung aktuell selbst die Unterdeckung für Erwachsene auf: Im Vergleich der Bedarfe von SGB II, BAföG, Düsseldorfer Tabelle und Existenzminimumbericht der Bundesregierung müssten der Grundbedarf von derzeit 399 Euro um bis zu 36 Euro und der Wohnbedarf von derzeit 250 Euro um bis zu 76 Euro steigen. Und das BAföG muss der Lebenswirklichkeit einer immer heterogeneren Studierendenschaft gerecht werden.“ 

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde zu den Ergebnissen der Studie:

„Die Studie zeigt zum einen, dass die Ausgaben von einkommensschwachen Studierenden deutlich unterhalb des BAföG und ALGII-Satzes liegen. Hier kann man von verdeckter Armut sprechen. Wir fragen uns, ob diese Studierenden keinen BAföG-Anspruch haben oder – unter anderem aufgrund des Darlehensanteils – auf die Inanspruchnahme von BAföG  verzichten. Im letzteren Fall können wir Studierenden zur Verbesserung ihrer finanziellen Situation nur dringend empfehlen, BAföG-Anträge zu stellen, zumal erst fünf Jahre nach Förderende maximal nur 10.000 Euro in kleinen Raten zurückzuzahlen sind.

Zum anderen verdeutlicht die Studie die Notwendigkeit der mittelbaren Förderung von Studierenden – zusätzlich zur Individualförderung des BAföG: Die BAföG-Wohnpauschale deckt allenfalls die Mietkosten der Wohnheimbewohner/-innen. Wer höhere Mietkosten hat, spart nach der Studie an Ausgaben für das Essen. Damit wird unsere seit langem erhobene Forderung nach einem flankierenden Hochschulsozialpakt wieder einmal bestätigt: Bund und Länder müssen dringend in Ausbau und Sanierung von Wohnheimen investieren, um die Wohnkosten für Studierende zu senken bzw. auf bezahlbarem Niveau zu halten.“ 

Für die neue FiBS-Studie im Auftrag des DSW wurden die 15% der Studierenden am unteren Einkommensspektrum in die Untersuchung einbezogen – nicht jedoch die BAföG-beziehenden Studierenden selbst. Dieses Verfahren wird auch bei der Berechnung der Regelbedarfe beim Arbeitslosengeld sowie der Sozialhilfe angewendet. Für diese 15% der Studierenden, die über vergleichsweise geringe Einnahmen verfügen und kein BAföG erhalten, vermuten die FiBS-Autor/innen „verdeckte Armut“.

Im Jahr 2015 wurden gemäß Statistischem Bundesamt insgesamt 611.000 Studierende nach dem BAföG gefördert;  im Monatsdurchschnitt waren es 401.000 Studierende. Der durchschnittliche Förderungsbetrag lag bei 448 Euro im Monat. Vier Fünftel der BAföG-geförderten Studierenden sagen, ohne das BAföG könnten sie nicht studieren. 

Die Kosten fürs BAföG, für Schüler/innen und Studierende, trägt seit Anfang des Jahres 2015 der Bund. Sie lagen im Jahr 2015 für die Studierenden bei 2,158 Mrd. Euro.

 

Die FiBS-Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ zum Download (179 Seiten, 7 MB, nicht barrierefrei).

  

Online-Statements zur Studie von:

·         Dr. Dieter Dohmen, Direktor des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS)

·         Prof. Dr. Dieter Timmermann, Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW)

·         Fritz Berger, Geschäftsführer des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal und Vorsitzender des DSW-Fachausschusses Studienfinanzierung

·         Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks

  

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Preisgünstiges Wohnen? Studentenwerke!

  • Studentenwerke: 191.000 Wohnheimplätze bundesweit
  • Durchschnittliche Monatsmiete 238 Euro warm
  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Studentenwerke sind Experten für preisgünstiges, studierendengerechtes Wohnen

Konstanz/Berlin, 10. Mai 2017. Keine andere Wohnform ist für Studierende günstiger außerhalb des Elternhauses, keine ist hochschulnäher und studierendengerechter als die Wohnheime der Studentenwerke. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland.

Am 10. und 11. Mai 2017 veranstaltet der Verband in Konstanz seine diesjährige „Wohnheimtagung“. Rund 140 Wohnen-Expertinnen und -Experten aus allen Studentenwerken treffen sich am Bodensee.
Nach DSW-Angaben bieten die 58 Studentenwerke bundesweit rund 191.000 Wohnheimplätze für Studierende. Mehr als 80% der Plätze sind möbliert; die Wohnfläche beträgt zwischen 18 und 25 Quadratmetern.

Im Durchschnitt beträgt die monatliche Warmmiete, einschließlich Internetanschluss und aller Nebenkosten, 238 Euro. „Das ist mit Abstand die günstigste Wohnform für Studierende außerhalb des Elternhauses“, betont DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

In den Wohnheimen der Studentenwerke gibt es Einzelapartments, Doppelaparments, Familienwohnungen, behindertengerechte Wohnungen, Wohngemeinschaften, Party- und Gemeinschaftsräume, Musikproberäume und auch Fitnesscenter – und das in absoluter Nähe zur Hochschule.„Wir wissen, was Studierende für ein erfolgreiches Studium benötigen – und eine Stärke der Studentenwerke iststudierendengerechtes Wohnen“, so Meyer auf der Heyde.

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Mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende: Studentenwerke fordern Hochschulsozialpakt

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): 1,45 Milliarden Euro staatlicher Zuschussanteil für 25.000 zusätzliche, preisgünstige Wohnheimplätze und die dringende Sanierung bestehender Wohnheimplätze
  • Gesamtes Investitionsvolumen 3,3 Milliarden Euro
  • Forderung: gemeinsamer Bund-Länder-<wbr />Hochschulsozialpakt, analog zu den Hochschulsozialpakten
  • DSW würdigt Anstrengungen der Bundesländer
  • Aktive Länder: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg, Bremen, Thüringen, Niedersachsen

Konstanz/Berlin, 10. Mai 2017. Das Deutsche Studentenwerk (DSW), in dem die 58 Studentenwerke in Deutschland zusammengeschlossen sind, bekräftigt vor der Bundestagswahl die Forderung der Studentenwerke nach einem gemeinsamen Hochschulsozialpakt von Bund und Ländern.

In den nächsten vier Jahren hält das Deutsche Studentenwerk ein Investitionsvolumen von rund 3,3 Mrd. Euro für erforderlich: rund 2 Mrd. für die bundesweite Schaffung von 25.000 zusätzlichen, preisgünstigen Wohnheimplätzen für Studierende und rund 1,3 Mrd. für die Sanierung bestehender Wohnheimplätze, um dort preisgünstigen Wohnraum zu erhalten. Zur Umsetzung müssten die Studentenwerke über dieses neue Bund-Länder-Programm 1,45 Milliarden Euro staatlichen Zuschuss erhalten, so die Forderung. Die Differenz von 1,85 Mrd. Euro würden die Studentenwerke aus Darlehen- und Eigenkapital finanzieren.

Zur Eröffnung der diesjährigen DSW-„Wohnheimtagung“ in Konstanz sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde am 10. Mai 2017: „Die Wahl des Studienorts darf nicht vom Geldbeutel abhängig werden. Das ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit. Die Politik muss handeln, damit Studierende am Ort ihrer Studienwahl überhaupt noch bezahlbaren Wohnraum finden.“

Neben den Bundesländern, die sich unterschiedlich für den Studierenden-Wohnheimbau engagierten, müsse vor allem auch der Bund mit ins Boot, betont Meyer auf der Heyde: „Dass der Bund und die Länder in der Wissenschaftspolitik erfolgreich zusammenarbeiten, zeigen doch ihre gemeinsamen Hochschulpakte oder die Exzellenzstrategie. Warum sollte das beim Thema preisgünstiger Wohnraum für Studierende nicht möglich sein?“

Meyer auf der Heyde würdigte in Konstanz ausdrücklich die Anstrengun­gen der beim Studierendenwohnheimbau aktiven Bundesländer wie zum Beispiel Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Bremen, Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein oder NRW. Den Freistaat Thüringen lobte Meyer auf der Heyde dafür, dem Studierendenwerk Thüringen 15 Millionen Euro aus Hochschulpaktmitteln für die Sanierung von Studierendenwohnheimen zur Verfügung zu stellen.

Meyer auf der Heyde: „Leuchtendes Vorbild bei der Wohnheimförderung ist der Freistaat Bayern mit 32.000 Euro faktischem Zuschuss pro Platz. Mit Zuschüssen auf diesem Niveau könnten die Studentenwerke auch bei Neubauten sozialverträgliche Mieten realisieren, die sich an der BAföG-Wohnpauschale von 250 Euro orientieren.“


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Emmanuel Millet-Delpech gewinnt Fotowettbewerb der deutschen und französischen Studentenwerke

Paris/Berlin, 3. Mai 2017. Der 20-jährige Emmanuel Millet-Delpech gewinnt den studentischen Fotowettbewerb der französischen und deutschen Studentenwerke. Der Biologie-Student der Université de Montpellier wird mit 1.000 Euro Preisgeld gewürdigt. Sein Foto „Betörend“ wählte die binationale Fach-Jury auf den ersten Platz.

Den mit 500 Euro dotierten zweiten Platz gewann der 34-Jährige Jan-Robert Weist für seine Arbeit „Rhein-e- Liebe“. Er studiert Lehramt an der Universität Koblenz-Landau. Eine Besondere Erwähnung ließ die Jury außerdem der Arbeit „Einfache Dinge schaffen Konsens“ zukommen, die der 18 Jahre alte Michael Suhendra einrichte. Suhendra studiert Computer Engeneering an der Universität Essen-Duisburg.

Der Wettbewerb mit dem Thema „Kontakt" wurde 2017 zum zweiten Mal ausgetragen und vom Deutschen Studentenwerk in Kooperation mit seinem französischen Gegenstück Cnous sowie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk organisiert. Insgesamt reichten Studierende aus den teilnehmenden 12 Studentenwerken und 16 Crous – den Centre Régional des Œuvres Universitaires et Scolaires –  über 150 Fotos für den Wettbewerb ein.

Die drei ausgezeichneten Studenten werden zur Preisverleihung beim Crous Montpellier im Juni 2017 eingeladen. Die Ehrung wird zeitgleich der Auftakt einer Wanderausstellung sein, die Arbeiten aus dem Wettbewerb in den teilnehmenden Crous sowie den Studenten- und Studierendenwerken zeigen wird.

Die Gewinner-Fotos können Sie auf der Seite des DSW anschauen.

Seite des Cnous zum Fotowettbewerb (auf Französisch) finden Sie hier.

„Gebührenfreie Bildung, von der Kita bis zum Studium“

  • Porträt von Michael Müller, Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator Berlins, im DSW-Journal 1/2017
  • Studiengebühren, wie sie Baden-Württemberg plant, laut Müller „ein fataler politischer Weg“
  • Programm für mehr studentisches Wohnen in Berlin werde „hochgefahren und dauerhaft finanziert“

 

Berlin, 21. März 2017. Berlins Regierender Bürgermeister und gleichzeitig auch Wissenschafts­senator Michael Müller (SPD) spricht sich in der neuen Ausgabe des DSW-Journals klar gegen Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten aus, wie sie Baden-Württemberg einführen will. Müller hält solche Gebühren „für einen fatalen politischen Weg“. Gleichzeitig will er das Berliner Programm für mehr studentischen Wohnraum „hochfahren und dauerhaft finanzieren“.

Für das wissenschafts- und hochschulpolitische Magazin des Deutschen Studentenwerks (DSW) hat Autor Armin Himmelrath Berlins Stadtoberhaupt in dessen Rolle als Wissenschaftssenator porträtiert.

Müller setzt auf gebührenfreie Bildung; für die rot-rot-grüne Koalition in Berlin gelte: „Wir wollen gemeinsam Grenzen und Hürden überwinden und internationaler werden, der Standort Deutschland lebt von Internationalität.“ Studiengebühren „für Ausländer“ seien genau das Gegenteil und überdies „gefährlich“  in den aktuellen internationalen Entwicklungen, so Müller weiter.

Berlin als Studien- und Wissenschaftsstandort spielt für Müller in einer Liga mit London und Paris. Auch deshalb müsse mehr Wohnraum für Studierende geschaffen werden. Müller: „Ich kann natürlich nicht in kurzer Zeit das Ziel von 5.000 Wohnungen [für Studierende] erreichen – aber wir wollen und werden das Programm hochfahren und dauerhaft finanzieren.“

Das Porträt von Michael Müller auf den Seiten 30 bis 33 des DSW-Journals 1/207.

Weitere Themen im DSW-Journal 1/2017:

  • Wird Studieren und Forschen zum Risiko? Die Grenzen der Wissenschaftsfreiheit in Ägypten, der Türkei, Polen und den USA
  • „Neue Formen des autoritären Cäsarismus in Ungarn, Polen und Russland“: DFG-Präsident Peter Strohschneider im Interview über den Zusammenhang von Politik und Wissenschaft
  • „Wir sollten stärker kommunizieren, wie Wissenschaft funktioniert“: Martina Brockmeier, die neue Vorsitzende des Wissenschaftsrats
  • Kämpferisch für Inklusion: Das Beratungszentrums zur Inklusion Behinderter (BZI) des Akademischen Förderungswerks, Bochum
  • „Die Hochschulen brauchen Luft  zum Atmen“: exklusiver Gastbeitrag des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner
  • Singen in Gemeinschaft macht glücklich: Die Chöre der Studentenwerke haben Zulauf wie nie zuvor
  • Slow Food in der Mensa: Besuch beim Burger-Seminar des Studentenwerks Gießen
  • Auch deutsche Professorinnen und Professoren sollten auf die Straße gehen, meint DSW-Präsident Dieter Timmermann

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Die Grenzen der Wissenschaftsfreiheit

 

  • DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW): Wo wird Studieren und Forschen zum Risiko?
  • Wissenschaftsfreiheit in Ägypten, der Türkei, den USA und Polen: internationaler Report
  • DFG-Präsident Peter Strohschneider im Interview: „Streiten gegen Populismus“
  • „Wir sollten stärker kommunizieren, wie Wissenschaft funktioniert“: Martina Brockmeier, neue Vorsitzende des Wissenschaftsrats
  • DSW-Präsident Dieter Timmermann: „Auch deutsche Professorinnen und Professoren sollten auf die Straße gehen“

Berlin, 20. März 2017. Ägypten ist bereits ein Land „fernab der Wissenschaftsfreiheit“, in der Türkei droht Ähnliches, in Polen scheint sich die Wissenschaftsszene vorerst zurückzuhalten, und welche Grenzen der amerikanische Präsident Donald Trump der Wissenschaftsfreiheit in seinem Land setzen will, ist selbst für amerikanische Experten schwierig einzuschätzen: Zu diesen Ergebnissen kommt das DSW-Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW) in seiner neuen Ausgabe. 

Für die Ausgabe 1/2017 des wissenschafts- und hochschulpolitischen Magazins recherchierte Autor Jan-Martin Wiarda diesen internationalen, vergleichenden Report zu den Ländern Ägypten, Türkei, Polen und USA.

Prof. Dr. Peter Strohschneider, der Präsident der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG), sieht „neue Formen des autoritären Cäsarismus entstehen, in Polen, in Ungarn, in Russland“, und diese hätten „Implikationen auch für die Wissenschaft“. Im Interview sagt er im DSW-Journal 1/2017 sagt er, man müssen gegen Populismus auf den verschiedensten Ebenen streiten, „wissenschaftlich, in politischen Auseinandersetzungen, in den Medien, im persönlichen Austausch.“

Angesprochen auf die Rolle der Wissenschaft in Zeiten von wissenschaftsfeindlichem Populismus und Fake-News, sagt Prof. Dr. Martina Brockmeier, die neue Vorsitzende des Wissenschaftsrats, ebenfalls im DSW-Journal 1/2017: „Wir sollten stärker kommunizieren, wie Wissenschaft funktioniert.“

Und DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann findet: „Wir sollten uns ein Beispiel an unseren amerikanischen Kolleginnen und Kollegen nehmen, die nicht davor zurückscheuen, auch auf die Straße zu gehen und ihren Protest gegen Wissenschafts- und Demokratiefeindlichkeit auszudrücken.“ 

Die neue Ausgabe 1/2017 des DSW-Journals als Download.

Weitere Themen im DSW-Journal 1/2017:

  • Kämpferisch für Inklusion: Das Beratungszentrums zur Inklusion Behinderter (BZI) des Akademischen Förderungswerks, Bochum
  • „Die Hochschulen brauchen Luft  zum Atmen“: exklusiver Gastbeitrag des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner
  • Singen in Gemeinschaft macht glücklich: Die Chöre der Studentenwerke haben Zulauf wie nie zuvor
  • Regierender Bürgermeister und Wissenschaftssenator in einer Person: Michael Müller (SPD) und die Studierendenstadt Berlin
  • Slow Food in der Mensa: Besuch beim Burger-Seminar des Studentenwerks Gießen

Diese Pressemitteilung online.

Studentenwerke: Sozialberatung stark nachgefragt

Studentenwerke: Sozialberatung stark nachgefragt

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Nachfrage der Studierenden nach Sozialberatung unverändert hoch
  • Fast 75.000 Einzelgespräche in den Sozialberatungsstellen der Studentenwerke
  • Wichtigste Themen: Studienfinanzierung, Jobben, Unterhaltsrecht, Krankenversicherung, Wohngeld, Rundfunkgebührenbefreiung

Hannover/Berlin, 14. März 2017. Fast 75.000 Studierende nahmen 2015 die Sozialberatung der Studentenwerke in Anspruch. Weitere rund 44.000 besuchten Informationsveranstaltungen der Sozialberatungsstellen. Das meldet das Deutsche Studentenwerk (DSW) zum Beginn seiner Fachtagung „Beratung“ in Hannover.

„Mit inzwischen 2,8 Millionen ist die Zahl der Studierenden in Deutschland so hoch wie nie zuvor“, hebt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde hervor. Er fordert: „Bund und Länder müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die soziale Infrastruktur des Studiums ausreichend finanziert ist – das beinhaltet auch die Beratungsangebote der Studentenwerke“. 

Die Sozialberatungsstellen der Studentenwerke bieten umfassende Unterstützung zu den Themen Studienfinanzierung, Krankenversicherung, Jobben neben dem Studium, Unterhalt, Wohngeld und Rundfunkgebührenbefreiung. Insbesondere für Studierende in besonderen Lebenslagen – mit Familienaufgaben, mit Behinderung und chronischer Erkrankung, mit Migrationshintergrund, die sogenannten First-Generation-Studierenden und natürlich internationale Studierende – bieten sie eine unverzichtbare Unterstützung. „Damit leistet die Sozialberatung der Studentenwerke einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt der Studierenden. Nicht selten hilft ihr Fachwissen, soziale Notlagen zu verhindert oder sogar ungewollte Studienabbrüche zu verhindert“, so Meyer auf der Heyde weiter.

Sozialberatungen haben 47 der bundesweit 58 Studentenwerke. Viele der Einrichtungen kooperieren mit den regionalen Hochschulen oder mit außeruniversitären Einrichtungen der Städte und Kommunen. 

Beim Studentenwerk Hannover treffen sich bis zum 16. März 2017 auf der Fachtagung „Beratung“ des Deutschen Studentenwerks rund 120 Beraterinnen und Berater aus den Studentenwerken. Themenschwerpunkte sind unter anderem die Beratung für geflüchtete Studierende und Sozialleistungen für Studierende sein.  Als Gastgeber präsentiert das Studentenwerk Hannover das vielfältige Unterstützungsangebot seiner Sozialberatung unter anderem in den Filmen des Multimediaportals der Initatiive Wissenschaft Hannover „studieren.forschen.wissen“. Ein Beispiel:

wissen.hannover.de/Studieren/Rund-ums-Studium/Studieren-mit-Kind

Diese Pressemitteilung finden Sie online unter: www.studentenwerke.de/de/content/studentenwerke-sozialberatung-stark-0

Nachfrage nach psychologischer Beratung der Studentenwerke steigt

Nachfrage nach psychologischer Beratung der Studentenwerke steigt

  • Deutsches Studentenwerk (DSW): Studierende suchen vermehrt psychologische Beratung der Studentenwerke auf
  • Fast 32.000 Studierende haben sich 2015 in Einzelgesprächen beraten lassen; 2011: 26.000
  • Hauptprobleme: Prüfungsängste, Schwierigkeiten beim Studienabschluss und Arbeitsstörungen sind die häufigsten Probleme


Hannover/Berlin, 14. März 2017 Die Zahl der Studierenden, die das psychologische Beratungsangebot der Studentenwerke nutzen, steigt kontinuierlich an. Sie hat sich innerhalb von fünf Jahren um fast 25 Prozent erhöht: rund 32.000 Studierende nahmen die Angebote im Jahr 2016 in Anspruch; im Jahr 20110 waren es 26.000.

Das berichtet das Deutsche Studentenwerk (DSW), der Dachverband der 58 Studentenwerke, zum Auftakt seiner Fachtagung „Beratung“ in Hannover.

Diesen Anstieg begründet DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Bei einer stetig wachsenden Zahl von Studierenden auf inzwischen 2,8 Millionen erhöht sich natürlich auch die Zahl derer, die psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen. Außerdem hat sich die Hemmschwelle bei Studierenden verringert, professionelle Beratung aufzusuchen. Eingespannt in enge Zeit- und Prüfungsstrukturen, die ein Studium bestimmen, brauchen sie oft schnelle und exakt auf ihre Problemlagen zugeschnittene Beratung – genau das bieten die Studentenwerke.“

Die Psychologischen Berater/innen sind auf die Probleme Studierender spezialisiert: Prüfungsängste, Schwierigkeiten beim Studienabschluss und Arbeitsstörungen. Auch bei Selbstzweifeln sowie Identitätskrisen bieten die Studentenwerke Unterstützung. „Die Psychologischen Beratungsangebote der Studentenwerke wollen Studierende so früh wie möglich bei der Bewältigung von Problemen unterstützen, bei denen sie selbst nicht weiter wissen. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Prävention schwerwiegender Probleme und ungewollter Studienabbrüche“ sagt der Generalssekretär des Deutschen Studentenwerks.

Von den 58 Studentenwerken betreiben 46 psychologische Beratungsstellen. Von diesen kooperieren 23 mit den örtlichen Hochschulen und 32 mit Einrichtungen außerhalb der Hochschule. Die Angebote sind in der Regel kostenfrei, niedrigschwellig und auf die studentische Lebensrealität ausgerichtet.

Das Studentenwerk Hannover ist Gastgeber der diesjährigen DSW-Fachtagung „Beratung“ vom 14. bis 16. März 2017, an welcher rund 120 Beraterinnen und Berater aus den Studentenwerken teilnehmen. Auf dem Programm stehen  unter anderem die Beratung von geflüchteten Studierenden, Identitätsentwicklung im Studium sowie das Thema Hochsensibilität und Hochbegabung.

Die Key Note hält die Entwicklungspädagogin Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke zum Thema „Identitätsentwicklung im Studium – eine unendliche Geschichte“.

Diese Pressemitteilung finden Sie online unter: www.studentenwerke.de/de/content/nachfrage-nach-psychologischer-beratung

Architektur-Studierende der TU Kaisers-lautern sind „Studierende des Jahres“

·         Gemeinsame Auszeichnung von Deutschem Hochschul-verband (DHV) und Deutschem Studentenwerk (DSW)

·         16-köpfige Gruppe von Architektur-Studierenden baute gemeinsam mit Geflüchteten Gemeinschaftshaus in Erstaufnahme-einrichtung in Mannheim

·         Holz-Pavillon auf ehemaligem Kasernengelände in Rekordzeit selbst entworfen, geplant und gebaut

·         Kooperationsprojekt TU Kaiserslautern – Land Baden-Württemberg – Stadt Mannheim

 

Bonn/Berlin, 6. März 2017. Eine Gruppe von Architektur-Studierenden der Technischen Universität Kaiserslautern wird vom Deutschen Hochschulverband (DHV) und dem Deutschen Studentenwerk (DSW) als „Studierende des Jahres“ ausgezeichnet. Sie haben von Mitte August bis Ende Oktober 2016 gemeinsam mit 25 Geflüchteten einen Holz-Pavillon als Gemeinschaftshaus selbst entworfen, geplant und gebaut.

Das rund 500 Quadratmeter große Gebäudeensemble auf dem Gelände der ehemaligen „Spinelli Barracks“ der amerikanischen Streitkräfte wurde im November 2016 nach äußerst kurzer Bauzeit eingeweiht.

Die 16 Studierenden wendeten für das Projekt, das sie im Sommersemester 2016 entworfen hatten, die gesamten Sommersemesterferien 2016 auf sowie den Beginn des Wintersemesters 2016/2017. Sie machten alles selbst: vom Entwurf am Computer bis zur Arbeit auf der Baustelle. Während der Bauzeit wohnten sie gemeinsam mit Geflüchteten in der Landeserst­<wbr />aufnahmeeinrichtung.

Den Geflüchteten standen in dieser Einrichtung bisher keine Gemeinschafts- oder Begegnungsräume zur Verfügung – das wollten die Studierenden ändern. Die Geflüchteten selbst wurden bereits zur Erstellung des Raumprogramms in den Planungsprozess miteinbezogen; sie bauten im Team mit und konnten sich so handwerkliche Fähigkeiten aneignen. Das Land Baden-Württemberg hat das Projekt finanziert, die Stadt Mannheim hat es unterstützt. 

Betreut wurden die 16 Studierenden von drei Professoren im Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern: Juniorprofessor Stefan Krötsch, Juniorprofessor Andreas Kretzer und Professor Jürgen Graf.

Sie schreiben über das Projekt: „Die Studierenden erarbeiteten sich durch das Projekt die Möglichkeit, erstmals einen eigenen Entwurf umzusetzen. Die beteiligten Flüchtlinge eigneten sich fachliche Fähigkeiten und Sprachkenntnisse an, von denen sie profitieren, selbst wenn die meisten von ihnen in ihre Herkunftsländer werden zurückkehren müssen.“ Geflüchtete und Studierende hätten viel voneinander gelernt; im Alltag und auf der Baustelle habe eine gute Stimmung geherrscht, schreiben die drei Professoren weiter.

Das Projekt hat die DHV/DSW-Jury überzeugt; sie kürte die Kaiserslauterer Architektur-Studierenden aus insgesamt 89 eingegangenen Nominierungen zu den „Studierenden des Jahres“.

DHV-Präsident Prof. Dr. Bernhard Kempen und DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann erklären gemeinsam: „Das Engagement der Studierenden von der TU Kaiserslautern ist wirklich beeindruckend. Sie haben sehr viel Herzblut, sehr viel ihrer Zeit investiert und im wahrsten Sinne des Wortes angepackt. Sie haben die Auszeichnung ‚Studierende des Jahres‘ absolut verdient.“ 

Den Preis „Student/-in des Jahres“ haben der Deutsche Hochschul-verband (DHV) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) zum zweiten Mal ausgelobt. Der Preis würdigt Studierende, die „ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigen“, heißt es.

Der Preis „Studierende des Jahres“ wird auf der DHV-„Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 3. April 2017 in München verliehen Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro kommt vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Blog zum Projekt: www.design-build.space 

Was die Studentenwerke für die Integration ausländischer Studierender tun

  • Wohnen, Beratung, Kinderbetreuung: Leistungen der Studentenwerke zentral für die sozial-akademische Integration ausländischer Studierender
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) mit gemeinsamer Tagung Studentenwerke – Hochschulen

Berlin, 23. Februar 2017. „Die Studentenwerke sind zentral für die sozial-akademische Integration ausländischer Studierender in Deutschland. Die zunehmende Internationalisierung des Hochschulstandorts Deutschland fußt ganz entscheidend auf den Leistungen der Studentenwerke.“ Mit diesen Worten eröffnete Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), heute in Berlin eine gemeinsame Fachtagung von Studentenwerken und Hochschulen.

Wie Meyer auf der Heyde betont, ist das Studierendenwohnheim die bevorzugte Wohnform ausländischer Studierender. 37% von ihnen leben im Studentenwohnheim – bei den deutschen Studierenden sind es im Durchschnitt weniger als 10%.

43 der insgesamt 58 Studentenwerke unterstützen die sozial-akademische Integration der ausländischen Studierenden in ihren Wohnheimen mit Wohnheimtutor/innen; mehr als 700 dieser studentischen Tutor/innen sind bei den Studentenwerken aktiv.

25 Studentenwerke haben spezialisierte Beratungsangebote für ausländische Studierende, genauso viele bieten für finanzielle Notsituationen oder in der Examensphase finanzielle Unterstützung an. Hinzu kommen Kontakt- oder Patenprogramme, interkulturelle Kulturangebote und Exkursionen.

„Die Studentenwerke tun sehr viel, damit ausländische Studierende ins deutsche Hochschulsystem integriert werden – und das ohne einen Cent zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch die Länder“, erklärt Meyer auf der Heyde.

Die Zahl der ausländischen Studierenden liegt laut Deutschem Akademischen Austauschdienst (DAAD) bei 321.000. Bund und Länder haben in ihrer gemeinsamen Internationalisierungsstrategi<wbr />e für das Jahr 2020 die Zielmarke von 350.000 ausländischen Studierenden vorgegeben; dieses Ziel ist also bald erreicht.

Gemäß der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks sind 85% der ausländischen Studierenden „free mover“, kommen also nicht über ein Austauschprogramm nach Deutschland. Sie haben mit durchschnittlich 749 Euro im Monat 115 Euro weniger Geld zur Verfügung als deutsche Studierende. 11% sind Eltern, mehr als doppelt so viele wie bei den deutschen Studierenden.

Rund 120 Expertinnen und Experten für Internationales aus den Akademischen Auslandsämtern der Hochschulen und den Studentenwerken nehmen am 23. und 24. Februar 2017 an der DSW-Tagung in Berlin teil. Es geht unter anderem um das Studium Geflüchteter, um die Kooperation von Hochschulen und Studentenwerken mit den Städten, aber auch um Diskriminierungserfahren von ausländischen Studierenden in Deutschland.

Organisiert wird die Tagung von der Servicestelle Interkulturelle Kompetenz des Deutschen Studentenwerks, einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenzzentrum für interkulturelle Angebote der Studentenwerke und einen besseren Studienerfolg ausländischer Studierender.

 

Die Leistungen der Studentenwerke für ausländische Studierende auf den Seiten 75 bis 81 dieser Publikation finden Sie hier.

Der Sonderbericht „Ausländische Studierende in Deutschland 2012“ aus der 20. Sozialerhebung zum Download (100 Seiten).

Die Pressemitteilung online

Vegan-freundlichste Mensen 2016: Gleich 21 Studentenwerke mit Bestnote

·         Auszeichnung der Tierschutzorganisation PETA Deutschland

·         33 Studentenwerke beteiligen sich an PETA-Umfrage

·         Drei Sterne: 21 Studentenwerke mit Bestnote

Berlin, 12. Januar 2017. Die Mensen von gleich 21 Studentenwerken erhalten die Auszeichnung „vegan-freundlichste Mensa 2016“ der Tierschutz­organisation PETA Deutschland. Die Organisation vergibt jeweils drei Sterne als Bestnote für veganes Essen an die Studenten- und Studierendenwerke Bochum, Augsburg, Berlin, Dresden, Erlangen-Nürnberg, Kassel, Leipzig, München, Oldenburg, Osnabrück, Würzburg, Bonn, Darmstadt, Dortmund, Essen-Duisburg, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Koblenz, Mainz und Paderborn. 

Damit werden fast zwei Drittel der teilnehmenden Studentenwerke mit der Bestnote ausgezeichnet. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland. Insgesamt 33 Studentenwerke haben sich an der PETA-Umfrage „vegan-freundlichste Mensa 2016“ beteiligt.

PETA beurteilt die Mensen unter anderem nach Aspekten wie dem Umfang des veganen Angebots und Details wie der Bereitstellung von Pflanzendrinks für den Kaffee oder veganen Kochkursen. Das Augenmerk lag vor allem auf Aktionstagen, regelmäßiger Werbung für vegane Gerichte und weiterführendem Engagement für eine vegane Ernährung, da dies die Nachfrage nach veganen Gerichten erfahrungsgemäß steigert.

Mit zwei Sternen zeichnet PETA die Studierendenwerke Köln, Aachen und Ulm aus. Einen Stern erhalten die Studenten- und Studierendenwerke Frankfurt am Main, Göttingen, Halle, Münster, OstNiedersachsen, Greifswald, Siegen, Stuttgart und Tübingen-Hohenheim.

„Vegane Gerichte gehören in den Mensen der Studentenwerke seit langem zum festen Angebot“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. „Die Studentenwerke sind mit ihrer Hochschulgastronomie hervorragend eingestellt auf die unterschiedlichen Ernährungsweisen und Erwartungen der Studieren­den. In der Mensa werden alle glücklich.“

Mehr Infos auf der PETA-Website.