DSW-Pressemitteilungen

Bekomme ich BAföG?

  • Neue Infografiken des Deutschen Studentenwerks (DSW) zeigen Studierenden, ob sie BAföG bekommen können
  • Drei Rechenbeispiele visualisiert und leicht verständlich aufbereitet
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „BAföG-Antragstellung lohnt sich“

Berlin, 2. Oktober 2019. Ein Bild sagt mehr als viele Worte: Mit neuen Infografiken informiert das Deutsche Studentenwerk (DSW) darüber, ob Studierende BAföG erhalten können. Die Grafiken zeigen für unterschiedliche Familienkonstellationen das Nettogehalt der Eltern und den BAföG-Satz, der sich daraus ergibt.

Die Grafiken sind Teil der aktuellen Kampagne „Einfacher ans Geld“, mit welcher die Studenten- und Studierendenwerke gemeinsam mit ihrem Verband fürs BAföG werben.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde, erläutert die Idee hinter den Visualisierungen: „Das BAföG ist gerecht, und deshalb auch komplex. Es vergibt nicht pauschal an alle Studierenden Geld, sondern schaut genau auf die Familiensituation der Studierenden und berechnet daraus die Fördersätze. Diese Komplexität machen wir mit unseren Visualisierungen leichter erfassbar und skizzieren so verschiedene Förderungsfälle.“

Die Fragen, die bei der Berechnung des BAföG-Anspruchs eine Rolle spielen, sind unter anderem, wie viel die Eltern der Antragsstellenden verdienen und ob weitere Kinder finanziell unterstützt werden müssen. Auch spielt fürs BAföG eine Rolle, ob die Studierenden und ihre Geschwister noch zu Hause wohnen oder schon ausgezogen sind.

Ein Beispiel: Ein Studierender unter 25 Jahren, der in einer eigenen Wohnung lebt und eine jüngere Schwester hat, die noch bei den verheirateten, nicht getrenntlebenden Eltern wohnt, hat Anspruch auf den maximalen BAföG-Förderungshöchstsatz von 744 Euro, wenn seine Eltern zusammen nicht mehr als 2.390 Euro netto verdienen. Einen BAföG-Teilanspruch hat dieser Studierende bis zu einem gemeinsamen Nettoeinkommen seiner Eltern von 4.021 Euro.

„Angesichts der zu diesem Wintersemester 2019/2020 greifenden Erhöhung der BAföG-Bedarfssätze und der Elternfreibeträge lohnt sich eine BAföG-Antragstellung mehr denn je“, erläutert Meyer auf der Heyde.
Er ergänzt: „Auch die elektronische BAföG-Beantragung wird besser. Dank der neuen ‚AusweisApp2‘ der Bundesregierung kann das BAföG in dreizehn Bundesländern nun auch mit mobilen Endgeräten von Apple ohne Kartenlesegerät elektronisch beantragt werden.“

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen 57 Studenten- und Studierendenwerke, die im Auftrag der Länder das BAföG umsetzen, werben zum Beginn des Wintersemesters 2019/2020 mit der Kampagne „Einfacher ans BAföG“ darum, einen BAföG-Antrag zu stellen. Die Kampagne zeigt Studierende in typischen, anstrengenden Studierendenjobs. „Einfacher ans Geld“, versprechen die Plakate, und liefern die Lösung gleich mit: „Jetzt BAföG beantragen!“

Die drei DSW-Informationsgrafiken zum BAföG-Anspruch online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/bekomme-ich-bafög

„Einfacher ans Geld“: Die BAföG-Kampagne der Studenten-/Studierenden-werke:
www.studentenwerke.de/de/bafoeg


Studium und Mensa gehören zusammen

  • 73% der Studierenden essen in der Mensa der Studenten- und Studierendenwerke, 37% sind Stammgäste
  • Studentenwerke mit 961 hochschulgastronomischen Einrichtungen: Mensen, Cafeterien, Kaffeebars
  • Zahlen des Deutschen Studentenwerks (DSW)

Erfurt/Berlin, 11. September 2019. 73% der Studierenden essen im Laufe einer Studienwoche durchschnittlich dreimal in der Mensa ihres Studenten- oder Studierendenwerks. 37% der Studierenden sind Mensa-Stammgäste. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke, die an Deutschlands Hochschulen die Hochschulgastronomie betreiben.

Gemäß der aktuellen, 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks nutzen Männer die Mensa häufiger als Frauen, jüngere Studierende häufiger als ältere. Für gut die Hälfte der Studierenden ist das Mittagessen die Tages-Hauptmahlzeit. Am meisten nutzen die ausländischen Studierenden die Mensa (79%). Differenziert nach Fächergruppen sind es die Studierenden der Ingenieur­wissenschaften (76%) sowie der Medizin (74%). Die Zufriedenheit der Studierenden mit der Mensa ist hoch. 63% äußern dies gegenüber dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

„Studium und Mensa, das gehört zusammen“, kommentiert DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde die Daten. Er fährt fort. „Aber viele Mensen der Studenten- und Studierendenwerke müssen dringend ausgebaut und saniert werden. Wir benötigen dringend zusätzliche staatliche Unterstützung für den Erhalt und den Ausbau der Mensakapazitäten. Wir fordern einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt in Höhe von einer Milliarde Euro in den kommenden Jahren.“

Diese PM online:
www.studentenwerke.de/de/content/studium-und-mensa-gehören-zusammen


961 x Hochschulgastronomie

  • Studenten- und Studierendenwerke mit 961 hochschulgastronomischen Angeboten: Mensen, Restaurants, Bistros, Cafeterien und Kaffeebars
  • Neue Zahlen des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Hochschulgastronomie ist Kernkompetenz der Studentenwerke“
  • Deutsches Studentenwerk (DSW) veranstaltet „Mensatagung“ beim Studierendenwerk Thüringen in Erfurt

Erfurt/Berlin, 11. September 2019.Die 57 im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studenten- und Studierendenwerke sind die Hochschulgastronomen Deutschlands. Sie betreiben an den Hochschulen insgesamt 961 hochschulgastronomische Einrichtungen, darunter mehr als 400 Mensen, sowie Cafeterien, Kaffeebars, Bistros und Restaurants. Das teilt das Deutsche Studentenwerk anlässlich seiner diesjährigen „Mensatagung“ mit, die am 11. und 12. September 2019 in Erfurt stattfindet; Gastgeber ist das Studierendenwerk Thüringen. An dem Jahrestreffen nehmen rund 150 Mensa-Expertinnen und -Experten aus den Studenten und Studierendenwerke teil.

Gemäß den DSW-Zahlen verfügen die Studentenwerke über rund 241.000 Sitzplätze; auf 100 Studierende kommen rund 10 Sitzplätze. Der Gesamtumsatz in der Hochschulgastronomie lag im Jahr 2018 bei 446 Millionen Euro. Die Studentenwerke gehören zu den größten Gemeinschaftsverpflegern Deutschlands.

Dabei geht es in den Mensen und Cafeterien der gemeinnützigen Studenten- und Studierendenwerke nicht um Profit, wie Achim Meyer auf der Heyde betont, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks: „Mit ihrer Hochschul-gastronomie setzen die Studentenwerke ihren gesetzlichen sozialen Auftrag um: die Studierenden mit gutem und preisgünstigem Essen zu versorgen. Das tun die Studentenwerke auch an vergleichsweise kleinen Hochschulstandorten, die sich nach rein wirtschaftlichen Kriterien gar nicht rechnen können.“

„Die Mensa ist günstig, gut, gesund“, so Meyer auf der Heyde, „und die Studierenden nutzen sie intensiv. Die Mensa ist auch Versorgungs-, Kommunikations- und immer mehr auch Lernort. Sie steht im Zentrum des studentischen Lebens.“

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/961-x-hochschulgastronomie


Mensa-Ausbau und Mensa-Sanierung: Studentenwerke fordern Hochschulsozialpakt

  • Gemeinsamer Bund-Länder-Hochschulsozialpakt, parallel zum Bund-Länder-Ausbau der Studienplatz-Kapazitäten
  • Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks: „Dem Ausbau der Studienplatzkapazitäten muss ein Ausbau der Mensakapazitäten folgen“

Erfurt/Berlin, 11. September 2019. Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten 57 Studenten- und Studierendenwerke benötigen staatliche Unterstützung für den Ausbau und die Sanierung ihrer Mensen. Das teilt das Deutsche Studentenwerk anlässlich seiner „Mensatagung“ beim Studierendenwerk Thüringen in Erfurt mit.

Zur Eröffnung dieser Tagung, die das Studierendenwerk Thüringen ausrichtet, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde: „Zwischen 2007 und 2023 werden Bund und Länder über die Hochschulpakte rund 38 Milliarden Euro in den Ausbau der Studienkapazitäten investiert haben, ab 2024 folgen jährlich rund vier Milliarden Euro. Wo bleibt aber der zwingend erforderliche Ausbau der Mensakapazitäten? Die soziale Infrastruktur muss mitwachsen mit dem generellen Ausbau des Hochschulsystems.“

Meyer auf der Heyde betont: „Die Mensen der Studenten- und Studierendenwerke arbeiten an ihrer Belastungsgrenze, manche auch darüber.“ Die zeitlichen und organisatorischen Anforderungen durch die Bachelor- und Masterstudiengänge seien hoch, genauso wie die rechtlichen und technischen Vorgaben für die Essensproduktion in der Hochschulgastronomie. 

Meyer auf der Heyde: „Hinzu kommt der hohe Technisierungsgrad in den Großküchen, von den Kochgeräten über die Kühlung, Spülung bis zur Lüftung. All das verursacht hohe Instandhaltungs- und Reparaturkosten, und all das macht Investitionen in die Substanz und den Ausbau der rund 400 Studentenwerks-Mensen zwingend erforderlich“, so Meyer auf der Heyde.

Die DSW-Mensatagung findet am 11. und 12. September 2019 in Erfurt statt; Gastgeber ist das Studierendenwerk Thüringen.

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/mensa-ausbau-und-mensa-sanierung


Ich studiere — was geht mich Forschung an?

Gemeinsame Pressemitteilung von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Deutschem Studentenwerk (DSW)

  • 34. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende in Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Leitfrage: Was bedeuten Wissenschaft und Forschung heute für Studierende?
  • 10.000 Euro Preisgeld sowie 3.000 Euro DFG-Sonderpreis
  • Online-Anmeldung bis 3. November 2019
  • Gefördert von der Bundesregierung; Museum für Kommunikation Berlin weiterer Kooperationspartner

Berlin, 9. September 2019. „Ich studiere – was geht mich Forschung an?“ Mit seinem aktuellen Plakatwettbewerb für Design-Studierende fragt das Deutsche Studentenwerk (DSW) gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), was Forschung für die Studierenden von heute bedeutet. Welchen Stellenwert haben Wissenschaft und Forschung in Studium und Alltag? Was ist Forschung für sie – Pflicht, Kür oder fernes Ziel? Würden Studierende gerne in ihrem Studium mehr forschen? Was würden Studierende gerne erforschen und warum?

Den neuen Plakatwettbewerb loben DSW und DFG gemeinsam aus; er ist eingebettet in die DFG-Kampagne „DFG2020 – Für das Wissen entscheiden“. Mit dieser Kampagne will Deutschlands größte Forschungsförderorganisation für eine freie und erkenntnisgeleitete Forschung werben – unter anderem mit dem Hashtag #FürDasWissen in sozialen Netzwerken.

Der Wettbewerb wird zum beginnenden Wintersemester 2019/2020 an allen staatlichen und staatlich anerkannten Design-Hochschulen bundesweit ausgeschrieben. Teilnehmen können Studierende der Fächer Grafik-Design, Kommunikationsdesign und Visuelle Kommunikation.

Eine fünfköpfige Fachjury verteilt insgesamt 10.000 Euro Preisgeld. Zusätzlich vergibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft einen Sonderpreis in Höhe von 3.000 Euro. Die 29 besten Plakate touren zwei Jahre lang durch Deutschland und werden in verschiedenen Studenten- und Studierendenwerken ausgestellt. Gefördert wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); langjähriger Kooperationspartner ist das Museum für Kommunikation Berlin.

„Ich persönlich interessiere mich sehr dafür, was Studierende an Forschung fasziniert und warum sie denken, dass Forschung für sie, ihr Leben und die Gesellschaft relevant ist“, sagt Prof. Dr. Julika Griem, Vizepräsidentin der DFG. „Auf die Antworten bin ich sehr gespannt.“

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep erklärt: „Mit unserem Wettbewerb fragen wir die Studierenden nach ihrer Haltung zu Themen, die sie unmittelbar betreffen und angehen. Das gilt ganz besonders fürs Thema Forschung. Geht es sie was an? Und wenn ja, was? Wir werden es sehen.“

Die Plakate werden digital über ein Online-Formular beim Deutschen Studentenwerk eingereicht. Die Jury trifft eine Vorauswahl, und voraussichtlich Ende März 2019 werden aus dieser „Shortlist“ die besten Plakate gekürt.

Die Preisverleihung findet am Montag, 22. Juni 2020, im Museum für Kommunikation Berlin statt.

Die Jury des 34. Plakatwettbewerbs:

  • Prof. Gudrun Müllner, Diplom-Designerin, Professorin an der Fakultät für Gestaltung, Hochschule Augsburg
  • Prof. Wilfried Korfmacher, Diplom-Designer und Diplom-Psychologe, Professor im Fachbereich Kommunikationsdesign, Hochschule Düsseldorf
  • Prof. Iris Utikal, Diplom-Designerin, Professorin an der Köln International School of Design (KISD) – TH Köln
  • Regine Meldt, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin
  • Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerks
  • Prof. Julika Griem, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Direktorin des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI)

Alle Informationen und Ausschreibungsfolder online: http://dswurl.de/34PWFolder

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) ist der Dachverband der 57 Studentenwerke in Deutschland. Sie sind für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Förderung der mehr als 2,8 Millionen Studierenden zuständig sind. Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks wird seit 1987 jährlich durchgeführt. Er wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell gefördert. Langjähriger Kooperationspartner ist das Museum für Kommunikation Berlin. https://www.studentenwerke.de/de/content/34-plakatwettbewerb-20192020-Forschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) steht für die Wissenschaftsfreiheit. Als Selbstverwaltungsorganisation sichert sie die finanzielle Unabhängigkeit von Forschenden in Deutschland und verschafft ihnen dadurch Freiräume, hervorragende Ideen ohne inhaltliche Vorgaben oder politische Steuerung zu verfolgen. Mit dieser durch Bund und Länder getragenen Förderung entscheidet sich die Gesellschaft seit vielen Jahren für das Wissen. 2020 nimmt die DFG die Gründung ihrer Vorgängerorganisation, der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, im Jahr 1920 zum Anlass, ihre Überzeugung für die freie und erkenntnisgeleitete Forschung in eine Gesellschaft zu tragen.

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/ich-studiere-—-was-geht-mich-forschung


Ein BAföG-Antrag lohnt sich

  • Mehr Geld für mehr Studierende: Höhere BAföG-Sätze greifen für Fachhochschulen bereits ab Anfang September 2019, für Universitäten ab Oktober 2019
  • Bundesregierung rechnet mit 100.000 Geförderten zusätzlich
  • Studenten- und Studierendenwerke werben mit Kampagne „Einfacher ans Geld“ für eine BAföG-Antragstellung

Berlin, 4. September 2019. Mit dem Semesterstart im September 2019 an vielen Fachhochschulen gibt es für deren Studierende mehr BAföG. Darauf weist das Deutsche Studentenwerk (DSW) hin und wirbt für eine BAföG-Antragstellung.

„Ab dem Wintersemester 2019/20 gibt es mehr BAföG für mehr Studierende“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. „Die Bedarfssätze steigen, die Elternfreibeträge ebenso, die Wohnkosten­pauschale wird erhöht. Es lohnt sich mehr denn je, einen BAföG-Antrag zu stellen“, so Meyer auf der Heyde.

Er betont: „Auch wenn man nur eine vergleichsweise geringe monatliche Förderung erhält, kann diese das Studieren erleichtern, weil man dann zum Beispiel weniger nebenher jobben muss. Und: Als BAföG-Empfängerin oder -Empfänger wird man vom Rundfunkbeitrag befreit – das sind immerhin 210 Euro im Jahr“. Über Online-BAföG-Rechner wie jenen des Studentenwerks Göttingen könne man relativ rasch klären, ob man BAföG bekommen kann.

Dazu legt das DSW ein Rechenbeispiel vor: Eine Studentin, jünger als 25, die nicht bei ihren verheirateten Eltern wohnt, kann mit der BAföG-Vollförderung von 744 Euro im Monat rechnen, wenn das gemeinsame Nettoeinkommen ihrer Eltern 1.835 Euro im Monat beträgt. Kein BAföG bekommt sie, wenn das Nettoeinkommen ihrer Eltern 3.304 Euro beträgt.

Die Verbesserungen beim BAföG, die nun zum Wintersemester 2019/200 für Studierende greifen, sind weitreichend: Der Förderungs-Höchstsatz wird von bisher 735 auf 853 Euro erhöht, die Wohnkostenpauschale von 250 auf nunmehr 325 Euro, und die Freibeträge für eigenes Vermögen und das Einkommen der Eltern steigen. Dadurch sollen wieder mehr Studierende BAföG erhalten können.

Die Bundesregierung verspricht sich von der BAföG-Novelle, die nun als erstes an Fachhochschulen zu greifen beginnt, rund 100.000 Geförderte (Schüler/-innen und Studierende) zusätzlich.

Die im Deutschen Studentenwerk zusammengeschlossenen Studenten- und Studierendenwerke, die im Auftrag der Länder das BAföG umsetzen, werben mit der Kampagne „Einfacher ans BAföG“ darum, einen BAföG-Antrag zu stellen. Die Kampagne zeigt Studierende in typischen, anstrengenden Studierendenjobs. „Einfacher ans Geld“, versprechen die Plakate, und liefern die Lösung gleich mit: „Jetzt BAföG beantragen!“

Online-BAföG-Rechner des Studentenwerks Göttingen:
www.studentenwerk-goettingen.de/studien-finanzierung/bafoeg-rechner-2019.html

Die neue BAföG-Kampagne der Studenten-/Studierendenwerke online:
www.studentenwerke.de/de/bafoeg

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/ein-bafög-antrag-lohnt-sich


„Einfacher ans Geld: Jetzt BAföG beantragen“

  • Alles Wichtige in 73 Sekunden: Neues Online-Erklärvideo des Deutschen Studentenwerks (DSW)
  • Ansehen, teilen, liken – auf Facebook, Youtube und der DSW-Website
  • BAföG-Verbesserungen für Studierende treten zum Wintersemester 2019/2020 in Kraft

Berlin, 29. August 2019. Frisch, bunt, schnell –und hochinformativ: Mit einem neuen Online-Erklärvideo wirbt das Deutsche Studentenwerk (DSW) bei den Studierenden bundesweit dafür, einen BAföG-Antrag zu stellen.

Der animierte, 73 Sekunden-Kurzfilm ist Teil der aktuellen BAföG-Kampagne „Einfacher ans Geld“, mit der das DSW gemeinsam mit den Studenten- und Studierendenwerken über die BAföG-Neuerungen zum Wintersemester 2019/2020 informiert. In den 73 Sekunden werden die wichtigsten Änderungen vorgestellt und anhand von Info-Grafiken leicht verständlich dargestellt.

Die Idee: Chancengleichheit. Ein Studium soll nicht am Geldbeutel scheitern“, erklärt die Off-Stimme gleich zu Beginn des Clips das Anliegen des BAföG. Erläutert wird das an einem Rechenbeispiel: „Studentin Lena, 26, erhält für Bachelor- und Masterstudium 10 Semester lang den Höchstsatz von 861 Euro im Monat. Macht rund 52.000 Euro Förderung. Zurückzahlen muss sie davon maximal 10.010 Euro.“

Die Kampagne „Einfacher ans Geld“ wird vom DSW zusammen mit den Studenten- und Studierendenwerken großflächig an den Hochschulen mit Plakaten, Postkarten, Tischaufstellern und Mensa-Screens beworben. Parallel dazu werden diese Offline-Werbemaßnahmen von dem Online-Erkärvideo und einer Welle von Social-Media-Content flankiert.

DSW-Generalsekretär Meyer auf der Heyde erläutert das Anliegen der Kampagne: „Viele Studierende versuchen lieber zu arbeiten, anstatt BAföG zu beantragen, weil sie Sorge haben, sich zu verschulden. Dabei besteht beim BAföG aufgrund der sozialen Rückzahlungsbedingungen praktisch kein Verschuldungsrisiko.“

 

Das neue BAföG-Erklärvideo online:

Auf der Website des DSW: https://www.studentenwerke.de/de/bafoeg
Bei Facebook https://www.facebook.com/watch/?v=942955199389153
Auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=iIK7DVPfVsI

 

Diese Pressemitteilung online:

https://www.studentenwerke.de/de/content/%E2%80%9Eeinfacher-ans-geld-%E2%80%93-das-neue-baf%C3%B6g%E2%80%9C


Europäische Universitäten, europäisches studentisches Leben

Strasbourg/Berlin, 26. August 2019. Welche Rolle spielen die Service- und Beratungsangebote, die „Student Services“ der Studentenwerke, beim Aufbau europäischer Hochschulen? Was können französische und deutsche Studentenwerke voneinander lernen, in der Hochschulgastronomie, dem studentischen Wohnen, bei der Studienfinanzierung? Diese Fragen diskutieren ab heute Montag, 26.8.2019, mehr als 150 Expertinnen und Experten aus den französischen und deutschen Studentenwerken 40. „Deutsch-Französischen Kolloquium“ des Deutschen Studentenwerks.

 

Gastgeber ist das Centre Régional d’Œuvres Universitaires et Scolaire, kurz CRUOS, in Strasbourg.

 

Ausgerichtet wird das Kolloquium vom Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammen mit seinem französischen Partner-Verband, dem Centre nationale des Œuvres Universitaires et Scolaires“ (CNOUS) in Paris. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Hochschulen und Studentenwerken aus zehn Ländern nehmen an der einwöchigen Veranstaltung teil.

 

Ziel der Veranstalter ist es, das Engagement der CROUS sowie der Studierenden- und Studentenwerke für Europa und das studentische Leben an Europas Hochschulen herauszustreichen, auch für die europäischen Hochschul-Verbünde, die Frankreich und Deutschland gemeinsam fördern.

Dazu spricht am 27. August 2019 Alain Beretz, Referent für europäische Universitäten des französischen Premierministers.

 

Eine weitere Leitfrage ist, wie die Aufnahme und Betreuung internationaler Studierender in Europa weiterentwickelt werden kann. Darüber hinaus werden auf dem Kolloquium innovative Projekte aus den Bereichen Inklusion an der Hochschule, studentisches Wohnen und Nachhaltigkeit in der Hochschulgastronomie vorgestellt.

 

Am 26. August 2019 werden zudem in Strasbourg die Preise des vierten Deutsch-Französischen Fotowettbewerbs zum Thema „Engagement“ verliehen. Studierende aus 18 Studenten- und Studierendenwerken sowie ebenso vielen CROUS hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt.

 

Die Medien sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Interviews und Expert/innen-Statements zu den sozialen Rahmenbedingungen des Studiums in Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Tschechien, Südkorea und anderen Ländern können vor Ort gerne vermittelt werden.

 

Programm und weitere Infos online:

www.studentenwerke.de/de/content/40-deutsch-französisches-kolloquium

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/europäische-universitäten-europäisches


 

2018 noch weniger Studierende mit BAföG: Kommt jetzt die Trendwende?

Berlin, 2. August 2019. Im sechsten Jahr in Folge seit 2012 meldet das Statistische Bundesamt nun auch für das Jahr 2018 einen neuerlichen Rückgang der Zahl der BAföG-geförderten Studierenden. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) sieht darin einen weiteren Beleg dafür, wie dringend die zum Wintersemester 2019/2020 greifende BAföG-Erhöhung ist.

Gemäß den heute, 2. August 2019, veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts haben im Jahr 2018 rund 518.000 Studierende BAföG erhalten; das sind 39.000 weniger als im Jahr 2017 zuvor. Im monatlichen Durchschnitt sank die Zahl der geförderten Studierenden von 364.000 im Jahr 2017 auf 339.000 im Jahr 2018.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), kommentiert:

„Hätte es noch eines weiteren Beweises bedurft, wie dringend eine BAföG-Erhöhung ist, dann läge er jetzt vor. Seit 2012 haben immer weniger Studierende BAföG erhalten; das ist eine Talfahrt sondergleichen. Zum Glück greift ab dem kommenden Wintersemester 2019/2020 die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte BAföG-Erhöhung. Sie ist absolut überfällig.

Damit die Erwartungen der Bundesregierung hinsichtlich der Trendwende beim BAföG erfüllt und mit der schrittweisen Erhöhung der BAföG-Elternfreibeträge bis zum Herbst 2021 rund 100.000 Personen zuästzlich gefördert werden, appellieren wir an Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, ihren eventuellen BAföG-Anspruch einzufordern und nun erst recht einen BAföG-Antrag zu stellen.

Denn ein BAföG-Antrag lohnt sich – dies gilt nun gerade auch für jene Studierenden, die bisher zweifelten, in den Genuss der Förderung kommen zu können. Zum Wintersemester 2019/2020 gibt es mehr Geld für mehr Studierende, das BAföG wird noch familienfreundlicher, die Rückzahlung noch sozialer.“

Ziel müsse es sein, so Meyer auf der Heyde weiter, das BAföG wieder für Studierende aus mittleren Einkommensschichten zu öffnen. Auch sei eine BAföG-Strukturreform dahingehend notwendig, die Förderung für mindestens ein Semester über die Regelstudienzeit hinaus zu verlängern, da weniger als 40% der Studierenden ihr Studium überhaupt in der Regelstudienzeit schafften. Die Altersgrenzen beim BAföG müssten abgeschafft und auch ein Teilzeitstudium förderfähig werden, fordert Meyer auf der Heyde.

Und er sagt: „Das BAföG soll im Rahmen des Online-Zugangsgesetzes bis zum Jahr 2022 digitalisiert werden; bis dahin brauchen wir rechtzeitig eine weitere Novelle, die das BAföG vereinfacht und die Komplexität zum Wohle der Studierenden und Eltern mindert.“

Heutige Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts:
www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/08/PD19_291_214.html

DSW-Übersicht: Entwicklung des BAföG von 2012 bis 2018:
www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_tabelle_bafoeg-daten_2012-2018_0.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/2018-noch-weniger-studierende-mit-bafög


Die fünf wichtigsten BAföG-Verbesserungen

Berlin, 1. August 2019. Mehr BAföG für mehr Studierende ab dem Wintersemester 2019/2020: Das verspricht die 26. BAföG-Novelle der Bundesregierung, die heute in Kraft tritt. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) fasst die fünf wichtigsten Änderungen zusammen. Sie gelten für Schülerinnen und Schüler in berufsbildenden Schulen ab Schuljahresbeginn August 2019, für Studierende ab dem Wintersemester 2019/2020.

Die wichtigsten Änderungen für Studierende:

  • Mehr Geld: Die Bedarfssätze steigen, überproportional der Wohnbedarf. Dieser angesetzte Bedarf setzt sich aus dem BAföG-Grundbedarf, dem Bedarf für die Unterkunft sowie den Zuschlägen für Kranken- und Pflegeversicherung zusammen. Erstmals können Studierende, die älter als 30 Jahre sind, einen Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag erhalten, der der zu zahlenden Beitragshöhe entspricht. Der Wohnzuschlag für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, steigt von 250 auf 325 Euro im Monat.
  • Mehr Geförderte: Durch die Anhebung der Freibeträge für die Elterneinkommen sollen mehr Studierende BAföG erhalten. Diese Freibeträge bestimmen, wie viel die Eltern der Studierenden verdienen dürfen, damit ihre Kinder BAföG-Leistungen erhalten. Die Freibeträge fallen je nach Familienkonstellation unterschiedlich aus, steigen aber zum Wintersemester 2019/2020 um sieben Prozent an.
    Ein Beispiel: Eine Studentin von miteinander verheirateten und zusammenlebenden Eltern, die nicht bei diesen wohnt, erhält die BAföG-Vollförderung, wenn beide Eltern zusammen nicht über ein Monatsnettoeinkommen von etwa 1.835 Euro kommen. Eine Teilförderung ist bis zu einem gemeinsamen Eltern-Nettoeinkommen von 3.304 Euro im Monat wahrscheinlich.
  • Noch sozialere Rückzahlung: Die neuen Rückzahlungs­modalitäten sehen vor, dass Studierende maximal 10.010 Euro von der erhaltenen BAföG-Förderung zurückzahlen müssen, mit 77 Monatsraten zu 130 Euro. Erhalten Studierende also beispielsweise für sechs Semester Bachelor- und vier Semester Master-Studium rund 51.660 Euro BAföG, müssen sie mit maximal 10.010 Euro nur ein Fünftel zurückzahlen! Und die Rückzahlung beginnt erst fünf Jahre nach der letzten Förderung.
  • Mehr Familienfreundlichkeit: Kinderbetreuung und -pflege wird statt bis zum 10. neu bis zum 14. Lebensjahr der Kinder berücksichtigt. Der Kinderbetreuungszuschlag wird auf 140 Euro im Monat erhöht. Treten bei häuslicher Pflege von nahen Angehörigen Studienverzögerungen ein, ist über die Regelstudienzeit hinaus eine BAföG-Förderung möglich.
  • Weniger Verschuldung: Das in Ausnahmefällen verzinsliche BAföG-Bankdarlehen – für Studienphasen nach der Regelstudienzeit – wird durch ein zinsloses BAföG-Volldarlehen ersetzt. Die Zinsfreiheit bietet Studierenden neue Sicherheit.

Das erklärte Ziel der Bundesregierung ist es, mit der 26. BAföG-Novelle eine Trendwende bei der Zahl der Geförderten zu erreichen. Bis Herbst 2021 sollen wieder 100.000 Studierende, Schülerinnen und Schüler mehr gefördert werden.

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke werben mit ihrer aktuellen Kampagne „Einfacher ans Geld“ bei den Studierenden dafür, einen BAföG-Antrag zu stellen, damit eine mögliche Förderung nicht verfällt. Mit einem BAföG-Bescheid werde überdies auch schnell klar, ob und welche Teilleistung der Staat von den Eltern der Studierenden erwartet.

Die wichtigsten BAföG-Änderungen auf einen Blick:
https://www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

BAföG-Kampagne „Einfacher ans Geld. Jetzt BAföG beantragen“ online:
www.studentenwerke.de/de/bafoeg

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/die-fünf-wichtigsten-bafög-verbesserungen


„Engagement“: Winterdienst in Sofia

Lina Sommer von der HAW Würzburg-Schweinfurt gewinnt Fotowettbewerb der deutschen und französischen Studentenwerke zum Thema „Engagement“

  • Zweiter Platz geht an Magalie Herter-Courbon, ebenfalls HAW Würzburg-Schweinfurt
  • Preisverleihung am 26. August 2019 in Straßburg

Paris/Berlin, 31. Juli 2019. Der Wintereinbruch legt eine Straßenbahn in Sofia lahm; ein Anwohner greift zu Schneeschaufel und Besen und befreit die Gleise vom Schnee. Mit diesem Motiv gewinnt Lina Sommer, Kommunikationsdesign-Studentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, den ersten Platz des aktuellen Fotowettbewerbs der deutschen und französischen Studentenwerke mit dem Thema „Engagement“.

Sommers Foto „Winterdienst“ wählte eine binationale Fach-Jury auf den ersten Platz; sie gewinnt 1.000 Euro. Den mit 500 Euro dotierten, zweiten Platz belegt Magalie Herter-Courbon für ihre Arbeit „Der Halt“. Herter-Courban studiert ebenfalls Kommunikationsdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Eine besondere Erwähnung ließ die Jury außerdem der Arbeit „Un amour consommée“ zukommen, die Julie Tabary, Biochemie-Studentin an der Universität La Rochelle, einrichte.

2019 wird der deutsch-französische Fotowettbewerb zum vierten Mal ausgerichtet. Insgesamt reichten Studierende aus 18 teilnehmenden Studentenwerken und ebenso vielen franzöischen „CROUS“, den „Centres Régionaux des Œuvres Universitaires et Scolaires“, mehr als 100 Fotos für den Wettbewerb ein. Organisiert wird der Wettbewerb vom Deutschen Studentenwerk (DSW) in Kooperation mit seinem französischen Partner CNOUS, dem Dachverband der französischen Studentenwerke; finanziert wird der Wettbewerb vom Deutsch-Französischen-Jugendwerk.

„Ich freue mich wirklich sehr über den Gewinn, es ist eine große Ehre für mich als junge Fotografin“, freut sich die Gewinnerin Lina Sommer. „Ich versuche mit meiner Fotografie immer neue Wege zu gehen, zu experimentieren und das Gefühl eines Moments einzufangen.“ Ihr Siegerfoto ist eine Alltagsszene, die sie in Sofia aufgenommen, wo sie eine Freundin besucht hat.

Die drei Studentinnen werden am 26. August 2019 auf der Preisverleihung beim CROUS Straßburg gewürdigt.

Den Kontakt zu den Preisträgerinnen Lina Sommer und Magalie Herter-Courbon für ein Interview vermitteln wir Ihnen gerne auf Anfrage.

Die Siegerinnen-Fotos und weitere Informationen zum Wettbewerb online:

https://www.studentenwerke.de/de/Fotowettbewerb

Mehr Infos zum Fotowettbewerb (auf Französisch):

http://www.etudiant.gouv.fr/cid143484/decouvrez-les-laureats-du-concours-photo-franco-allemand-2018-2019.html

Diese Pressemeldung finden Sie online unter:

https://www.studentenwerke.de/de/content/%E2%80%9Eengagement%E2%80%9C-winterdienst-sofia


Einfacher ans Geld: Jetzt BAföG beantragen!

Berlin, 24. Juli 2019. Eine Kellnerin, ein Umzugshelfer, eine Pizzabotin:  erschöpfte junge Frauen und Männer bei typischen Studierendenjobs. „Einfacher ans Geld“, versprechen die Plakate, auf denen diese Motive zu sehen sind, dazu in fetten Lettern und liefern die Lösung gleich mit: „Jetzt BAföG beantragen!“. Mit dieser neuen Motiv-Serie werben die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerke ab sofort für das BAföG.

 

Die Motive zeigen in leicht überspitztem Maß, wie anstrengend oder eintönig typische Studierenden-Jobs sein können, etwa wenn der Pizzabotin beim Ausliefern der Schweiß von der Stirn rinnt und ihr Make-up verwischt oder wenn die Bürokraft mit leerem Blick Papiere in den Akten-Vernichter einführt.

 

„Ab dem Wintersemester 2019/20 gibt es mehr BAföG für mehr Studierende“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde den Hintergrund der Plakatserie. „Wir nehmen das zum Anlass, nochmal deutlich daran zu erinnern, BAföG zu beantragen.“

 

Die Verbesserungen beim BAföG sind weitreichend: Der Förderungs-Höchstsatz wurde von bisher 735 auf 853 Euro erhöht, die Freibeträge für eigenes Vermögen und das Einkommen der Eltern steigen. Außerdem verbessern sich die Rückzahlungsmodalitäten – sollte jemand 20 Jahre nach Studienabschluss noch offene Raten begleichen müssen, werden diese erlassen.

 

Meyer auf der Heyde weiter: „Viele Studierende versuchen lieber zu arbeiten, anstatt BAföG zu beantragen, weil sie Sorge haben, sich zu verschulden. Dabei besteht beim BAföG aufgrund der sozialen Rückzahlungsbedingungen praktisch kein Verschuldungsrisiko. Aber wer viel arbeitet, hat weniger Zeit zum Studieren, schafft vielleicht weniger Kurse pro Semester oder muss Abstriche bei den Noten machen. Deshalb wollen wir den Studierenden zeigen, dass es mit dem BAföG eine echte Alternative zum Jobben gibt.“

 

Die neuen BAföG-Motive online:

www.studentenwerke.de

 

Diese Pressemitteilung online:

https://www.studentenwerke.de/de/content/%E2%80%9Eeinfacher-ans-geld-jetzt-baf%C3%B6g-beantragen

 


#nextgeneration: So sieht das Studium der Zukunft aus

Berlin, 24. Juni 2019. Ein Gesicht vor rotem Hintergrund mit einem schwarzen Balken vor den Augen, der an eine „Virtual-Reality“-Brille erinnert, dazu der Schriftzug „Es ist einfach für unsere Zukunft schwarz zu sehen alles andere erfordert Vorstellungskraft“: Mit diesem Motiv gewinnt der Design-Student Valentin Schlitt von der KIDS – Köln International School of Design, TH Köln, den 33. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW) und 3.000 Euro Preisgeld. Betreut wurde er von Prof. Iris Utikal.

Im Museum für Kommunikation Berlin wurden am Montag, den 24. Juni 2019, der Sieger Valentin Schlitt sowie fünf weitere Design-Studierende mit Preisen ausgezeichnet. Das Thema des Wettbewerbs lautet: „#nextgeneration: Studium der Zukunft“. Wie weit wird die Digitalisierung des Studiums gehen? Wie sieht das akademische Lehren und Lernen im Jahr 2050 aus? Welche Visionen, welche Bilder und welche Träume haben die Studierenden heute? Das sind die Fragen, die das Deutsche Studentenwerk den Design-Studierenden in ganz Deutschland gestellt hat.

Insgesamt reichten 243 Design-Studierende aus 34 staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschulen rund 500 Plakate ein. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die besten sechs Ideen aus. Neben dem Sieger Valentin Schlitt gibt es zwei Zweitplatzierte, die jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro erhalten, und drei dritte Plätze, die mit jeweils 1.000 Euro dotiert sind.

Übergeben wurden die Preise am Montagabend von Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), welches den Wettbewerb fördert, und DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep.

Postlep kommentiert: „Die Antworten der Design-Studierenden auf unsere Fragen haben mich überrascht; da ist viel Dystopie und Technikskeptizismus. Ich hatte erwartet, dass die Studierenden das Thema positiver, optimistischer angehen. Gerade die Digitalisierung sehen viele eher kritisch. Ein Grund mehr, mit den Studierenden das Gespräch zu suchen.“

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

 

#nextgeneration: Studium der Zukunft

33. Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks 2018/2019

 

Preisträgerinnen und Preisträger:

 

1. Preis, 3.000 Euro, für „Schwarzmalerei“

Valentin Schlitt, KISD – Köln International School of Design, TH Köln,

betreut von Prof. Iris Utikal

 

2. Preis, 2.000 Euro, für „#thisandnext“ (Serie von zwei Plakaten)

Nadège Jankowicz, Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg,

betreut von Prof. Gudrun Müllner

 

2. Preis, 2.000 Euro, für „Was studierst du genau?“

Franziska Brenner, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart,

betreut von Prof. Gerwin Schmidt

 

3. Preis, 1.000 Euro, für „Altruistische Technologie“

Sulamith Gutwein, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm,

betreut von Prof. Peter Krüll

 

3. Preis , 1.000 Euro, für „You are connected“

Sophia Hölz, Hochschule Mannheim,

betreut von Prof. Armin Lindauer

 

3. Preis, 1.000 Euro, für „make a change“ (Serie von drei Plakaten)

Lisa Klimesch, Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg,

betreut von Prof. Gudrun Müllner

 

Die Jury:

·         Prof. Uli Braun, Professor für Typografie und Grafikdesign an der FHWS-Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

·         Prof. Richard Jung, Professor für Kommunikationsdesign und Corporate Identity an der Hochschule Niederrhein

·         Tabea Dölker, freiberufliche Grafikdesignerin, Preisträgerin beim 27. Plakatwettbewerb, 2012/2013, Thema damals „Was isst Du?“

·         Regine Meldt, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin

·         Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerks

 

 


#nextgeneration: Studium der Zukunft

Berlin, 19. Juni 2019. Montag, 24. Juni 2019, 19 Uhr, Museum für Kommunikation Berlin, freier Eintritt: Das Deutsche Studentenwerk (DSW) lädt ein zur Preisverleihung seines aktuellen, 33. Plakatwettbewerbs, Thema „#nextgeneration: Studium der Zukunft“.

Wie sieht das akademische Lehren und Lernen im Jahr 2050 aus? Welche Visionen, welche Bilder und welche Träume haben die Studierenden heute? Wie weit wird die Digitalisierung gehen? Das sind die Fragen, die das Deutsche Studentenwerk mit dem seinem 33. Plakatwettbewerb mit dem Titel „#nextgeneration:  Studium der Zukunft“ an die Design-Studierenden in ganz Deutschland gestellt hat.

Die Resonanz ist groß: 243 Design-Studierende aus 34 Hochschulen haben mehr als 500 Plakate eingereicht. 139 davon schafften es in die Shortlist, aus welcher wiederum die fünfköpfige Fachjury die besten sechs Plakate ausgewählt hat. Am Abend des 24. Juni 2019 werden insgesamt 10.000 Euro Preisgeld vergeben.

Die Medien sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen. Druckfähige Dateien der Siegerplakate stellen wir Ihnen mit einer Sperrfrist gerne vorab zur Verfügung.

Der Plakatwettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

 

Montag, 24. Juni 2019, 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr, Eintritt frei

Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin

 

Weitere Infos online:
www.studentenwerke.de/de/content/33-plakatwettbewerb-20182019-Studium-der-Zukunft

 

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/nextgeneration-studium-der-zukunft


Bezahlbarer Wohnraum für Studierende nötiger denn je

Weimar/Berlin, 15. Mai 2019. Angesichts der kritischen Wohnsituation für Studierende in vielen deutschen Hochschulstädten appelliert das Deutsche Studentenwerk (DSW) an Bund und Länder, ihre Mittel für die soziale Wohnraumförderung auch für den Erhalt und den Bau von Studierendenwohnheimen einzusetzen.

Auf der heute in Weimar beginnenden „Wohnheimtagung“ des Deutschen Studentenwerks erklärte dessen Generalsekretär, Achim Meyer auf der Heyde:

„Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird immer mehr zur neuen sozialen Frage und birgt sozialen Sprengstoff, nicht nur für die Studierenden, die in vielen Hochschulstädten kaum mehr eine bezahlbare Bleibe finden.

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist nötiger denn je. Es muss gebaut und saniert werden! Bund und Länder sind mehr denn je gefordert. Sie müssen ihre Mittel für die soziale Wohnraumförderung unbedingt auch für den Erhalt und den Neubau von Studierendenwohnheimen einsetzen und gemeinsam die Studenten- und Studie­rendenwerke fördern – so, wie sie auch gemeinsam die Wissenschafts­pakte fördern.

Seit der Grundgesetzänderung, dank derer nun der ‚Digitalpakt Schule‘ der Bundesregierung realisiert werden kann, ist der Weg für den Bund offen, auch Wohnheimplätze zu fördern. Das ist als Ziel im Koalitionsvertrag versprochen.

Eine gemeinsame Bund-Länder-Förderung für bezahlbaren Wohnraum für Studierende hat eine hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Rendite, weil die Wohnungsmärkte entlastet werden. Jeder Euro staatliches Geld, der in das studentische Wohnen bei den Studenten- und Studieren­denwerken investiert wird, ist hervorragend angelegt.

Wie wir mit Studien belegen, ist die Miete der größte Kostentreiber für Studierende und belastet ihre Budgets und ihre unterhaltsverpflichteten Eltern. Das Viertel der Studierenden mit den geringsten Einnahmen muss inzwischen fast die Hälfte für die Miete aufwenden.“

Hintergrund: DSW-Wohnheimtagung in Weimar

Am 15. und 16. Mai 2019 veranstaltet das Deutsche Studentenwerk (DSW) in Weimar seine jährliche „Wohnheimtagung“. Rund 150 Expertinnen und Experten für studentisches Wohnen aus den 57 Studenten- und Studierendenwerken nehmen teil. Gastgeber ist das Studierendenwerk Thüringen; dessen Geschäftsführer, Dr. Ralf Schmidt-Röh, ist gleichzeitig auch Vorsitzender des DSW-Fachausschusses Wohnen.

 

Aktuelle politische Kampagne „Kopf braucht Dach“ der Studenten- und Studierendenwerke:

https://mein-studentenwohnheim.de/mitmach-aktion

 

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/bezahlbarer-wohnraum-für-studierende-3

 


BAföG: Für eine echte Trendumkehr ist noch mehr nötig

Berlin, 8. Mai 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt grundsätzlich, dass die Bundesregierung die BAföG-Bedarfssätze und -Elternfreibeträge erhöhen will, drängt aber auf weitere Maßnahmen, damit wieder mehr Studierende BAföG erhalten. Die Förderhöchstdauer müsse verlängert, Altersgrenzen abgeschafft, das Teilzeitstudium gefördert werden.

Anlässlich der heutigen Anhörung vor dem Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zur 26. BAföG-Novelle der Bundesregierung erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde:

„Um das im Koalitionsvertrag gesetzte Ziel einer Trendumkehr zu erreichen, damit wieder mehr Studierende vom BAföG profitieren, ist jenseits der geplanten, dreistufigen Erhöhung der Elternfreibeträge eine strukturelle Reform notwendig. Die Altersgrenzen im BAföG müssen abgeschafft werden, die Förderungshöchstdauer muss um mindestens ein Semester über die Regelstudienzeit hinaus verlängert werden, und auch das Teilzeitstudium muss gefördert werden.

Die Bundesregierung hat recht: Nach kontinuierlich rückläufigen Geförderten-Zahlen in den vergangenen fünf Jahren müssen wieder mehr Studierende BAföG erhalten. Das BAföG muss, wie es das Ziel war bei seiner Einführung im Jahr 1971, nicht nur untere Einkommensschichten, sondern auch die Mittelschicht erreichen.

Dafür muss das BAföG jenseits der Sätze nun endlich mit der Studienwirklichkeit synchronisiert werden. Nur 37% der Studierenden schließen ihr Studium in der Regelstudienzeit ab. Mehr als 60% überschreiten sie – und bekommen deswegen kein BAföG mehr. Das BAföG muss über die Regelstudienzeit hinaus um mindestens ein weiteres Semester gezahlt werden. Grundsätzlich sollte gelten: Was hochschulrechtlich möglich ist, muss auch förderrechtlich möglich sein.

Die geplante zweistufige Erhöhung des BAföG-Grundbedarfs reicht aus unserer Sicht nicht aus. Wie wir mit Studien belegt haben, müsste der BAföG-Grundbedarf auf 500 bis 550 Euro im Monat erhöht werden, anstelle der geplanten 427 Euro. Ob die dreistufige Erhöhung der Elternfreibeträge bis zum Jahr 2021 den mehrjährigen Stillstand vor dieser BAföG-Erhöhung wird ausgleichen und wieder mehr Studierende erreichen können, muss sich zeigen.

Was die Bundesregierung anstrebt, ist grundsätzlich zu unterstützen. Es wäre nur besser und würde das Vertrauen ins BAföG ungemein stärken, wenn es regelmäßig erhöht und an die Entwicklung von Preisen und Einkommen angepasst würde.“

In seiner schriftlichen Stellungnahme zur heutigen Bundestagsanhörung geht das Deutsche Studentenwerk auch auf die Anträge zum BAföG ein, die die Oppositions-Parteien bzw. –Fraktionen im Bundestag vorgelegt haben.

DSW-Stellungnahme zur heutigen Anhörung des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zur 26. BAföG-Novelle der Bundesregierung:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zur-bundestags-anhörung-zum

Die geplanten BAföG-Erhöhungen im Überblick:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/bafög-für-eine-echte-trendumkehr-ist-noch

 


Hoch mit dem BAföG-Grundbedarf

Berlin, 4. April 2019. Licht und Schatten sieht das Deutsche Studentenwerk (DSW) bei der geplanten BAföG-Erhöhung der Bundesregierung, die morgen Freitag, 5. April 2019, im Deutschen Bundestag verhandelt wird.

Der Verband begrüßt die geplante Anhebung von Bedarfssätzen und Elternfreibeträgen, fordert aber eine deutliche stärkere Erhöhung des Grundbedarfs, auf 500 bis 500 Euro im Monat, anstelle der geplanten 427 Euro. Außerdem müsse das BAföG endlich mit der Studienwirklichkeit synchronisiert werden: Die Förderungshöchstdauer muss für die Regelstudienzeit plus mindestens ein weiteres Semester verlängert, das BAföG geöffnet werden für das Teilzeit- oder Orientierungsstudium, fordert das DSW.

DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt:

„Es gibt Licht und Schatten. Es ist überfällig und richtig, dass die Bundesregierung nach sechs Jahren Stillstand beim BAföG nun in die Bedarfssätze und die Elternfreibeträge erhöhen will.

Die geplante Erhöhung des BAföG-Grundbedarfs in zwei Schritten, einmal um 5%, einmal um 2%, reicht aus unserer Sicht nicht aus. Wie wir mit Studien belegt haben, müsste der BAföG-Grundbedarf auf 500 bis 550 Euro im Monat erhöht werden, um den gestiegenen Bedarf der Studierenden decken zu können.

Auch muss die im Koalitionsvertrag versprochene ‚Trendumkehr‘ kommen, damit nach kontinuierlich rückläufigen Geförderten-Zahlen in den vergangenen Jahren wieder mehr Studierende BAföG erhalten. Wie schon bei der Einführung des BAföG 1971 gewollt, muss das BAföG nicht nur untere Einkommensschichten, sondern auch die Mittelschicht erreichen.

Jenseits der Sätze muss das BAföG aber auch endlich mit der Studienwirklichkeit synchronisiert werden. Nur 37% der Studierenden schließen ihr Studium in der Regelstudienzeit ab. Mehr als 60% überschreiten sie – und bekommen deswegen kein BAföG mehr. Das BAföG muss über die Regelstudienzeit hinaus um mindestens ein weiteres Semester gezahlt werden.

Grundsätzlich sollte gelten: Was hochschulrechtlich möglich ist, muss auch förderrechtlich möglich sein. Das BAföG muss geöffnet werden für alle Studienformen, etwa das Teilzeit- oder das Orientierungsstudium. Altersgrenzen gehören abgeschafft, auch der anachronistische Leistungsnachweis nach vier Semestern, der noch aus Vor-Bologna-Zeiten stammt.

Um das BAföG noch attraktiver zu machen, sollte das Gesetz entschlackt und klug digitalisiert werden, medienbruchfrei, mit eAntrag, eBescheid und eAkte.

Wenn bis zum Jahr 2022 die digitale BAföG-Beantragung über in Bundesportal laufen soll, muss als nächstes eine Revision der BAföG-Vorschriften kommen. Dann kann das BAföG ein Vorzeigeprojekt werden für eine kluge, anwendungsfreundliche Digitalisierung.“

Die geplanten BAföG-Erhöhungen im Überblick:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

DSW-Stellungnahme zum Referentenentwurf für eine 26. BAföG-Novelle:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zum-referentenentwurf-26

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/hoch-mit-dem-bafög-grundbedarf

 


Studieren mit Kind gelingt – mit den Studentenwerken

Berlin, 28. März 2019. Kitas, Kurzzeitbetreuung, kostenloses Mensa-Essen für Kinder von Studierenden, Eltern-Kind-Treffs, familiengerechtes Wohnen, finanzielle Unterstützung, Beratung: Die Leistungen der Studenten- und Studierendenwerke machen Deutschlands Hochschulen und das Studium familienfreundlich. Eine neue Broschüre der Servicestelle Familienfreundliches Studium (SFS) des Deutschen Studentenwerks (DSW) gibt einen Überblick. 6% der Studierenden sind Eltern.

Eine Reportage in der Broschüre „Studieren mit Kind gelingt…mit den Studenten- und Studierendenwerken“ schildert den Alltag in der flexiblen Kinderbetreuung des Studierendenwerks Thüringen. Dort haben Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder direkt auf dem Campus von 8 bis 20 Uhr betreuen zu lassen. Ein Porträt gibt einen Einblick in die Arbeit der Familienberaterin Beate Bastian des Studierendenwerks Koblenz, die Studierende über Finanzierungs- und Unterstützungsleistungen sowie Betreuungsangebote informiert.

Mit einer Fotostrecke zeigt das Informationsheft die Bandbreite des familienfreundlichen Angebots der Studenten- und Studierendenwerke. Zu sehen sind zwei Kindertagesstätten in Hamburg, Eltern-Kind-Wohnungen in München und ein extra Essensbereich für Kinder in einer Mensa in Siegen und weitere Angebote.

Die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeigt: 6% der Studierenden in Deutschland haben ein Kind oder mehrere Kinder. Die Studierenden- und Studentenwerke unterstützen sie mit bundesweit 9.000 zeitlich flexiblen Kinderbetreuungsplätzen in Hochschulnähe, je nach Standort auch familiengerechten Wohnungen in den Studentenwohnheimen, kostenlosem Essen und Spielecken für Kinder in den Mensen, Kindersachentauschbörsen oder finanzieller Unterstützung und Beratung zu Sozialleistungen für studierende Eltern.

Die Servicestelle Familienfreundliches Studium (SFS) des Deutschen Studentenwerks ist das Kompetenzzentrum für Fragen rund um eine familienfreundliche Infrastruktur für Studierende. Sie informiert, vernetzt und berät Studentenwerke, Hochschulen und Politik, sowie Initiativen für familienfreundliche Unterstützungsangebote für studierende Eltern.

Die SFS wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Broschüre online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/studieren-mit-kind-gelingt-mit-den

Die SFS online:
www.studentenwerke.de/de/content/sfs

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/studieren-mit-kind-gelingt-–-mit-den


Facebook, Google & Co: Warum wir eine neue Forschungspolitik brauchen

Berlin, 25. März 2019. Eine neue, „transdisziplinäre Kooperationsforschung“, die Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und die Gesellschaft einbindet, neue Formate für die staatliche Forschungs­förderung, dazu eine „Innovationsstiftung“: In der neuen Ausgabe des DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW) plädiert Volker Meyer-Guckel vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft für eine neue Forschungspolitik für Deutschland – um gegenüber den großen Internetkonzernen nicht das Nachsehen zu haben.

Meyer-Guckel, Stellvertretender Generalsekretär beim Stifterverband, analysiert in seinem Exklusivbeitrag fürs DSW-Journal am Beispiel der Künstlichen Intelligenz (KI), dass neue Erkenntnisse immer stärker in der Unternehmens-Forschung erzielt werden, jenseits klassischer akademischer Institutionen.  Gerade Internetgiganten wie Facebook, Google oder Amazon würden jeweils einzeln so viel Geld in ihre Forschung stecken, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung für ganz Deutschland.

„Gerade die KI-Forschung ist ein Paradebeispiel dafür“, schreibt Meyer-Guckel, „wie die klassischen akademischen Institutionen ehemalige Alleinstellungsmerkmale in der Generierung und Verbreitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen verloren haben und weiter verlieren (…).“

Meyer-Guckel plädiert dafür, dass Deutschland in der Forschung einen eigenen Weg gehe, zwischen den Polen USA, wo er die Forschung zunehmend privatisiert sieht, und China, wo der Staat die Forschung kontrolliere. Dazu müssten, so Meyer-Guckels Vision, sich in Deutschland Staat, Unternehmen, Hochschulen und die Gesellschaft stärker einander öffnen und neue, offenere Formen der Kooperation eingehen, mit neuen Förderformaten. Ihm schwebt eine neue Wissenschaftskultur vor, eine Art „großer Experimentierraum“, mit einer „Transfergemeinschaft“ oder eine „Innovationsstiftung“ nach dem Vorbild Großbritanniens, Schwedens oder der Schweiz.

Volker Meyer-Guckels Plädoyer für eine neue Forschungspolitik für Deutschland auf den Seiten 12 bis 17 dieses Downloads:
www.studentenwerke.de/sites/default/files/dsw_jornal_1_2019.pdf

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/facebook-google-co-warum-wir-eine-neue

 


BAföG-Erhöhung: Licht und Schatten

Magdeburg/Berlin, 21. März 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt grundsätzlich, dass die Bundesregierung das BAföG erhöhen will, fordert aber eine deutliche stärkere Erhöhung des Grundbedarfssatzes. Gleichzeitig bekräftigt der Verband der Studenten- und Studierendenwerke seine Forderung nach regelmäßigen Erhöhungen des BAföG.

Zum Auftakt der DSW-„Förderungstagung“ beim Studentenwerk Magdeburg, dem Jahrestreffen der BAföG-Expertinnen und -Experten aller Studenten- und Studierendenwerke, nahm DSW-Generalsekretär zu den BAföG-Plänen der Bundesregierung Stellung:

„Bei der geplanten BAföG-Novelle gibt es Licht und Schatten. Grundsätzlich begrüßen wir, dass die Bundesregierung nach sechs Jahren Stillstand beim BAföG nun in die Bedarfssätze und die Elternfreibeträge erhöhen will. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht das Ziel, beim BAföG eine ‚Trendumkehr‘ in dem Sinne erreichen zu wollen, dass nach Jahren rückläufiger Geförderten-Zahlen wieder mehr Studierende BAföG erhalten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung erklärt, mit der geplanten Erhöhung der Elternfreibeträge würde es 100.000 Geförderte zusätzlich geben – möge das so eintreffen! An diesem Ziel wird man diese BAföG-Novelle vor allem messen müssen.

Die geplante Erhöhung des BAföG-Grundbedarfs in zwei Schritten, einmal um 5%, einmal um 2%, reicht aus unserer Sicht nicht aus. Wie wir mit Studien belegt haben, müsste der BAföG-Grundbedarf, anstatt wie von der Bundes­regierung geplant auf 427 Euro, auf 500 bis 550 Euro im Monat erhöht werden, um den gestiegenen Bedarf der Studierenden decken zu können. Dazu müsste der BAföG-Grundbedarfssatz um 25% bis 38% erhöht werden.

Dass die BAföG-Wohnpauschale von 250 Euro auf 325 Euro im Monat erhöht wird, ist richtig. Allerdings wird mit dieser Erhöhung lediglich dem Umstand Rechnung getragen, dass die Studierenden bereits im Sommer 2016 gemäß der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks im Durchschnitt 323 Euro Mietausgaben hatten. Die Mietpreisentwicklung seither ist nicht berücksichtigt. Und: Es besteht die Gefahr, dass Vermieterinnen und Vermieter unter Verweis auf die erhöhte BAföG-Wohnpauschale die Miete auch für alle jene Studierenden erhöhen, die kein BAföG erhalten.

Dass die Bundesregierung, wie im Gesetzentwurf für eine 26. BAföG-Novelle angekündigt, den für dieses Jahr fälligen BAföG-Bericht nun auf das Jahr 2021 verschieben will, geht nicht an. Damit würde der BAföG-Bericht, der laut Gesetz alle zwei Jahre vorgelegt werden muss, zum dritten Mal innerhalb einer Dekade verschoben!

Und am besten wäre es, wie wir als Deutsches Studentenwerk schon lange fordern, dass das BAföG regelmäßig erhöht bzw. angepasst wird an die Entwicklung von Preisen und Einkommen.“

Hintergrund

Im Jahr 2017 erhielten gemäß der amtlichen Statistik rund 557.000 Studierende BAföG; vor der jüngsten Erhöhung zum Wintersemester 2016/2017 wurden im Jahr 2015 noch 611.000 Studierende gefördert. Der durchschnittliche Förderungsbetrag lag bei 499 Euro im Monat. Die Kosten fürs BAföG, für Schüler/innen und Studierende, trägt seit Anfang des Jahres 2015 der Bund. Sie lagen im Jahr 2017 für die Studierenden bei 2,181 Milliarden Euro.

Die geplanten BAföG-Erhöhungen im Überblick:
www.studentenwerke.de/de/content/mehr-bafög-0

DSW-Stellungnahme zum Referentenentwurf für eine 26. BAföG-Novelle:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zum-referentenentwurf-26

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/bafög-erhöhung-licht-und-schatten

 


BAföG für die Regelstudienzeit plus mindestens ein weiteres Semester

Magdeburg/Berlin, 21. März 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) vermisst in der geplanten BAföG-Erhöhung der Bundesregierung jenseits quantitativer Erhöhungen eine grundlegende Strukturreform. Der Verband der 57 Studenten- und Studierendenwerke fordert insbesondere, dass das BAföG über die Regelstudienzeit hinaus für mindestens ein weiteres Semester gezahlt wird, weil nicht einmal 40% der Studierenden ihr Studium überhaupt innerhalb der Regelstudienzeit schaffen.

Bei der Eröffnung des vom DSW organisierten Jahrestreffens der BAföG-Expertinnen und -Experten aller Studenten- und Studierendenwerke sagte Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde:

„Derzeit können überhaupt nur 1,6 Millionen der rund 2,85 Millionen Studierenden potenziell BAföG erhalten. Die restlichen nicht, weil sie etwa das Fach gewechselt haben, über den Altersgrenzen liegen oder Teilzeit studieren. In der Dekade von 2006 bis 2016 ist die Quote der BAföG-förderungsfähigen Studierenden von 71% auf 63% gesunken – gleichzeitig ist aber die Zahl der Studierenden in diesem Zeitraum um rund 870.000 gestiegen.

Nur 37% der Studierenden schließen ihr Studium in der Regelstudienzeit ab; das heißt im Umkehrschluss: Mehr als 60% überschreiten sie – und bekommen deswegen kein BAföG mehr.

Wir müssen feststellen: Die studentische Lebenswirklichkeit und das BAföG entkoppeln sich voneinander; dem muss gegengesteuert werden. Das BAföG und die Lebenswirklichkeit der Studierenden müssen synchronisiert werden.“

Die Forderung des DSW-Generalsekretärs: „Das BAföG muss an die Studienwirklichkeit angepasst werden. Selbst der Wissenschaftsrat empfiehlt in seinem Papier zur Fortsetzung der Hochschulpakte, von einer Regelstudienzeit plus mindestens einem Semester auszugehen. Das muss doch auch beim BAföG möglich sein.“

„Grundsätzlich sollte beim BAföG gelten: Was hochschulrechtlich möglich ist, muss auch förderrechtlich möglich sein“, so Meyer auf der Heyde. „Das BAföG muss geöffnet werden für das Teilzeit- oder das Orientierungs­studium.“

Kritik übt Meyer auf der Heyde an den im BAföG noch immer geltenden Altersgrenzen von 30 Jahren für die Aufnahme eines Bachelor- und 35 Jahren für die Aufnahme eines Master-Studiums: „Das ist anachronistisch angesichts des Lebenslangen Lernens, welches gerade für die tertiäre Bildung immer wichtiger wird.“

Genauso anachronistisch sei der noch immer im BAföG erforderliche Leistungsnachweis nach vier Semestern, fährt Meyer auf der Heyde fort. „Das stammt noch aus Vor-Bologna-Zeiten.“

Das Deutsche Studentenwerk veranstaltet am 21. und 22. März seine diesjährige „Förderungstagung“, zu welcher sich rund 140 BAföG-Expertinnen und -Experten aus den Studenten- und Studierendenwerken zum Austausch treffen. Gastgeber ist das Studentenwerk Magdeburg.

DSW-Stellungnahme zum Referentenentwurf für eine 26. BAföG-Novelle:
www.studentenwerke.de/de/content/stellungnahme-zum-referentenentwurf-26

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/bafög-für-die-regelstudienzeit-plus

 


BAföG vereinfachen und klug digitalisieren

Magdeburg/Berlin, 21. März 2019. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) plädiert für Verwaltungsvereinfachungen beim Vollzug des BAföG, welches die im DSW organisierten Studenten- und Studierendenwerke im Auftrag von Bund und Ländern umsetzen. Hauptanliegen des DSW: eine kluge, medienbruchfreie Digitalisierung des BAföG, mit eAntrag und eAkte.

Bis zum Jahr 2022 soll, so ein Vorhaben der Bundesregierung, eine digitale BAföG-Beantragung auf einem Bundesportal möglich sein. „Das kann nur gelingen, wenn es vorher weniger Anforderungen im BAföG gibt“, erklärt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.

Er sagt: „Das BAföG muss entschlackt werden. Dass Anhebungen jetzt beschlossen werden, heißt ja nicht, dass in den kommenden Jahren keine Revision der BAföG-Vorschriften in einem weiteren Gesetz möglich wäre.“

„Das BAföG könnte ein Muster-, ein Vorzeigeprojekt sein für eine kluge, anwendungsfreundliche Digitalisierung“, fährt Achim Meyer auf der Heyde fort. „Es ist ein Bundesgesetz, das von den Ländern umgesetzt wird, mit einer sehr internetaffinen Zielgruppe, den Studierenden.“

Aktuelle Position der Studenten- und Studierendenwerke zum BAföG:
www.studentenwerke.de/de/content/das-bafög-muss-dauerhaft

Diese PM online:
www.studentenwerke.de/de/content/bafög-vereinfachen-und-klug-digitalisieren

 

Beratungsbedarf der Studierenden steigt stetig

Berlin, 19. März 2019. 108.800 Beratungskontakte haben die psychologischen Beratungsstellen der Studierenden- und Studentenwerke   im Jahr 2017 verzeichnet. Verglichen mit dem Jahr 2006 ist das eine Steigerung von 60 Prozent. Die Nachfrage nach sozialer Beratung stieg im selben Zeitraum um 50 Prozent auf 76.800 Beratungskontakte. Das geht aus der neuen Publikation „Beratung im Profil“ hervor, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) im Rahmen seiner Fachtagung Beratung am 19. März 2019 in Berlin vorstellt.

Die Gründe für diese starke Zunahme sind gemäß DSW neben gestiegenen Studierendenzahlen ein deutlich pragmatischerer und selbstbewussterer Umgang der Studierenden mit Beratung sowie eine positive Enttabuisierung des Themas Beratung. Hinzu komme ein erhöhter Prüfungs- und Zeitdruck im Studium.

So gaben 53 Prozent aller Studierenden an, schon einmal Prüfungsangst gehabt zu haben; 42 Prozent haben bereits einen Blackout während einer Prüfung erlebt. Die meisten Studierenden kommen folgerichtig wegen studienrelevanter Themen wie Arbeitsorganisation und Zeitmanagement (19%) oder wegen Arbeits- und Konzentrationsschwierigkeiten (16%) in die psychologischen Beratungsstellen der Studenten- und Studierendenwerke. Aber auch außeruniversitäre Probleme wie mangelndes Selbstbewusstsein (14%) oder Partnerschaftsprobleme (13%) sind häufige Gründe.

Die Sozialberatungsstellen der Studenten- und Studierendenwerke bieten Studierenden Orientierungs- und Entscheidungshilfe zu Leistungs­ansprüchen und sozialen Reglungen, etwa zur Studienfinanzierung, zum Studium mit Kind oder für internationale Studierende. Die Sozialberatung unterstützt Studierende dabei, Strategien für die soziale und wirtschaftliche Sicherung ihres Studiums zu entwickeln.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, betont anlässlich der Veröffentlichung der Publikation den persönlichen und gesamtgesellschaftlichen Nutzen dieser Beratung: „Die studienbegleitende Beratung der Studentenwerke unterstützt Studierende in Problemlagen mit optimal auf ihre jeweiligen Bedürfnisse abgestimmten Beratungsangeboten. Darüber hinaus hat sie auch einen volkswirtschaftlichen Effekt: Sie trägt dazu bei, Studienabbrüche und Studienzeitverlängerungen zu verhindern.“

„Ein nachhaltiger Ausbau guter, professioneller Beratung braucht eine solide Finanzierung“, so Meyer auf der Heyde weiter. „Hier müssen sind alle gefordert: Studentenwerke, Hochschulen, Länder und der Bund.“

44 von 57 Studierenden- und Studentenwerken in Deutschland bieten Sozialberatungen und Psychologische Beratungen an. Auf der DSW-Fachtagung Beratung am 19. März 2019 in Berlin wird die neue Publikation „Beratung im Profil“ vorgestellt, hier tauschen sich Beraterinnen und Berater aus den Studenten- und Studierendenwerken bundesweit aus.

Online-Infos zur psychologische und zur Sozialberatung der Studentenwerke:
www.studentenwerke.de/de/beratungsangebote

Die neue DSW-Broschüre „Beratung im Profil“ online:
https://www.studentenwerke.de/de/content/beratung-im-profil

Diese Pressemitteilung online:
www.studentenwerke.de/de/content/beratungsbedarf-der-studierenden-steigt

 

„Hinter jedem Ratsuchenden steht eine individuelle Geschichte“

Berlin, 19. März 2019. „Von außen betrachtet sind die Studierenden eine homogene Gruppe. Das stimmt aber nicht. Demzufolge gibt es auch kein Patentrezept, selbst wenn die Probleme von außen betrachtet ähnlich aussehen“, beschreibt Sabine Köster, Leiterin der psychologischen Beratungsstelle des Studierendenwerks Karlsruhe, eine der großen Herausforderung in der täglichen Beratungsarbeit mit Studierenden.

Köster ist eine von 13 Beraterinnen und Beratern aus den psychologischen Beratungsstellen und Sozialberatungsstellen der Studenten- und Studierendenwerke, die in der neuen Publikation „Beratung im Profil“ des Deutschen Studentenwerks (DSW) von ihrer Arbeit berichten.

Insgesamt mehr als 185.000 Beratungskontakte haben die psychologischen Beratungs- und Sozialberatungsstellen im Jahr 2017 verzeichnet. Verglichen mit dem Jahr 2006 ist das eine Steigerung von mehr als 50 Prozent.

Wilfried Schumann, Leiter des gemeinsamen psychologischen Beratungs-Services von Universität und Studentenwerk Oldenburg, benennt in der Publikation als Grund für diesen Anstieg einen anderen Umgang mit Problemen bei heutigen Studierenden: „Studierende gehen heute deutlich pragmatischer und selbstbewusster mit psychologischer Beratung um. Wenn man selbst keine Lösung für ein persönliches Problem findet, warum sollte man dann nicht mit Expert/innen darüber sprechen?“

Neben der Einzel- und Gruppenberatung bieten einige Studenten- und Studierendenwerke psychologische Beratung auch online an. Für Reinhard Mack, den Leiter der Psychologischen Beratungsstelle von Seezeit Studierendenwerk Bodensee, bietet das viele Vorteile: „Die Online-Beratung erfolgt über eine spezielle Software und ist komplett anonym. Darüber hinaus ist sie weder orts- noch zeitgebunden. Plus: Wir haben die Möglichkeit Studierende zu erreichen, die nie in eine Beratung gegangen wären.“

Wie wichtig es ist, Studierende in Problem- und Notsituationen zu helfen, betont Ulrike Sand vom Studierendenwerk Essen-Duisburg: „Frühzeitige und umfassende Informationen helfen Fehlentscheidungen zu verhindern, Studienabbrüche zu vermeiden und Überschuldung abzuwenden. Daher ist es besonders wichtig, Studierende so früh wie möglich zu erreichen.“

Die 44 der 57 Studierenden- und Studentenwerke in Deutschland bieten Sozialberatung und psychologische Beratung an. Ihre Arbeit schildert die DSW-Publikation „Beratung im Profil“. Vorgestellt wurde die Broschüre am 19. März 2019 auf der der DSW-Fachtagung Beratung in Berlin, bei der sich fast 130 Beraterinnen und Berater aus den Studenten- und Studierendenwerken bundesweit austauschen.

Online-Infos über die psychologische und die Sozialberatung:
https://www.studentenwerke.de/de/beratungsangebote

Die neue DSW-Broschüre mit den Berichten der Berater/-innen online:
www.studentenwerke.de/de/content/beratung-im-profil

Online-Fassung dieser Pressemitteilung:
www.studentenwerke.de/de/content/„hinter-jedem-ratsuchenden-steht-eine

 

„Grenzenlos studieren. Europa wählen!“

Aktion zur Europa-Wahl von Hochschulrektorenkonferenz und Deutschem Studentenwerk

13.3.2019. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) rufen mit einer gemeinsamen Aktion die Studierenden auf, sich an der Wahl zum Europaparlament am 26. Mai 2019 zu beteiligen. Titel: „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“
 
HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt startete die Initiative gestern im Rahmen des HRK-Senats in Berlin.  
 
„Europa ist kein Selbstläufer“, erläuterte er heute vor der Presse in Berlin. „Wir möchten deutlich machen, wie wichtig diese Wahl für die Zukunft des Einzelnen werden kann. Jeder soll sich selbst befragen, in welchem Europa er oder sie künftig leben will und dann seine oder ihre Stimme abgeben. Im HRK-Senat ist sehr deutlich geworden, dass die Hochschulen tief besorgt sind über den gewachsenen Einfluss populistischer und nationalistischer Kräfte in Europa. Unsere Hoffnung ist, dass die Studierenden sich diesem Trend bei der Wahl aktiv entgegenstellen.“  
 
DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep erklärte: „Die Studierenden sind eine wichtige Stimme gegen Wissenschaftsfeindlichkeit und Populismus in Europa. Sie tun gut daran, diese EU-Wahl sehr ernst zu nehmen und sich für ein Europa des Austauschs und der Vernunft einzusetzen. Auch die Studenten- und Studierendenwerke bekennen sich zu Weltoffenheit und Toleranz.“  
 
HRK und DSW bitten die Hochschulen und Studentenwerke um ihre Unterstützung und haben zu lokalen und regionalen Aktionen aufgerufen. Der gemeinsame Slogan „Grenzenlos studieren. Europa wählen!“ soll das Dach bilden für einen starken gemeinsamen Impuls an die Studierenden.

Alle Informationen zur Initiative finden Sie hier.

Bundespreis für Kunststudierende: Sieben Preisträgerinnen und Preisträger

Bonn/Berlin, 28. Februar 2019. Sieben Kunststudierende von den insgesamt 24 beteiligten deutschen Kunsthochschulen sind die Preisträgerinnen und Preisträger des 24. Bundeswettbewerbs „Bundespreis für Kunststudierende“ 2018-2020. Den Wettbewerb richten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn (KAH) sowie das Deutsche Studentenwerk (DSW) gemeinsam aus.
 
Aus mehr als 50 für den Wettbewerb nominierten Kunststudierenden hat eine dreiköpfige Fachjury als Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:
 

  • Christoph Blankenburg, Bauhaus-Universität Weimar
  • Marie Falke, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
  • Lena Grossmann, Akademie der Bildenden Künste München
  • Mirjam Kroker, Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Suin Kwon, Hochschule für Künste Bremen
  • Carsten Saeger, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
  • Jan Zöller, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

 
Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek, DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep sowie Rein Wolfs, der Intendant der Bundeskunsthalle, gratulieren gemeinsam: „Einen herzlichen Glückwunsch an die ausgezeichneten Kunststudierenden! Die Arbeiten belegen die hervorragende Qualität und die Vielfalt der Ausbildung an den Kunsthochschulen.“
 
Die sieben Kunststudierenden teilen sich zu gleichen Teilen insgesamt 30.000 Euro Preisgeld sowie 18.000 Euro Produktionsstipendien. Letztere sollen es ihnen ermöglichen, gezielt Werke für die Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn zu erarbeiten. Außerdem erhalten die Preisträgerinnen und Preisträger einen eigenen Katalog. Gestaltet wird er, wie die Wettbewerbsmedien überhaupt, von der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
Die Bundeskunsthalle wird die Werke der sieben Preisträgerinnen und Preisträger vom 18. Oktober 2019 bis 5. Januar 2020 zeigen; die feierliche Preisverleihung und Ausstellungseröffnung findet am 17. Oktober 2019 statt.
 
Der „Bundespreis für Kunststudierende“ richtet sich an die 24 in der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK) organisierten Kunsthochschulen und Akademien Deutschlands. Sie nominieren jeweils zwei ihrer Studierenden oder studentische Teams. Der Bundespreis für Kunststudierende ist in dieser Form ein einzigartiges Forum für den künstlerischen Nachwuchs in Deutschland. „Der Bundespreis ist eine Eintrittskarte in die Ausstellungswelt“, sagt KAH-Intendant Rein Wolfs.
 
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lobt den Wettbewerb seit 1983 aus; das Deutsche Studentenwerk organisiert ihn. Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn zeigt die Werke der Preisträgerinnen und Preisträger exklusiv.
 
Weitere Informationen zum Wettbewerb: 
www.studentenwerke.de/de/content/jury-und-preise
 
Die Jury:
•         Hilke Wagner, Direktorin Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
•         Dr. Eva Huttenlauch, Sammlungsleiterin Kunst nach 1945 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München
•         Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum, Frankfurt am Main
 
24. Bundeswettbewerb Bundespreis für Kunststudierende
Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn,
Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn
18. Oktober 2019 bis 5. Januar 2020
Dienstag und Mittwoch 10–21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag 10–19 Uhr
www.bundeskunsthalle.de
 
Ansprechpartner für die Medien in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland:
Sven Bergmann
Tel: 0228 9171–204
Fax: 0228 9171–211
bergmann@bundeskunsthalle.de
 
Ansprechpartner beim Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Marc Strüder
Tel: 030 1857–5050
marc.strueder@bmbf.bund.de

 

Student(in) des Jahres ausgezeichnet

Wiebke Gehm ist Studentin des Jahres

Die Medizinstudentin der Universität Rostock gewinnt Auszeichnung des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) und des Deutschen Studentenwerks (DSW). Die Medizinstudentin ist Mitbegründerin der studentischen Initiative „TNA – Tommy nicht allein“. Hier betreuen Medizinstudierende ehrenamtlich schwerkranke Kinder.

Wiebke Gehm wird vom Deutschen Hochschulverband (DHV) und dem Deutschen Studentenwerk (DSW) als „Studentin des Jahres“ ausgezeichnet. Die 24-jährige Studentin der Humanmedizin an der Universität Rostock ist Mitbegründerin und leitendes Mitglied der studentischen Initiative „TNA – Tommy nicht allein“, die schwer erkrankte Kinder in der Rostocker Kinderklinik ehrenamtlich betreut.

Die Initiative der Rostocker Medizinstudierenden um Wiebke Gehm wurde im Jahr 2015 für den Namensgeber Tommy ins Leben gerufen – einen kranken Jungen, der stationär in der Universität Rostock behandelt wurde. Der Schwerpunkt von „TNA“ liegt auf der ehrenamtlichen Betreuung von schwerkranken Kindern, für deren Eltern eine dauerhafte Anwesenheit in der Klinik nicht möglich ist oder die während der Betreuung eine kurze Auszeit benötigen. Die Studierenden können rund um die Uhr das ganze Jahr über angefordert werden und beschäftigen die Kinder mit Unterhaltungen und Spielen.

Mitbegründerin Wiebke Gehm entwickelt das Projekt stetig weiter und optimiert es so, dass möglichst viele Kinder von dem Angebot profitieren können. Sie kümmert sich um Einführungsveranstaltungen und Schulungen für neue Mitglieder der Initiative und sie wirbt neue studentische Mitstreiterinnen und Mitstreiter an. Darüber hinaus organisiert sie besondere Veranstaltungen wie Kindertage oder Wichtelaktionen für die jungen Patientinnen und Patienten. Wiebke Gehm setzte sich im Urteil der sechsköpfigen Jury gegen 62 weitere nominierte Studierende durch.

„Frau Gehm zeichnet sich durch ein hohes ehrenamtliches Engagement für Kinder im Krankenhaus mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder in sozialen Notlagen aus. Dies allein wäre schon auszeichnungswürdig. Die Initiative ‚TNA – Tommy nicht allein‘ ermöglicht jedoch ein einzigartiges und innovatives Betreuungsangebot für Kinder im Krankenhaus, das hoffentlich viele Nachahmer findet. Deshalb ehren wir Frau Gehm auch stellvertretend für die Initiative“, erklären DHV und DSW gemeinsam.

Den Preis „Student/-in des Jahres“ haben DHV und DSW 2019 zum vierten Mal ausgelobt. Mit der Auszeichnung wird eine Studentin, ein Student oder eine Gruppe von Studierenden gewürdigt, die bzw. der ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigt, das einzigartig und innovativ ist. Diese Kriterien hat Wiebke Gehm mit „Tommy nicht allein“ in den Augen der DHV-/DSW-Jury voll und ganz erfüllt.

Der Preis „Student/-in des Jahres“ wird auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 8. April 2019 in Berlin verliehen. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbunden, das vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Ausländische Studierende in Deutschland: Studentenwerke zentral für Integration

„Für die sozial-akademische Integration der rund 375.000 ausländischen Studierenden sind die Studentenwerke von entscheidender Bedeutung.“ Das betont Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), heute in Koblenz zum Auftakt einer gemeinsamen Tagung von Hochschulen und Studentenwerken.

„Wohnheim, Finanzierung, Mensa, interkulturell kompetente Beratung, Kinderbetreuung, Wohnheimtutorinnen und -tutoren: „Die Studentenwerke stehen ein für Weltoffenheit und Toleranz – und sie tun sehr viel, damit ausländische Studierende ihr Studium erfolgreich abschließen können. Und das ohne einen Cent zusätzlicher finanzieller Unterstützung durch die Bundesländer“, so Meyer auf der Heyde.

Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts liegt die Zahl der ausländischen Studierenden aktuell bei rund 375.000. Die Haupt-Herkunftsländer sind China, Türkei, Indien, Italien, Russland, Österreich und die Ukraine.

„Die Wohnungssuche, die Studienfinanzierung und die Verständigung in deutscher Sprache sind für sie die größten Probleme“, erläutert Meyer auf der Heyde. „Das zeigt der Sonderbericht zu ausländischen Studierenden unserer aktuellen, 21. Sozialerhebung.“

Er fährt fort: „Die bevorzugte Wohnform dieser Studierenden ist das Wohnheim, und auf den Wohnungsmärkten deutscher Hochschulstädte haben sie große Schwierigkeiten, etwas Bezahlbares zu finden. Sie haben im Schnitt 776 Euro im Monat zur Verfügung; das sind 142 Euro weniger als einheimische Studierende.“

Laut DSW sind rund 75.000 der 194.000 Wohnheimplätze in den 1.700 Wohnheimen der Studenten- und Studierendenwerke von ausländischen Studierenden belegt. Rund 1.000 studentische Tutorinnen und Tutoren unterstützen deren sozial-akademische Integration.

Rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Akademischen Auslandsämtern der Hochschulen und den Studentenwerken nehmen am 20. und 21. Februar 2019 an der DSW-Tagung „Internationales/ Interkulturelles“ teil. Gastgeber sind die Universität Koblenz-Landau und das Studierendenwerk Koblenz.

Organisiert wird die Tagung von der Servicestelle Interkulturelle Kompetenz des Deutschen Studentenwerks, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Der Sonderbericht „Ausländische Studierende in Deutschland 2016“ aus der 21. DSW-Sozialerhebung:

www.studentenwerke.de/de/content/ausländische-studierende-deutschland-2016

Die Leistungen der Studentenwerke für ausländische Studierende auf den Seiten 67 bis 73 dieser Publikation:

https://www.studentenwerke.de/sites/default/files/zahlenspiegel_17_18_web.pdf

Die Servicestelle Interkulturelle Kompetenz online:

www.studentenwerke.de/de/content/servicestelle-interkulturelle-kompetenz

Diese Pressemitteilung online:

www.studentenwerke.de/de/content/ausländische-studierende-deutschland-0

 

 

 

BAföG-Fördersätze müssen stärker als geplant erhöht werden

Aktualisierte Studie „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“ des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) im Auftrag des Deutschen Studentenwerks (DSW) erschienen

Die BAföG-Fördersätze für Studierende müssen stärker angehoben werden, als von der Bundesregierung derzeit geplant, um die immer höheren Ausgaben der Studierenden abdecken zu können. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) beim Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) in Berlin beauftragt hat.

Ein Team von For­sche­rin­nen unter der Lei­tung von Dr. Die­ter Doh­men, Di­rek­tor des FiBS, hat im Auf­trag des DSW die erst­mals im Mai 2017 vor­ge­leg­te Stu­die „Er­mitt­lung der Le­bens­hal­tungs­kos­ten von Stu­die­ren­den“ ak­tua­li­siert und die da­ma­li­gen Daten um die jüngs­te, 21. So­zi­al­er­he­bung des Deut­schen Stu­den­ten­werks zur wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Lage der Stu­die­ren­den in Deutsch­land aus dem Jahr 2016 er­gänzt.

Im Ver­gleich zur Vor­gän­ger-Stu­die von 2017, die da­mals auf Daten aus den Jah­ren 2012 und 2013 ba­sier­te, stie­gen in den Jah­ren 2012 bis 2016 die Ge­samt­aus­ga­ben zum Bei­spiel für al­lei­ne, in einer WG oder einem Wohn­heim le­ben­de, unter 25-jäh­ri­ge Stu­die­ren­de seit­dem im Schnitt um bis zu 18%, für Stu­die­ren­de, die zu den 15% mit den ge­rings­ten Ein­nah­men ge­hö­ren, sogar um bis zu 31%. Über­pro­por­tio­nal stark an­ge­stie­gen sind die Aus­ga­ben für Miete (um bis zu 55%), Ge­sund­heit (um bis zu 41%) und Fahrt­kos­ten (um bis zu 38%).

Mit Blick auf den BAföG-Grund­be­darfs­satz schluss­fol­gern die FiBS-Autor/-innen, dass „500 bis 550 Euro an­ge­mes­sen“ wären; „ge­gen­über dem der­zei­ti­gen Be­trag von 399 Euro wäre dies ein An­stieg um 25% bis 38%“, schrei­ben sie. Diese Zah­len mei­nen den BAföG-Grund­be­darfs­satz; hinzu kom­men Pau­scha­len für die Un­ter­kunft (der­zeit 250 Euro im Monat) und die Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung (der­zeit 86 Euro im Monat). Gemäß Eck­punk­ten des fürs BAföG ver­ant­wort­li­chen Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF), wel­che im No­vem­ber 2018 vor­ge­stellt wur­den, will die Bun­des­re­gie­rung den BAföG-Grund­be­darfs­satz zum Win­ter­se­mes­ter 2019/2020 um 5% auf circa 420 Euro und zum Win­ter­se­mes­ter 2020/2021 um wei­te­re 2% im Monat er­hö­hen; die Wohn­pau­scha­le soll auf 325 Euro im Monat stei­gen.

Wei­te­re Fak­ten und Er­geb­nis­se sowie die ge­sam­te Pres­se­mit­tei­lung fin­den Sie on­line.

Die neue FiBS-Stu­die „Er­mitt­lung der Le­bens­hal­tungs­kos­ten von Stu­die­ren­den. Ak­tua­li­sier­te Be­rech­nun­gen an­hand der 21. So­zi­al­er­he­bung des Deut­schen Stu­den­ten­werks “ gibt es hier zum Down­load.